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Männerabend bei L-Corp

KurzgeschichteRomance, Angst / P12 / FemSlash
Kara Danvers / Kara Zor-El Lena Luthor
31.07.2021
14.10.2021
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14.10.2021 2.585
 
Lena

Es klappte genau drei Tage Andrea Rojas auf Abstand zu halten. Drei Tage, in welchen Lena ungestört lange Arbeitsstunden schob und sich zusätzlich in ihrem Labor einsperrte. Sie wollte Andrea bewusst zappeln lassen. Der Männerabend war ein Eindringen in ihre Privatsphäre und Lena nahm ihrer Freundin das übel, auch wenn sie ihr das so nicht direkt sagte. Vielleicht können sie irgendwann darüber reden und Lena gibt zu, wie unsinnig sie sich verhält, aber im Augenblick kann sie nicht aus ihrer Haut heraus und behält ihre Gefühle vorerst für sich.

Also forschte Lena in ihrem Labor und tüftelte weiter. Die gute Nachricht ist, dass ihr Projekt nun so gut wie fertig ist.

Andrea blieb hartnäckig und kreativ. Eine E-Mail heute Morgen von ihr überraschte Lena nicht wenig und schmeichelte ihr. Sie enthielt einen Link zum Anklicken mit der Frage; verbringst du die Mittagspause mit mir? Ein Song spielte im Hintergrund den simplen Refrain, I miss you. Es war witzig und charmant und diesmal sagte Lena nicht ab, sie klickte auf ja.
 
Die Tür geht auf und da ist sie, pünktlich wie ein Uhrwerk.

„Leena, lange nicht mehr gesehen und doch wieder erkannt. Ich bin froh, dass dir mittlerweile keine grauen Haare gewachsen sind.“

„Nun übertreibt nicht, es waren gerade mal drei Tage,“ tadelt Lena und steht dann auf, um das Küsschen auf die Wange zu empfangen.

Ihre Freundin sieht gut aus, die letzten Tage müssen stressfrei für sie gewesen sein.

„Oh, du hast die Tage gezählt,“ neckt Andrea, was Lena die Augen verdrehen lässt. Sie löst sich aus der Umarmung und läuft zur Couch. Andrea folgt ihr und irgendwo hinter sich hört sie ihre Freundin Luft holen.

„Lena ernsthaft, wenn Jess mir nochmals gesagt hätte, dass du in einer Telefonkonferenz steckst, ich schöre, ich wäre hereingestürzt und hätte mich selbst davon überzeugt, ob ein Mann zwischen deinen Schenkeln liegt.“  

Lena seufzt. Das ist der Grund, weshalb Sie Andrea gemieden hat. Sie hat nur Männer im Kopf.

„Schätzchen, wie du weißt, leite ich ein Unternehmen. Es bedeutet Verantwortung und Geschäfte, gerade in dieser Phase. Außerdem verbringe ich Zeit in meinem Labor, in dem ich gute Werke vollbringen kann.“ Lena seufzt erneut. Wem erzählt sie das. Sie öffnet die obersten Knöpfe ihres Blazers und lässt sich auf die bequeme Couch fallen.

„Ja ja ja. Du bist die geborene Karrierefrau. Aber jetzt ist Mittagspause und ich hab dir einen Rucolasalat mitgebracht.“

Andrea steckt heute voller Überraschungen. Die Geste nimmt Lena den Wind aus den Segeln. Sie hat heute noch nichts gegessen und ist hungrig.

„Welches Dressing?“, fragt sie, ehe sie nach dem Salat greift.  

Anstelle einer Antwort stellt Andrea den Salat in Lenas Schoß ab. Sie plumpst neben ihr auf die Couch und fischt ihr eigenes Essen aus der Tüte.

Es war eine kleine Testfrage. Zufrieden stellt Lena fest, dass Essig und Öl in der Verpackung sind. Wenn es etwas gibt, was sie nicht akzeptieren kann, ist es Joghurtdressing. Ein ungesundes Übel, das die Wirkung des Salates vernichtet.

