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Therrus-Team

Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteAction / P18 / Mix
08.08.2021
29.10.2022
14
44.427
5
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10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.08.2022 7.744
 
Sooo ihr Lieben.

Ich habs endlich geschafft. Das nächste Kapitel, die erste richtige Mission ist fertig.

Ich wünsch euch viel Spaß.

                                                                                         


Titelsong: https://www.youtube.com/watch?v=3a0tH0fkvW8&list=RDMM&index=7
(The Book of Boba Fett – Ludwig Göransson)

Irgendwo im Südpazifik – Isla Therrus
1. Oktober 2030 – 18:56 Ortszeit


''Alle Therrus-Team Mitglieder sofort in die Kommandozentrale.''
''Das ist es'', sagte Sandy. ''Unser erster Auftrag.'' Sie blickte in die Augen ihrer Kameraden, die zusammen mit ihr in der Kantine beim Abendessen saßen.
''Dann wollen wir mal'', sagte Vlad.
Alle fünf griffen nach ihren Tabletts und brachten sie weg. Dann liefen sich direkt zur Kommandozentrale.

Sie betraten die Zentrale. An einem großen Tisch standen Selina und Thomas. Im Hintergrund waren einige Mitarbeiter an Konsolen beschäftigt. Selina winkte sie zu sich. Kiras Blick fiel dabei auf ein Buch das neben Selina auf dem Tisch lag. Sie grinste als sie den Titel 'Die Känguru-Chroniken' las. Selina grinste zurück.
''Sehr unterhaltsam'', sagte sie.
''Du musst dir mal das Hörbuch dazu reinziehen'', erwiderte Vlad. Selina nickte. Dann wurde ihr Blick ernst.
''Genug davon. Zeit für die Arbeit. Wir haben unseren ersten Auftrag.'' Alle fünf kamen näher als Selina eine Karte aufrief.
''Nepal?'', fragte Ikari. ''Ich hatte auf etwas wärmeres gehofft.''
''Du willst doch nur den hübschen Ladys auf ihre sexy Ärsche schauen'', bemerkte Vlad und fing an zu lachen. Als niemand sich beteiligte verstummte er.
''Das ist kein Wunschkonzert Ikari'', begann Selina. ''Wir gehen dahin wo unsere Aufträge uns hinführen.''
''Verstanden Captain.'' Selina nickte. Thomas stützte sich auf den Tisch.
''Folgende Situation. Vor knapp dreißig Stunden kam ein Notruf aus einem der Dörfer in Nepal rein. In dem Dorf Khangshar ist eine Gruppe von Banditen eingefallen. Sie hat alles verwüstet und dabei ein dutzend junge Frauen entführt. Nepal hat alle Hände voll damit zu tun sich gegen China zur Wehr zu setzten. Insgeheim werden sie von den USA mit Waffen und Soldaten versorgt. Anders wäre Nepal längst gefallen. Aus diesem Grund haben sie nicht die Ressourcen für eine Rettungsaktion.''
''Und warum wird das Therrus-Team engagiert?'', fragte Sandy. ''Eine Rettungsmission ist nicht gerade ein schwieriges Unterfangen.''
''Die Banditen haben sich in die Berge, nahe der Grenze zu China zurückgezogen'', antwortete Selina. ''Aktuelle Satellitenbilder zeigen das sie sich gut verschanzt haben. Außerdem haben sie im Notfall noch immer die Frauen als Druckmittel.'' Selina blickte jetzt in die Augen ihres Team.
''Unser Auftrag lautet das Lager zu infiltrieren, die Frauen zu befreien und ihren Anführer gefangen zu nehmen, Lebend.'' Selina betonte das letzte Wort sehr stark.
''Wieso lebend?'', fragte Luna.
''Weil es sich um einen gesuchten Verbrecher handelt. Er nennt sich selbst Silver. Er ist der Kopf einer Banditenbande die sich auf Menschenhandel spezialisiert hat. Demnach können wir davon ausgehen das sie die Frauen verkaufen wollen. Auf Silver ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Nepal will ihn lebend. Und wir würden die Belohnung als Bonus bekommen.''
''Und wie soll das ganze ablaufen?'', fragte jetzt Vlad.
''Wir fahren mit dem Boot nach Shanghai. Das wird übrigen jedes mal so ablaufen wenn wir auf eine Mission gehen. Wir steuern mit unseren Schnellbooten einen Hafen an und fliegen von dort aus, mit Vlads Teufel zu unsrem Einsatzziel. Habt ihr das alle verstanden?''
''Wie kommt mein Teufel zu dem entsprechenden Hafen?'', fragte Vlad.
''Mit einem speziellen Transporthubschrauber.'' Vlad kniff die Augen zusammen.
''Wenn mein Baby auch nur einen Kratzer abbekommt wird es Tote geben.''
''Spar dir deine Drohungen Vlad. Das zieht bei mir nicht'', konterte Selina. ''Deinem 'Baby' wird nichts geschehen. Glaub es oder nicht. Ist mir egal.'' Jetzt wurde Selinas Blick ernst. Sie trat auf Vlad zu und baute sich vor ihm auf.
''Und wag es nicht mir noch einmal zu drohen. Wir sind ein Team, aber ich bin immer noch deine Kommandantin. Die Zeit des schönen Redens ist vorbei. Auf einer Mission erwarte ich Professionalität. Hab ich mich klar und deutlich ausgedrückt?''
''Ja Mam'', antwortete Vlad und dieses mal klang er wirklich ernst. Selina nickte und ihre Stimme wurde wieder etwas weicher.
''Ich verstehe das dir dein Teufel wichtig ist. Du kannst den Piloten vertrauen. Sie sind vielleicht nicht so verrückt wie du aber sie beherrschen ihren Job.'' Vlad nickte.
''Gut, wo war ich? Ach ja. Wie gesagt. Von Shanghai aus fliegen wir mit Vlads Teufel nach Khangshar in Nepal. Ein Ortsansässigen, zufälligerweise spricht er deutsch hat sich bereit erklärt uns zu dem Lager der Banditen zu führen. Vor Ort werden wir die Lage auskundschaften und uns einen Plan überlegen wie wir die Geiseln befreien.'' Selina machte eine Pause und Thomas übernahm wieder.
''Das Wetter in Nepal ist momentan nicht gerade rosig, wie Ikari schon angemerkt hat. Roxan wird euch mit warmer Kleidung ausstatten. Ihr könnt sie bei ihr abholen sobald wir hier fertig sind. Noch Fragen?''
''Wie lange wird der Marsch vom Dorf zum Lager der Banditen brauchen?'', fragte Kira.
''Etwa zwei Stunde'', antwortete Selina. Kira nickte.
''Warum fliegen wir nicht mit meinem Teufel zu dem Lager?'', fragte Vlad und klang dabei fast wie ein kleines Kind. Selina blickte zu ihm.
''Der Helikopter würde zu viel Aufmerksamkeit erregen. Ich will das ganze so leise wie möglich über die Bühne bringen.'' Vlad nickte.
''Gibt's noch mehr Fragen?''
''Was wissen wir alles über diesen Silver?'', fragte Sandy. Selina rief seine Akte auf.
''Er nennt sich Silver. Sein richtiger Name ist nicht bekannt. Seit vier Jahren steckbrieflich gesucht. Mehr als ein dutzend Überfälle auf Dörfer gehen auf sein Konto. Er ist skrupellos und weicht vor nichts zurück um seine Ziele zu erreichen. Er gilt als extrem gefährlich. Wir dürfen ihn auf keinen Fall unterschätzen.'' Alle nickten.
''Wie hoch ist sein Kopfgeld?'', fragte Luna.
''Drei Millionen Rupien. Umgerechnet sind das etwa Dreiundzwanzig tausend Doller.''
Selina schaute in die Runde. Als keine weiteren Fragen kamen nickte sie.
''Gut. Dann holt eure Ausrüstung. Aufbruch in einer Stunde.''

