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Chiara und Ina – Eins sein

von Hundeherz
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / FemSlash
Chiara Nadolny Ina Ziegler
05.08.2021
14.11.2021
14
53.388
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25.09.2021 2.378
 
Teil 8

Nach dem Essen zogen sie sich auf die Couch zurück, Chiara lehnte mit dem Kopf an Inas Schulter und genoss das Gefühl der Geborgenheit. Sie wollte das Gefühl nicht verlassen, nur widerwillig richtete sie sich auf, griff nach der Weinflasche, die auf dem Tisch stand. Sie schenkte sich ein wenig Wein nach und reichte auch Ina ihr neu gefülltes Glas. Sie lehnte sich mit dem Glas in der Hand wieder zurück an die Schulter ihrer Freundin, sie schloss die Augen, eingehüllt in ihre Liebe.
„Was geht dir gerade durch den Kopf…?“
„Nichts…“
„Chiara!“
Ihr zitterten die Finger, als sie einen Schluck nahm. Dann stelle die Eisdiva das Glas langsam auf den Tisch zurück.
„Es ist nur… Ich hatte echt Angst, dass mit dir zu vermasseln. Diese ganze Beziehungssache ist absolutes Neuland für mich. Nicht nur das du…“
„Dass ich eine Frau bin…“, vervollständige Ina ihren Satz.
Chiara nickte. „Ich habe einfach Angst etwas falsch zu machen. Etwas zu sagen oder zu tun, was dich verletzt.“
„Klar hast du Angst. Das gehört dazu, ich habe auch Angst. Irgendwann mal etwas zu tun, was dich verletzt, aber das gehört dazu und die letzten Wochen liefen doch super zwischen uns. Was wohl vor allem an der ersten Verliebtheit liegt, wir beide sehen halt alles durch die rosarote Brille. Und klar wird das vielleicht nicht so bleiben, wir werden uns sicher mal streiten und Dinge an den Kopf werfen, die wir hinterher nicht so meinen und bereuen. Aber wir werden darüber reden und nicht vor irgendwelchen Problemen davonlaufen. Du nicht und ich auch nicht“, sagte Ina mit Nachdruck.

In Inas Augen spiegelte sich ihre Liebe. Langsam streichelte Chiara ihrer Freundin übers Gesicht. Das Einzige, was jetzt noch zählte, war die tiefe Liebe, die sie für sie empfand.
„Wir lernen uns einfach noch besser kennen, gehen zusammen aus, veranstalten Picknicks, gehen ins Kino. Haben Spaß miteinander. Ohne dass ich dich bedrängen will, es öffentlich zu machen“, fügte sie hinzu.
„Wir lassen uns Zeit, mit der Außenwelt…“
Zärtlich strich Ina mit ihrem Handrücken über die Wange der Eisdiva. Wie verständnisvoll sie war, wie einfühlsam. Unwillkürlich rückte die Brünette näher zu ihr. Die Arme der Köchin empfingen sie zärtlich, ihr Kinn ruhte auf ihrem dunkelen Haar. Die Selbstverständlichkeit, mit der Ina ihre Angst respektierte, war ihr neu, veränderte etwas in ihr. Sie fühlte sich plötzlich frei wie nie zuvor. Und Ina hatte Recht, es gab noch so viel aneinander zu entdecken. Und Chiara wollte keine Zeit mehr verlieren.
„Ja…“ Voller Liebe blickte die Eisdiva sie an.
„Aber wir sind zusammen, als richtiges Paar.“
„Klar Chiara, was denn sonst“, lächelte Ina.
„Okay. Aber du hältst dich von dieser einen Nachbarin fern. Die macht dir schöne Augen. Und jede Frau, die dir schöne Augen macht, bekommt es mit mir zu tun…“, funkelte Chiara.
„Chiara Nadolny und eifersüchtig…“, lachte Ina. „Das ist ziemlich sexy.“
„Wenn du das schon sexy findest… Ich glaube, das kann ich noch übertreffen“, gab Chiara von sich.
Ein herausforderndes Lächeln blitzte in Inas braunen Augen auf.
„Zeig es mir…“, raunte sie.
Die Eisdiva beugte sich vor und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Ina atmete scharf ein und küsste sie. Sanft und forschend. Das Gefühl ihrer weichen, warmen Lippen auf denen noch ein Nachgeschmack von Wein lag, war einfach überwältigend. Chiara schlang ihr die Arme um den Hals und drängte sich an sie, küsste Ina zügellos.

