Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Gegen alle Widerstände

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Samu Haber
27.07.2021
11.02.2022
25
55.614
15
Alle Kapitel
111 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
18.10.2021 2.733
 
Hallo Ihr Lieben,

hier geht es weiter. Danke für eure Rückmeldungen. Es ist das größte Lob für mich, eure Meinung zu bekommen.

Völlig außer Atem bog Maxime in den Gang zu Samus Zimmer ein. Er hatte die Treppe genommen, hatte nicht auf den Aufzug warten wollen, hatte zwei Stufen auf einmal genommen. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und das Blut rauschte in seinen Ohren. Vor Samus Zimmer sah er Mikko und Riku, der wie ein Häufchen Elend auf einem Stuhl hockte. Er sprang auf als Maxime die Beiden erreichte. „Es tut mir so leid, Maxime!“, er fuhr sich übers Gesicht, „ich wusste nicht, dass….“ „Du kannst nichts dafür, Riku. Wir hätten das Samu nicht verschweigen dürfen.“, Maxime legte Riku eine Hand auf die Schulter. Mikko nickte. „Professor Suovi ist gerade bei ihm. Er ist vor zehn Minuten wach geworden.“, sagte er als auch schon die Tür aufging und der Arzt heraustrat. „Alles okay.“, Ilari sah Maxime an, „ich habe mit Herrn Haber gesprochen, er hat sich soweit beruhigt. Ich habe ihm erklärt, dass eine Entzündung der Stimmbänder möglich ist, wir das aber abwarten müssen bis die Angina abgeklungen ist und wir bis hierhin schon medikamentös richtig behandelt haben. In ein paar Tagen wissen wir mehr, auch wenn das gerade eine sehr schwere Situation für Herrn Haber ist, wir müssen einfach abwarten. Er hat nach Ihnen gefragt. Gehen Sie zu ihm. In drei Stunden geht’s ins MRT. Bis nachher.“, der Professor nickte Riku und Mikko zu und verschwand den Gang runter.

Samu angelte sein Handy vom Nachttisch. Maxime, dachte er, ich brauche dich. Er hatte den Gedanken kaum zu Ende gedacht als die Tür aufging und Maxime hereinkam. Ihre Blicke trafen sich und Samu lächelte, er klopfte auf sein Bett und Maxime setzte sich zu ihm und nahm Samus Hand. „Es tut mir leid.“, sagte er. Samu schüttelte den Kopf. „Nicht mehr entschuldigen, halt mich einfach fest.“, flüsterte Samu, obwohl Professor Suovi ihm das verboten hatte, aber er musste Maxime jetzt ein paar Sachen sagen. Maxime zog seinen Freund in seine Arme und hielt ihn fest. „Du kannst mich nicht vor allem beschützen, Max. Du bist nicht schuld an dieser Entführung und an den Folgen, okay? Ich liebe dich egal was noch passiert.“, Samu schluckte. Maxime umschloss Samu noch fester mit seinen Armen. „Ich liebe dich auch.“ Minutenlang hielten die Beiden sich fest ehe Maxime Samu aus seinen Armen entließ. Dieser lehnte sich zurück und strich seinem Freund über die Wange. Er war müde, das Beruhigungsmittel wirkte noch nach und auch mental war er erschöpft. „Schlaf noch ein bisschen.“, Maxime küsste Samu sanft, der die Augen schloss und bis zum MRT tief und fest schlief.

