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My Heart Brought Me To You

Kurzbeschreibung
Aufzählung/ListeFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
02.08.2021
02.08.2021
2
5.881
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02.08.2021 2.841
 
Diese beiden Kapitel basieren auf einem RPG von einer Freundin und mir. Die Charaktere Billy und Dean gehören ihr und ich habe ihre Erlaubnis, diese zu verwenden.

Außerdem folgende Triggerwarnung. Es werden Themen wie häusliche Gewalt, Krebs, Homofeindlichkeit und Tod angeschnitten.

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Los Angeles, 2016
Lächelnd beobachtet Dave wie Billy im Kreise seiner Liebsten ist. Wie sie noch ein letztes Mal gemeinsam lachen. Vermutlich wissen sie es noch nicht, aber bald wird Billy genauso weg sein, wie er, Dave, es bereits seit einem Jahr ist. Bald werden sie wieder vereint sein. Ob Billy das wohl ahnt? Er schielt auffällig oft in die Ecke in der Dave steht, obwohl er doch für alle unsichtbar sein sollte. Billy lächelt dabei jedes Mal, dieses wundervolle Lächeln, in das sich Dave gleich verliebt hat. Und das, obwohl sie sich zu einer Zeit kennengelernt haben, als ihre Liebe noch verboten war. Hatte Dave damit anfangs Schwierigkeiten? Sicherlich. Und doch hat ihre Liebe gesiegt.
Sein Blick gleitet wieder zu Billy, der müde zu werden scheint. Bald, bald ist es soweit. Doch bevor es soweit ist, schließt Dave kurz die Augen. Gleitet zurück in die Vergangenheit, wie so oft in den letzten zwei Jahren, ruft sich all die schönen und doch auch traurigen Dinge, die sie beide gemeinsam erlebt haben.

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Los Angeles, 1952

Zwanzig Worte mit denen es für uns begann

„Keine Sorge, wenn du dich ordentlich benimmst, dann passiert dir das echt nicht. Also was darf es für dich sein?“

Schmunzelnd blickt Dave auf den neuen Gast, der kaum, dass er einen der anderen Suff rausgeworfen hat, die Bar betreten hat. Er sieht gut aus, das muss Dave zugeben, auch wenn er weiß, dass er ihn nicht gutaussehend finden darf. Es ist falsch, das wurde ihm schon von klein auf beigebracht. Ein Mann darf andere Männer nicht gut finden. Aber wie kann etwas falsch sein, wenn es sich doch richtig anfühlt? Er weiß es nicht. Er weiß nur, dass er diesen Gast irgendwie besonders mag. Dass da irgendetwas an ihm ist, das ihn wie magisch anzieht. Und dass er vielleicht seinen Vorsatz, für immer allein zu bleiben, vielleicht doch noch einmal überdenken muss.


Neunzehn Worte mit denen ich nicht gerechnet hatte

„ Du bist normal wie jeder andere Mensch. Man sollte denjenigen, die so einen Scheiß abziehen, echt den Kopf umdrehen.“

Etwas überrascht sieht Dave zu Billy. Gerade hat er ihm gestanden schwul zu sein, hat mit ihm über diese unglaublich grausamen Konversiontherapien gesprochen und er bleibt einfach bei ihm sitzen. Ist der Erste, der das nicht krank findet. Gut, er hat sich auch noch nie geoutet, hat einfach nur sein Ding gemacht und sich von Typen ferngehalten. Aber mit Billy scheint einfach alles anders zu sein. Doch der ist verlobt und mehr als Freundschaft wird wohl nie drin sein. Trotzdem… Dave ist froh darüber. Lieber so, als gar nichts mit ihm zu tun zu haben. Zumal es ihn echt glücklich macht, endlich jemanden zu haben, der ihn nicht für gestört hält, nur weil er nicht der Norm entspricht.