„Danke,“ sagt sie und dann essen sie eine Weile schweigend. Andrea ist ebenso hungrig. Sie schiebt ihre gegrillten Schrimps in den Mund und kaut genüsslich. Lena tut es ihr gleich. Im Grunde ist sie dankbar für die Unterbrechung, wäre Andrea nicht, würde sie mittags durcharbeiten. Der Salat verwöhnt ihren Gaumen und Lena entspannt sich.

Natürlich dauert es nicht allzu lange.

„Also-“ fängt Andrea an, „-der Blonde...-“

Lena weiß sofort, von wem die Rede ist. Aus unerklärlichen Gründen wird ihr ein wenig wärmer im Nacken. Jede Wette, Andrea studiert sie in diesem Moment. Sie kaut erst zu Ende, ehe sie spricht.

„Ein seltsamer Mensch nicht wahr?“ Die Untertreibung des Jahrhunderts.

„Seltsam genug, dass du ihm ein exklusives Interview zugesagt hast,“ gibt Andrea zurück.

Unglaublich. Woher weiß Andrea das? Sie hat sich selbst noch nicht groß damit auseinandergesetzt. Sicher, es ist es abgemacht und Lena hat gewissenhaft bei CatCo offiziell um den Auftrag gebeten, so wie man dies nun mal macht, aber sie ist noch zu keinem Entschluss gekommen, was sie sich für das Interview wünscht. Diese Gedanken schiebt sie vor sich her. Und Karl Danvers hat noch nicht einmal einen Termin bestätigt, was mehr als eigenartig ist. Er sollte eifrig sein. Lena Luthor ist der große Fisch und Karl Danvers darf seine Angel nach ihr auswerfen.

„Will ich wissen, woher du davon weißt?“

„Lena, ich bin deine Freundin, schon vergessen? Oben drein deine Kollegin. Denkst du, ich merke nicht, wenn du angepisst bist. Der Männerabend war also nicht dein Ding. Die Männer haben dich nicht beeindruckt, du warst genervt über die geistlosen Fragen zu deinen Arbeiten, keiner konnte dir das Wasser reichen. Kein Problem, ich verstehe das. Es war eben Pech, das niemand für dich dabei war. Aber weshalb, lässt du deinen Groll an mir aus. Denke nicht ich hätte nicht bemerkt, dass du mich die letzten Tage ignoriert hast. Rede mit mir. Erzähl mir, weshalb ich von jemand anderen erfahre, dass du ein Interview gibst. Es ist eine riesen Sache für dich.“

„Andrea, du hast mir doch dazu geraten. Du hast mich quasi in diese Situation gebracht,“ sagt Lena trotzig, obwohl sie sich minimal schuldig fühlt.

„Mein Gott Lena. Es war ein Brocken, den ich dir hingeworfen habe, um ein klein wenig zu flirten. Ich habe gesehen, wie steif deine Unterhaltung mit Karl Danvers war. Du sollest mit der Idee spielen, locker mit dem Reporter ins Gespräch kommen, aber doch kein Interview vereinbaren.“

Darauf fällt Lena nichts ein. Sie weiß das alles. Sie kennen sich beide gut genug, natürlich war es ein Spiel, das Lena vollständig in der Hand hatte. Doch sie stellte fest, dass Sie das Interview mit Karl Danvers wollte. Der einzige Mann der ihre Aufmerksamkeit erregte. Den sie nicht ausstehen kann und sich dennoch angezogen fühlt, auf eine absurde Weiße. Er hat irgendetwas in ihr aktiviert. Darum kann sie ihn nicht vergessen und auch nicht, dass er sie Fake genannt hat. Diese Dinge kanns sie niemals sein lassen. Vielleicht ist sie doch eine Luthor und ihr krankhaftes Gen spricht aus ihr. Aber es ist ihre Achilles Sehne. Wenn ihr jemand einen schlechten Ruf verpassen möchte, aktiviert sie ihre Selbstverteidigung.

