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Gegen alle Widerstände

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Samu Haber
27.07.2021
11.02.2022
25
55.614
15
Alle Kapitel
111 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
17.09.2021 2.836
 
Guten Morgen,

kommt das neue Kapitel. Danke für die so tollen lieben Reviews. Ich freue mich da so sehr drüber. Viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

„Gut, dann sehen wir uns nächste Woche.“, Hanno reichte Samu die Hand, „denk bis dahin drüber nach, was dich außerhalb deines Jobs ausfüllen könnte.“ „Hm!“, Samu fuhr sich durch die Haare. „Setz dich nochmal bitte!“, Samus Therapeut wies auf den Sessel, auf dem Samu gerade noch gesessen hatte. Widerwillig ließ sich Samu darauf fallen, Hanno nahm gegenüber Platz. „Samu, wenn du dich der Therapie verschließt, dann kann ich dir nicht helfen. Du musst dich mental auf deine Auszeit einlassen, sonst kann dein Körper sich nicht erholen.“, Hanno sah Samu an. „Ich weiß, aber ich…ich fühl mich wie…..wie ein Zug, der plötzlich entgleist ist. Ich hatte überhaupt keine Gelegenheit, selbst zu entscheiden, wie die nächste Zeit aussehen soll. Ich bin einfach aus meinem Leben gekickt worden.“, Samu schluckte. „Ich verstehe schon und du solltest mit Mikko darüber sprechen, was ihn dazu bewogen hat, so zu handeln. Hör ihm zu und dann sage ihm aber auch, was du dabei gefühlt hast, okay?“ Hanno stand wieder auf, „dann bis nächste Woche?“ Samu nickte. „Bis nächste Woche.“
Als Samu auf die Straße trat, holte er tief Luft und saugte die frische Luft ein. Es war ein sonniger Tag, auch wenn es noch ziemlich kalt war. Samu hielt sein Gesicht der Sonne entgegen und schloss einen Moment die Augen als sein Handy klingelte. Mikko zeigte das Display. Kurz zögerte Samu, dann drückte er das Gespräch weg, gerade konnte er nicht rangehen. Hanno hatte ihn gerade genug gefordert, er brauchte erstmal eine Pause ehe er sich diesem Gespräch stellen konnte.
In diesem Moment bog ein Auto um die Ecke und hielt neben Samu am Straßenrand. Samu stieg ein und sah in das lächelnde Gesicht seines besten Freundes. „Alles klar?“ „Alles klar!“, Samu schnallte sich an, „ich kann dann aber auch wieder selbst Auto fahren.“ „Na ja, ich weiß nicht, mit deinem Schwindel noch ab und an.“, zweifelnd sah Riku Samu an, der die Augen verdrehte. „Hast du dich mit Maxime verbündet?“ Riku lachte. „Nein, darauf bin ich selbst gekommen. Also gehen wir noch was essen?“ Samu seufzte. „Wo denn? So richtig kann ich noch nicht alles essen.“ „Dann fahren wir jetzt in deine Wohnung und ich koche was.“, Riku lenkte das Auto auf die Straße. „Du kochst?? Ich bin tot.“, Samu lachte und kassierte dafür einen Rippenstoß von Riku.