Eine Stunde später
Alle betraten die Therrus Alpha. Alle hatten von Roxan ihre neue Kleidung erhalten. Die 'Winteredition', wie sie sie nannte, hatte jeder in einer extra Tasche dabei um sie später anzulegen.
''Willkommen an Bord der Therrus Alpha'', begann der Kapitän, als das Schiff abgelegt hatte. ''Unser Ziel ist Shanghai. Die Reisedauer beträgt neunundzwanzig Stunden. Eure erste Mission Therrus-Team. Viel Glück.''

Neunundzwanzig Stunden später
''Ladys und Gentleman'', begann der Kapitän. ''Wir erreichten in kürze Shanghai. Euer Flug wartet auf Rampe drei auf euch. Viel Glück Team.''
Alle packten ihre Taschen und verließen das Schiff. Sie liefen direkt zur Rampe drei. Dort wartete bereits Vlads Teufel auf sie. Vlad lief direkt einmal um ihn herum und inspizierte ihn mit geübtem Blick. Er runzelte plötzlich die Stirn.
''Eine Schramme'', sagte er frustriert. Sandy lief zu ihm, leckte ihren Daumen ab und fuhr einmal über die Stelle.
''Nur ein Fleck. Mach dir nicht gleich ins Hemd.'' Vlad schaute ihr hinterher. Alle anderen grinsten ihn an und Kira kicherte sogar leicht. Vlad brummte und setzte sich dann ins Cockpit. Während die anderen ihre Taschen verstauten und sich dann hinsetzten startete Vlad den Hubschrauber.
''Therrus-Team, sie haben Starterlaubnis'', ertönte eine Stimme in seinem Kopfhörer.
''Verstanden Mission Control.'' Er schaute über die Schulter. Selina kam zu ihm, setzte sich neben ihn und nickte ihm zu. Der nickte zurück. Er startete die Rotoren. Der Helikopter hob ab und Vlad nahm Kurs auf Nepal.
''Wir erreichen Nepal in etwa siebzehn Stunden'', sagte Vlad. Selina nickte.

Nepal – Dorf Khangshar
4. Oktober 2030 – 18:12 Ortszeit


Vlad landete seinen Teufel außerhalb des Dorfes. Die wenigen Bäume wanden sich unter dem starken Wind. Als die Rotoren ausgelaufen waren zog Vlad den Zündschlüssel und verstaute ihn in seiner Jackentasche. Er grinste.
''Gott, ich liebe diese Tasche.'' Alle hatten sich bereits ihre warme Kleidung angezogen. Selina öffnete die Tür und alle stiegen aus dem Helikopter aus. Mehrere Anwohner hatten sich bereits in ihrer Nähe versammelt. Ganz vorne stand ein junger Mann mit schwarzen Haaren und braunen Augen. Er war, so schätze Selina nicht viel älter als dreiundzwanzig. Er legte die Hände zusammen, als wolle er ein Gebet sprechen und sagte:
''Namaste.'' Alle sechs erwiderten die Begrüßung. Dann trat der junge Mann auf Selina zu und hielt ihr die Hand hin.
''Willkommen in unserem Dorf'', sagte er in perfektem Deutsch. Selina schüttelte seine Hand.
''Dann bist du wohl unser Ortsansässiger.''
''In der Tat. Mein Name ist Kamal.''
''Stammst du aus diesem Dorf?'' Kamal nickte.
''Ich bin hier geboren und aufgewachsen.''
''Dafür beherrschst du die Deutsche Sprache sehr gut.''
''Ich habe drei Jahre in Berlin studiert. Danach kam ich hierher zurück in meine Heimat.''
''Es freut mich deine Bekanntschaft zu machen Kamal. Ich bin Captain Selina Bukoch. Und das sind die Lieutenants Ikari Hughes, Kira Rose, Sandy Smith, Luna Darkia und Vlad Petrowitsch.'' Kamal nickte allen freundlich zu.
''Wir sind sehr erleichtert das sie alle hier sind. Wir hoffen sie können uns helfen.''
''Zeig uns und das Banditenlager und wir werden es ausräuchern'', sagte Vlad. Kamal lächelte.
''Alleine diese Worte geben mir, uns allen hier wieder Mut. Wir haben ein paar Betten für sie alle hergerichtet.''
''Wir können auch gleich aufbrechen'', sagte Sandy.
''Ihr Enthusiasmus ist lobenswert Lieutenant, aber sie sollten sich nach der langen Reise erst einmal ausruhen. Außerdem bricht die Nacht bald herein. Da ist es zu gefährlich. Wir könnten die Orientierung verlieren.'' Sandy nickte.
''OK Leute'', begann Selina. ''Ihr habts gehört. Wir bleiben über Nacht hier und brechen morgen früh auf. Bis dahin habt ihr Freigang.'' Sie salutierten alle und ließen sich dann von Kamal ihre Zimmer zeigen.