Irgendwann löste Chiara sich von ihr, um Ina in die Augen zu sehen.
„Ich liebe dich“, flüsterte sie und das Herz schlug ihr selbst höher. Vor Liebe zu ihr. „Und ich hätte vor Monaten nicht gedacht, dass ich diese Worte sagen würde, vor dir gab es niemals jemanden, zu dem ich sie sagen wollte.“
Ina schluckte gerührt. Vorsichtig zog sie Chiara wieder in ihre Arme, schlang die Arme um sie, hielt sie an ihrer Brust fest. Ihre Herzen schlugen im selben verliebten Rhythmus.

Chiara erkannte es in Inas Blick und in ihrer Umarmung, als sie sie zärtlich auf den Mund küsste, dass sie genauso empfand, aber es war noch schöner es zu hören.
„Ich liebe dich auch…“
Plötzlich begann ihr Herz so heftig zu schlagen als wollte es bersten. Für einen Augenblick wurde der Eisdiva schwindelig, ohne Vorwarnung schossen ihr Tränen in die Augen und liefen ihr über die Wangen.
„Warum weinst du…?“, murmelte die Köchin zärtlich und wischte ihre Tränen mit dem Daumen fort.
„Ist der Gedanke, dass ich dich liebe, so schrecklich?“
„Überhaupt nicht…“ Durch die Tränen hindurch lächelte Chiara sie an.
„Es ist das Schönste, was ich je gehört habe…“

Mit einem Lächeln schloss Ina die Lücke zwischen ihren Köpfen und nahm ihr Gesicht zwischen ihre Hände. Was sie in diesen dunklen Augen las, schien ihr wie der Spiegel ihrer eigenen Seele. In diesem Moment fühlte Chiara, dass Ina sie liebte. Sie wollte diesen kostbaren Augenblick festhalten. Ihr warmer Atem strich über ihren Hals und Sehnsucht breitete sich in ihrem Körper aus. Als sich ihre Lippen trafen, schloss die Eisdiva entzückt die Augen. Ihr Kuss war so zärtlich, beinahe fragend.
Doch Chiara wollte einzig ihren Hunger nach Ina endlich stillen.

Und der Köchin erschien es ähnlich zu ergehen. Denn mit einer ungeduldigen Bewegung zog sie ihr die Bluse aus dem Hosenbund und ließ ihre Finger über ihre nackte Haut gleiten. Chiaras Stöhnen erregte sie noch mehr und hingebungsvoll beantwortete die Eisdiva ihre Küsse, die nun immer fordernder wurden. Ihre Haut brannte unter Inas Berührungen. All ihre Sinne waren geschärft. Waren auf sie gerichtet.

Chiaras Puls raste. Das Begehren in Inas Augen nahm ihr den Atem. Das Gesicht der Köchin zierte ein Lächeln. Und was für ein Lächeln. Es versprach ihr den Himmel auf Erden. Ein erwartungsvoller Schauer rieselte der Eisläuferin durch den Körper. Chiara rieb ihre Wange an ihrer und seufzte wohlig.

Während Ina sanft ihren Namen flüsterte, lehnte sie an Chiaras Schulter und streichelte sanft ihren Rücken. Dann öffnete sie die obersten Hemdknöpfe, um ihr über die nackte Haut zu streicheln. Langsam ging der Nachmittag zu Ende und draußen dämmerte es schon. Das Licht vom Fenster aus hatte etwas von einem romantischen Lichtermeer, das aus zahlreichen Farben bestand, während die Sonne langsam unterging. Chiara schloss die Augen, während Ina ihr das Hemd auszog. Es war wie im siebten Himmel. Nichts um sie herum zählte noch. Nur noch das sanfte Streicheln, das zärtliche Erforschen ihrer Körper. Das Hemd fiel zu Boden.

Es herrschte absolute Stille. Unterbrochen nur von heftigen Atemzügen, leichtem Stöhnen und lustvollen Seufzern.

Sie schob die Hände unter Inas Bademantel, fühlte die seidige Haut, spürte ihren Herzschlag, der jetzt wild und kraftvoll pochte. Es war ein wunderbares Gefühl. Ina streichelte an ihrem Hals entlang, bis ihre Hand auf ihrer Brust zu liegen kam.
Leicht stöhnte Chiara auf, als Ina um sie herumgriff und begann an dem Haken des BHs zu fummeln. Sie wehrte sich nicht. Im Gegenteil. Es war zu aufregend, erregend das sanfte Streicheln auf der nackten Haut zu spüren.
„So sehr ich deine hübsche Unterwäsche mag, die muss weg…“, schmunzelte Ina verheißungsvoll.

