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Ryomen

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Romance / P18 / Het
Mai Zenin OC (Own Character)
24.07.2021
08.08.2021
16
9.444
3
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.07.2021 676
 
Die Zeit verschwamm recht schnell, wenn man dauerhaft zu tun hatte.
Was sich für mich zunächst nur als eine einfache Offenlegung herausgestellt hatte, war nach nur kurzer Zeit deutlich komplizierter geworden.
Sukuna mochte der Gründer meiner Blutlinie sein, aber alles danach war ein kompliziertes Wirrwarr aus Blut, Hass und Dunkelheit.
Umso tiefer ich grub, desto mehr lügen kamen zum Vorschein, die mir mein ganzes Leben lang aufgetischt worden waren.

Die kühle der Pyramide ließ meine Haut etwas frösteln, als ich mir einen Weg durch das Labyrinth zur Hauptkammer bahnte.
Meine Ahnenforschung war deutlich komplizierter als bei normalen Menschen. Wie sich herausstellte waren meine Vorfahren über die ganze Welt verstreut. Sie waren alle in den verschiedensten Kulturen vertreten, was erklären würde warum ich manche mythischen Waffe beschwören konnte und anderen nicht.
Ich folgte dem Luftzug, der mich langsam um einige Ecke führte, bis ich zu einer kleineren Schatzkammer gelangt.
Die Feuerschalen reagierten auf meine Fluchkraft, entzündeten sich in blauen Flammen, tauchte die Kammer in Licht. Vor mir befand sich eine Sphinx. Sie legte den Kopf schief und betrachtete mich intensiv. Mir war klar, dass es sich bei ihr um einen Shikigami handelte.
Ich erwiderte ihre Blick und blieb standhaft.
Irgendwann erhob sie sich dann von ihrem Platz, trat an mir vorbei und deutete mit der Pfote an ihr zu folgen.
Ich folgte ihr durch den Irrgarten, um etliche Ecken und Winke. Durch verwinkelte Kammern, vorbei an Falltüren und tödlichen Fallen.
Schlussendlich betraten wir eine Kammer die bereits beleuchtet war. Der Raum war mit Schätzen gefüllt. In der Mitte des Raums befand sich ein alter Steinthron, auf dem eine Person saß. Eine Frau mit langem schwarzem Haar und tief goldenen Augen. Sie wirklich wunderschön, doch das tat für mich nichts zu Sache.
Die Sphinx ging zur der Frau, setzte sich neben den Thron und ließ von ihr den Kopf streicheln.
„Wie interessant. Du siehst meiner Mutter wirklich sehr ähnlich!“, meinte die Frau.
„Und wer bist du?“, fragte ich und stellte mich auf einen Kampf ein.
Sie war eine zweifellos eine Jujutsuzistin, kein Fluchgeist. Sie war nicht ganz so mächtig wie Sukuna, aber verdammt nahe dran.
„Ach Kind, lass doch diese feindliche Einstellung.“, säuselte sie. „Wenn ich in der Stimmung für Kämpfe wäre, wärst du bereits tot!“
„Du bist also Sukunas Tochter!“
Sie lachte belustigt.
„Ich bin seine Enkelin!“, lachte sie. „Du siehst genauso aus wie seine Tochter.“
Sie stand genauso schnell vor mir wie es Sukuna vor einigen Monaten getan hatte.
„Dir ist bewusst, dass ich so was wie deine Mutter bin, nicht wahr?“, fragte sie und legte mir eine Hand auf die Wange.
„Hmm.“, meinte sie nachdenklich. „Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich ziemlich wütend darüber, dass deine Familie das Jujutsu ablehnt!“
„Da sind sie nicht die Einzige!“, sagte ich während mir der Angstschweiß von der Stirn rang.
Ihr Gesicht wurde ernst.
„Nenn mich doch einfach Amunet oder Großmutter, wenn du magst!“, sagte sie und wandte sich ab.
„Ich verstehe das nicht.“, meinte ich verwirrt. „Wenn du noch lebst und über unsere Familie Bescheid weißt, warum hast du nichts gegen den Verfall unternommen?“
„Ganz einfach, weil deine Familie Versager sind!“, erklärte sie kühl und setzte sich wieder auf ihren Thron. Ihr Bein legte sich über das andere. „Versteh mich nicht falsch. Meine Kinder waren perfekte Jujutsuzisten, ganz wie es mein Großvater wollte, aber ihre Kinder waren Versager. Sie wollten keine Jujutsuzisten werden!“
Es war in der Welt der Jujutsuzisten nichts ungewöhnliches, das Kinder verstoßen wurden, wenn sie das Familienerbe nicht weitertrugen. Mai und Maki waren ein Beispiel dafür.
„Du allerdings, bis ein wahres Wunder!“, sagte sie und schmunzelte. „Du hast das Potenzial Großvater zu übertreffen. Als Jujutsuzist nicht als Fluchgeist!“
„Du willst mich trainieren!“
Ihr schmunzeln wurde zu einem dämonischen Grinsen.
„Ich will dass du unser Familienoberhaupt wirst. Du wirst meinen Platz einnehmen!“
Ich nahm einen tiefen Atemzug, legte meine Tasche ab und ging in Kampfstellung.
„Dann komm Ryomen Amunet!“
Sie grinste.
„Jetzt bist du wie Großvater. Also dann!“, meinte sie und stand auf. „Ich werde dich lehren was es bedeutet ein Ryomen zu sein!“
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