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Gegen alle Widerstände

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Samu Haber
27.07.2021
11.02.2022
25
55.614
15
Alle Kapitel
111 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
15.09.2021 1.580
 
Ein kleines Zwischenkapitel...ein ruhiges, nettes..Ha Ha..gewöhnt euch nicht dran.
Im Ernst, ich danke euch wieder sehr für eure Rückmeldungen, ich freu mich da immer so sehr drüber und ich freue mich auch immer, wenn ihr bisschen spekuliert, wie es weitergeht.
Nun viel Spaß mit dem kleinen Kapitel.

Leise schloss Maxime die Wohnungstür. Er streifte sich die Schuhe von den Füßen und seufzte. Was ein beschissener erster Bürotag. Am Samstag waren Samu und er nach Helsinki zurückgekehrt. Den Sonntag hatten sie gemütlich in Maximes Wohnung verbracht, Eve und Sanna hatten ihnen einen Besuch abgestattet und abends war noch Riku vorbeigekommen. Der Montag hatte es dann gleich mal in sich gehabt für Maxime. Termin an Termin, jeder hatte etwas von ihm gewollt und der Knaller war dann der Termin mit diesem Koskinen gewesen. Maxime schüttelte den Kopf in der Erinnerung daran. So etwas war ihm in all seinen Jahren seit er diese Firma leitete noch nie passiert. Noch nie hatte er sich auf diese Weise von einem Mitarbeiter trennen müssen. Maxime konnte sich zurecht etwas auf seinen guten Ruf als fairer Arbeitgeber einbilden, aber wenn jemand so drauf war, dann war es mit seiner Geduld auch zu Ende.

Maxime ging in die Küche, ihm war nach einem Glas Wein. Leise schlich er durch den Flur, er wollte Samu auf keinen Fall wecken, denn es war schon so spät, er schlief sicher bereits tief und fest. Vielleicht sollte ich auch kürzer treten, dachte er und nahm die Weißweinflasche aus dem Kühlschrank. Gut, normal hatte er seine Firma schon so weit im Griff, dass er nicht 24/7 anwesend sein musste. Im Moment häuften sich eben die neuen Projekte, wo er nun doch auch schon selbst präsent sein musste. Maxime angelte ein Glas aus dem Schrank und schenkte sich ein, dann sah er nachdenklich aus dem Fenster. Er hatte ein schlechtes Gewissen. Samu war heute bei Kristof gewesen und er wusste nicht einmal, was der Arzt gesagt hatte. Er hatte nicht einmal Zeit gehabt, seinen Lebensgefährten zu fragen, wie sein Arzttermin gelaufen war. Toll, Korhonen, dachte er.
Er stürzte das Glas hinunter und machte sich auf den Weg ins Bad als er aus dem Wohnzimmer Licht schimmern sah. Nanu, er runzelte die Stirn und schlug den Weg ins Wohnzimmer ein. Was er dann sah, zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht. Samu lag auf der Couch, das Handy lag am Boden, wahrscheinlich war es ihm aus der Hand gefallen. Er schlief tief und fest, während im Fernsehen vermutlich James Bond in Dauerschleife lief. Maxime schaltete den Fernseher aus.
Er hockte sich vor seinen Freund und strich ihm über die Wange. „Samu!“, flüsterte er, „aufwachen, du gehörst ins Bett.“ Es dauerte einen Moment ehe Samu die Augen aufschlug. „Hey.“, murmelte er. „Hey!“, Maxime hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen, „es tut mir leid, dass ich so spät bin. Komm, du musst ins Bett.“ „Wie spät ist denn?“, murmelte Samu und ließ sich von Maxime nach oben ziehen, kurz schwankte er, doch Maxime hatte das vorausgeahnt und legte ihm seinen Arm um die Hüfte. „Zu spät. Lass uns morgen reden, auch über deinen Termin bei Kristof.“ Samu stolperte neben Maxime her. „Kristof?“, nuschelte er. Maxime konnte ein Lachen nicht unterdrücken. „Komm, ab ins Bett, du stehst ja völlig neben dir.“ Er beförderte Samu ins Bett, der auch sofort in einen tiefen Schlaf fiel und stieg dann unter die Dusche.
Gerade als er endlich ins Bett gehen wollte, vibrierte sein Handy. „Juri? Stimmt was nicht?“, fragte Maxime als er abgenommen hatte. „Das wollte ich dich fragen. Alles in Ordnung?“, hörte Maxime Juri fragen.  „Ja, alles klar. Ich wollte gerade ins Bett gehen. Warum fragst du denn?“, Maxime runzelte die Stirn. „Dieser Koskinen…ich mache mir Sorgen. Der war so aggressiv. Pass ein bisschen auf in nächster Zeit Chef bis Gras über die Sache gewachsen ist, okay? Lass uns einfach aufmerksam sein.“, bat Juri. „Okay!“, stimmte Maxime zu, „mach ich!“ „Gut, dann gute Nacht. Bis morgen oder na ja bis später!“, Juri legte auf.