Im Handumdrehen hatte sie Chiaras BH aufgehakt und die schmalen Träger glitten von ihren Schultern und sie ließ ihn auf den Boden fallen. Die Brünette hatte den Kopf zurückgelegt und die Augen geschlossen, doch spürte sie genau, wie Ina ihren schlanken Körper musterte. Sie fühlte ihren Blick als würde sie über ihre Brust streicheln. Ein heißer Schauer durchlief sie und die Brustspitzen richteten sich auf.

Seufzend vergrub Ina für einen Moment ihren Kopf an Chiaras Brust, atmete dort liegend tief ein, ihr Atmen fächelte wie eine einzige Liebkosung über die Haut der Eisdiva.
„Du duftest so gut…“, sagte sie rau und umschloss mit warmen Lippen eine Brustwarze, sog die Spitze zwischen die Lippen, attackierte den steifen Nippel mit den Zähnen.

Lust durchzuckte Chiara scharf und heiß, als sie die Feuchtigkeit von Inas Mund auf ihrem Körper spürte. Unfähig den Schrei zu stoppen, der sich ihrer Kehle entrang, klammerte sich die Eisdiva an die Schultern ihrer Freundin.
Sie hob den Kopf, sah sie grinsend an.
„Alles okay…?“
„Mehr als okay…“, war die gekeuchte Antwort der Eisdiva.
Ina lächelte verwegen. „Sehr gut.“
Im nächsten Moment zog Chiara ihren Kopf zu sich hinunter und küsste sie zügellos. Ina erwiderte ihren Kuss. Leidenschaftlich, verlangend und wild gab sie zurück, was sie sich nahm, während ihre Hände über Chiaras Körper glitten, ihn sinnlich streichelten.

Hitze erfüllte sie und Chiara erzitterte vor Erregung. Für sie hätte es immer so weitergehen können und gleichzeitig sehnte sie sich nach Erlösung. Sie wühlte in Inas seidigem Haar, ließ die Finger über ihren Rücken und ihre Hüften gleiten und genoss es, ihren Körper unter den Händen zu spüren. Auf ihr liegend, rutschte Ina tiefer, zog mit den Lippen eine lustvolle Spur über ihren Bauch zu ihrem Schenkeln.
Die Brünette wand sich bebend unter ihr. „Ina…“
Sie hob den Kopf. „Ja…?“
„Ich mag was du machst, aber ich habe das Gefühl gleich zu sterben, also könnest du langsam mal zur Sache kommen…?“
Die Eisdiva nahm ihre Hand, küsste die Innenfläche und führte sie dann an die Stelle, wo sie sie spüren wollte. Mit der freien Hand streichelte Chiara Ina und strich durch ihr rot-blondes Haar und ihre Stimme hatte einen tiefen verführerischen Ton angenommen als sie ihr ins Ohr hauchte: „Chiara meine Liebe, so ist das also…“

Langsam küsste sie sie auf den Nacken, bevor die Eisdiva ihren Mund fand. Ina öffnete die Lippen, um den leidenschaftlichen Kuss zu erwidern. Ein wildes Verlangen nach dieser Frau durchjagte sie. Zärtlich schmiegte sie sich an sie, während Chiara sie tief küsste. Leidenschaftlich spielten sie miteinander und Ina spürte wie das Verlangen immer brennender wurde.

Ina fühlte sich wie benebelt, wie auf einer Wolke, als ob sie schweben würde. Und dieses Gefühl wollte sie Ina zurückgeben. Es zählte nur noch das Hier und Jetzt. Die Eisdiva fühlte sich unendlich erleichtert, als Chiara Ina so zärtlich berührte. Dabei lag in ihren Augen ein Ausdruck, der sie wieder erschaudern ließ. Verführungskunst und unglaubliche Anziehung ging von ihrer Freundin aus. Sie verschaffte ihr das Gefühl zu schweben und niemals mehr würde sie den Boden berühren.

„Du hast gewonnen…“, murmelte sie, küsste Chiara zärtlich, während sie unendlich erregend mit einem Finger in sie hineinglitt. Unwillkürlich schluchzte die Brünette vor Lust auf, während sie zugleich die Beine um Ina schlang. Auch sie fand das bereits feuchte Lustzentrum ihrer Freundin, zusammen mit Ina bewegte sie sich.