„Manchmal hast du einen solchen Stock im Arsch.“

„Wie bitte?“

„Lena, du bist erfolgreich, gutaussehend und souverän. Aber auf diesem Gebiet, mit dem Flirten, bist du eine Niete.“

Weil mich Männer nicht interessieren Andrea. Nicht so wie dich. Ich hoffe, ich habe eines Tages den Mut, dir dies zu sagen.

„Mag sein,“ gibt sie zu und fährt dann sanfter fort. „Verrätst du mir deine Quelle? Selbstverständlich wollte ich dir davon erzählen. Karl Danvers lässt sich mit der schriftlichen Bestätigung allerdings Zeit. Es gibt noch keinen einen Interviewtermin. Wie also hast du davon gehört?“ Lena pikst die letzte Tomate aus ihren Salat auf, aber sie sieht verschrumpelt aus. Ihr Magen ist sowieso satt. Lena stellt das Essen weg und tupft sich anschließend mit einer Serviette die Lippen ab.

„Also?“, hakt sie nach, nachdem sie keine Antwort erhält.

Andrea räuspert sich und rutscht auf dem Sofa herum. „Bei CatCo sind schon alle aus dem Häuschen deswegen,“ antwortet sie um den heißen Brei herum. Ein Rätsel. Andrea grinst verschmitzt und steckt sich ein Schrimp in den Mund. Sie leuchtet richtig.

Moment, woher sollte Andrea wissen, was bei CatCo los ist, sie hat Cat Grant nie kennengelernt.

Natürlich.

„Du hast den anderen Reporter mit nach Hause genommen? Er hat es dir erzählt. James Olsen, nicht wahr?“ Lena ist schockiert. Und dann ist sie schockiert, dass sie darüber schockiert ist. Ist sie so verklemmt?

„Doch nicht mit nach Hause. Wir haben es im Hotel getan. Haben uns kurzfristig ein Zimmer gebucht. In unseren Kreisen nimmt man niemand mit nach Hause, stell dir vor wie peinlich das werden könnte. Ein Hotel ist ein Safeplace.“

Das wusste Lena nicht. Vielleicht hat Andrea recht, vielleicht hat sie wirklich einen Stock im Arsch.  Hätte sie den Blonden mit ins Hotel mitnehmen sollen? Der plötzliche Gedanke erschreckt sie und sendet zugleich ein Schaudern durch ihren Körper. Hastig schüttelt sie den Gedanken von sich ab.

„Ich habe darüber nachgedacht und du hattest Recht, an die Öffentlichkeit zu gehen. So ist es besser, als wild um mich spekulieren zu lassen. Karl Danvers war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es war spontan. Lass es doch CatCo sein. Ich hab meinen Spaß damit.“

„Ich dachte, immer wenn du so weit bist, würdest du den Daily Planet, wählen. Du wirst wissen, welches Ziel du damit verfolgst.“

Ehe Lena erwidern kann, weshalb der Daily Planet keine gute Idee wäre, klopft es an die Türe.

„Miss Luthor?“  

„Ja, Jess. Was gibt es?“

Ihre Sekretärin steckt den Kopf zwischen die Türe, hinter ihr kann Lena eine Gestalt erahnen.

„Entschuldigung für die Störung. Ein Herr Danvers ist hier und bittet um ein kurzes Gespräch.“

Oh, wie wunderbar. „Lassen Sie ihn herein.“

„Dein Mann, der Stunde,“ flüstert Andrea vielversprechend als Lena aufsteht. Sie ist froh, dass Mr Danvers das nicht hören kann. Dennoch hat sie das Gefühl, ihre Wangen würden zu glühen beginnen.

Karl Danvers erscheint. Er trägt dieselben Klamotten, welche ihm auf dem Männerabend bereits gutaussehen ließen. Das blonde Haar ist minimal kürzer geschnitten, seit ihrer Begegnung. Seine Aura allein strahlt natürliche Attraktivität aus. Es lässt Lena an den jungen Brad Pitt denken.