„Guten Morgen!“, sanft strich Maxime Samu ein paar verirrte Strähnen aus der Stirn, „gut geschlafen?“ Müde blaue Augen sahen ihn an. „Hm, ja.“, Samus Stimme war rau, er war noch nicht richtig wach. Maxime ließ ihm Zeit. Er ließ seine Hand unter Samus Shirt wandern und streichelte über seinen Bauch. Samu seufzte und genoss diese Streicheleinheiten sichtlich. „Hast du noch Magenschmerzen?“, fragte Maxime. Samu schüttelte den Kopf. „Kaum noch. Im Ultraschall gestern war soweit auch alles okay.“, Samu drehte sich auf den Rücken und streckte sich. „Ach, erinnerst du dich wieder an deinen Besuch bei Kristof?“, Maxime schmunzelte. „Hä?“, Samu sah seinen Freund fragend an. „Vergiss es!“, Maxime lachte, „was hat Kristof noch gesagt?“ Samu zuckte mit den Schultern. „Soweit alles okay. Der Blutdruck ist immer noch zu hoch. Ich muss jetzt ein Medikament nehmen, wie ein alter Mann.“, maulte Samu, „aber Kristof sagt, wenn ich wieder Sport machen kann und gesunde Ernährung..bla bla…müssen wir jetzt hier im Bett über Krankheiten reden?“, seine Augen blitzten Maxime an, der daraufhin grinsen musste.
„Nein, müssen wir nicht.“, er beugte sich über Samu und küsste ihn. „Maxime“, Samu beendete den Kuss und sah Maxime tief in die Augen, „ich….ich möchte…“ „Ja???“, Maximes Hand fuhr in Samus Short. „Oh…lass das…Ahhh…….Maxime….ich…ich möchte….“, Samu keuchte. „Mich?? Du möchtest mich?“, verschmitzt sah Maxime Samu an. Der nickte stumm. „Ich kann es kaum erwarten.“, Maxime zog sich sein Shirt über den Kopf und Samu schluckte. Kurz darauf waren beide nackt und nachdem Samu seine anfängliche Unsicherheit überwunden hatte, lernte Maxime eine ganz neue Seite an seinem Freund kennen. Dieser entpuppte sich als leidenschaftlicher Liebhaber. Als Samu seine Lippen um Maximes Erregung schloss, verging dem Hören und Sehen. Gott, dachte Maxime und suchte Halt in Samus Haaren, woher konnte der das so gut? Eine Gänsehaut überzog Maximes Körper als er das vertraute Klicken der Gleitgeltube hörte. Er fixierte Samus Blick und schob sich ein Kissen unter in der Hoffnung, Samu würde endlich loslegen. Minuten später war es endlich soweit. Samu beugte sich über Maxime, drückte seine Beine nach oben. Mit einem letzten Blick holte er sich Maximes Zustimmung und drang dann sanft in ihn ein. „Oh Gott, Maxime…du…“, Samu keuchte und hielt inne, er hatte das Gefühl sofort zu kommen. Kurz sammelte er sich ehe er einen straffen Rhythmus aufnahm. Maxime schlang seine Beine um Samus Hüfte und drückte ihn damit tiefer.  Samu wurde immer sicherer, stieß immer fester in seinen Freund, hörte sein Stöhnen und wusste, dass er es nicht mehr lange herauszögern konnte. Er umfasste ihn, sah wie sich seine Muskeln unter ihm anspannten, stieß ein letztes Mal in ihn und fast gemeinsam kamen die Beiden stöhnend zum Höhepunkt. Samu ließ sich auf Maxime fallen, sein Kopf ruhte auf dessen Brust. Sanft strich ihm Maxime über den schweißnassen Rücken. Er wusste nicht wie lange sie so gelegen hatten, doch irgendwann fühlte Maxime Gänsehaut bei Samu. „Lass uns duschen gehen.“, flüsterte Maxime. Widerwillig rappelte sich Samu auf und ließ sich dann von Maxime ins Bad schieben. „Das war unglaublich, danke!“, flüsterte Maxime ihm ins Ohr.

Gähnend schaltete Samu den Wasserkocher an. Hilfe, war er schon wieder müde. Der Sex war aber auch fulminant gewesen. Samu grinste, er hatte es genossen, Maxime so zu sehen und zu erleben. Beschwingt öffnete er den Schrank, um sich eine Tasse herauszunehmen als ihn ein heftiger Schwindel überfiel. Haltsuchend griff er nach der Kante der Arbeitsplatte als Maxime plötzlich hinter ihm stand und ihn an sich zog. „Hey, langsam. Tief durchatmen. Atme mit mir..ein…aus…ein…aus…“ Maxime hielt Samu fest und gab ihm Zeit, sich zu sammeln. „Geht’s wieder?“, fragte er dann leise. Samu nickte. „Komm, setz dich.“, Maxime drückte Samu auf einen Stuhl und sah ihn aufmerksam an. „Alles wieder okay, danke. Fuck!“, Samu fuhr sich durch die Haare.
"Gib dir Zeit, Samu.“ „Die habe ich ja auch zur Genüge.“, der Sarkasmus in Samus Stimme war nicht zu überhören. „Samu….“, Maxime legte Samu seine Hand in den Nacken. „Ich..entschuldige..es ist nicht leicht. Ich kann damit einfach noch nicht umgehen.“, Samu seufzte. „Ich weiß. Wann hast du deinen ersten Termin bei deinem Therapeuten?“, Maxime nahm einen Topf aus dem Schrank. Er wollte Porridge machen, das verkraftete Samus Magen ganz gut. „Am Donnerstag.“, murmelte Samu. „Wann sprichst du mit Mikko?“, fragte Maxime weiter. Samu zuckte mit den Schultern. „Vielleicht sprichst du mit deinem Therapeuten darüber, hm?“, sanft strich Maxime seinem Freund über die Wange, der nickte stumm.
„Okay“, Maxime wollte Samu nicht weiter drängen und wechselte das Thema, „ich wollte dich was fragen. In vier Wochen ist die Spendengala für den Kinderschutzbund. Ich spende da immer viel Geld und bin natürlich eingeladen. Ich..“, Maxime zögerte. „Du willst, dass ich dich begleite?“, Samu lächelte, „du willst die Katze aus dem Sack lassen sozusagen?“ Maxime lachte. „Sozusagen!“ „Dann machen wir das, oder?“, Samu nahm dankbar die Teetasse entgegen, die Maxime ihm hinhielt. „Ist das für dich auch okay?“, Maxime hockte sich vor Samu und nahm dessen Hand. Verwundert sah der ihn an. „Natürlich! Warum sollen wir uns verstecken und dann ist es raus und die Presse muss nicht mehr spekulieren.“ Maxime nickte. „Das stimmt schon, aber Samu, wir können nicht ausschließen, dass Fragen zu deinem Zusammenbruch kommen.“ „Dann ist das so, Maxime. Ich muss sie ja nicht beantworten.“, Samu nahm einen Schluck Tee. Zweifelnd sah Maxime seinen Freund an. „Gut.“, sagte er dann aber, „dann machen wir es offiziell.
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