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Is it Love - Mystery Spell - Drogo Bartholy

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Drogo Bartholy
22.07.2021
22.07.2021
1
13.261
 
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22.07.2021 13.261
 
In drei Tagen geht die Uni los. Ich habe einerseits Angst, bin aber auch neugierig.
Die Angst kommt daher, dass ich mich in Mystery Spell eingeschrieben habe und dort absolut niemanden kenne. Neugierig bin ich auf die Kurse, die dann endlich beginnen werden.
Mein Flieger ist gestern Abend gelandet. Das Einzige, was ich bisher von der Stadt gesehen habe, was mein grauenhaftes Motel. Aber so erschöpft, wie ich war, hätte ich überall schlafen können.

A: Trotzdem konnte ich nicht einschlafen, weil ich so aufgeregt war.
B: Wegen der Zeitverschiebung habe ich bis zum Mittag durchgeschlafen.
Auswahl: A

Heute muss ich mich in alles einschreiben. Dazu muss ich ins Studentensekreteriar der Uni gehen. Das wird bestimmt dauern!
Ich denke, dass ich nichts vergessen habe. Alles ist in meiner kleinen Umhängetasche.
Ich würde übelst gern die Stadt erkunden, doch wird das erst einmal warten müssen. Als ich vor der Uni stehe, staune ich.
(WOOW!)

A: Was für ein Teil!
B: Das ist... speziell.
Auswahl: A

Das Gebäude ist architektonisch wirklich beeindruckend. Ich liebe diese Mischung aus Alt und Neu.
Es handelt sich um einen Backsteinbau mit Säulen. Die Stimmung ist eigentümlich, schick und lernfördernd zugleich.
Ich schaue auf die Alleen mit ihren zahlreichen Bäumen und die vielen Grünflächen.

A: Wirkt sympathisch.
B: Ich bin nicht so der Naturmensch.
Auswahl: B

Das ist hübsch, aber ich bin nicht so der Naturmensch. Ich zeihe das Gewühl in der Stadt vor. Zum Glück bin ich ja aber nur zum Studieren gekommen.
Der Campus sieht riesig aus. Man könnte sagen, dass er so groß wie ein ganzes Stadtviertel ist. Ich hoffe, ich verlaufe mich nicht.

A: Ich folge den Hinweisschildern.
B: Ich schlendere ein bisschen rum. Ich werde mich schon zurechtfinden.
Auswahl: A

Ohne größere Schwierigkeiten finde ich das Verwaltungsgebäude und gehe hinein.
Nach ein paar Minuten stelle ich aber fest, dass ich ziellos darin umherirre und beim besten Willen nicht weiß, wo ich bin.
In einem der vielen Korridore, die alle gleich aussehen, fühle ich mich auf einmal ziemlich verloren.
(In welche Richtung geht's jetzt?)
Hinter mir höre ich Schritte. Ein junges Mädchen kommt näher. Sie ist sehr schön.
Mir fällt sofort ihr modebewusstes Äußeres auf. Sie strahlt etwas extrem Energiegeladenes aus.
Im Gegensatz zu mir scheint sie sich hier allerbestens auszukennen. Vielleicht kann sie mir ja helfen?
Kira : "Entschuldige bitte..."
Sie kommt entschlossenen Schrittes näher. Sie atmet regelrecht Selbstbewusstsein.
??? : "Hallo. Du bist hier, um dich einzuschreiben, was?"
Kira : "Ja. Woher weißt du das?"
??? : "Das ist der einzige Grund, warum man schon vor Beginn des Studienjahres hier herumirrt."
Kira : "Ich suche, das Studentensekreteriat, habe aber noch so meine Probleme, mich hier zurechtzufinden..."
??? : "Bist du neu?"