„Würdest du mich…?“
„Küssen…“, vollendete Ina ihren Satz.
„Ja…“, nickte Ina. Und dann spürte sie Inas warme weiche Lippen auf ihrem Mund. Leidenschaftlich erwiderte die Eisdiva ihren Kuss und hielt sie dabei fest im Arm. Sie passten so perfekt zusammen. Als Ina ihre Zunge über ihre Lippen gleiten ließ, öffnet die Brünette seufzend den Mund. Und als ihre Zungen einander berührten, durchzuckte sie das Verlangen wie eine Explosion. Während sie sich immer erregender küssten, streichelten, presste Ina ihren Körper noch fester an sich. Am liebsten würde sie sich in ihr vergraben und sie bis in alle Ewigkeit küssen. Die Köchin spürte, wie ihr Busen sich bei jedem Atemzug hob und senkte und konnte nicht widerstehen. Begierig legte sie ihre Hand auf ihren Busen. Dabei strich sie mit dem Daumen über ihre Brustspitze und spürte sie unter der Berührung hart werden.

Die Eisläuferin stöhnte kehlig auf und drängte sich verlangend an sie. Mit der wachsenden Leidenschaft entrangen sich Chiara Töne aus ihrer Kehle, die Ina anmachten. Ihre beiden Körper bewegten sich in rhythmischer Harmonie, in der es ein gleichzeitiges Geben und Nehmen war. Höher und höher hinauf nahm der Strudel grenzenloser Ekstase zu, beide Frauen mit sich, bis die Spannung sich langsam löste und Ina und Chiara das Gefühl hatten, aus sich hinauszufliegen, getragen von mächtigen silbrigen Wellen.

Mit ihren Küssen zog Ina Muster über ihr Schlüsselbein. Chiara schrie auf und krallte die Finger in ihr Haar. Die Eisdiva hätte nie für möglich gehalten, dass etwas so schön, so vollkommen sein konnte, wie es mit Ina war. Sie hörte die Köchin keuchend atmen und ihren Namen rufen, während sie die Eisläuferin mit sich riss in einem Strudel der Ekstase.

Zusammen erreichten sie den Rand einer pulsierenden Welt, die es seit Urzeiten gab und für die seit Urzeiten niemand je Worte gefunden hatte, sie zu beschreiben. Bis Chiara schließlich auf dem Gipfel dieses erlesenden Gefühls ihren Namen ausrief, bevor sie beide in einem perlenden Wasserfall der Lust eintauchten.

Ina und Chiara lagen eng umschlungen in der Dunkelheit. Die Brünette hielt sich mit beiden Händen an Inas Oberkörper, spürte die Wärme ihrer Haut. Sie konnte kaum denken, denn die Lust hatte ein köstliches Vakuum hinterlassen. Im abebbenden Gefühlssturm hatte sie das Gefühl als würde sie schweben, ihr Körper so leicht wie der Wind. Sie holte tief Luft, Ina roch noch immer schwach nach Parfum, doch viel deutlicher war ein anderer Duft, den sie ausströmte…der Duft der Liebe.

„Alles okay bei dir…?“
Als Antwort schnurrte Chiara wie eine Katze, die zufrieden in der Sonne liegt. Eng umschlagen lagen sie im weichen, warmen Bett. Chiara hatte den Kopf gegen Inas Schulter gelegt und sie strich ihr sanft durch das Haar.
„Weißt du eigentlich, wie wunderschön du bist…?“
„Du bist auch nicht so übel…“, gab Chiara zurück.
Sie sahen einander in die Augen. Mit Daumen und Zeigefinger umfasste die Eisdiva ihr Kinn. „Auch wenn ich es damals nicht zugeben wollte, ich fand dich damals schon im A40 ungeheuer sexy…“
„Wirklich?...das hast du aber gut versteckt.“
„Ich wollte mich nicht verlieben“, flüsterte sie an Chiaras Wange.
„Aber dir konnte ich nicht widerstehen, ich konnte mich nicht dagegen wehren, auch wenn ich Angst hatte, verletzt zu werden. Oder sie immer noch habe…entgegen meiner Ängste, dass du mir mein Herz brechen könnest, kann ich nichts an meinen Gefühlen ändern.“
„Und ich habe dich heute schon verletzt, als ich weggelaufen bin, nach dem uns Marie gesehen hat…“, murmelte sie. Ein leises zitterndes Seufzen löste sich aus ihrer Brust. „Es tut mir Leid, Ina…“
„Hey. Du bist direkt hierher gekommen und wir haben es geklärt. Ich verstehe dich. Ich weiß, dass das alles nicht leicht für dich ist und du bisher nur mit Männern zusammen warst… und…“
„Du bist kein Versuchskaninchen für mich, Ina. Dass das klar ist!“
„Ich weiß…was das angeht, bin ich vielleicht etwas vorgeschädigt. Wegen Julia…“
Seite an Seite lagen sie da. Chiara nahm ihre Hand.
„Möchtest du darüber reden…?“ Sie rieb ihren Handrücken.
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