Innerhalb der nächsten Tage ging das Fieber zurück, die Angina klang ab. Das MRT hatte bestätigt, dass Samus Schulter nicht schwerer verletzt worden war, die Schulter brauchte Schonung und würde sich komplett erholen. Die Wunden an den Handgelenken heilten ebenso ab, brauchten aber auch noch Zeit. Maxime verbrachte jede freie Minute bei Samu, der ihn jedoch dazu nötigte, sich auch um seine Firma und andere Belange zu kümmern. Auch Eve, Sanna, Mikko, die restlichen Jungs der Band und Samus Freund Siim waren für Samu da.
Maxime hatte mittlerweile mit Sven gesprochen, der seine Aussage aufgenommen hatte. Samu hatte der Kommissar bisher verschont. Pekka hatte schnell alles gestanden und so konnte auch Jari Koskinen nichts mehr leugnen. Beide würden bis zum Prozess in Haft bleiben. Maxime konnte die Sorgen nicht ganz unterdrücken, wie Samu diesen Prozess, der da irgendwann stattfinden würde, verkraften würde und spätestens dann würde auch die Presse Wind von der ganzen Sache bekommen, aber im Moment gab es erst einmal anderes zu klären. Samu hatte auch noch kein Wort über die Geschehnisse verloren. Zum einen sollte er natürlich seine Stimme schonen, zum anderen überging er dieses Thema aber auch. Professor Suovi hatte Maxime nahegelegt, sobald Samu wieder richtig sprechen durfte, ihn dazu zu bewegen, über seine Erlebnisse zu sprechen.

Unruhig tigerte Maxime ein paar Tage später vor dem OP hin und her. Heute war die Stunde der Wahrheit. Professor Suovi hatte sich in Absprache mit dem HNO-Arzt für eine Laryngoskopie entschieden. So war eine genaue Diagnose möglich und eventuelle Knötchen auf den Stimmbändern konnten gleich entfernt werden. Nötig war für diese Untersuchung eine Vollnarkose. „Chef, jetzt setz dich doch mal hin, du machst uns alle ganz nervös.“, Juri schüttelte den Kopf. Er saß mit Mikko, Riku und Eve auf den Stühlen, die vor dem OP aufgestellt waren. Ehe Maxime etwas antworten konnte, schwang die Tür auf und Professor Suovi trat mit einem jungen Arzt heraus. Maxime stürzte auf ihn zu und Ilari hob lächelnd die Hand. „Alles gut, Herr Korhonen. Kehlkopf und Stimmbänder sind völlig in Ordnung und haben keinen Schaden durch die Angina erlitten. Und ich habe noch eine gute Nachricht. Sie dürfen Ihren Lebensgefährten morgen mit nach Hause nehmen, die weitere Behandlung kann der Hausarzt übernehmen. Heute will ich ihn noch ein bisschen im Auge behalten nach der Narkose. Ich komme nachher noch einmal, wenn Herr Haber richtig wach ist. Er ist jetzt auf seinem Zimmer, Sie dürfen ihm die gute Nachricht selbst überbringen. Bis nachher!“, Ilari zwinkerte Juri noch zu und verabschiedete sich dann auch von den anderen.
Maxime atmete tief durch, eine große Last fiel von seinen Schultern. Lächelnd drehte er sich herum und fand sich im nächsten Moment in Eves Armen wieder. Erleichtert sahen sich auch Mikko und Riku an. „Ich rufe mal Raul an, der sitzt mit Sami und Osmo auf heißen Kohlen.“, Riku zog sein Handy aus der Hosentasche und ging nach draußen. „Jetzt geh schon zu ihm!“, Juri grinste, „ich hole euch morgen ab.“ Maxime nickte. „Ich frage Samu, wo er hinmöchte, aber ich vermute mal ins Haus.“, Maxime drückte Eve einen Kuss auf die Wange. „Juri fährt mich nach Hause. Ich sehe euch morgen!“, sagte diese und drückte noch einmal Maximes Hand.