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Los Angeles, 1954

Achtzehn Worte, die mich aufhorchen ließen

„Nein, Dave ahnt nichts. Ich hab es ihm auch nicht verraten. Aber ich wette, es wird ihm gefallen.“

Dave sieht fragend zu Billy, der gerade noch mit irgendwem am Telefon gesprochen hat, aber so spontan das Thema gewechselt hat, kaum dass er den Raum betreten hat. Natürlich will er gerne wissen, was ihm gefallen wird. Seit über einem Jahr sind sie nun schon heimlich zusammen. Nur Billys Schwester und deren Familie weiß Bescheid, scheint damit aber genauso wenig ein Problem zu haben, wie Billy selbst. Naja wenn man mal von Billys Eltern absieht, die den Kontakt abgebrochen haben, als er die Verlobung mit seiner Ex gelöst hat. Doch das liegt in der Vergangenheit und sie sind beide glücklich. Noch glücklicher wäre er allerdings, wenn Billy statt dämlich zu grinsen und ihn damit aufzuziehen, dass er dieses Geheimnis mit ins Grab nehmen wird, ihm einfach nur verraten würde, was ihm gefallen wird.


Siebzehn Worte, die dich verletzten

„Ähm, nein? Wir sind nicht zusammen. Was soll dieser Blödsinn denn? So einer bin ich nicht, Officer.“

Keine Ahnung wer sie verpfiffen hat, aber irgendwer hat es getan. Dave hat noch versucht, das Unvermeidbare aufzuhalten, auch wenn er Billy damit verletzt hat. Doch es scheint funktioniert zu haben. Nach dem der Officer die Wohnung der beiden inspiziert hat, Dave ihm das Gästezimmer als sein Zimmer verkauft und diese Wohngemeinsschaft einfach als ein Zusammenleben zweier Freunde, für die es eben günstiger ist, zusammen zu wohnen, verkauft hat, atmet er erleichtert aus. Es ist nochmal gut ausgegangen, zumindest hat der Polizist ihm geglaubt. Aber zu welchem Preis? Er hat Billy, seinen Billy, verletzt, auch wenn beide wissen, dass diese Lüge, so grausam sie auch ist, wohl besser ist als alles, was ihnen blühen würde, wenn sie zu ihrer Beziehung stehen würden.


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Los Angeles, 1960

Sechzehn Worte, die ich kaum wagte zu sprechen

„Irgendwann können wir dazu stehen. Bis dahin schenke ich dir diesen Ring, als Zeichen meiner Liebe.“

Glaubt er das? Glaubt er wirklich das, was er da gerade gesagt hat? So ganz sicher ist Dave sich nicht. Es wäre schön, wenn endlich anerkannt würde, dass er ganz normal ist, auch wenn er Männer liebt. Wenn ihre Beziehung als normal anerkannt wird und sie ganz offen zusammen sein könnten, vielleicht sogar heiraten könnten. Doch sollte er das wirklich noch erleben, so wird er ein alter Mann sein, da ist sich Dave sicher. Und doch wird er Billy heiraten, sobald es vor dem Gesetz legal ist.


Fünfzehn Worte für die ich dir dankbar bin

„Lass uns eine Pause machen. Ich kann nicht mehr weiterlaufen. Außerdem habe ich eh Hunger.“

Dankbar nickt Dave und lässt sich auf eine Bank fallen, als Billy diese Worte spricht. Eigentlich wollten sie heute eine Wanderung machen, doch irgendwie spielt sein Bein nicht mit. Manchmal hat er so Tage, aber er gibt das nur ungern zu. Er möchte nicht als schwach dastehen und umso erleichterter ist er, dass Billy das auch zu verstehen scheint. Dass dieser wohl keine Pause gemacht hätte, zumindest nicht so kurz nachdem sie losgezogen sind, wenn er nicht so gehumpelt hätte, ist Dave durchaus bewusst. Gerne hätte er ihn dafür geküsst, nur leider sitzen sie auf einer Bank, umgeben von anderen Menschen. Dafür dann heute Abend wieder.


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Los Angeles, 1969

Vierzehn Worte mit denen ich erkannte was ich an dir habe.

