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Julie and the Phantoms - Season 2

von Shine4You
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P16 / Het
Alex Carrie Wilson Flynn Julie Molina Luke Patterson Reggie
23.07.2021
01.05.2022
27
38.043
3
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23.07.2021 1.104
 
Julie saß in ihrem Zimmer und hatte den Kopf in die Hände gestützt. Was sollte sie davon halten? Nick hatte ihr Blumen überreicht? Aber irgendwie war er seltsam gewesen. Hatte zwar gelächelt, doch die junge Frau hatte ein komisches Gefühl im Bauch. Erst das Klopfen an der Tür ließ sie aus ihren Gedanken auftauchen. Julie stand auf und warf sich das dunkle Haar über die Schulter. Ihr Vater stand vor der Tür. Mit einem unergründlichen Gesichtsausdruck. Bevor sie jedoch etwas sagen konnte, hatte er sie aus dem Zimmer geschoben. Nichts ahnend lief ihm hinterher. An der Garagentür blieben beide stehen. Dann zog ihr Vater diese auf und deutete in den Raum. Da lagen sie. Mit geschlossenen Augen.
"Was tun die drei hier?"
Die lauten Worte ihres Vaters ließen die Jungen hochschrecken. Verwirrt schauten sie sich um: musterten Julie, dann ihren Vater, der sie wütend musterte.
Die Angesprochene schluckte. "Dad, ich..."
Er schüttelte den Kopf und verschränkte die Arme vor der Brust. "Du hast wildfremde Leute in unser Haus gelassen? Und das auch noch ohne mir Bescheid zu geben?!"
Bei jedem Wort wurde er immer lauter, sodass sie resigniert ihren Kopf senkte.
"Bitte entschuldigen Sie, Mr. Molina", begann Luke, wurde aber mit einem Kopfschütteln Julies unterbrochen.
"Es tut mir wirklich leid, Dad", versuchte sie es erneut. "Aber ich konnte es dir nicht sagen. Sie sind die Jungs aus meiner Band. und sie..." Das junge Mädchen schluckte, schaute in die Richtung der drei Jungs, welche nun keine Geister mehr zu sein schienen. "Sie haben kein Zuhause mehr. Können die drei nicht für eine Weile hier bleiben?"
"Mitkommen!"
Sie zog die Tür zu und folgte ihrem Vater ins Innere des Hauses. Beide begaben sich in die Küche.

In der Zwischenzeit hatte sich Alex aufgerichtet und schaute zu seinen Freunden. Reggie rieb sich die Augen, Luke blickte nachdenklich ins Leere.
"Ich glaube, dass man uns sehen kann."
"Schlau kombiniert, Alex", bemerkte Reggie und legte sich wieder hin.
"Vielleicht sollten wir wirklich gehen. Nicht, dass wir ihnen zur Last fallen", beteiligte sich Luke am Gespräch, schaute aber immer wieder an die Stelle, wo Julie zuvor gestanden hatte.
"Vielleicht liebt er Julie", sprach Reggie lächelnd. Dafür erntete er keinen Schlag auf den Hinterkopf. "Wofür war das denn?"
"Das ist unangebracht. Also im Anbetracht dieser Situation", bemerkte Alex und stand seufzend auf. Die Müdigkeit war verflogen.
Gerade als er die Tür öffnen wollte, wurde sie von der anderen Seite aufgezogen und krachte gegen seinen Kopf. kurz zuckte Alex zusammen, hielt sich die Stirn und blickte in das verwirrte Gesicht von Julie. Diese legte eine Hand auf ihren Mund und versuchte einen entschuldigenden Gesichtsausdruck aufzusetzen, was jedoch in einem freudigen Lachen unterging.
"Also findest du das lustig, dass du mir die Tür an den Kopf..."
Sie unterbrach ihn und zog den verdatterten Jungen an ihre Brust. Schließlich nickte sie Reggie und Luke zu. Eine Gruppenumarmung war mehr als fällig.
"Ihr dürft bleiben", sagte sie und drückte die drei Jungs erneut. Endlich konnte sie jeden von ihnen berühren, ohne dass ihre Hand durch sie hindurchglitt.
"Aber dein Dad?", bemerkte Luke und löste sich vorsichtig aus der Umarmung.
Julie lächelte versonnen in seine Richtung. "Der hat es erlaubt." kurz hielt sie inne und schaute zur Tür. "Aber nur in diesem Bereich. Es ist... Wie soll ich sagen? Ein wenig fürsorglich."
Reggie lächelte. "Das ist verständlich. Nicht jeder sieht Geister, die eigentlich tot sind, aber doch von allen gesehen werden können."