„Samu!“ Samu fühlte eine Hand, die durch seine Haare strich. „Samu!“, weiche Lippen legten sich auf seine. Samu blinzelte, musste sich kurz orientieren und sah dann in Maximes lächelndes Gesicht. „Hey, alles okay?“, Maxime strich über Samus Wange. „Was….was ist rausgekommen?“, Samu fühlte sich noch ganz benommen. Maximes Lächeln wurde breiter. „Alles in Ordnung. Deine Stimmbänder und dein Kehlkopf sind völlig in Ordnung, die haben nichts abbekommen.“ Samu schloss die Augen, er fühlte ein ganzes Gebirge von seinem Herzen fallen, dann sah er seinen Freund wieder an und erwiderte das Lächeln. „Ich habe noch eine gute Nachricht.“, Maxime strahlte, „du darfst morgen nach Hause.“ „Echt?“, Samu griff nach Maximes Hand, „das ist toll.“, so langsam wurde es in seinem Kopf auch klarer. „Juri holt uns ab morgen. Wo möchtest du hin?“, fragte Maxime und fuhr mit dem Daumen über Samus Handrücken. „Ins Haus….ich möchte ins Haus. Wenn das für dich okay ist.“, Samu schluckte, sein Hals brannte irgendwie doch noch. „Das komische Gefühl im Hals kommt von der Untersuchung, das vergeht, sagt der Professor. Überanstrenge deine Stimme trotzdem noch nicht, braucht alles noch ein bisschen Zeit.“, Maxime zog Samus Hand an seine Lippen., „der Professor kommt nachher nochmal. Ich habe Kristof schon Bescheid gegeben, dass du nach Hause kannst. Er kommt übermorgen zu uns.“ „Hm“, Samu blinzelte, er war noch ganz schön müde. Lächelnd fuhr ihm Maxime durch die Haare. „Schlaf dich aus. Ich bin hier!“ Samu fielen die Augen zu. Maxime atmete tief durch. Glück gehabt, wir haben großes Glück gehabt.

Juri warf einen Blick in den Rückspiegel als er an einer roten Ampel halten musste. Er beobachtete Samu, der gedankenverloren aus dem Fenster sah, eine Hand fest mit der von Maxime verschränkt. Ende der Schonfrist, Rockstar, dachte Juri, wird Zeit, dass du aus deinem Schneckenhaus kommst. Die Ampel schaltete wieder auf grün und Juri fuhr wieder los. Nach zwanzig Minuten kamen sie am Haus an, wo Rosa aus der Tür stürzte, kaum, dass das Auto gehalten hatte. „Samu!“, sie zog Samu in eine feste Umarmung, der die kleine Frau mit dem rechten Arm umschlang. „Ich bin so froh, dass du wieder zu Hause bist.“, Rosa schob Samu ein Stück von sich weg und sah ihn an, „ich habe dein Lieblingsessen gekocht. Du musst essen, Junge!“ Samu grinste. Diese Glucke, dachte er, sagte dann aber, „Danke Rosa.“ „Okay, jetzt lass Samu erstmal ankommen. Lasst uns reingehen.“, Maxime schob Samu vor sich her ins Haus, „du solltest dich dann auch wieder hinlegen. Du hast gehört, was Professor Suovi gesagt hat.“ Samu verdrehte die Augen und Juri konnte ein Grinsen nicht unterdrücken.

