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Ryomen

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Romance / P18 / Het
Mai Zenin OC (Own Character)
24.07.2021
08.08.2021
16
9.444
3
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Dieses Kapitel
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27.07.2021 1.088
 
Ich konnte einfach nicht widerstehen, als Mai mich nicht bemerkte. Langsam legte ich meine Arme um ihren Hüften, legte meine Lippen an ihr Ohr.
„Buh!“
Sie drehte sich zu mir um, legte ihre Arme auf meinen Schultern.
„Falls du dachtest ich hätte dich nicht bemerkt, liegst du falsch mein Lieber!“, sagte sie mit einem frechen grinsen.
„Du bist eiskalt!“, meinte sie als sie ihre Hände auf meine Wangen legte. „Lass mich dich aufwärmen!“
„Nichts lieber als das!“, gab ich lächelnd zurück und erwiderte ihre Kuss.
Ihr Bein hob sich, steifte verspielt meins.
Mir war sehr wohl klar, dass Momo und Kasumi die ganze Szene betrachteten, aber Mai war nicht gerade für ihr Schamgefühl bekannt.
„Mai.“, sagte ich leise und schob sie etwas von mir weg. „So gern ich das hier in unser Zimmer verlegen will, möchte ich bis später warten.“
Sie sah mich fragend an.
„Warum?“
Ich hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Ist ne Überraschung!“
„Okay!“, meinte sie und verschränkte die Arme vor der Brust.
Sie schmollte doch das tatsächlich.
„Versteh mich bitte nicht falsch.“, meinte ich und legte eine Hand neben ihren Kopf an die Wand. „Nach der Überraschung können wir unser kleines Stelldichein gerne fortsetzen!“
Röte stieg in ihre Wangen.
Zweifelsohne war sie meine Dominante Seite nicht gewohnt.

„Okay!“, hauchte sie mit zitternder Stimme.

******

„Das stinkt doch zum Himmel!“, meinte mein Bruder als er sein Geschenk betrachtet. „Was hast du vor?“
Ich hob eine Braue.
„Es ist Weihnachten und ich schenke euch etwas, was soll daran stinken?“
Nicht nur meine Blutfamilie hatte Geschenke bekommen, sondern auch meine Kameraden und die Lehrer.
Nur Mai war leer ausgegangen, worüber sie deutlich schmollte.
Ich schmunzelte, da ich genau wusste das sie noch ein Geschenk bekommen würde.
Ich wartete jedoch damit bis das Essen vorbei war, alle einen vollen Bauch hatten und ihre Geschenke aufmachten.
Selbst der Direktor schien sich über seine neue Gitarre zu freuen.
Dann war der Zeitpunkt gekommen.
„Dann mal los!“, meinte ich und stand auf.
Mai sah mich verwundert an als ich plötzlich vor ihr stand.
„Glaubst du wirklich, ich hätte kein Geschenk für meine Freundin?“, fragte ich frech.
Ihre Verwirrung war deutlich zu sehen, zumindest bis ich einen Kniefall machte.
Erschrocken hob sie die Hände an den Mund, als ich die kleine Schachtel aus meiner Hosentasche zog.
„Mai Zenin, würdest du mir die Ehre erweisen und meine Frau werden?“
Ohne Umschweife, ohne besondere Rede.
Meine Mutter sprang wütend auf und wollte gerade losbrüllen, doch der finstere Blick von Aoi hielt sie davon ab.
„Ja.“, sagte Mai mit zitternden Lippen. „Ich will deine Frau werden!“
Mein Gesicht hellte sich auf, sanft streifte ich ihr den schlichten Silberring über den linke Ringfinger, stand auf und küsste sie.
Unsere Freunde applaudierte und gratulierten uns.
„Schön zu sehen, dass die Jugend von Heute noch Sinn für Romantik hat!“, meinte Direktor Gakuganji.
„Ich freue mich für euch beide!“, meinte Utahime.
„Nichts da!“, schrie meine Mutter. „Ich verbiete dir diese Frau zu heiraten!“
„Du hast ihm gar nichts zu verbieten!“, meinte eine mir nur allzu vertraute Stimme.
Amunet trat ins Esszimmer ein. Alle außer Direktor Gakuganji, Utahime und mir wunderten sich über ihre Anwesenheit.
„Was zur Hölle machst du hier!“, meinte meine Mutter und starrte Amunet hasserfüllt an.
„Kleine Lisanna, du bist groß geworden!“, meinte Amunet beiläufig. „Und bist immer noch so vorlaut wie damals!“
„Crow, wer ist sie?“, fragte Mai verwirrt.
„Das mein Schatz.“, sagte ich ruhig. „Ist meine Großmutter, Ryomen Amunet. Jujutsuzistin der Sonderklasse!“
„Es ist lange her, Direktor Gakuganji!“, meinte Amunet und legte ihren Handrücken an die Hüfte.
„Zu lange meine Liebe!“

