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Gegen alle Widerstände

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Samu Haber
27.07.2021
11.02.2022
25
55.614
15
Alle Kapitel
111 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
13.09.2021 2.753
 
Hallo ihr Lieben,

ich schenke euch zum Wochenstart noch ein Kapitel, da ich vor dem Wochenende wahrscheinlich nicht mehr zu einem weiteren kommen werde und ich wollte euch nicht mit dem zusammengebrochenen Samu so lange allein lassen. Danke wieder vielmals für die lieben Rückmeldungen.


„Hört sich doch nicht schlecht an, oder?“, Osmo kam hinter seinem Klavier hervor und sah Riku fragend an. „Jo“, der zuckte mit den Schultern, „aber so richtig passt das noch nicht.“, Riku legte seine Gitarre in seinen Gitarrenkoffer. „Willst du noch einen Kaffee oder musst du gleich los?“, fragte Osmo. „Ein Kaffee geht noch!“, Riku sah auf sein Handy. Einen kurzen Moment später saßen die Zwei in der Küche vor einem heißen Kaffee. „Danke, dass du mir hilfst. Irgendwie komme ich bei dem Song nicht weiter, da hat mir der Blick von außen gefehlt.“, Osmo musterte seinen Freund, der mit den Gedanken meilenweit weg schien. „Hm.“, nuschelte Riku und starrte in seinen Kaffee. „Was ist los Riku?“, Osmo legte dem Gitarristen seine Hand auf den Unterarm. „Ich mache mir Sorgen um Samu. Ich wollte ihn gestern eigentlich anrufen, gleich als wir gelandet waren, aber dann war ich mir nicht sicher. Mikko sagt, er braucht Ruhe und es geht ihm nicht so besonders. Der Arzt hat sogar Bettruhe verordnet.“, Riku schluckte. „Und davon hast du dich abhalten lassen? Ich glaube, Samu würde sich freuen, wenn du dich bei ihm meldest und ich denke, er könnte dich brauchen. Hast du nicht die Zeitung gesehen von gestern?“, Osmo fischte unter einem Stapel Papiere die besagte Zeitung hervor, „hat Reeta gestern mitgebracht. Hast du gewusst, dass Mikko schon mit der Plattenfirma geredet hat, dass The Voice schon gecancelt ist. Im Prinzip hat er Samus Auszeit schon offiziell bestätigt und mir ist nicht bekannt, dass er darüber mit Samu gesprochen hat. Dir?“ Riku schüttelte den Kopf. „Was steht da noch?“ Osmo schlug die Zeitung auf und drehte sie zu Riku herum. „Über seine Verbindung zu Maxime wird spekuliert.“ „Na ja, das war ja nur eine Frage Zeit bis das rauskommt, aber das ist wahrscheinlich sein geringstes Problem.“, Riku sah wieder auf sein Handy, was in diesem Moment in seiner Hand anfing zu klingeln. „Das ist Samu!“, Riku sah Osmo an. „Ja geh ran!“
„Samu! Ja…das…jetzt beruhig dich erstmal!“, Riku sah Osmo an und zuckte mit den Schultern, „natürlich, ich komme. Schickst du mir die Adresse, dann bin ich in einer halben Stunde da, aber jetzt komm erstmal runter und beruhig dich. Was??? Dann solltest du dich erst recht beruhigen, reg dich nicht so auf. Ich fahre gleich los. Ja, bis gleich.“, Riku legte auf und stand gleichzeitig auf. „Was ist denn los?“, fragte Osmo. Riku wies auf die Zeitung. „Das ist los. Er ist völlig durcheinander. Ich soll ihn bei Maxime abholen, er will nach Hause. Er ist schon wieder zusammengeklappt.“ „Was??“, Osmo riss die Augen auf, „sagte Mikko nicht was von Bettruhe?“, Osmo stand ebenfalls auf. „Ja schon, aber du kennst Samu, wenn ich jetzt nicht hinfahre, macht er irgendeinen Blödsinn.“, Riku griff seinen Gitarrenkoffer. „Äh Riku, lass Maxime am Leben, ja?“, Osmo unterdrückte ein Grinsen. Ernst sah Riku ihn an. „Ich glaube nicht, dass Maxime viel falsch gemacht hat. Am besten kommst du mit!“