Am nächsten Morgen kam Maxime in die Küche, wo Juri und Suse am Tisch vor einer Tasse Kaffee saßen. Rosa war zum Einkaufen gefahren. „Guten Morgen! Suse, ich bin gleich bei dir, dann sehen wir uns die Pläne des Gartenbauers an. Ich muss nur erst.“, Maxime sah sich suchend um, „ah, da ist sie ja.“, er griff nach einer Tüte, die auf der Arbeitsplatte stand, „ich muss nur erst Samus Handgelenke neu verbinden.“ Er blickte in die Tüte mit dem Verbandsmaterial, welches sie vom Krankenhaus mitbekommen hatten und sah ziemlich ratlos aus. Juri schmunzelte und stand auf. „Gib her Chef, ich mach das ehe du Samu noch gänzlich einwickelst.“ „Okay“, Maxime reichte Juri die Tüte und fragte sich einmal mehr, wer der Mann war, der seit 20 Jahren an seiner Seite war. „Samu ist grad noch im Bad, müsste jeden Moment hier sein.“, Maxime schenkte sich jetzt auch einen Kaffee ein und setzte sich zu Suse an den Tisch, „na dann zeig mal, was der Experte sich so ausgedacht hat und ob wir damit einverstanden sind.“ Suse rückte an Maxime heran und breitete die Pläne des Gartenarchitekten aus.
Zehn Minuten später kam Samu in Shirt und Jogginghose in die Küche. „Moi!“, sagte er. „Guten Morgen!“, sagten Juri und Suse wie aus einem Munde. Juri deutete auf einen Stuhl. „Setz dich, dann kümmere ich mich um deine Handgelenke.“ Samu ließ sich auf den Stuhl fallen und schielte sehnsüchtig zur Kaffeemaschine. Grinsend nahm Juri eine Tasse aus dem Schrank und füllte sie mit Kaffee. „Bitte sehr!“, er stellte die Tasse auf den Tisch, zog sich dann einen Stuhl heran und setzte sich Samu gegenüber. Vorsichtig griff er nach Samus rechtem Handgelenk und entfernte behutsam den Verband, der beim Duschen nass geworden war. „Sieht doch ganz gut aus.“, er besah sich die Wunden, „das heilt gut ab, da wird auch nichts zurückbleiben.“ „Hm.“, Samu griff mit der anderen Hand nach seiner Tasse und Juri sah, dass diese zitterte. Er spürte genau, wie Samu krampfhaft versuchte, sich zu entspannen.
Juri wartete bis Samu die Tasse zurück auf den Tisch gestellt hatte und entfernte dann den Verband vom linken Handgelenk. „War das entzündet?“, fragte er und sah Samu an. „Ein bisschen.“, nuschelte der, „da muss diese Salbe drauf.“ „Okay“, Juri fischte die Salbe aus der Tüte, „Kabelbinder schneiden tief in die Haut ein.“, sagte er beiläufig und Samu zuckte zusammen. Treffer, dachte Juri und wechselte einen Blick mit Suse, die die Beiden unauffällig beobachtete während Maxime die Pläne für seinen Garten studierte. Vorsichtig trug Juri die Salbe auf die Wunden auf Samus Handgelenk auf und verband es dann fachmännisch. Sanft nahm er dann Samus andere Hand in seine. Eiskalt, stellte er fest. Auch hier trug er die Salbe auf. „Zum Glück wird wirklich nichts zurückbleiben, obwohl du ja auch noch an diesem Haken gehangen hast und die Dinger noch mehr in deine Haut geschnitten haben. Was macht denn deine Schulter? Die linke, oder? Ist das davon oder war da noch mehr?“, Juri sah auf und direkt in Samus blaue Augen, die panisch aufgerissen waren. Samu entzog Juri abrupt sein Handgelenk und wollte aufstehen. Der fasste ihn sanft, aber bestimmt an den Oberarmen und drückte ihn auf den Stuhl zurück. „Bleib hier! Lauf nicht weg!“
Jetzt wurde auch Maxime auf die Szene aufmerksam. Verwirrt sah er auf Juri und Samu und sah, wie heftig Samus Atmung ging. „Äh was….?“, Maxime wollte aufstehen als Suse ihm eine Hand auf den Unterarm legte. „Warte! Vertrau Juri, er weiß, was er tut.“ Unsicher sah Maxime Suse an, setzte sich dann aber wieder hin.
„Ganz ruhig, alles ist gut!“, Juri nahm wieder Samus Hand, „lass mich das hier noch fertig machen und der Zeit erzählst du mir, was in den Tagen passiert ist. Versuch es, Samu. Hinterher geht’s dir besser.“ Samu schüttelte den Kopf, ließ aber zu, dass Juri sich wieder um die Wundversorgung kümmerte. Juri ließ Samu einen Moment Zeit, sich zu sammeln, er sah, wie es in diesem arbeitete. Komm schon, dachte er, lass es raus.
