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Ryomen

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Romance / P18 / Het
Mai Zenin OC (Own Character)
24.07.2021
08.08.2021
16
9.444
3
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Dieses Kapitel
1 Review
 
27.07.2021 662
 
„Wenn du mich fragst, solltest du lieber nicht dabei sein!“, meinte ich zu meiner Schwester Marie. „Es könnte gruselig werden!“
Auf meinem Gesicht lag ein fieses, breites dämonisches Grinsen.
„Schwachsinn!“, meinte sie stur.
Zwar waren meine Verwandten keine Jujutsuzisten, aber sie konnte alle Flüche sehen. Wenn man sich allerdings ständig einredete sich das nur einzubilden, wurde man am Ende blind für die Wahrheit.
Mai und ich folgten der Adresse und befanden uns schon bald vor einem alten Lagerhaus. Es stank geradezu nach Fluch, die sichtbare Fluchkraft deutete wohl auf einen Fluch des Semi-ersten Ranges hin.
Direktor Gakuganji hätte nie erlaubt dass meine Schwester mit auf einen Auftrag kam, wenn er sich nicht sicher gewesen wäre dass Mai und ich das schaffen konnten.
Ich sah meine Schwester an, die braunhaarige schien jetzt deutlich unsicherer.
„Wenn du dir in die Hose pisst, bleib draußen!“, meinte ich und ging durch die zerfallene Tür.
Mai und Marie folgten mir.
Meine Einschätzung änderte sich nur Sekunden nachdem wir das Lagerhaus betreten hatten. Die Wände waren mit fleischlicher Masse überzogen, der faulige Geruch von Fleisch lag in der Luft. Wir waren in einer unvollkommenen Sphäre gefangen.
Zwar schneite es noch immer herein, aber das täuschte nur eine Fluchtmöglichkeit nach oben an. Wir würden hier erst wieder rauskommen, wenn wir den Fluchgeist des Sonderklasse beseitigt hatten.
„Glaubst du noch immer nicht daran?“, fragte ich mit einem Schulterblick.
Meine Hände wanderten in die Hosentaschen als wir uns einen Weg durch die Sphäre suchten. Immer wieder bemerkte ich die glühend roten Augen in den Schatten, hörte die knurrenden Geräusche.
„Verschlossen!“, meinte Mai als sie an einer Tür rüttelte.
Nachdem mein Fuß auf die Tür getroffen war, machte das keinen Unterschied mehr.
Hinter der Tür kam eine große Kammer zum Vorschein. Der Boden war bedeckt mit Schnee, von den Wänden floss Blut. Leichen stapelten sich in einer Ecke.
Hinter mir würgte Marie und ihr Mittagessen sagte ihr wieder Hallo.
„Mai, pass auf unseren Kotzbrocken auf!“
„Bist du dir sicher?“, fragte sie und packte mich am Arm.
Ich schenkte ihr ein Selbstsicheres lächeln.
„Klar!“
Ich trat in die Mitte des Raums, bemerkte die Präsenz sehr wohl.
„Eckstein, Eckstein, jeder muss versteckt sein!“, meinte ich und wippte auf den Fersen.
Das Rassen von Ketten war zu hören, das scharen einer Klinge über Steinboden.
„Da bist du ja!“, sagte ich leise als die Klinge auf mich zuraste.
Der Boden splitterte, Schnee wirbelte auf.
„Ein Fluchgeist mit Schwert, jetzt hab ich alles gesehen!“, meinte ich.
Die Klinge hatte ich mit meinem Knie abgeblockt. Der Fluchgeist war eine abstrakte Mischung aus Oni und Wolf.
Ich hob mein Knie etwas mehr, und traf den Fluchgeist mit einem harten tritt gegen die Brust.
Das Vieh rutschte über den Boden, knurrte und fauchte. Schnaubte wie ein Tier.
„Weiß du, ich habe keine Lust meine Klinge gegen dich zu ziehen.“, provozierte ich den Fluchgeist. „Nicht gegen einen Schwächling wie dich!“
Brüllend stürzte sich der Fluchgeist auf mich.
Mit einer schnellen Bewegung wich ich aus, sprang über seine Schulter und stieß mich an dieser ab.
Der Fluchgeist schnaubte über die leichte Verbrennung an seiner Schulter, die ich mit meiner Fluchtechnik Hinterlassen hatte.
„Oh ein ganzer Harter was, nah schön!“, meinte ich und hob meine Hand.
Zeigefinger und Mittelfinger streckte ich aus, den Daumen legte ich in die Handfläche.
„Sphären Entfaltung!“
Mai zuckte bei den Worten zusammen, weil sie meine Sphäre noch nie gesehen hatte.
Anders als damals gegen Hanami, wurde die Welt nur sehr kurz dunkel. Hinter mit tauchte ein Schrein auf. Der Thron war aus einem Drachenschädel. Anders als meine alte Sphären Entfaltung, war diese offen und gab den Gegner eine theoretische Möglichkeit zu fliehen.
„Todesdrachen Schrein!“
Der Fluchgeist bewegte sich nicht mehr, stattdessen wurde er buchstäblich filetiert.
Der Fluchgeist verbrannte und ließ einen von Sukunas Finger fallen. Ich seufzte als die Sphäre sich auflöste und hob den Finger auf.
„Sagte dir doch, dass es gruselig wird!“, sagte ich zu meiner Schwester und klopfte ihr auf die Schulter.
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