„Miss Luthor, Entschuldigung dass ich einfach so hereinplatze. Hallo Miss Rojas.“

„Sie haben Glück, wir waren gerade fertig,“ sagt Lena und ihre Absätze klicken auf dem Boden, um Mister Danvers zu begrüßen. Dabei denkt Sie an ein Küsschen, immerhin haben sie sich privat kennengelernt, aber entscheidet sich dann dagegen. Lena reicht ihm die Hand.

Sie hatte beinahe vergessen, wie blau seine Augen sind. Was sie bei ihrer ersten Begegnung fasziniert hat, verfehlt auch jetzt nicht seine Wirkung. Im Tageslicht ist dieses Blau noch verlockender hinzusehen. Lena denkt an Wasserfälle auf Island.

„Ich möchte nur einen Augenblick mit Ihnen sprechen, es ist wichtig,“ sagt Karl Danvers und die blauen Augen huschen nervös zwischen Lena und Andrea hin und her.

„Natürlich, bitte setzten Sie sich. Ich bin gleich bei Ihnen,“ erwidert Lena. Sie ist mehr als neugierig.

Lena wendet sich an Andrea, die noch immer lässig auf der Couch sitzt. „Andrea, wir hören uns später,“ verabschiedet sich Lena.

„Darauf kannst du wetten.“ Ihre Freundin ist sichtlich enttäuscht, aber sie macht keinen Versuch zu bleiben, worauf Lena ihr dankbar ist. „Aufwiedersehen Mr Danvers, es war schön, Sie wiederzusehen. Bis später Lena.“

Karl Danvers dreht sich um und winkt Andrea mit einem scheuen Lächeln zu. Dann fällt die Türe ins Schloss und die beiden sind alleine. Ihre Blicke treffen sich, als Lena an ihm vorbei, zu ihrem Platz geht.

Es herrscht merkwürdige Verlegenheit im Raum, sobald sie sitzt. Ihr Gegenüber bleibt still. Lena hat tausend Fragen in ihrem Kopf, aber keine davon verlässt ihren Mund.

„Mr. Danvers, sie wollten mich sprechen,“ erinnert Lena. Er hält eine Ledertasche in seinem Schoß, dort spielt er nervös mit den Henkeln. Die wenigsten Männer tragen Tasche, Aktenkoffer ja, aber Lena fällt niemand ein, der solch eine Tasche trägt. Doch sie findet, dass es zu ihm passt. Er hat schlanke lange Hände und sauber geschnittene Fingernägel. Es lässt darauf schließen, dass er im Büro arbeitet. Sein Gesicht wirkt sanft, kein Bartwuchs zu sehen. Sein Anblick berührt etwas in ihr.

Starke Kiefermuskeln mahlen und dann spricht er. „Miss Luthor, wegen des Interviews. Ich kann das leider nicht machen.“

Die Worte hallen durch das Büro und sacken dann schwer auf ihren Schultern nieder. Mr. Danvers schuldiger Gesichtsausdruck lässt keinen Zweifel offen, dass sie ihn richtig verstanden hat. Deswegen ist er zu ihr gekommen. Lena versucht, sich ruhig zu zeigen, wenngleich in ihrem Inneren sich ein Sturm zusammenbraut. Es ist die Abfuhr überhaupt, wahrscheinlich die Größte, die sie jemals erhalten hat.

„Es ist ein einmaliges Angebot, darf ich fragen, warum sie ablehnen?“

Er kaut einen Moment auf seiner Unterlippe. „Ich lehne nicht direkt ab. Aber ich werde das Interview nicht führen können. Ich verlasse die Stadt, eigentlich das Land. Ich werde weit weg sein und dort für eine Weile leben.“

„Sie klingen, als wären sie auf der Flucht.“ Lena lacht, ohne zu lachen. Es klingt wie eine Ausrede. Lena nimmt an, dass es nicht die Wahrheit ist. Sie kann erkennen, wenn sie an angelogen wird. Aber warum? Weshalb möchte er seine Karriere nicht puschen. Er wäre der Erste.  