Er griff nach dem Verband aus der Tüte und sah den Lebensgefährten seines Chefs an. „Finde den Mut, sprich es aus und es kann dir nicht mehr so weh tun. Was ist passiert, nachdem du dein Auto bei Kristof geparkt hast, hm?“ Samu schluckte, er wollte es ja, er wollte darüber sprechen, wollte Maxime alles erzählen und wollte sich dann von diesem in die Arme nehmen lassen, aber irgendetwas blockierte in ihm. „Ich….ich….ähm..“, Samu räusperte sich. Er hob seinen Blick und sah in Juris Gesicht. Überrascht stellte er fest, wie viel Wärme in Juris Blick lag, wieviel Zuversicht dieser ihm zu geben schien. Wo sonst, wenn nicht hier und bei diesen Menschen konnte er sich fallen lassen und öffnen? Samu straffte die Schultern, er fixierte Juris Blick und dann purzelte alles aus ihm heraus. Wie Jari und Pekka ihn auf dem Parkplatz überwältigt hatten, wie er in dieser Halle wieder zu sich gekommen war und dort buchstäblich von der Decke gehangen hatte……er ließ nichts aus und dann war plötzlich Stille. Samu verbarg das Gesicht in den Händen, ein Schluchzer entwich ihm.
Juri gab Maxime ein Zeichen, der sofort verstand. Er stand auf und ging zu seinem Freund rüber. Juri trat zur Seite und verließ dann leise mit seiner Frau die Küche. Maxime hockte sich vor Samu und zog ihn vorsichtig in seine Arme. Sanft streichelte er ihm über den Rücken und kämpfte dabei selbst mit den Tränen. „Ich….ich…“, Samu löste sich von Maxime und versuchte ruhiger zu atmen, „ich…hatte solche Angst, dass ich dich nie mehr wiedersehe, dass die dir was antun oder mich umbringen. Angst….ich hatte noch nie solche Angst.“ Sanft nahm Maxime Samus Gesicht in seine Hände. „Ich auch nicht! Ich hätte es nicht ertragen, dich zu verlieren. Es tut mir leid, dass du das erleben musstest. Ich weiß, ich bin nicht schuld, dass habe ich mittlerweile auch verstanden, aber trotzdem musstest du das alles ertragen, weil es dabei um mich ging und das muss ich tatsächlich erst einmal verarbeiten so wie du verarbeiten musst, was die dir angetan haben.“, Maxime küsste Samu sanft und spürte dabei dessen Tränen, „wir haben trotz allem Glück gehabt, dass es so aus gegangen ist, dass Juri dich gefunden hat. Ich weiß nicht, was dieser Koskinen noch getan hätte, der ist unberechenbar. Ich liebe dich und zusammen schaffen wir das!“ Samu nickte, er konnte grad nichts sagen, Tränen bahnten sich unaufhörlich ihren Weg. Erneut zog Maxime ihn in seine Arme. „Lass es raus, ich hab dich!“, flüsterte er.
Diese Worte gaben Samu den Rest. All die angestauten Emotionen, Gefühle und Ängste, auch die Angst um seine Stimme, bahnten sich ihren Weg nach draußen und ließen Samu in Maximes Armen weinen und Maxime ließ seinen Freund weinen. Nach einer gefühlten Ewigkeit beruhigte sich Samu. Maxime zog ihn sanft nach oben und bugsierte ihn ins Schlafzimmer, wo er ihn aufs Bett drückte. Samus Körper fühlte sich schwer an und doch hatte er das Gefühl, von einer Last befreit zu sein und nun war er erschöpft, vollkommen erschöpft. Maxime half ihm aus der Jogginghose. „Leg dich hin und ruh dich aus.“, Maxime drückte Samu in die Waagerechte und deckte ihn zu, „ich bin gleich bei dir.“, er küsste Samu sanft und verließ das Schlafzimmer. Er eilte die Treppe nach unten in die Küche, um eine Flasche Wasser zu holen. In der Küche traf er auf Rosa und Juri, der Rosa geholfen hatte, die Einkäufe ins Haus zu tragen.
Maximes und Juris Blicke trafen sich. „Wie geht’s ihm?“, fragte Juri. „Sehr erschöpft, aber ich glaube auch, erleichtert. Ich habe ihn ins Bett verfrachtet, er muss sich ausruhen.“, Maxime musterte Juri, „ich weiß nicht, was das gerade war, aber du hast das richtige Gefühl gehabt, wieder einmal.“ „Es wird Zeit für die Wahrheit, Juri!“, Rosa zwinkerte Juri zu, der nickte. „Ja, aber ich möchte, dass Samu die auch hört.“
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast