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Script of love

von sunrise82
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
28.07.2021
19.09.2021
54
69.912
17
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
15.09.2021 926
 
„Wir… müssen… reden“, diese Worte, gepaart mit seinem Gemütszustand, bescheren Jenn ein unangenehmes Gefühl. Schweigend gehen sie ins Wohnzimmer, wo sie sich setzt. Matt tigert unruhig vor ihr hin und her. Was kommt denn jetzt, fragt sie sich. Bevor sie dies laut aussprechen kann, sieht Matt sie mit traurigen Augen an „Ich… war bei Logan…“, dies alleine beschert Jenn eine Gänsehaut, in ihr drin verkrampft sich alles „Über deinen Manager, habe ich mit dir reden wollen Matthew… ich…“, er sieht sie vorwurfsvoll an, bringt sie damit zum Schweigen.

Unsicher und verwirrt, sieht sie zu, wie Matt etwas aus seiner Tasche holt. Es regelrecht vor ihr auf den Tisch knallt „Kannst du mir sagen, was das soll Jenn?!“, ja er ist lauter geworden. Mit zittrigen Händen, nimmt Jenn die Bilder an sich. Ihr bleibt fast das Herz stehen, das ist der Kerl, der sie damals im Club angemacht hat. Dabei scheint wohl dieses Bild entstanden zu sein. Aber die anderen, sie war zwar da an den Orten, auch die Kleidung stimmt. Nur sie ist immer alleine gewesen. Dennoch sehen diese Fotos echt aus, wüsste sie es nicht besser.

Kraftlos lässt sie die Bilder fallen, getraut sich kaum ihren Blick zu heben. Dennoch tut Jenn es, sieht in die traurigen und auch wütenden Augen von Matt. Er schweigt, was fast noch schlimmer ist, als wenn er sie anschreien würde „Ich… das…“, sie schüttelt den Kopf, ihr fehlen schlichtweg die Worte „Das… die Bilder sind nicht echt…“, versucht Jenn einen Versuch. Sie hört wie Matt schnaubt „Sag mir, dass du diesem Kerl nie begegnet bist Jenn. Sei ehrlich zu mir“, seine Stimme ist leise und schneidend. Am liebsten würde sie losschreien „Logan… dieser…“- „Stopp Jenn… es geht hier nicht um meinen Manager. Sag mir nur, ob du diesem Kerl begegnet bist“, unterbricht er sie wirsch.

Nein, dass alles kann doch nicht wahr sein, schiesst es durch ihren Kopf, den sie unmerklich schüttelt „Ich… bin ihm im Club begegnet… aber…“- „Das reicht! Weiter brauchst du nichts zu sagen Jenn. Ich will es gar nicht hören… wie konntest du nur?! Ich dachte du liebst mich…“, seine Stimme klingt belegt und erstickt. Jenn springt auf, möchte zu ihm. Doch er macht eine abwehrende Geste, sie kann sehen, wie seine Augen verdächtig glänzen. Nicht nur die seinen, nein auch sie ist den Tränen nahe. Seine Worte sind wie Dolchstösse, welche sich in ihr Herz bohren.

Sie versucht den dicken Kloss in ihrem Hals runterzuschlucken „Wie kannst du nur so etwa denken Matthew… das verletzt mich… ich… dieser Kerl“- „Stopp! Bitte ich will nichts mehr hören. Ich verletze dich… die Bilder sprechen wohl eine andere Sprache. Einem… dem würde ich keinen Glauben schenken, aber es sind so viele und Logan hat mir noch nicht einmal alle gezeigt… und jetzt bitte verlasse mein Haus. Nimm deine Sachen, Jack wird dich fahren. Ich brauche frische Luft…“, schon stürmt er raus. Lässt Jenn verzweifelt zurück. Sie sollte ihm nach, um ihn kämpfen.

Aber dafür waren seine Worte zu verletzend. Wie kann er nur sowas denken, ja die Bilder sehen selbst für sie echt aus. Aber das er so an ihrer Liebe zweifelt, sie nicht einmal sich erklären lässt. Das ist zu viel für Jenn, mit weichen Knien, geht Jenn die Treppen hoch. Noch nie war ihr das so schwer und schmerzhaft vorgekommen. Logan dieser verdammte Mistkerl hat es geschafft. Warum nur hat sie nicht mit Matt geredet, das hat sie nun davon. Nur das ein Mensch so niederträchtig sein kann, hätte sie nicht gedacht. Gegen Worte wäre sie wohl angekommen, nicht aber gegen diese Fotos.

Immer wieder schütteln sie leise Schluchzer durch. Aber sie will jetzt nicht weinen, auch wenn ihr danach ist. Packt mit einem mehr als schlechten Gefühl ihre Sachen zusammen. Sie will mit Matt reden, zugleich hat er sie mit seinem Verhalten zu sehr verletzt. So steht er also zu ihrer Liebe, oder besser gesagt, stand. Sie weiss nicht, was sie schlimmer findet. Logans verhalten oder Matts. Sie kann ihn verstehen, aber zugleich sollte er doch genug Vertrauen in sie haben, dass er ihr wenigstens zuhört. Ihre Sicht anhört.

Die Taschen fühlen sich schwer in ihrer Hand an. Noch schwerer ist der Gang runter und zur Tür raus. War es das wirklich, soll das alles so Enden. Es sieht danach aus, von Matt ist weit und breit nichts zu sehen. Der schwarze SUV steht bereit, ein besorgter Jack steht da „Alles okay?“, kommt es leise von ihm, als er ihr die Tür öffnet. Eine blöde Frage, er kann selber sehen, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Jenn schüttelt nur den Kopf, bleibt aber stumm. Sie ist im Moment zu nichts fähig, fühlt sich in diesem Alptraum gefangen. Nur erwachen tut sie nicht.

Heute Morgen war doch noch alles in Ordnung und nun liegt ihre Beziehung in Trümmern vor ihr. Genau so fühlt sich auch ihr Herz an, als wäre es in tausend Teile zersprungen. Jenn hat gefühlt keine Kraft mehr für irgendetwas. Lässt es sogar zu, dass Jack ihr die Tasche in ihre Wohnung hochträgt „Kann ich noch etwas für dich tun?“, wieder ist ein Kopfschütteln ihre Antwort „Du kannst mich anrufen, dass weisst du hoffentlich Jenn?“, dieses Mal nickt sie. Eine leises „Danke“, entweicht ihrer wie zugeschnürten Kehle. Widerwillig verlässt Jack ihre Wohnung.

Kaum hört Jenn wie die Türe ins Schloss fällt, brechen bei ihr alle Dämme. Bis jetzt konnte sie alles zurückhalten, dafür bricht es jetzt über sie herein, wie eine viel zu grosse Welle. Schlapp fällt sie schon fast auf das Sofa, lässt all ihre Emotionen raus.
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