Zwei Stunden später schob Samu seinen Teller zurück. „Das war gut, danke!“ „Gern geschehen.“, Riku stand auf und stellte die Teller in den Geschirrspüler, dann drehte er sich zu Samu herum, „Kann ich mir noch einen Espresso machen?“ „Na klar. Ich werde es verkraften.“, Samu griff nach seinem Wasserglas, „irgendwann wird das schon wieder gehen.“ „Wie war denn dein letzter Arzttermin?“, Riku setzte sich wieder zu Samu an den Tisch. Der zuckte mit den Schultern. „Ernüchternd.“ „Warum?“, Riku runzelte die Stirn. „Ach“, Samu stand auf und stellte sich ans Fenster, „zu hoher Blutdruck, den Schwindel kriege ich nicht in den Griff, immer wieder mal Fieber…so eben…ich dachte, ich wäre schon weiter.“ „Nach nur etwas über zwei Wochen? Samu!“, Riku stand auf, „das dauert, versteh das doch. Wenn du so dagegen arbeitest, dann machst du es dir nur noch schwerer.“, er strich Samu über den Rücken. „Das sagt mein Therapeut auch.“, Samu drehte sich zu Riku herum, „und Maxime, Mum, Sanna….ich weiß, ihr habt alle recht, aber ich brauch ein bisschen Zeit, um irgendwie mit allem klarzukommen.“ „Die hast du.“, Riku klopfte Samu auf die Schulter, „und mit Maxime alles klar?“
Samu grinste. „Ist das die regelmäßige Kontrollfrage? Alles gut. Er liebt mich, ich liebe ihn, es läuft bestens und der Sex ist der Hammer.“ „Äh danke!!“, Riku hob lachend die Hand, „die Details kannst du mir ersparen.“ „Wir wollen es offiziell machen.“, platzte Samu heraus und Riku starrte ihn mit großen Augen an. „Ihr..ihr..wollt heiraten?“, stammelte er. „Was???“, Samu prustete los, „wie kommst du denn darauf?? Riku, echt..“, Samu plumpste zurück auf seinen Stuhl und schüttelte den Kopf, „nein, ich werde Maxime auf eine Spendengala begleiten als sein Lebensgefährte und dann ist Schluss mit den Spekulationen und wir können uns frei bewegen.“ „Wann ist das?“ „In vier Wochen.“, sagte Samu. „Und das packst du?“, fragte Riku. „Ich denke schon und Maxime ist doch bei mir.“, Samu zwinkerte Riku zu.