Selina war mit Kamal im Dorf unterwegs. Sie steuerten die große Hütte im Zentrum des Dorfes an.
''Das Dorf hat etwa dreihundert zwölf Bewohner. Naja hatte. Jetzt sind es noch zweihundert achtzig. Die entführten Frauen mit gerechnet.''
Selina erblickte mehrere zerstörte Hütten. Immer wieder kamen ihr trauernde Dorfbewohner entgegen.
''Der Schock sitzen noch immer tief'', bemerkte Selina. Kamal nickte.
''Sie kamen wie aus dem Nichts. Wir hatten nicht die geringste Chance. Wenn man es genau nimmt hatten wir noch erstaunliches Glück das wir nur so wenige verloren haben.'' Kamal blieb stehen und seufzte. ''Bin ich in ein schlechter Mensch, weil ich so denke Captain?'' Selina legte ihm die Hand auf die Schulter.
''Du trauerst. Jeder macht das auf seine Art.'' Selina drehte sich um und wollte weiter laufen. Aber plötzlich rannte ein kleines Mädchen in sie rein.
''Hoppla!'' Selina ging vor dem Mädchen, dass nicht viel älter war als fünf in die Knie. ''Alles in Ordnung Kleines?'' Erst jetzt stellte Selina fest das das Mädchen Tränen in den Augen hatte.
''Das ist Sarita'', erklärte Kamal. Sarita schaute zu Selina und fiel ihr ohne zu zögern um den Hals. Selina, davon total überrumpelt schaute fragend zu Kamal.
''Ihre Schwester ist eine der Entführten Frauen. Sie ist die einzige die Sarita noch hat. Alle anderen aus ihrer Familie sind tot.'' Selina nickte und streichelte der kleinen Sarita sanft über den Rücken.
''Sag ihr, dass wir alles unternehmen werden um ihre Schwester zu befreien.'' Kamal übersetzte die Worte für Sarita. Die schaute Selina wieder an und sagte dann:
''Dhan'yavāda.''
''Das heißt danke'', merkte Kamal an. Selina nickte und streichelte Sarita über die Wange. Kamal sagte ein paar Worte auf Nepali, so hieß die Sprache in Nepal zu ihr. Sarita nickte und verschwand dann.
''Es ist nicht leicht für sie'', sagte Kamal während sie weiter liefen.
''Es sind harte Zeiten für Kinder. Der Krieg ist nichts für so kleine Geschöpfe.''
''Wohl war Captain.'' Kamal hielt an. ''Da sind wir.'' Selina nickte und beide betraten die große Hütte.
Im inneren war es behaglich warm. Ein großes Feuer prasselte in der Mitte. Die Bewohner hatten sich darum versammelt. Der Rest des Teams hatte sich unter die Leute gemischt.
Vlad wärmte seine Hände am Feuer. Kira versuchte einen kleinen Jungen zu trösten. Luna versorgte das Bein eines Mannes. Ikari hatte seinen Laptop vor sich stehen und tippte darauf herum und Sandy war umringt von mehreren jungen Männern die offensichtlich alle einen Narren an ihr gefressen hatten. Ikari beäugte diese Szenerie immer wieder mit leicht zusammengekniffenen Augen. Selina hingegen amüsierte es eher.
Ein älterer Mann kam jetzt auf sie und Kamal zu. Er begrüßte sie mit der gleichen Geste wie bei ihrer Ankunft. Selina erwiderte den Gruß.
''Das ist Großvater Rafid'', erklärte Kamal. ''Er ist der Dorfälteste.''
''Wir uns freuen, dass sie gekommen sind'', sagte Rafid auf deutsch, was ihm sichtlich schwer fiel. Selina lächelte.
''Wir helfen wo wir können'', entgegnete sie, was Kamal sofort übersetzte. Rafid nickte. Er nickte Kamal zu.
''Kommt Captain, wir wollen essen.''

Es war der nächste Morgen. Das Team war bereits seit einer Stunde unterwegs. Mit ihnen unterwegs war eine Drohne, welche die Ausrüstung für ein kleines Lager transportierte. Trotz der scheinenden Sonne war es kaum wärmer als null Grad.
''Das Gebiet besteht aus Eishügeln und Schluchten'', sagte Kamal, der ganz vorne lief. ''Passt auf wo ihr hintretet.''
Ikari atmete schwer. Trotz des harten Training der letzten vier Monate konnte er mit den anderen immer noch schwer mithalten. Selina hatte für ihn ein speziellen Trainingsprogramm zusammengestellt um seine Ausdauer und Fitness zu verbessern. Obwohl Ikari nicht erpicht darauf war zog er es, mit der Unterstützung der anderen durch. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Trotzdem nagte es an Ikari und er schwor sich weiter zu trainieren.
''Komm schon'', sagte Sandy. ''Bleib dran. Wir haben die Hälfte schon hinter uns.''
''Mir war klar das der Aufstieg nicht leicht werden würde, aber ich hätte nicht gedacht das es so anstrengend werden würde. Ich bin sicher morgen werd ich nen höllischen Muskelkater haben.'' Sandy lachte leicht.
''Weißt du, mein Vater hat mich schon von klein auf auf so etwas vorbereitet. Ich hatte solche Muskelkater das ich mich manchmal einen Tag nicht bewegen konnte.''
''Mach mir nur Mut.'' Sandy lachte und auch Ikari rann sich zu einem Grinsen durch.