„Bleib liegen. Ich trag das Frühstück nicht zurück, nachdem ich es jetzt hergetragen habe.“

Etwas verschlafen sieht Dave zu Billy auf und lächelt leicht. Frühstück im Bett, das liebt er. Und er liebt Billy dafür, dass er ihm ab und an, so wie heute, diesen Wunsch erfüllt. Kaum dass sein Partner das Tablett abgestellt hat, zieht Dave ihn einfach zu sich zurück ins Bett und drückt ihm einen langen, leidenschaftlichen Kuss auf. Fast 20 Jahre sind sie nun zusammen und noch immer fühlt es sich an, wie am allerersten Tag.


Dreizehn Worte, die ein Versprechen besiegelten

„Ich liebe dich Billy und ich werde dich immer lieben, bis ans Ende.“

Dave meint es ernst. Wie könnte er auch jemals einen anderen Mann lieben? Und auch wenn sie sich gerade gestritten haben, es tut seiner Liebe keinen Abbruch. Es tut ihm ja auch leid. Vielleicht sollte er sich wirklich mal bemühen, seine Wäsche nicht immer herumliegen zu lassen. Dave zieht Billy in seine Arme und entschuldigt sich. Zukünftig will er sich bessern und Billy seine Liebe mehr zeigen. Und er fängt damit an, indem er ihn grinsend küsst. Ebenso grinsend zieht er ihn im Schlafzimmer und schlussendlich ist es die Wäsche von beiden, die achtlos auf den Boden geworfen herumliegt.


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Los Angeles, 1978

Zwölf Worte, die mich dich verleugnen ließen

„Äh genau. Der Ring ist für eine wirklich gute Freundin von mir.“

Dave fühlt sich mies, als er dem Juwelier diese Lüge auftischt, aber auch wenn immer mehr Menschen für die Rechte von Homosexuellen kämpfen, ist es noch immer gefährlich dazu zu stehen, selbst schwul zu sein. Und dabei will er doch einfach nur Billy einfach einen neuen Ring schenken, damit er nicht mehr traurig ist, weil ihm der richtige Ring gestohlen wurde. Aber wer weiß schon, ob ihm der Juwelier überhaupt noch einen verkauft, wenn er ihm die Wahrheit sagt. So mies und falsch es sich auch anfühlt, im Moment ist es wohl immer noch besser seine Beziehung und damit auch Billy zu verleugnen.


Elf Worte, die meine Meinung revidierten.

„Ich liebe dich und will, dass es alle wissen, verstehst du?“

Unsicher sieht Dave zu Billy und seufzt leise. Wahrscheinlich hat er Recht. Sie haben viel zu lange versteckt gelebt, aber ihm ist auch klar, wie gefährlich das Ganze ist. Wie gefährlich es sein kann, wenn es jemand weiß. Dass sie sicher angefeindet werden. Doch vielleicht ist es wirklich Zeit, endlich zu ihrer Beziehung zu stehen, auch wenn die Zeit vielleicht doch nicht die Richtige ist.


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Los Angeles, 1989

Zehn Worte mit denen ich deine Stärke erkannte.

„Vielleicht bis du krank, aber wir schaffen das. Ganz sicher.“

Dave nickt, kaum dass er Billys Worte vernimmt. Die Diagnose die ihm der Arzt in Aussicht gestellt hat ist schlimm, würde bedeuten, dass ihm vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt, doch Billy ist da und Billy ist stark. Noch stärker sogar, als Dave jemals geglaubt hat. Stumm lehnt er sich an seinen Partner, seinen Fels in der Brandung und nickt leicht. Sie werden das schaffen. So wie sie bisher alles geschafft haben. Gemeinsam.


Neun Worte, die mich nachdenklich stimmten.

„Es ist wie ich es gesagt habe. Mein Beileid.“

Das ist es also? Er ist krank? Und er wird sterben? Und wie hat er sein Leben verbracht? Mit seinem Liebsten, klar, aber er hat sich den Großteil seines Lebens verstecken müssen, für diese Liebe. Nein, nein, das kann es nicht gewesen sein. Dave muss nicht lange nachdenken. Er wird nicht sterben. Er wird kämpfen. Und er wird noch viele Jahre mit Billy verbringen, ganz gleich wie schlecht seine Chancen stehen mögen.