„Was genau habt ihr denn jetzt an „nicht aufregen“ nicht verstanden?“, kopfschüttelnd goss sich Juri einen Kaffee ein und setzte sich zu Rosa und Maxime an den Tisch. „Es tut mir so leid Maxime. Ich hätte diese blöde Zeitung hier nicht vergessen dürfen. Es ist alles meine Schuld.“, Rosa schniefte. Maxime schüttelte den Kopf und strich Rosa eine Träne von der Wange. „Das ist nicht deine Schuld. Ich hätte Samu das sofort sagen sollen, dann hätte ich noch was steuern können, so hat ihn das völlig unvorbereitet getroffen. Ich habe sein Vertrauen erschüttert, genau das wovor er Angst hatte.“, Maxime fuhr sich durch die Haare. „Was hat Kristof denn gesagt?“, fragte Juri. „Nachdem er mich einen Kopf kürzer gemacht hat, meinst du“, Maxime verzog das Gesicht, „das war zu viel für Samu, der Blutdruck ist von zu hoch in den Keller gerauscht und das war es dann. Jetzt schläft er, ich habe gerade nochmal nach ihm gesehen und jetzt muss ich schauen, wie ich das wieder geradebiege.“ „Aber ich kann ihn schon verstehen.“, Juri sah Maxime an, „da entscheidet einfach jemand über dich, ich meine nicht dich Chef, aber wenn ich in der Zeitung lese, wie meine nächsten Monate aussehen und das offiziell verkündet wird, würde ich auch Kopf stehen. Das war nicht sehr schlau von Herrn Saukkonen, zumal Samu noch gar nicht begriffen hat, dass er diese Auszeit braucht. Jetzt ist vermutlich alles noch schwieriger, sein Vertrauen wird tatsächlich erschüttert sein.“
„Und ihr seid jetzt als Paar auch Thema in der Presse.“, Rosa schniefte wieder. Maxime winkte ab. „Das war doch nur eine Frage der Zeit. Wir wollten uns sowieso nicht mehr verstecken.“ In diesem Moment klingelte es und der Bildschirm in der Küche leuchtete auf und zeigte ein Auto vor dem Tor. Maxime stand auf und drückte den Knopf der Sprechanlage. „Ja bitte?“ „Maxime, hier sind Riku und Osmo. Samu hat mich angerufen.“, ertönte die Stimme von Samus besten Freund. Maxime lächelte. „Hallo, kommt rein!“