Eine Stunde später
''Wir sind fast da'', sagte Kamal. ''Es sind noch etwa fünfhundert Meter bis zum Lager dieser verdammten Banditen.'' Kamal ballte die Hände zu Fäusten. Selina legte ihm die Hand auf die Schulter.
''Beruhige dich Kamal. Ich weiß, dass ist leichter gesagt als getan aber es bringt nichts wenn du jetzt die Kontrolle verlierst.'' Kamal holte tief Luft.
''Sie haben recht Captain, entschuldigen sie.''
''Es gibt nichts zu entschuldigen Kamal.'' Selina drehte sich zu ihrem Team um.
''Kira und Ich schauen uns mal diese Banditen an. Der Rest baut das Lager auf.'' Alle nickten und machten sich an die Arbeit.
''Captain'', begann Kamal. ''Wenn es ihnen recht ist würde ich gerne bleiben.''
''Kamal, ich verstehe das du eine große Wut gegen die Banditen hast, aber das ist nichts für Zivilisten. Wir haben es hier mit sehr gefährlichen Menschen zu tun. Wir können es nicht mit den Banditen aufnehmen und gleichzeitig auf dich aufpassen.''
''Aber ich bin der Einzige der mit unseren entführten Frauen sprechen kann und ich verfüge über Ortskenntnisse die ihnen noch hilfreich sein könnten. Zum Beispiel die Tatsache das das Lager der Banditen sich in einer kleinen Schlucht befindet.''
''Captain'', begann Kira. ''Seine Kenntnisse wären wirklich hilfreich.'' Selina schaute leicht zu Kira. Dann wieder zu Kamal.
''Nun gut. Du kannst bleiben. Aber du hältst dich zu jedem Zeitpunkt zurück und wenn einer von uns dir einen Befehl gibt befolgst du ihn ohne zu zögern. Ist das klar?''
''Klar und deutlich.''
''Gut, hilf den anderen beim Aufbauen des Lagers.'' Kamal salutierte. Selina grinste kurz und lief dann mit Kira los.

Sie robbten über den Boden zum Rand der Schlucht. Vorsichtig lugten sie darüber.
Vor ihnen befand sich eine kleine Schlucht. Sie war nicht besonders tief. Maximal fünf Meter. Drei große Zelte waren in der Schlucht aufgestellt. Ebenso mehrere große Scheinwerfer, die momentan allerdings nicht in Betrieb waren. Kira hatte ihr Scharfschützengewehr angelegt und schaute durch das Zielfernohr. Selina blickte durch ein Monokular, ein Fernglas mit einem Rohr.
''Sie haben sich gut positioniert'', sagte Kira. ''Mehrere Patrouillieren rund um das Lager.
''Das weiße Zelt scheint die Zentrale zu sein'', sagte Selina. ''Dort finden wir höchst wahrscheinlich Silver.'' Wie aufs Stichwort öffnete sich das Zelt und ein Mann trat heraus. Er hatte silbriges kurzes Haar. Das konnten Selina und Kira erkennen.
''Auftritt des Löwen'', sagte Kira.
''Mal schauen wo er hin will.'' Beide verfolgten Silver. Der lief, mit einem Gang wie der eines Machos durch das Lager und steuerte ein weiteres großes Zelt an. Es war grau und davor standen zwei Wachen.
''Siehst du ihre Waffen?'', fragte Kira.
''Vollautomatische Gewehre. Sie sind wirklich gut organisiert. Ohhh, da tut sich was.'' Silver kam wieder aus dem Zelt. Hinter ihm stolperte eine junge Frau heraus. Ihre Hände waren vor ihrem Oberkörper gefesselt. Im Gesicht hatte sie mehrere Blutergüsse.
''Scheint eine der Geiseln zu sein'', stellte Kira fest.
''OK, also das weiße Zelt ist das von Silver. In dem grauen sind die Frauen eingesperrt. Das schwarze ist dann wohl das der restlichen Banditen. Lass uns noch etwas die Patrouillenbewegungen beobachten.''

Vier Stunde später
Selina und Kira waren zurück bei den anderen. Die hatten in der Zwischenzeit ein großes Zelt aufgestellt. Ikari hatte sein technisches Equipment aufgestellt. Ein elektrischer Heizofen war aufgestellt worden, der mit einem mobilen Stromgenerator verbunden war. Das Zelt war angenehm warm.
''Wie sieht es aus?'', fragte Vlad.
''Übersichtliches Lager'', antwortete Selina. ''Gut bewaffnete Banditen. Patrouillen, bestehend aus fünf Männern um das Lager herum. Schichtwechsel alle zwei Stunden. Vor dem Zelt der gefangenen Frauen stehen zwei Wachen, die ebenfalls alle zwei Stunden wechseln. Wir haben es mit etwa dreißig Banditen zu tun. Plus ihr Anführer Silver.''
''Was ist mit unseren Frauen?'', fragte Kamal.
''Wir haben in den vier Stunden mehrere male gesehen wie Silver sich eine in sein Zelt geholt hatte. Alle hatten Blessuren im Gesicht und schienen schwer eingeschüchtert zu sein.''
''Oh Gott.'' Kamal setzte sich und stützte den Kopf in die Hände. Luna lief zu ihm.
''Hey, wir holen sie da raus'', versuchte sie Kamal zu beruhigen.
''Silver wird den Frauen keine bleibenden Schäden zufügen. Sonst kann er sie nicht mehr verkaufen'', sagte Vlad.
''Danke, jetzt fühl ich mich gleich viel besser.''
''Auch wenn es taktlos ausgedrückt war von Vlad, hat er recht'', ging Selina dazwischen.
''Sorry Kamal'', sagte Vlad. ''Manchmal ist mein Mund schneller als Gehirn.''
''Angenommen.''
''Danke.'' Selina nickte.
''OK, dann konzentrieren wir uns mal wieder auf unsere Mission. Ich habe einen Plan. Ikari, gib mir bitte ein Bild des Banditenlagers.''
''Kommt sofort Captain.''
''Moment. Woher haben sie das Bild?'', fragte Kamal.
''Das sind Satellitenbilder'', antwortete Ikari. ''Ein paar Stunden alt.'' Das Bild erschien in einer 3D Ansicht auf einem Tisch in der Mitte des Zeltes. Allen traten näher. Selina begann:
''Das ist das Zelt von Silver. Rechts davon das der Gefangenen und gegenüber das Zelt der restlichen Banditen. Patrouillen sind hier, hier, hier, hier und hier. Zwei weitere Wachen stehen vor dem Zelt der Gefangenen. Das ganze Lager ist mit großen Scheinwerfern bestückt.'' Mehrere Markierungen waren erschienen. ''Folgender Plan. Wir gehen bei Nacht. Wir teilen uns auf. Kira, du gehst am Rand der Schlucht in Stellung und gibt uns Feuerschutz. Ikari, du wirst uns von hier aus navigieren. Benutze deine Drohne um einen konstanten Überblick zu haben. Du leitest beide Teams und hilfst uns den Patrouillen nicht in die Arme zu laufen. Der Rest wird sich, über diese Klippe hier abseilen. An diesem Punkt kommen zwei Patrouillen, in einem Zeitfenster von achtzehn Sekunden vorbei.''
''Kein großes Zeitfenster'', bemerkte Luna.
''Aber das beste was wir kriegen können. Sobald wir unten sind schalten wir die Patrouillen aus. Wichtig hierbei ist das wir leise vorgehen. Also alle Schalldämpfer benutzen. Sobald die Patrouillen ausgeschaltet sind teilen wir uns weiter auf. Luna und Sandy, ihr befreit die Gefangenen. Vorher möchte ich das ihr das schwarze Zelt mit ein paar Fernsprengladungen präpariert. Platziert sie so das niemand im inneren die Explosion überlebt. Ich will keine Überraschungen. Danach geht ihr zum grauen Zelt und befreit die Frauen. Auf ein Zeichen von euch schaltet Kira die beiden Wachen aus.'' Selina wand sich an Kira.
''Beide Wachen müssen schnell fallen.''
''Krieg ich hin Captain.'' Selina nickte und fuhr dann fort.
''Zur gleichen Zeit werden Vlad und Ich in Silvers Zelt gehen und ihn gefangen nehmen.'' Sie richtete ihren Blick auf Vlad.
''Keine unüberlegten Handlungen Vlad. Wir müssen den Überraschungsmoment nutzen.''
''Hab verstanden.''
''Gut. Sobald Silver gesichert ist und die Geiseln in Sicherheit sind werden die Sprengsätze gezündet. Wichtig ist das keiner der Banditen entkommt. Kira, Ikari behaltet die Umgebung nach der Explosion genau im Auge.'' Beide nickten.
''Gut, dann müssen wir uns nur noch überlegen wie wir die Frauen zurück ins Dorf bringen.''
''Zu Fuß können wir ihnen nicht zumuten'', sagte Luna.
''Und uns auch nicht'', fügte Ikari hinzu. Kira schaute zu Kamal.
''Die Banditen, wie waren sie unterwegs?'' Kamal überlegte kurz.
''Ich schätze mit einem großen Geländefahrzeug'', antwortete er. ''Irgendwie müssen sie unsere Frauen ja auch zu ihrem Lager gebracht haben.''
''Na das klingt doch schon mal nach was'', sagte Sandy euphorisch.
''Jetzt müssen wir dieses Gefährt nur noch finden'', ging Vlad dazwischen. Selina wand sich an Ikari.  
''Ikari, versuch das Fahrzeug zu finden. Sie müssen es irgendwo in der Nähe versteckt haben.'' Ikari nickte.
''Noch irgendwelche Fragen?''
''Was ist mit mir?'', fragte Kamal. ''Ich möchte helfen.''
''Sobald Sandy und Luna die Frauen befreit haben wirst du mit ihnen über Funk sprechen. Du bist der einzige von uns der sie versteht. Erkläre ihnen wer wir sind und das wir ihnen helfen wollen. Auch wirst du ihnen alle meine Befehle übersetzten, damit sie sie schnellstmöglich ausführen können.''
''Verstanden Captain.''
''Noch weitere Fragen?''
''Warum schalten wir die Scheinwerfer nicht aus?'', fragte Ikari.
''Weil das die Banditen alarmieren würde und wir wären unseren Überraschungsmoment los'', antwortete Selina.'' Ikari nickte verständlich
''Was ist wenn der schlimmste Fall eintritt und etwas schief geht?'', fragte jetzt Kira. Alle Blicke richtete sich auf sie. Vlad wollte schon protestieren aber Selina ging dazwischen.
''Die Frage ist durchaus berechtigt. Wir haben einen Plan. Ob er so funktionieren wird wie wir uns das vorstellen bleibt abzuwarten. Wenn etwas schief geht müssen wir improvisieren. Denkt an unser Training.'' Alle nickten.
''OK. Ruht euch etwas aus und überprüft eure Ausrüstung. Bei Einbruch der Nacht brechen wir auf.''

Nepal – Irgendwo in den Bergen
5. Oktober 2030 – 20:20 Ortszeit


Selina schaute in die Augen von Luna, Sandy und Vlad. Alle vier hatten ihr Seil zum Abseilen bereits an der Klippe befestigt und es an einem Sicherheitsgürtel, der um ihre Hüften lag befestigt. Alle bereiteten sich auf das Signal zum Absprung vor. Kira hatte sich auf der anderen Seite in Position gebracht und überblickte das komplette Lager.
''Die Patrouille ist gleich an euch vorbei'', ertönte Ikaris Stimme durch das Headset aller Mitglieder. ''Haltet euch bereit. Sobald ihr unten seid löst die Seile. Sie werden von einer Automatik nach oben gezogen.'' Kurz war es still. Dann ertönte wieder Ikaris Stimme. ''OK Leute bereit machen. Absprung in drei, zwei, eins. Los!'' Alle vier sprangen über die Klippe und rasten auf den Boden zu. Kurz davor wurden sie gebremst und stoppen knapp über dem Boden. Sofort stellten sich alle auf ihre Füße und fingen an ihre Seile zu lösen.
''Zehn Sekunden'', sagte Ikari. Alle hatten ihre Seile gelöst. Die wurden sofort, von der Automatik nach oben gezogen. ''Fünf Sekunden. Verschwindet da.'' Alle vier rollten sich zur Seite und verschwanden hinter einem großen Stein. Im selben Moment kam die Patrouille und lief an ihnen vorbei. Ohne zu zögern schlich sich Selina hinter sie. Sie zückte ihr Messer am Rücken und packte den Banditen von hinten. Sie hielt ihm den Mund zu und legte ihm das Messer an den Hals. Ohne zu zögern schleifte sie ihn hinter den Stein und schnitt ihm dann die Kehle auf. Der Mann röchelte und klappte dann zusammen.
''Erste Patrouille ausgeschaltet'', sagte Selina.
''Warum hast du ihn nicht gleich an Ort und Stelle getötet?'', fragte Luna leise.
''Weil er den Boden voll geblutet hätte und das die anderen gewarnt hätte. Immer mitdenken.'' Luna nickte.
''Die zweite Wache nähert sich bereits'', hörten sie jetzt Kira sagen.
''Luna, Vlad, ihr seid dran.'' Beide nickten. Vlad warf einen kleinen Stein, einen Meter vor die Füße der gerade ankommenden Wache.
''Was war das?'', sagte sie und legte die Waffe an. ''Du da. Komm raus.''
''OKOK'', sagte Vlad, hob die Hände und kam langsam hervor.
''Wer bist du? Was tust du hier?''
''Ich wollte zu den Cheops-Pyramiden und bin wohl vom Weg abgekommen.''
''Verarsch mich nicht. Du...'' Weiter kam der Bandit nicht. Den Luna erschien hinter ihm und rammte ihm eine Spritze in den Hals. Der Bandit brach zusammen, zuckte noch einige Sekunden und dann blieb sein Herz stehen. Vlad griff nach dem Bandit, schleifte ihn hinter den Stein und legte ihn zu dem anderen.
''Was zum Teufel hast du ihm da eigentlich für einen Giftcocktail gespritzt?'', fragte Sandy.
''Ein Muskelrelaxantien. Das ist ein Medikament das die Muskulatur erschlaffen lässt. Dieser Mann hat eine stark modifizierte Version davon erhalten was zum sofortigen Herzstillstand geführt hat.''
''Verstehe. Das Herz ist ein riesiger Muskel und ist deshalb stehen geblieben.''
''Du hast es erfasst.''
''Erinnere mich daran mich immer gut mit dir zu stellen'', scherze Vlad. Luna grinste.
''Konzentration Leute. Wir haben noch fünf Wachen auszuschalten. Also weiter. Ikari gib mir nen Lagebericht.''
''Das Lager ist weiter ruhig. Wir sind noch unentdeckt. Die weiteren drei Patrouillen sind in Kürze außerhalb der Sichtweite der Wachen am Zelt. Das ist eure Chance alle auf einmal auszuschalten.''
''OK. Vlad und Ich kümmern uns um die drei Wachen. Luna, Sandy, ihr bringt die Sprengladungen an und wartet auf unser Zeichen.'' Alle nickten. ''OK Ikari, leite uns.''

Selina und Vlad hatten die angegebene Position erreicht. Sie waren dabei immer im Schatten geblieben. Alle drei Banditen drehten ihnen gerade den Rücken zu.
''Kira, Status.''
''Ich hab freies Schussfeld Captain.'' Selina schaute zu Vlad.
''Auf mein Kommando.'' Vlad legte sein Gewehr an und Selina ihre Magnum. ''Alle bereit?''
''Bereit'', antworteten beide.
''Anlegen...und...Feuer.'' Alle drei drückten den Abzug ihrer Waffen durch. Die drei Kugeln rasten auf ihre Ziele zu. Alle drei Banditen fielen Zeitgleich zu Boden. Drei saubere Kopfschüsse hatten sie erledigt. Selina und Vlad liefen schnell zu den Leichen und schafften sie außer Sichtweite.
Kira, auf der Klippe hatte ihr Gewehr bereits nachgeladen und schaute sich in dem Lager um. Sie erblickte Luna und Sandy.
Die waren gerade dabei die Sprengladungen an dem Zelt anzubringen. Luna hatte ihre bereits erledigt. Sandy war gerade dabei die letzte anzubringen.
Plötzlich knackte es in ihrem Headset.
''Sandy'', sagte Ikari panisch. ''Verschwinde sofort. Jemand ist aus dem schwarzen Zelt gekommen und läuft in deine Richtung.'' Sandy wollte gerade reagieren, aber der Bandit hatte sie bereits erreicht. Kurz war er verwirrt. Dann griff er nach seinem Gewehr und richtete es auf Sandy.
''Was machst du hier? Wie konntest du entkommen?'', fragte er und trat auf Sandy zu.
''Ich....'' Weiter kam Sandy nicht denn der Mann schlug ihr in den Bauch. Sandy krümmte sich und sank zu Boden. Dabei lies sie den Sprengsatz fallen. Der Bandit runzelte die Stirn.
''Du kleines Drecksstück. Glaubst du wirklich du könntest entkommen und hier alles in die Luft jagen?'' Dann stutze er. ''Nein warte. Du bist nicht aus dem Dorf. Du siehst nicht aus wie sie...und bewaffnet bist du auch.'' Er griff nach Sandys Pistole und ihrem Messer. ''Du bist nicht von hier. So viel ist klar.'' Sandy hustete.
''Und du bist offensichtlich nicht der hellste.''
''Es ist hell genug hier. Dafür haben wir die Scheinwerfer.''
''OK, du bist eindeutig ein nasses Streichholz in nem dunkeln Keller.''
''Halts Maul.'' Er verpasste Sandy einen Schlag mit dem Kolben seines Gewehres. Sandy sank benommen zu Boden. Der Bandit packte ihre Arme und fesselte sie mit Kabelbindern auf den Rücken. Den packte er sie an den Haaren und zog sie hoch. Sandy quiekte leicht.
''Na los, auf zum Boss. Für dich krieg ich ne Nacht mit einem der heißen Schnecken.

''Bericht'', sagte Selina. ''Ikari, was ist passiert?''
''Sie haben Sandy. Sie...sie. Wir müssen sie befreien.''
''Ruhig bleiben Ikari. Verlier jetzt nicht die Nerven. Was ist mit Luna?''
''Sichtkontakt abgebrochen.''
''Mir geht’s gut'', meldete sich Luna. ''Ich bin unentdeckt geblieben.''
''Wo kam der Bandit her?''
''Aus dem schwarzen Zelt'', antwortete Ikari. ''Ich hab ihn nicht gesehen. Es ist meine Schuld. Ich habs versaut.''
''Ikari'', unterbrach ihn Luna. ''Halt endlich die Klappe. Die Sprengladungen sind alle, bis auf eine platziert Captain.''
''Wo ist die letzte?''
''Die hat der Bandit mitgenommen.'' Kurz war es still. Dann sprach Selina wieder.
''OK. Luna wir kommen zu dir. Bleib wo du bist.''