Zur gleichen Zeit saß Maxime an seinem Schreibtisch und las sich durch die aktuellen Bauberichte zu seinem neuen Projekt in Lappland. Die Eskapaden seines entlassenen Bauleiters hatten das Projekt um zwei Wochen zurückgeworfen und natürlich musste Maximes Firma den Mehraufwand zahlen und natürlich auch eine Vertragsstrafe würde fällig werden, sollten sie den Rückstand nicht wieder aufholen können. Das können wir verkraften, dachte Maxime, viel wichtiger war, dass er den Kunden nicht verloren hatte. Zum Glück hatte Herr Kristensen allem in allem noch gelassen reagiert, viel zu sehr schätzte er Maxime und dennoch ärgerte sich Maxime über diese dummen Umstände, die Reputation seiner Firma war ihm sehr wichtig und dieses Bauprojekt in Form eines außergewöhnlichen Luxushotels würde ein Prestigeobjekt werden. Schwein gehabt Korhonen, dachte er, dass das nochmal so glimpflich ausgegangen war.
Maxime legte den Stift zur Seite und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Seine Gedanken wanderten zu Samu und ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Wer hätte gedacht, dass in Samu solch ein sanfter und doch auch leidenschaftlicher Liebhaber steckte. Maxime gab nicht gern die Kontrolle ab, aber bei Samu gelang es ihm, sich völlig fallen zu lassen. Auf der anderen Seite genoss er es aber auch, Samu zu verführen, ihn an seine Grenzen zu bringen und ihn dann in völliger Erregung zu sehen. Es war einfach perfekt, dieser Mann war perfekt und oft konnte Maxime sein Glück kaum fassen, dass Samu nun zu ihm gehörte.
Nichtsdestotrotz machte sich Maxime Sorgen. Er wusste, wie sehr Samu momentan noch mit seiner Situation haderte, wie schwer es ihm fiel, zu akzeptieren, dass er diese Pause wirklich brauchte. Und wie er sie braucht, dachte Maxime. Erst gestern Abend hatte er wieder Fieber gehabt und war früh ins Bett gegangen und hatte tatsächlich 12 Stunden am Stück geschlafen. Es braucht einfach Zeit, Maxime seufzte, das wird er akzeptieren müssen.
Maximes Gedanken wurden durch laute Stimmen von draußen unterbrochen. Irritiert sah er auf als auch schon seine Bürotür aufflog und er im ersten Moment nur Suvis aufgeregte Stimme wahrnahm. „Herr Koskinen!!! Sie können doch nicht einfach…“ „Halt die Schnauze!“, brüllte der aufgebrachte Mann, der nun vor Maximes Schreibtisch zum Stehen kam. Jari Koskinen war ein mittelgroßer Mann Ende 40 mit einer bulligen Statur und wenig Haaren. Im ersten Moment war Maxime sprachlos, dann hatte er sich wieder im Griff. „Suvi“, sagte er in einem völlig ruhigen Ton zu seiner Assistentin, „gehen Sie bitte nach draußen und Sie“, er wandte sich an seinen ehemaligen Angestellten, „mäßigen Ihren Ton und die Lautstärke.“ Suvi sah ängstlich zu ihrem Chef, lief dann aber nach draußen, stürzte zu ihrem Schreibtisch ans Telefon und drückte eine Kurzwahltaste.
„Was wollen Sie?“, Maxime machte sich groß hinter seinem Schreibtisch, „ich denke, wir haben alles geklärt.“ „Das denken Sie vielleicht….ich lass mich doch nicht so einfach abservieren…ich will eine Abfindung.“, Koskinen schrie immer noch und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Ich glaube, ich bin Ihnen mehr als genug entgegen gekommen mit den drei Gehältern, die Sie noch ausgezahlt bekommen trotz Ihrer schlechten Leistung. Sie haben das Bauprojekt mehr als gefährdet, meine Firma wird für den Schaden aufkommen müssen und ich hätte beinahe einen meiner besten Kunden verloren.“, Maxime musterte Koskinen, er war sich nicht sicher, ob dieser nicht noch handgreiflich werden würde. „Sie reicher Scheißkerl“, brüllte Jari Koskinen und machte einen Schritt auf Maxime zu.
Im nächsten Augenblick wurde er von hinten gepackt. „Ich denke, Sie gehen jetzt!“, vernahm Maxime Juris tiefe Stimme. „Ich erteile Ihnen Hausverbot!“, die Kälte in Maximes Stimme überraschte Suvi, die wieder im Türrahmen stand. So hatte sie ihren Chef noch nie gesehen. Eisige Mine, aufrechte Körperhaltung, die seine ganze Souveränität ausstrahlte und diese Stimme. „Sollte ich Sie hier noch einmal sehen oder auf einer meiner Baustellen und sollten Sie jemals wieder einen meiner Angestellten beleidigen oder bedrohen, schalte ich die Polizei ein.“, Maxime nickte Juri zu, der den Eindringling mit einem eisernen Griff nach draußen beförderte. „Das werden Sie bereuen Korhonen!“, brüllte Koskinen, „wir sehen uns wieder!“ und dann war er draußen und Suvi schloss schnell die Tür.
„Alles in Ordnung Suvi?“, fragte Maxime sanft und Suvi musste einfach lächeln. Da war er wieder, dieser charmante Mann. „Ja, alles gut. Bei dir auch?“, fragte sie. Maxime nickte. „Ja, danke, dass du Juri angerufen hast, das war sehr clever.“ Suvi lächelte wieder. „Ich dachte, er könnte eine Hilfe sein.“ „Ich hoffe, Herr Koskinen hat verstanden.“, Maxime schüttelte den Kopf, „mach Feierabend Suvi. Ich muss auch los, ich werde erwartet.“. Maximes Augen leuchteten und Suvi musste ein Grinsen unterdrücken. Also wenn das stimmte, was sie in der Zeitung gelesen hatte, dann würden ihre Augen auch leuchten. Samu Haber, was für ein schöner Mann. Die geben sicher ein schönes Paar ab, dachte Suvi, na mal sehen, wie lange ihr Chef noch ein Geheimnis daraus machen würde. „Suvi..Hallo?“ Suvi schreckte aus ihren Gedanken auf. „Ja..äh…sorry.“ „Ich sagte, ich arbeite morgen von Zuhause aus. Wir sehen uns dann am Montag.“ „Alles klar Chef, dann bis Montag!“