Riku klopfte an die Schlafzimmertür. „Ja“, ertönte es leise von drinnen. Riku öffnete die Tür und blieb wie angewurzelt stehen. „Was machst du denn? Samu!“, mit zwei schnellen Schritten erreichte er seinen besten Freund und drückte ihn zurück aufs Bett, „du sollst nicht alleine aufstehen.“ „Das geht schon, ich wollte meine Sachen einpacken.“, Samu fuhr sich durch die Haare. Riku schüttelte den Kopf. „Du bist so ein sturer Esel. Jetzt mal langsam, okay! Was ist denn überhaupt passiert?“, er setzte sich neben Samu aufs Bett. „Hast du gewusst, dass Mikko schon alles klar gemacht hat?“, flüsterte Samu. „Nein, ich habe es gerade eben bei Osmo in der Zeitung gelesen. Mikko hat mit keinem von uns gesprochen. Er hat natürlich permanent telefoniert seit deinem Zusammenbruch, aber du kennst ihn doch, in seine Arbeit lässt er sich nicht reinfunken.“, Riku legte Samu eine Hand auf den Rücken. „Kannst du mich nach Hause fahren?“, murmelte Samu. „Nein!“, Riku lächelte Samu an, der die Stirn runzelte, „du bist hier genau richtig.“ „Aber…“
„Nix aber! Maxime hat es auch nicht gewusst, auch erst aus der Zeitung und er hat es dir nicht gesagt, weil er dich schonen wollte. Das war vielleicht nicht richtig, aber Samu, er liebt dich und er kommt um vor Sorge, um den Mann, den er liebt. Du musst ihn auch verstehen.“ „Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet du ihn mal verteidigst.“, Samu seufzte. „Ich habe keinen Grund, dass nicht zu tun, im Gegenteil. Ich glaube, es hat dich noch nie jemand so geliebt wie Maxime. Du hättest ihn sehen sollen in Wien, er war so voller Sorge und auch jetzt. Samu gib ihm eine Chance, es dir zu erklären und lauf nicht wieder weg, guck, dass du es diesmal nicht versemmelst.“, Riku strich Samu ein paar Strähnen aus der Stirn. Samu nickte. „Und jetzt ist es wie es ist. Jetzt nutz die Zeit und erhol dich. Du kannst nicht mehr Samu, du bist kaputt und nicht nur Maxime macht sich Sorgen, wir alle! Der Band passiert gar nichts, wenn du mal ein Jahr Pause machst, im Gegenteil, vielleicht tut uns die Pause mal allen gut, das gibt einen freien Kopf. Aber das Wichtigste ist, dass du wieder gesund wirst, wieder auf die Beine kommst. Nimm dir die Zeit, auch für Maxime, das könnte diesmal passen, hm?“, Rikus Hand wanderte in Samus Nacken als es wieder klopfte und Osmo seinen Kopf zur Tür reinsteckte. „Darf ich?“, fragte er und Samu nickte wieder.
„Alles klar?“, Osmo blieb vor Riku und Samu stehen. „Ja“, Samu zuckte mit den Schultern, „Riku hat recht, ich bin ein sturer Esel, aber…“ „Was? Du gibst zu, dass du ein sturer Esel bist“, unterbrach ihn Osmo und lachte, dann legte er Samu eine Hand auf die Stirn, „hast du Fieber?“ Im nächsten Moment verging ihm das Lachen. „Samu, du hast Fieber und ich glaube, nicht zu knapp.“ „Ich fühl mich auch echt beschissen.“, Samu stöhnte genervt. „Dann leg dich jetzt endlich wieder hin.“, Riku stand vom Bett auf. „Ich muss duschen, ich fühle mich so ekelhaft. Hilfst du mir?“, mit Dackelblick sah Samu Riku an, der die Augen verdrehte. „Du denkst auch, der Blick funktioniert bei jedem und weißt du was? Tut er! Also dann los, aber dann legst du dich ins Bett und bleibst da.“ „Ich warte unten.“, sagte Osmo. „Alles klar!“, Riku half Samu auf und wandte sich dann nochmal zu Osmo, „sag es Maxime!“, formten seine Lippen. Osmo nickte und verlies dann das Zimmer.

„Maxime, wenn das hier nicht funktioniert, dann steck ich Samu ins Krankenhaus!“, Kristof zog kopfschüttelnd eine Spritze auf und setzte diese dann an Samus Oberarm an. Stumm verfolgte Maxime das, nachdem das Fieber auf 40 Grad geklettert war, hatte er wieder seinen Freund angerufen. „Ruhe, hatte ich gesagt und genaugenommen sogar Bettruhe. Maxime!“, Kristof nahm Samus Handgelenk, der zwischen wach und nicht wach schwankte, „das kann hier mal ganz schnell richtig gefährlich werden. Der Blutdruckabfall war schon nicht lustig, ein Kreislaufkollaps kann auch mal zu einem Herzstillstand führen, ich muss das jetzt mal so knallhart sagen. Nichts mehr, was ihn aufregt!! Absolut nichts! Haben wir uns verstanden??“ „Ja!“, Maximes Stimme schwankte. „Gut, ich verlass mich jetzt darauf. Ich habe ihm was gespritzt für den Kreislauf und einen Fiebersenker. Ihr macht jetzt Wadenwickel und er verlässt die nächsten drei Tage dieses Bett nicht außer um ins Bad zu gehen. Klar soweit?“ Wieder kam ein leises Ja. „Prima, ich bin begeistert.“, Kristof war wirklich sauer, „nächste Woche kommt ihr in die Praxis. Ruf vorher an, dann sprechen wir ab wann. Und jetzt bleib bei ihm und halte alles von ihm fern.“, Kristof klopfte seinem Freund auf die Schulter und dann war er weg.
Rosa, die im Türrahmen gestanden hatte, räusperte sich. „Ich bereite die Wadenwickel vor, ich bin gleich wieder da.“ Maxime nickte nur, er bekam grad kein Wort heraus.
Er setzte sich zu Samu auf die Bettkante und strich ihm durch die verschwitzten Haare. Der schlug daraufhin die Augen auf. „Max?“, flüsterte er. „Ich bin hier! Versuch, zu schlafen.“, Maxime streichelte Samu über die Wange. „Du lässt mich nicht allein, oder? Bitte!“, Samus Atmung beschleunigte sich. „Niemals. Wie kommst du denn darauf? Ich liebe dich mehr als alles andere. Ich möchte mit dir mein Leben verbringen.“, Maxime beugte sich über seinen Freund und nahm dessen Gesicht in seine Hände, „du bist mein Leben Samu Haber, okay? Und jetzt musst dich ausruhen. Ich bin hier und ich geh nicht weg.“, er küsste Samu, dem ein schwaches Lächeln gelang. „Ich liebe dich auch.“, flüsterte er, die Augen fielen ihm wieder zu. Rosa, die die Szene beobachtet hatte und kurz gewartet hatte, kam nun ans Bett heran. Maxime sah auf. „Würdest du kurz bei ihm bleiben? Ich geh schnell duschen und leg mich dann zu ihm.“ Rosa strich Maxime über den Kopf. „Geh nur, ich mach in der Zeit die Wadenwickel.“ „Danke!“, Maxime gab Rosa einen Kuss auf die Wange und verschwand dann ins Bad.  

Vier Tage später saßen Maxime und Samu im Wintergarten beim Frühstück. „Du musst nicht wegen mir auf Kaffee verzichten.“, Samu stellte seine Teetasse zurück auf den Tisch. „Ach, das tut mir auch mal gut, ich trinke viel zu viel Kaffee.“, Maxime sah Samu an. Er war zwar immer noch blass und ziemlich wacklig auf den Beinen, aber das Fieber war weg und im Gesamten ging es ihm besser, was Maxime sehr erleichterte. Samu kniff die Augen zusammen. „Du hattest schon einen heute, oder? Du bekommst doch kein Wort raus morgens bevor du nicht einen Kaffee getrunken hast.“ Maxime lachte. „Erwischt, du kennst mich einfach zu gut!“ Samu schüttelte grinsend den Kopf. „Samu!“, Maxime griff über den Tisch nach Samus Hand, „ich möchte mich bei dir entschuldigen. Ich hätte dir von dem Artikel in der Zeitung erzählen sollen, es tut mir leid. Ich wollte dich schützen und genau das Gegenteil ist passiert. Aber ich schwöre dir, ich habe nicht gewusst, dass Mikko schon alle Fäden gezogen hatte.“ „Ich weiß und ich muss mich bei dir auch entschuldigen. Ich hätte nicht an dir zweifeln dürfen. Ich habe total über reagiert, ich weiß, du wolltest mich schonen. Ich bin stinksauer auf Mikko. Ich habe mittlerweile verstanden, dass ich diese Pause brauche, aber er hätte mit mir das wie und wann und überhaupt alles besprechen müssen. Das haben wir eigentlich auch immer so gehandhabt, weiß nicht, was ihn geritten hat, so über meinen Kopf hinweg zu entscheiden. Aber das hat nichts, absolut nichts mit uns und unserer Beziehung zu tun. Ich….“, Samus Blick schweifte aus dem Fenster, er saugte den Anblick des Meeres auf, der ihn immer beruhigte, dann sah er Maxime wieder an, „es fällt mir schwer, dass alles gerade zu akzeptieren, aber ich habe tatsächlich keine andere Wahl, mein Körper zeigt mir ganz deutlich, dass ich die letzten Jahre übertrieben habe und wenn ich meinen Traum der Musik noch eine Weile weiterleben will, dann muss ich jetzt zur Ruhe kommen.“, Samu schluckte, „und ich will ein Leben mit dir und nicht mit 45 tot umfallen, weil ich mich übernommen habe.“
Maxime drückte Samus Hand. „Ich liebe dich und ich bin sicher, dein Traum von der Musik ist noch lange nicht zu Ende und unserer fängt auch grad erst an, aber da ist noch was, oder?“ Samu nickte. „Ich werde wieder zu meinem Therapeuten gehen, das hat mir damals nach meinem Burnout sehr geholfen. Ich brauche seine Hilfe.“, unsicher sah Samu seinen Freund an. Der lächelte. „Ich weiß, dass Eve damals recht hatte. Alles gut Samu, lass uns nach vorn blicken und ich finde das sehr mutig von dir, dass du zu deinem Therapeuten gehen willst und dir eingestehst, dass du dessen Hilfe brauchst. Wir alle werden dir helfen, okay?“ Erleichtert sah Maxime, wie Samu sich entspannte. „Meinst du, wir könnten ein bisschen raus gehen? Nur bis in den Garten…an den Steg…ich war seit Tagen nicht mehr an der frischen Luft.“, Samu sah wieder nach draußen. „Ich denke, das geht!“, Maxime nickte.

Eine Stunde später breitete Maxime eine Decke über Samu aus, der sich im Wohnzimmer auf die Couch gelegt hatte. Die frische Luft hatte ihn ausgeknockt, aber auch sehr gut getan. Maxime war froh, dass sie sich ausgesprochen hatten und das Samu verstanden hatte, dass es so nicht weitergehen konnte. Gerade eben blickte er voller Zuversicht in die Zukunft. „Chef?“, hörte er da Juri flüstern, „hast du einen Moment?“ „Klar, lass uns in die Küche gehen.“, Maxime schob Juri aus dem Wohnzimmer und schloss mit einem letzten Blick auf Samu die Tür. In der Küche steuerte er als erstes die Kaffeemaschine an, was Rosa, die am Herd stand, grinsend zur Kenntnis nahm. „Was ist los?“, wandte er sich an Juri. „Suvi hat mich angerufen, sie wollte dich nicht stören. Dieser Koskinen war heute Morgen in der Firma und ist direkt bis in ihr Büro gestürmt. Er wollte dich sprechen und ist wohl ziemlich laut geworden. Hanno kam ihr dann zur Hilfe und hat ihn rausgeworfen.“, sagte Juri. „Das gibt’s doch nicht. Der spinnt wohl. In dem habe ich mich echt getäuscht, sowohl fachlich als auch menschlich. Ich habe nächsten Montag mit dem einen Termin. Ich möchte, dass du dabei bist, von dem werde ich mich trennen, falls er überhaupt noch auftaucht.“, Maxime nahm sein Handy, „ich telefoniere kurz mit Lars. Will mal hören, wie der Typ sich auf der Baustelle gegeben hat, wenn er denn da war.“ „Wann wollt ihr denn essen?“, fragte Rosa. Maxime zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht, wie lange Samu jetzt schläft, aber ich kann das doch allein warm machen, du gehst doch heute Karten spielen mit deinen Freundinnen.“ „Okay, also ich habe Samu Kartoffelbrei gemacht mit bisschen Hühnchen, für dich wäre aber noch was anderes im Kühlschrank. Beides kannst du einfach in die Mikrowelle stellen.“, Rosa öffnete den Kühlschrank und zeigte auf zwei Dosen. „Oh!“, Maxime lachte, „Kartoffelbrei mit Hühnchen, da wird Samu sich freuen. Noch einen Tag Haferschleim und er tritt in den Hungerstreik.“ „Nix da, er muss essen, sonst ernähre ich ihn zwangsweise!“, knurrte Juri. „Es ist doch immer wieder erfrischend, auf welche Weise du deine Sorge und Zuneigung bekundest.“, Maxime knuffte Juri in die Seite und ging dann in sein Arbeitszimmer, um mit seinem Bauleiter Lars zu telefonieren. Rosa musterte Juri. „Sag mal, stimmt was nicht?“ „Hm, dieser Koskinen macht mir Sorgen. Ich habe irgendwie ein schlechtes Gefühl.“
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