Sie betraten das weiße Zelt. Sandy vernahm lautes stöhnen von weiter hinten. Was sie sah verschlug ihr die Sprache und machte sie gleichzeitig wütend. Sehr wütend. Silver war emsig damit beschäftigt eine der entführten Frauen zu vergewaltigen. Die lag bäuchlings auf einem Tisch. Ihre Hose war halb herunter gezogen und ihre Hände waren auf den Rücke gefesselt. Sie hatte Tränen in den Augen während sie immer wieder stöhnte. Silver schien ihre Hoffnungslosigkeit sehr zu genießen.
Er stöhnte laut und trat dann einen Schritt zurück.
''Ahhh, dass war gut.'' Er zog seine Hose hoch und griff dann nach der jungen Frau. ''Du bist echt ne Granate Baby. Vielleicht behalte ich dich sogar selber.'' Die Frau schluchzte nur. Silver grinste. Dann fiel sein Blick auf Sandy und den Banditen. Silvers Miene verfinsterte sich.
''Was tust du hier? Ich sagte doch ich will ungestört sein. Und wenn hast du da dabei?''
''Einen Eindringling Boss. Ich hab sie dabei erwischt wie sie das hier an unserem Zelt anbringen wollte.'' Silver lief auf auf sie zu und griff nach dem Sprengsatz. Kurz begutachtete er ihn. Dann schaute er zu Sandy.
''Du bist ne Soldatin'', stellte er sehr schnell fest. ''Aber nicht aus Nepal. Dazu passt die Ausrüstung nicht.'' Er kam näher. ''Aber du bist hübsch.'' Langsam strich er Sandy über die Wange. Dann fuhr seine Hand tiefer. Er stoppte und griff nach Sandys rotem Dog Tak. Er studierte es kurz.
''Lieutenant Sandy Smith'', las er. ''Typischer amerikanischer Name.'' Dann zog er eine Augenbraue nach oben. ''Therrus-Team?'' Seine Augen wurden groß. ''Ich dachte das wäre ausgelöscht.''
''Wir sind zurück.''
''Und lass mich raten. Ihr seid hier um mich gefangen zu nehmen und die Frauen zu befreien.'' Sandy schwieg. Silver grinste. Er wand sich an den Banditen.
''Weck die anderen. Sie sollen das gesamte Lager nach dem Rest des Teams absuchen. Ich will sie Lebend. Und seid wachsam. Wo es eine Sprengladung gibt, gibt es bestimmt noch mehr. Ich will zwei weitere Wachen bei den Frauen. Bring Lieutenant Smith und unser Goldstück hier zurück zu den anderen.'' Der Bandit schaute sich verwirrt um.
''Ich seh hier kein Gold.'' Silver schlug sich an die Stirn.
''Nein du Trottel, ich meine unsere gefangene Frau.''
''Ahhhhh, ok.'' Der Bandit griff nach der immer noch schluchzenden Frau. Die hatte sich in der Zwischenzeit ihre Hose wieder wieder angezogen. Silver trat nochmal zu Sandy.
''Wir sehen uns bald wieder Lieutenant.'' Er grinste. Sandy schaute ihm in die Augen. Sie holte aus und verpasste Silver eine Kopfnuss. Der taumelte zurück und hielt sich die Nase, aus der etwas Blut floss. Silver grinste.
''Verdammt, ich steh auf Frauen mit Temperament. Wir werden noch unseren Spaß haben.'' Dann stutzte er. Vor Sandy, auf dem Boden lag ein kleines Headset. Silver griff danach. Er signalisierte dem Bandit beide Frauen wegzubringen.

Sandy und die Frau wurden von dem Banditen in das weiße Zelt geführt. Dort drinnen stand eine große Zelle mit dicken Gittern. Alle gefangenen Frauen waren dort eingesperrt. Alle blickten verängstigt den Banditen an. Der öffnete die Zellentür und stieß zuerst die junge Frau hinein. Dann nahm er Sandy die Fesseln ab und stieß auch sie hinein. Dabei stolperte Sandy allerdings und fiel zu Boden. Der Bandit lachte. Sandy sprang wieder auf ihre Füße und rannte zu der Zellentür, die gerade geschlossen wurde. Sie schlug mit der Faust dagegen und brüllte:
''Das wirst du noch bereuen die widerwärtiges Schwein!'' Der Bandit lachte noch immer und verschwand aus dem Zelt. Sandy beruhigte sich wieder und drehte sich dann um. Alle gefangenen Frauen schauten sie, teils verängstigt, teils fragend an. Sandy trat einen Schritt auf sie zu.
''Ist hier jemand der mich verstehen kann?'' Niemand reagierte. Sandy seufzte. ''Das wird wohl ein sehr einseitiges Gespräch werden.''

Silver steckte sich das Headset ins Ohr.
''Hallo Therrus-Team. Hier spricht Silver. Wir haben eure Lieutenant Smith. Wenn euch ihr Leben und das der anderen Frauen lieb ist, ergebt euch. Ansonsten wird es hässlich werden.'' Kurz war es still. Dann erklang Selinas Stimme.
''Hier spricht Captain Selina Bukoch. Wir lehnen ihr Angebot ab Silver. Aber wir haben selbst eines. Lasst die Frauen frei, legt eure Waffen weg und ergebt euch. Ansonsten wird es wirklich hässlich. Für euch.''
''Captain, sie haben wirklich Sinn für Humor. Aber sie sind nicht in der Position Forderungen zu stellen. Ich weiß das sie das beste Team befehligen das es gibt. Bis sie es in den Tod geführt haben. Dieses neue Team ist offensichtlich noch nicht bereit. Sie haben es noch nicht mal geschafft unentdeckt in mein Lager einzudringen.''
''Es geht nicht darum unentdeckt zu bleiben, sondern in jeder Situation die passende Antwort zu haben. Letzte Chance Silver. Geben sie auf.'' Silver lachte.
''Sie wollen die harte Tour Lady? Die können sie haben.''
''Ganz wie sie wollen.''
Selina brach die Verbindung ab und schaute zu Luna und Vlad. Beide nickten, legten ihre Waffen an und erschossen die beiden Wachen vor dem weißen Zelt. Gleichzeitig erschoss Kira einen Banditen der gerade aus dem weißen Zelt kam. Luna und Vlad rannten zu dem weißen Zelt und verschwanden darin.
Selina sprach wieder in ihr Headset:
''Ihre Wache sind gerade gefallen Silver.'' Silver riss die Augen auf und rannte aus dem Zelt. Keine fünf Meter entfernt erblickte er Selina. Die lief, mit einer Waffe in der rechten und einem Fernzünder in der linken Hand auf ihn zu.
''Du verlierst deine Geiseln und jetzt deine Leute.'' Selina drückte auf den Fernzündern. Es gab eine laute Explosion. Mit weit aufgerissenen Augen sah er wie einen große Rauchwolke von dem schwarzen Zelt ausging. Silver schloss die Augen.
''Das waren gute Leute. Alles meine Freunde.'' Er öffnete die Augen wieder und blickte Selina wütend an. ''Dafür werde ich dich töten du verdammte Schlampe.'' Selina ließ den Fernzünder fallen und steckte ihre Waffe weg. Langsam lief sie auf Silver zu. Der stürmte wütend auf sie zu. Selina machte einen eleganten Schritt zur Seite und Silver stürmte an ihr vorbei. Er drehte sich um, zog eine Waffe aus einem Holster an seinem Gürtel und richtete sie auf Selina. Die hob die linke Hand und im selben Moment erklang ein Schuss. Silver ließ die Waffe fallen und sank zu Boden. Wütend hielt er sich das linke Bein, aus dem, an einer Schusswunde Blut floss. Selina trat vor ihn.
''Merk dir eins. Richte niemals eine Waffe auf mich wenn du unversehrt bleiben willst. Sie griff in ihre Tasche an ihrer Weste und zog ein paar Plastikhandschellen heraus. Sie fesselte Silver die Hände vor den Bauch.
''Die nepalesische Regierung wird sich über deine Auslieferung freuen.'' Silver knurrte unter Schmerzen.
Vlad und Sandy kam jetzt aus dem weißen Zelt. Sie liefen zu Selina.
''Meldung.''
''Alle Gefangenen wurden befreit'', antwortete Vlad.'' Selina nickte. Sandy schaute jetzt zu Silver hinab. Sie beugte sich leicht zu ihm vor.
''In deiner Haut möchte ich jetzt nicht stecken.'' Silver kickte nach Sandy, was er allerdings sofort bereute als sich seine Schusswunde wieder meldete.
''Vlad, hol Luna. Sie soll Silvers Wunde versorgen.'' Vlad nickte und verschwand wieder in dem Zelt.
''Ikari, hast du das Fahrzeug finden können?''
''Hab ich'', meldete er sich über Funk. ''Kamal ist schon unterwegs.''
''Gut, informiere die nepalesische Regierung das wir Silver festgenommen haben und fang an das Lager abzubauen. Kira, du gehst ihm zu Hand. Wir kommen zu euch sobald wir hier alles erledigt haben.''
''Verstanden'', antworteten Ikari und Kira. Selina schaute jetzt zu Sandy.
''Warum ist der letzte Sprengsatz eigentlich nicht explodiert?''
''Ich hatte ihn noch nicht scharf gemacht.''