******

„Ich verstehe!“, meine Kasumi. „Ihre Fluchtechnik hält sie also so Jung und verlängert ihr Leben!“
„Richtig!“, meinte Amunet und legte ein Bein über das andere. Ihre Hände faltete sie im Schoß.
„Hör endlich auf so einen Scheiß zu erzählen!“, brüllte meine Mutter. „Es gibt keine Flüche oder dergleichen!“
„Kleine Lisanna. Die Hoffnung dass aus dir eine ordentliche Frau wird, habe ich schon sehr lange aufgegeben.“, sagte Amunet kühl. „Mein Enkel hingegen, ist zu dem geworden was ihm vorbestimmt war.“
„Das ist doch Wahnsinn!“, rief Marie aus. „Ihr seid doch alle verrückt!“
Alle brachen in Gelächter aus.
„Was ist daran so lustig?“
„Marie, Jujutsuzisten sind grundsätzlich verrückt. Wie glaubst du, könnten wir sonst jeden Tag mit den Dingen, die wir sehen, umgehen?“, fragte ich.
Mein Blick wurde zu einem finsteren Lächeln eines Dämons. Im Moment musste wir alle für meine Blutfamilie aussehen wie Teufel, zumindest konnte ich mir das gut vorstellen.
„Wenn ihr weiter bleiben wollt, solltet ihr euch lieber daran gewöhnen!“, warnte Mai. Ihr Blick war eiskalt und finster geworden.
„Das Leben von Jujutsuzisten ist brutal und kalt. Die schönen Momente muss man daher genießen und ihr ruiniert gerade einen davon!“, meinte Aoi wütend. „Also haltet entweder die Klappe und feiert mit uns, oder verschwindet!“
Meine Mutter knickte ein und setzte sich schnaubend wieder. Mein Bruder hielt auch die Klappe, nur meine Schwester Marie rannte aus dem Raum.
„Wer bei seinem ersten Auftrag kotzt taugt nicht zum Jujutsuzisten!“, meinte Amunet und lachte.
Irgendwie überraschte es mich nicht mehr dass sie davon wusste.
„Da fällt mir ein.“, meinte Mai. „Was war eigentlich dein allererster Auftrag Liebling?“
Nachdenklich legte ich den Kopf zur schief, dachte an meinen ersten Job von vor fünf Jahren.
„Es war ein Fluch der Stufe 1. Er hatte sich auf einen Friedhof als eine Art Sensenmann manifestiert. Hat mich zwei Stunden gebraucht das Vieh mit seiner eigenen Sense aufzuschlitzen!“
„Hattest du damals noch nicht deine Fluchtechnik?“, fragte Aoi nach.
Ich schüttelte den Kopf.
„Nein. Aber diese Technik kommt und geht immer wieder. Im letzte Jahr habe ich sie zugunsten meiner anderen Fluchtechniken ganz abgelegt!“
„Widerspricht das nicht dem eigentlichen Prinzip?“, fragte mein Samuel. „Ich dachte diese Fluchtechnik wäre angeboren!“
„Das war ein Missverständnis meinerseits!“, gab ich zu. „Ich habe diese Technik unbewusst erschaffen. Meine angeborene Fluchtechnik, oder zumindest eine davon ist...“
Ich unterbrach mich selbst und drehte meine Hand so, dass die Handfläche nach oben zeigte. Eine kleine runde, schwarze Flammen brannte auf.
„Ist das hier!“
Schockiert betrachtete meine Mutter das Feuer in meiner Hand, als würde sie nicht glauben was sie da gerade sah.
„Eine schwarze Flamme, die selbst das Höllenfeuer ausbrennen würde!“, meinte Amunet stolz. „Nicht einmal ich kenne den Namen dieser Fluchtechnik.“
Ich schmunzelte, drehte die Hand und ließ die Flammen zwischen meinen Fingern lecken.
„Ryomen Hell Flare!“, sagte ich leise.
„Ein guter Name!“, meinte Amunet.
Ich löste das Feuer auf, als Mai nach meiner Hand griff. Der Ring an ihrem Finger brachte mich erneut zum Lächeln.
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