Herr Danvers lacht nervös und spielt mit seiner Brille. Gott, dieser Tick muss ihm lästig sein. Was eben noch charmant war, nervt sie plötzlich. Lena möchte wissen, was er verschweigt. Und zudem nervt sie ein piepsen, dass wiederholt aus seiner Tasche ertönt. Es irritiert sie zusätzlich und lässt ihre wirbelnden Gedanken nicht ordnen.

„In ihrer Tasche piepst es,“ bekundet Lena, dass Offensichtliche, nachdem Mr. Danvers nichts unternimmt, das lästige Geräusch abzustellen. Lena muss sich konzentrieren. Das Gespräch zurück in ihre Hände bekommen, sie möchte als Gewinnerin daraus Hervorkommen und nicht mit der Empfindung, dass sie soeben auf höchster Stufe abserviert wurde.

„Wollen sie nicht nachsehen, es scheint dringend,“ drängt sie.

„Entschuldigung“ murmelt er und kramt in seiner Tasche. Dabei räumt er ein paar Sachen aus dem Weg. Ein Notizbuch kommt zum Vorschein, welches er auf den Tisch ablegt. Daneben einen rosafarbenen Stift. Ist das ein Flamingo? Mit einer triumphierenden Geste zieht er sein Handy heraus.

Lena betrachtet lange Wimper, während er liest. Nervös rutscht er auf einem Stuhl herum und im Hintergrund beginnen Sirenen zu heulen. Diese verursachen noch mehr Lärm und Lena spürt den Beginn einer Migräne. Sie möchte aufstehen und das gekippte Fenster schließen, andererseits kommt es ihr eigenartig vor. Als wäre da draußen ein Unfall und Lena würde ihn ignorieren, als wäre ihr gleichgültig, was den Menschen passiert.

Herr Danvers behält das Handy in seiner Hand und hängt sich die Tasche um. Seine blauen Augen blicken auf, erstmal ehrlich und voller Reue.

„Es kam etwas dazwischen. Es ist ein Notfall, ich muss gehen.“

Lena spürt es. Ihr schwimmen die Fälle davon. Nein denkt Lena „In Ordnung,“ sagt sie, völlig perplex.

Die Sirenen werden lauter und Lena steht nun doch auf, um den Lärm zu auszuschließen. Wann wird er abreisen? Sie könnten den Termin verschieben. Vielleicht könnte sie auch zu ihm reisen. Wo wird Mr. Danvers sich überhaupt aufhalten? Sie sollten sich nochmals treffen.

Als sie sich umdreht, ist Herr Danvers bereits fort.

Das Notizbuch liegt vergessen am Tisch, daneben der Stift. In der Tat ein rosafarbener Flamingo.

„Warten Sie Mister Danvers.“

Lena ist aus der Tür raus, ehe sie denken kann. Der Gang ist leer. Jess Schreibtisch ist unbesetzt. Sie blickt zu den Aufzügen, es war unmöglich, dass er so schnell einen erwischt hätte. Nein. Beide Aufzüge sind da.

Wo ist Mister Danvers? Gerade eben war er noch hier. Die Toilette, am anderen Ende des Flurs ist zu weit entfernt, das Treppenhaus ebenso. Es waren nur Sekunden vergangen, seit seinem Gehen.

Verwirrt dreht sie sich um. Da ist eine Bewegung im Kopierraum und die Tür steht offen. Die Kammer ist kaum mehr benutzt. Drucker und Fax ein Symbol, früherer Zeit.

Lena starrt auf das Fenster. Es ist geöffnet und ein rotes Cape klettert hinaus. Blonde lange Haare wehen im Wind, ehe die Gestalt in der Luft ist.

Ein Trick?

Lena kennt Supergirl nicht persönlich, sie haben sich niemals gesehen, doch sie ist sich sicher. Die berühmte Silhouette fliegt in den Himmel.

Lena starrt auf das offene Fenster. Die Sirenen. Blondes kräftiges Haar. Blaue Augen. Mr. Danvers. Flamingo. Supergirl.

Ist sie gerade zufällig auf das größte Geheimnis in National City gestoßen. Sie, Lena Luthor??

Der absurde Gedanke bleibt, wird zur Erkenntnis.

Karl Danvers ist Supergirl.
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