Nepal – Dorf Khangshar
6. Oktober 2030 – 7:49 Ortszeit


''Tinīharū pharki'ēkā chan!'', erschallte der Ruf durch das Dorf. Alle Bewohner rannten zu dessen Rand. Das große Geländefahrzeug kam vor dem Dorf zum stehen und eine Seitentür wurde geöffnet. Kira sprang heraus und half dann den entführten Frauen auszusteigen. Die Bewohner rannten auf sie zu und schlossen sie in ihre Arme. Tränen flossen und Dankesgebete wurden ausgesprochen. Kamal hatte ebenfalls Tränen in den Augen. Das Therrus-Team trat zu ihm.
''Danke'', sagte er. ''Im Namen des gesamten Dorfes danke ich euch.''
''Es freut uns das wir helfen konnten'', antwortete Selina. Die Dorfbewohner kamen jetzt zu ihnen gelaufen. Alle gingen vor ihnen in die Knie.
''Ich hoffe sie halten uns jetzt nicht für Götter'', sagte Vlad grinsend. Kamal lachte.
''Keine Sorge, sie zeigen nur ihre Dankbarkeit.'' Der Dorfälteste, Rafid trat jetzt vor und breitete die Arme aus. Er fing an etwas auf Nepali zu sagen was Kamal gleich übersetzte.
''Unsere Gebete wurden erhört. Das Therrus-Team hat uns unsere Frauen zurück gebracht und das Monster geschnappt. Geht. Kümmert euch um eure Liebsten. Sorgt für sie auf das ihre Seelen wieder heilen.'' Die Bewohner erhoben sich und kehrten ins Dorf zurück.
Rafid kam zu Kamal und dem Therrus-Team. Er verbeugte sich vor ihnen und sagte, auf deutsch:
''Danke.'' Selina wollte gerade etwas antworten als sie plötzlich von einer kleinen Person umarmt wurde. Sie schaute nach unten und blickte in die Augen von Sarita. Selina ging lächelnd in die Knie und Sarita fiel ihr um den Hals. Selina streichelte ihr sanft über den Rücken. Dann blickte sie auf. Eine junge Frau kam auf sie zu. Sandy erkannte sie sofort als die Frau wieder auf die sie in Silvers Zelt getroffen war. Sandy nickte ihr zu. Die nickte zurück.
''Vielen Dank Captain.'' Selina, die sich wieder von Sarita gelöst hatte schaute sie verdutzt an.
''Du sprichst unsere Sprache.''
''Noch nicht gut. Kamal mich lehren. Ich sein Nima.''
''Selina.'' Nima nickte. Selina schaute wieder zu Sarita hinunter und sagte:
Kamal, sag Sarita bitte sie solle sich gut um ihre Schwester kümmern. Sie hat einiges durchgemacht.'' Kamal übersetzte. Sowohl Nima als auch Sarita grinsten. Dann nahm Sarita Nima an die Hand und beide verschwanden ebenfalls im Dorf.
Kamal wand sich wieder an Selina.
''Was passiert jetzt mit Silver?''
''Die nepalesische Regierung schickt einen Helikopter um ihn abzuholen. Sie werden bald hier sein. Solange werden wir bleiben. Wir sorgen dafür, dass er nicht abhaut und keinen Ärger macht.'' Kamal nickte und übersetzte Rafid alles. Der nickte ebenfalls. Dann sagte er noch etwas zu Kamal. Der lächelte.
''Großvater Rafid bittet euch noch einen Tag zu bleiben. Zu euren Ehren, und der befreiten Frauen wollen wir heute Abend ein Fest feiern.'' Selina legte den Kopf leicht schief. Dann drehte sie sich zu ihrem Team um.
''Was meint ihr. Sollen wir die Einladung annehmen?''
''Es wäre unhöflich wenn nicht'', antwortete Vlad. Alle stimmten ihm zu. Selina schaute wieder zu Kamal.
''Wir nehmen an.''

                                                                                         


So, ich hoffe es hat euch gefallen.
Diese Mission wurde von Mir entworfen.
Jetzt kommen Eure drann. Ich bin weiterhin offen für weitere.

Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche.
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