A: Ja.
B: Nein.
Auswahl: A

Kira : "Sieht man mir das etwa an?"
??? : "Da ich dich noch nie hier gesehen habe und ich im Grunde aber schon immer hier lebe, war es nicht schwer, das zu erraten."
Kira : "Das erklärt, weshalb du dich hier so gut auskennst."
Sie lacht und nimmt mich fröhlich an die Hand.
??? : Keine Sorge! Ich zeige dir, wo es ist. Ich muss sowieso ebenfalls dorthin... Ich heiße übrigens Sarah. Und du?"
Kira : "Kira."
Sie führt mich zum Büro, wo man sich immatrikulieren kann. Als wir vor der Tür stehen, hole ich meien Papiere raus, die mir Sarah sofort aus den Händen reißt.

A: Ich überlasse sie ihr und grinse.
B: He, na klar... Nimm dir ruhig, was du willst!
Auswahl: B

Kira : "He!"
Sarah : "Ich will nur einen Blick auf die Fächer werfen, die du gewählt hast."
Ich sehe ihr zu. Auf einmal schreit sie aufgeregt. Ich erschrecke und schaue sie mir großen Augen an. Dieses Mädchen ist ein bisschen bizarr!
Sarah : "Du hast dich in den Kurs "Mythen und Legenden" eingeschrieben. Ich auch."
Kira : "Super."
(Also, denke ich zumindest.)
Sarah ist einerseits mysteriös, andererseits aber auch verspielt und explosiv.

A: Das genaue Gegenteil von mir.
B: Ein bisschen wie ich.
Auswahl: A

Das genaue Gegenteil von mir... Ich werde mich wohl anpassen müssen.
Aber wie es scheint, ziehen sich Gegensätze ja an. Und so verschieden wir beide sind, könnte das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein.
Als ich mit den Formalitäten fertig bin, zieht mich Sarah zum Ausgang. Ich habe Mühe, ihr zu folgen.
Kira : "He... Nicht so schnell!"
Als wir draußen sind, treibt sie mich an, ihr zu folge.

A: Wir setzen uns auf eine Bank, die unter einer Eiche im Schatten steht.
B: Ich möchte lieber die Sonne genießen: Wir setzen uns auf den Rasen.
Auswahl: B

Sarah : "Ich spüre er förmlich: Das neue Jahr wird aufregend."
Ich bleibe ruhig. Im Gegensatz zu ihr ist für mich alles ganz neu. Ich werde erst einmal richtig ankommen müssen, bevor ich ebenfalls in einen derartigen Enthusiasmus ausbreche.
Sarah : "Du wirkst ein bisschen ängstlich..."
Dieses Mädchen scheint meine Gedanken lesen zu können.
Kira : "Das ist wahr. Ich finde es nicht leicht, in eine fremde Stadt zu ziehen, wo man niemanden kennt."
Sarah : "Ach, das ist doch alles halb so wild... Du kennst nun ja mich."
Ihre gute Laune ist ansteckend.

A: Sie ein bisschen ausfragen.
B: Ihr danken.
Auswahl: A

Kira : "Du hast recht. Und du... Du lebst hier schon eine ganze Weile,, habe ich das richtig verstanden?"
Sarah : "Schon immer. Ich kenne Mystery Spell wie meine Westentasche. Soll ich dich rumführen?"
Kira : "Vielleicht später. Ich habe heute Abend schon eine ganze Menge zu tun."
Sarah : "Echt? Du bist gestern erst angekommen und hast heute schon was vor? Na du verlierst aber keine Zeit, was?"
Kira : "Ich hatte schon einiges geplant, bevor ich angekommen bin. Als ich gestern Abend gelandet bin, war ich dermaßen kaputt, dass ich erstmal nur ins erstbeste Motel gegangen bin."
Sarah : "Wenn ich deinen Kopf so sehe, war das alles sicher nicht so genial."

