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Love Hurts

von xlinax13
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Gen
03.08.2021
22.10.2021
7
7.047
 
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14.10.2021 1.197
 
Tut mir Leid das in letzter Zeit nicht viel von mir gekommen ist. Ich hatte viel Stress mit der Schule.
Viel Spaß mit Kapitel 5!

In dem Moment als eine neue Röntgenaufnahme des Thorax von Marham gemacht wurde, kam die Stationsschwester auf die beiden Ärzte zu. ''Dr. Seehauser, Dr. Martins, Die Eltern des Patienten sind gerade angekommen,'' wurden sie informiert.

''Hallo,'' begrüßten die beiden Ärzte die Eltern des Patienten mit einem Lächeln. ''Danke, dass Sie sich um ihn gekümmert haben,'' bedankte sich sogleich der Vater von Marham in gut verständlichen Deutsch. ''Wie geht es ihm?'', wollte die Mutter natürlich direkt besorgt wissen und man merkte, dass sie nur sehr schlecht Deutsch sprach, weshalb Dr. Seehauser extra langsam sprach, damit die Mutter möglichst alles verstand. ''Er war wirklich ernsthaft verletzt und im Moment ist unsere größte Sorge seine Lunge,'' erklärte er den Eltern die Situation in Ruhe. ''Leidet Marham zufällig unter Asthma?'', fragte Paula die Eltern ihres Patienten, um von ihnen in ihre Diagnose bestätigt zu werden. ''Ja, ja, schon seit dem er ein kleines Kind ist. Es kommt und geht,'' antwortete die Mutter. Auf diese Antwort der Mutter hin, warf Frederik einen kurzen Blick zu seiner jungen Kollegin und sah ein kleines Grinsen, was ihre Lippen umspielte. Tja, dieses Mal hatte sie Recht behalten, aber was würde wohl bei den nächsten Mal passieren? Frederik entschied sich dazu, noch heute das Gespräch mit seiner neuen Assistenzärztin zu suchen, um einige Dinge klarzustellen.

''Die Aufnahme von Marham ist fertig,'' teilte ihnen die Schwester mit. ''Kommen Sie mit,'' meinte Paula zu den Eltern und folgte Frederik in das Zimmer von Marham. ''Die beidseitigen Verdichtungen haben sich merklich verbessert,'' kommentierte Connor die aktuelle Aufnahme der Lunge. ''Und der Druck auf seine Atemwege lässt nach,'' fügte Paula lächelnd hinzu. ''Was bedeutet das?'', wollte die Mutter immer noch leicht aufgelöst wissen. ''Das bedeutet, dass ihr Sohn wieder gesund wird,'' erklärte Paula den Eltern und abermals bedankte sich der Vater von Marham bei den Ärzten seines Sohnes.

''Fangen wir an, den kardiopulmonalen Support runterzufahren,'' meinte Seehauser zu einer Schwester, die der Anweisung sofort folge leistete. ''Sie können bei ihrem Sohn bleiben,'' sagte Paula zu den Eltern von Marham und verließ zusammen mit Dr. Seehauser das Zimmer.

Während Dr. Seehauser zur Stationsschwester ging, um mit ihr noch ein paar Dinge wegen Marham zu klären, führte Paulas Weg direkt zu Christina, die noch immer im Wartezimmer der Intensiv-Station saß. ''Marham erholt sich,'' erklärte Paula der werdenden Mutter. ''Sie sollten zu Ihnen gehen und sich vorstellen,'' ergänzte sie im Hinblick darauf, dass nun Marham's Eltern da waren. ''Ich weiß nicht...,'' meinte Christina unsicher und hielt ihren Bauch umschlugen, eine typische Reaktion von Mutter und es ließ Paula leicht schmunzeln.

''Sie sollten erfahren, wer Sie sind,'' ermutigte Paula sie und Christina standen schon wieder die Tränen in den Augen, als sie Paula umarmte und sich für alles, was sie für Marham und sie getan hat, bedankte.

Auf Frederiks Gesichtszügen nahmen einen weichen Ausdruck an, als er seine junge Kollegin zusammen mit der Freundin des Patienten sah. Paula war anscheinend nicht nur eine gute Ärztin, sondern auch insgesamt ein wirklich guter Mensch, zumindest machte es für ihn momentan diesen Anschein.

''Alles klar?'', fragte er vorsichtig, als er neben Paula trat, die mit einem leicht traurigen Blick Christina hinterher sah, wie diese in Marham's Zimmer verschwand, um ihre zukünftigen Schwiegereltern kennenzulernen. Kurz war es still zwischen ihnen, bis ein einfaches ''Ja'' über Paulas Lippen kamen und sie ihm ein kurzes Lächeln schenkte und zum ersten Mal an diesem Tag war es ein Fake-Lächeln.

''Es gibt Tage, da liebe ich meine Job so richtig,'' meinte Frederik, als er und Paula ins Ärzte-Zimmer kamen, da ihre Schicht nun zu Ende war. ''Asthma. Scharfsinnige Diagnose, Doc,'' zog Paula ihren Kollegen etwas auf und nahm sich ein kleines Wasser aus dem Kühlschrank, der im Ärzte-Zimmer stand.

''Hey, es war deine Diagnose,'' wies Seehauser sie zurecht und ging ein wenig auf den Spaß ein, ''Aber mit so einem tollen Lehrer wie mir, ist das doch ganz einfach, oder nicht?'' ''Es ist gerade mal mein erster Tag hier, da musst du dich nicht so aufspielen, Cowboy,'' antwortete Paula lachend und warf mit ihrer Wasserflasche nach ihn, die er überrascht, aber geschickt auffing.

''Nicht schlecht,'' meinte Paula anerkennend und war blitzschnell bei ihm, um ihm die Flasche aus der Hand zu nehmen. ''So gehst du also mit deinem neuen Boss um?'', warf Seehauser ihr gespielt empört vor und musste dabei selbst schmunzeln.

Mit den Worten: ''Wer hat gesagt, dass ich dich als neuen Boss haben will?'', nahm sie ihm die Wasserflasche ab und verließ den Raum, aber nicht ohne sich nochmal zu ihm umzudrehen und ihm zu zu zwinkern .

Und wieder einmal an diesem Tag ließ Dr. Paula Martinson einen irritierten Dr. Frederik Seehauser zurück, der sich durch seine dunkelbraunen Haare fuhr und einfach nur den Kopf über seine neue Kollegin schüttelten konnte. Die Zusammenarbeit mit ihr konnte ja noch was werden...

Gerade als Paula von Thomas ihren Rucksack gereicht bekam, wurde sie von einen jungen Arzt, namens Lee Pham, laut seines Namensschildes am Arztkittel, angesprochen. ''Hey, ich bin Lee. Du bist die neue Assistenzärztin, richtig?'' ''Ja, ich bin Paula,'' antwortete Paula freundlich und wartete ab, was Lee von ihr wollte. ''Gut. Ich habe meine Studium beendet und schmeiße heute Abend für alle aus der Notaufnahme eine Party und weil du neu hier bist, dachte ich mir, dass es für dich doch eine gute Gelegenheit wäre, um deine neuen Kollegen ein bisschen besser kennenzulernen,'' meinte Lee enthusiastisch und lächelte Paula erwartungsvoll an. Kurz wog Paula die Situation ab und gab sich innerlich schlussendlich den Ruck und stimmte zu. ''Das ist wirklich nett von dir, dass du auch an mich gedacht hast, obwohl ich gerade erst seit ein paar Stunden hier arbeite. Ich komme natürlich gerne zu deiner Party und schon mal herzlichen Glückwunsch, dass du die Prüfungen bestanden hast,'' antwortete Paula lächelnd.

''Danke, und hier hast du noch die Adresse,'' damit drückte Lee ihr ein Zettel mit der Adresse einer hawaiianischen Bar in die Hand, ''Um acht Uhr da sein, nicht vergessen,'' fügte er noch hinzu und war schon wieder verschwunden. Paula warf noch einmal einen Blick auf das kleine Stück Papier in ihrer Hand, ehe sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen die Klinik am Südring verließ.
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