„Danke fürs Fahren, Juri.“, sagte Maxime und sah zu Juri rüber, der gerade vor Samus Wohnung geparkt hatte. „Macht es nicht Sinn hier in der Stadt alles in eine Wohnung zu legen?“, Juri schüttelte den Kopf, „wie kann man in einer Straße zwischen zwei Wohnungen pendeln?“ Maxime lachte. „Das ist tatsächlich was dran, aber ich will Samu nicht überfordern. Wie legen so schon ein mächtiges Tempo vor, da will ich nicht gleich vom Zusammenziehen sprechen.“ „Sag mal Chef ehrlich, ihr wohnt doch schon zusammen. Am Wochenende seid ihr im Haus und unter der Woche immer zusammen in einer Wohnung. Na ja, geht mich ja auch nichts an, aber denk mal drüber nach. Du traust dich nur nicht, es auszusprechen, gerade Samu gegenüber. Meinst du, er würde jeden Tag mit dir verbringen bzw. jede Nacht, wenn er das nicht auch wollen würde?“, Juri sah Maxime an, der nachdenklich aus dem Fenster sah und dann nickte. „Du hast nicht Unrecht.“ „Wie geht’s ihm eigentlich? Ich habe ihn die ganze Woche noch nicht gesehen.“, wechselte Juri das Thema. „Hm, noch nicht so gut.  Gestern Abend hatte er wieder Fieber. Er braucht einfach Zeit. Er hat seinen Körper jahrelang überfordert, das löst man nicht in zwei Wochen. Er tut sich noch schwer mit der Situation, obwohl er weiß, dass er keine Wahl hat.“, antwortete Maxime. „Ich kann ihn schon verstehen, aber es ist eben auch nicht zu ändern und wenn es ihm besser geht, dann wird er auch besser damit umgehen können. Chef, wegen heute…versprich mir, dass du aufmerksam bist. Ich habe diesem Koskinen zwar noch einmal ziemlich deutlich gemacht, dass er sich nie wieder blicken lassen soll, aber ich bin nicht sicher, ob er das wirklich verstanden hat. Pass auf und gib mir Bescheid, wenn dir was komisch vorkommt.“, eindringlich sah Juri seinen Chef, der so viel mehr als sein Chef war, an. „Versprochen!“, sagte der ernst. „Okay, und nun troll dich zu deinem Rockstar. Ich hole euch morgen Mittag ab. Rosa kann es kaum erwarten, ihn wieder zu bemuttern.“, Juri grinste und Maxime stieg lachend aus.

„Samu?“, Maxime schloss die Tür und schlüpfte aus seinen Schuhen als er aus dem Musikzimmer Gitarrenklänge hörte. Er klopfte an die Tür und steckte seinen Kopf ins Zimmer. Samu saß auf der kleinen Couch und spielte auf seiner Gitarre, auf dem Boden lagen Unmengen bekritzelter Zettel. Samu sah auf und hörte auf zu spielen. „Hey, schon da? Alles in Ordnung?“ Maxime trat auf ihn zu und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Ich hatte Sehnsucht.“, er wies auf die Zettel am Boden, „neue Songidee?“ Samu nickte, zögerte kurz, dann sah er Maxime an. „Möchtest du es hören? Aber ist noch nicht fertig.“ Maximes Augen wurden groß. „Sehr gern.“, er setzte sich neben Samu auf die Couch, der die Gitarre wieder aufnahm und anfing zu spielen. Als seine Stimme einsetzte, überzog Maxime eine Gänsehaut. Wie gebannt hing Maxime an Samus Lippen.

Boots underneath my bed, tired and worn
Don't remember where they've been
Still wet from the storm
Strangers outside my door
Voices I don't know
No one will miss or think of me
Whenever I am gone

The moment I close my eyes
And you come to me
I know that I am not alone
And never will be
Home is where ever I am
When I feel you with me
They'll never take that away
Cause you are home to me

Samu verstummte, unsicher sah er seinen Freund an. „Gefällts dir?“ „Wundervoll Samu!“, Maxime griff nach der Hand seines Freundes. „Der Song ist für dich.“, flüsterte Samu, „Home….ich bin endlich Zuhause..bei dir…“ Maxime schluckte, gerade fehlten ihm die Worte, dann räusperte er sich. „So etwas wundervolles hat noch nie jemand für mich getan. Ich liebe dich, Samu und ja, ich bin auch angekommen bei dir, ich möchte nie mehr woanders sein.“ Ein sanfter Kuss folgte, aller Stress fiel von Maxime ab, er fokussierte sich komplett auf seinen Freund. Er beendete den Kuss. Vorsichtig nahm er Samu die Gitarre aus der Hand und legte sie behutsam auf all die Zettel. Er drückte Samu auf die Couch und griff nach dem Saum seines Shirts. „Zieh es aus!“, raunte er. Er half Samu aus dem Shirt und ließ seinen Blick dann über dessen Oberkörper gleiten. „Du bist der schönste Mann auf Erden.“, flüsterte er und sah Samu eindringlich an. Einen Moment hielten sie Blickkontakt als Samu das Lachen nicht mehr unterdrücken konnte. „Jetzt übertreibst du aber.“, gluckste er. „Tu ich nicht und jetzt halt den Mund und lass dich verwöhnen.“, Maxime öffnete den Gürtel von Samus Jeans.