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Los Angeles, 1993

Acht Worte, die ich zum Begreifen brauchte

„Sie sind wirklich geheilt. Es ist ein Wunder.“

So ganz kann Dave es nicht begreifen, als er die Worte des Arztes vernimmt. Dennoch lächelt er glücklich. Er hat es geschafft. Er hat das, ihm unmöglich Scheinende geschafft. Kaum, dass er die Praxis verlassen hat, beeilt er sich nachhause zu kommen, will Billy davon erzählen. Will sicherstellen, dass er nicht einfach nur träumt, sondern, dass es wirklich vorbei ist und er sein Leben weiter mit dem für ihn wichtigsten Menschen verbringen kann.


Sieben Worte, die mich einen Beschluss fassen ließen

„ Das ist unglaublich. Ich kanns nicht glauben.“

Überglücklich strahlt Billy seinen Partner an, der es selbst kaum glauben kann. Doch als er in das glücklich strahlende Gesicht seines Partners blickt, seine feste Umarmung und seinen Kuss spürt, weiß er, dass es wahr ist. Dass er gesund ist. Und das lässt ihn einen Beschluss fassen: Wenn er es geschafft hat, trotz mieser Prognosen, wieder gesund zu werden, dann kann er es auch schaffen, so lange durchzuhalten, bis er ihn endlich heiraten kann. So wie er es ihm einst versprochen hat.


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Los Angeles, 2005

Sechs Worte mit denen ich dir endlich die Wahrheit sagte

„Evelyn hat angerufen. Alexia ist tot.“

Sie hat schon gestern Abend angerufen, aber Billy war nicht da gewesen. Dave hatte nicht gewusst, wie er seinem Liebsten sagen soll, dass seine Schwester gestorben ist. Er weiß, dass sie sich ihr Leben lang immer Nahe standen. Schweigend drückt er ihn an sich, verspricht ihm, sofort mit ihm zu ihr zu fahren. Er soll sich von ihr verabschieden können. Und Evelyn hat versprochen, dass er das auch kann. Und so fährt er auch mit ihm los und hält schweigend seine Hand, als Billy endlich Abschied nimmt.


Fünf Worte, die ich liebte von dir zu hören

„Guten Morgen. Na, gut geschlafen?“

Es ist das Erste was Billy seit zwei Tagen gesagt hat und Dave liebt es, ihn endlich wieder sprechen zu hören. Sicher, es wird dauern bis er die Trauer überwunden hat und Dave wird ihm auch diese Zeit geben. Doch dass er nun wieder spricht, ist zumindest einmal ein erster Schritt. Er zieht Billy in seine Arme und nickt leicht. Fragt, wie er geschlafen hat und sagt ihm, er soll liegen bleiben. All die Jahre hat Billy ihm immer das Frühstück ans Bett gebracht. Jetzt ist er mal dran, sich um seinen Partner zu kümmern.


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Los Angeles, 2014

Vier Worte, die mein Herz höher schlagen ließen

„Zeit, dein Versprechen einzulösen.“

Billy hat Recht. Letztes Jahr wurde es Homosexuellen endlich gestattet zu heiraten. Und Dave hat Billy versprochen, dass sie heiraten werden, sobald es ihnen möglich ist. Er grinst und küsst ihn. Auch wenn sie jetzt zwei alte Säcke sind, aufhalten wird sie das ganz bestimmt nicht. Und so greift er auch direkt zum Hörer um einen Termin beim Standesamt auszumachen. Ganz gleich wie blöd die Person am anderen Ende der Leitung glotzen mag, als sie das Alter der sich Liebenden erfährt.


Drei Worte, die alles bedeuteten

„Ja, ich will.“

Lächelnd erwidert Dave Billys Worte, küsste ihn überglücklich, nachdem sie verheiratet wurden. Über 80 Jahre alt mussten sie werden, damit das geschieht. Es ist schade, dass sein Schwager und seine Schwägerin das nicht mehr miterleben können. Seit sie ein Paar sind, haben die beiden sie immer unterstützt und das noch zu einer Zeit, in der Homosexualität verboten war. Doch dafür sind ihre Neffen und Nichten hier, mit ihren Kindern und deren Familien. Und sie alle freuen sich, dass sie endlich verheiratet sein dürfen. Ein wichtiger Meilenstein in ihrer Beziehung. Ein Versprechen, das endlich eingelöst werden konnte.


Los Angeles, 2015

Zwei Worte, die mich glauben ließen

„Bis bald.“

Dave nickt leicht. Er ist müde und er weiß, es ist Zeit zu gehen, auch wenn er es eigentlich noch nicht möchte. Es ist doch ihr erster Hochzeitstag. Es soll nicht der Einzige bleiben. Aber Billy hat Recht. Auch wenn er jetzt geht, sie werden sich bald wieder sehen. Und dann werden sie all die Hochzeitstage nachholen, die ihnen damals verwehrt wurden. Sie werden glücklich zusammen sein. Niemand wird ihnen das dann noch nehmen können.


Ein Wort, dass mich immer an dich denken lässt

„Liebe“

Liebe ist das Wort, bei dem Dave immer an Billy denken muss. Es ist das, was sie beide vereint. Diese tiefe, unendliche Liebe zueinander, die nun schon ein halbes Jahrhundert andauert. Und auch wenn sie sich nun voneinander verabschieden, sich noch ein allerletztes Mal küssen und beieinander liegen, bevor er gehen muss, weiß Dave, dass sie sich bald wieder sehen werden. Da ist er sich sicher. Er hört irgendwo in weiter Ferne Lexi und Dean nach ihm Rufen und es verwirrt ihn. Er sieht ein helles, strahlendes Licht und weiß, dass er hindurch gehen muss. Noch einmal wirft er einen letzten Blick, auf den inzwischen friedlich schlafenden Billy. So viel haben sie zusammen erlebt und durchgestanden. So viel, dass andere Beziehungen daran vielleicht zerbrochen wären. Doch nicht ihre. Er hat das Richtige getan, als er Billy damals seine Liebe gestanden hat. Er hat das Richtige getan, als er ihn geheiratet hat. Und auch wenn er nun gehen muss, so wird er bald das Richtige tun und Billy abholen, wenn auch seine Zeit gekommen ist.


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Los Angeles, 2016

Dave öffnet die Augen und lächelt. Er sieht Billy vor sich, wie damals als er ihn das erste Mal in der Bar gesehen hat. Genauso jung und strahlend schön. „Wo ist denn die alte Schachtel hin, die ich abholen sollte?“, fragt er ihn neckend und zieht ihn glücklich in seine Arme, ehe er ihn lang und leidenschaftlich küsst. „Du, ich geh gleich ohne dich“, droht Billy ihm lachend, kaum, dass er sich aus Kuss und Umarmung gelöst hat.

Billy grinst ein wenig. Schön, wie wenig sich zwischen ihnen verändert hat, auch wenn sie sich ein Jahr wohl nicht mehr gesehen haben. Aber sie haben sich ja versprochen, dass sie sich wieder sehen werden. Und bisher haben sie jedes ihrer Versprechen gehalten. Selbst die Hochzeit, so unwahrscheinlich es auch damals gewesen war, dass sie tatsächlich eines Tages heiraten können. Er lächelt und küsst seinen Liebsten erneut. Wirft noch einen letzten Blick auf seine Familie und Freunde. Auch wenn er viele Jahre lang seine Beziehung verheimlich musste, so war sein Leben doch erfüllt. Er hatte und hat noch immer Dave an seiner Seite. Und daran wird sich auch niemals etwas ändern.

„Wird Zeit zu gehen“, reißt Dave Billy aus dessen Gedanken. „Wir werden sie alle wieder sehen. Es wird sicherlich eine Weile dauern, aber das werden wir wirklich. Versprochen.“ Er hält Billy seine Hand hin und Billy ergreift sie. Noch einmal küssen sie sich, während vor ihnen ein golden scheinendes Licht auftaucht. „Ich liebe dich“, murmelte Dave und küsst Billy wieder. „Ich dich auch“, erwidert Billy und lächelt sanft. Er fühlt sich so ruhig und erfüllt, hat keine Angst vor dem, was ihn hinter dem Licht erwarten könnte. Wie denn auch, wenn nun Dave wieder bei ihm ist. Dave, der noch immer seine Hand hält und nun mit ihm durch das Licht geht, die Welt hinter sich lassend.
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