Nach dem ausführlichen Gespräch ging Julie in ihr Zimmer, um sich fertig zu machen. Vor lauter Aufregung hatte sie beinahe vergessen in die Schule zu gehen. Sie war zwar froh, dass heute die ersten Stunden ausgefallen waren, doch wenn sie nicht allzu spät sein wollte, musste sie sich beeilen, um den Bus doch noch erwischen zu können.
Als sie gerade im Begriff war zu gehen, wurde sie von Luke aufgehalten, der ihr eine Hand auf die Schulter legte und verlegen zu Boden schaute.
"Was ist denn?"
"Proben wir heute noch?"
Julie lächelte, kam ihm etwas näher. "Gerne. Aber erst am Abend. Ich muss jetzt wirklich los. Nicht, dass mich Mrs. Harrison noch anmeckert."
Der Angesprochene lächelte. Dabei löste er die Hand von ihrem Arm und nickte. "Dann bis heute Abend."

In der Schule angekommen, wurde sie wieder von Carrie angemacht. Julie verdrehte entnervt die Augen und beachtete sie nicht. Stattdessen ging sie zu Flynn, die lächelnd auf Julie wartete und die junge Frau umarmte. Beide hatten sich auf ihre Plätze gesetzt und die Sachen herausgeholt. Die Lehrerin kam herein und lächelte, als sie Julie erblickte. Kurz nickten sie einander zu, dann wurden die Blätter ausgeteilt.
"Wie ihr sehen könnt, werden wir eine Projektwoche veranstalten. Dafür brauchen wir freiwillige Musiker und Musikerinnen, die sich um den Einstieg kümmern. In der Woche widmen wir uns ganz der Kunst. Ob Musik, Literatur oder Tanz. Alles ist dabei. Außerdem solltet ihr euch mischen. Nicht dieselben in einer Gruppe." Dabei blickte sie zu Carrie und ihrer Clique. "Wenn ihr keine anderen Partner finden könnt, dann werde ich euch zuteilen."
"Ich will bloß nicht mit Carrie in eine Gruppe", flüsterte Flynn und drückte Julies Hand.
Sie nickte. "Leiden konnte sie mich noch nie."
Die Lehrerin räusperte sich, um die Aufmerksamkeit aller zu erlangen. Julie schaute auf die Tafel, an der reihenweise die Namen standen. Beinahe hätte sie die Augen verdreht und laut aufgestöhnt. Zum großen Überfluss war sie mit Carrie in einer Gruppe. Was war das für ein Schicksal, dass sich gegen Julie verschworen hatte?
Carrie jedoch machte keinen Hehl daraus, sich laut darüber zu beschweren. Quietschend schob sie ihren Stuhl zurück und seufzte laut, sodass alle Blicke auf sie gerichtet waren. Julie presste die Lippen aufeinander und versuchte ruhig zu bleiben.
"Warum ausgerechnet mit der?", protestierte sie und warf ihr Haar zurück. "Diese..."
"Es reicht!", rief Mrs. Harrison und schüttelte ihren Kopf. "Dein Benehmen geht gar nicht, Carrie! Noch einen Spruch in diese Richtung und ich sehe mich gezwungen, dich aus diesem Kurs zu schmeißen."
Carrie rollte mit den Augen und ließ sich genervt auf ihren Platz gleiten. Schnell warf sie Julie einen vernichtenden Blick zu und versuchte in den nächsten Minuten nicht mehr auf sie zu achten. Wenn sie schon miteinander arbeiten mussten, würde sie den restlichen Tag genießen und diese Verrückte ignorieren.
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