Einen berauschenden Höhepunkt und eine Dusche später saßen Maxime und Samu in der Küche am Tisch. „Nudeln kochen, kannst du echt gut und das hält mein Magen auch gut aus.“, Samu schaufelte sich noch einen Löffel Tomatensoße auf seinen Teller. „Auch wenn ich mich jetzt total blöd anhöre, aber du musst auch regelmäßig essen.“, Maxime zwinkerte Samu zu. „Ich weiß, heute Mittag hat Riku gekocht und ich habe es sogar überlebt.“ Maxime lachte, dann sah er Samu ernst an. „Wie war es gestern bei deinem Therapeuten? Du musst nicht darüber sprechen, wenn du nicht magst.“ Samu zuckte mit den Schultern. „Es ging so. Ich muss mich erst einmal rein finden, Hanno hat dazu ziemliche Worte gefunden, er sagt auch, dass ich mit Mikko sprechen soll.“ Maxime nickte. „Er hat mich gestern angerufen, er versucht ständig, dich zu erreichen. Kann das sein?“ „Hm, ich konnte noch nicht mit ihm sprechen, ich habe seine Anrufe ignoriert.“ „Er macht sich Sorgen, wollte wissen, wie es dir geht. Was hältst du davon, wenn wir ihn am Wochenende ins Haus einladen mit Liisa…entspannter Rahmen, ihr redet miteinander auf neutralem Boden oder eher gesagt da, wo du dich sicher fühlst. Ich glaube, es ist nicht gut, wenn du das weiter vor dir herschiebst, hm?“, Maxime strich Samu über den Handrücken. „Vermutlich hast du recht. Okay, rufst du ihn an?“, fragte Samu. „Mach ich nachher gleich. Samu, ich würde gern noch etwas mit dir besprechen.“, Maxime dachte an Juris Worte. „Okay, das hört sich ernst an. Stimmt was nicht?“, fragend sah Samu seinen Lebensgefährten an. Der schmunzelte. „Nein….ja….also ich….ich spreche es jetzt mal aus. Lass uns zusammenziehen!“, haute Maxime dann raus. Stille…es herrschte Stille…Samu sah Maxime aus großen Augen an. Dessen Herz klopfte und er hob die Hand. „Zu schnell, oder? Es tut mir leid Samu, ich habe dir damals versprochen, dass wir uns Zeit lassen…ich äh….sorry…“ „Maxime!“, Samu lachte, „hör doch mal auf!“ Maxime verstummte. „Jetzt hör mal zu, das tun wir doch schon, oder? Wir leben doch schon zusammen oder sehe ich das falsch?“, Samu grinste, dann nahm er Maximes Hand, „ich würde gern meine Wohnung behalten, das ist mein Zuhause und am Wochenende sind wir ja sowieso meistens im Haus.“ Maxime strahlte. „Das wollte ich dir auch vorschlagen. Mein Zuhause war immer das Haus. Die Wohnung war immer nur Mittel zum Zweck, dass ich unter der Woche nicht noch raus fahren musste. Deine hier ist viel mehr Zuhause.“ „Na dann!“, Samu zuckte mit den Schultern, „dann ist doch alles geklärt.“ „Dann zieh ich ein und du bei mir“, Maxime sprang auf und küsste Samu stürmisch, der lachend die Arme um dessen Nacken schlang. Maximes Herz schlug heftig in seiner Brust, dieser Mann in seinen Armen, er hatte schon nicht mehr daran geglaubt, jemals die große Liebe zu finden und hier war sie und er würde alles dafür tun, dass es Samu gut ging…er würde ihn verdammt nochmal glücklich machen!
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