A: Beleidigt sein.
B: Darüber lachen.
Auswahl: A

Kira : "Danke für das Kompliment..."
Sarah : "Wenn es so schlimm ist, dann kannst du auch gern erstmal bei mir bleiben, bis du etwas gefunden hast."
Kira : "Das ist wirklich nett, aber nicht nötig. Ich habe eine Stelle als Au-pair-Mädchen bei einer Familie gefunden."
Kira : "Ich kümmere mich um ein kleines Mädchen und darf im Gegenzug kostenlos dort wohnen. So kann ich auch gleich mein Studium finanzieren."
Sarah : "Gute Idee, echt."
Kira : "Finde ich auch."
Sarah : "Und ist es auch nicht zu weit bis zum Campus?"
Kira : "Keine Ahnung. Wir treffen uns heute Abend zum ersten Mal. Ich hoffe, es ist nicht so weit."
Sarah : "Welche Familie ist es denn? Vielleicht kenne ich sie ja..."

A: Es ihr sagen.
B: Zögern.
Auswahl: B

Ich weiß nicht, ob ich es ihr sagen soll. Ich kenne sie ja kaum. Warum will sie es überhaupt wissen? Gut... Letztlich ist es ja auch kein Geheimnis...
Kira : "Die Bartholys. Die sind hier offenbar alteingesessen und haben ihre Wurzeln hier, wenn ich es richtig verstanden habe."
Sarah schläft regelrecht das Gesicht ein. Man könnte meinen, sie hätte einen Geist gesehen. Ich lege ihr eine Hand auf die Schulter.
Kira : "Alles ok?"
Sie springt überstürzt auf und läuft von mir weg.
Sarah : "Nein, nein... Es ist nichts! Ich erinnere mich nur gerade, dass ich noch etwas vorhatte..."
Kira : "Achso?"
Sarah ist auf einmal ganz komisch. Also... noch komischer, als sie eh schon war.
Sarah : "Ja, ist jetzt blöd, was? Ich bin manchmal echt zerstreut."
Diesen Eindruck hatte ich eigentlich ganz und gar nicht von ihr. Sie winkt mir noch zu, ist da aber schon ziemlich weit weg.

A: Ich lasse sie gehen.
B: Ich laufe ihr hinterher.
Auswahl: A

Kira : "Ok, wie du willst..."
(Überhaupt nicht komisch...)
Dann läuft sie davon, ohne noch etwas zu sagen. Was das wohl bedeuten soll...
Ich sehe ihr zweifelnd nach. Ok... Sie wird sich schon wieder einkriegen, würde meien Oma jetzt wohl sagen.
Ich laufe langsam los, um die Uni erst einmal hinter mir zu lassen. Ich genieße die letzten Sonnenstrahlen, bevor es bald dunkel wird.

A: Ich verzichte auf den Bus und gehe lieber ein bisschen spazieren.
B: Ich nehme den Bus.
Auswahl: A

Vielleicht werde ich so die Straßen und Stadtvirtel ein bisschen kennen lernen, damit ich mich hier bald zurechtfinde. Währenddessen denke ich über Sarahs Verhalten nach.
Bei dem Namen Bartholy hat sie ja doch ziemlich heftig reagiert. Oder bilde ich mir das nur ein?

A: Ich bin paranoid.
B: Da ist etwas faul.
Auswahl: B

Nein, ich denke schon, dass da irgendwas dubioses ist. Das beunruhigt mich ein wenig...
Naja, ich werde es ja wahrscheinlich bald herausfinden. Heute Abend stelle ich mich bei ihnen wegen des Jobs vor.
Ich bin schon ganz aufgeregt zu sehen, wo die Bartholys wohnen und wie sie so sind...
Als ich aus dem Motel auschecke und mir ein Taxi rufe, um damit zu den Bartholys zu fahren, ist es schon seit einer Weile dunkel.
Ich hole meinen Koffer aus dem Kofferraum und bezahle das Taxi. Dann sehe ich ihm hinterher, wie es wieder wegfährt.
Als ich das Tor des beeindruckenden Anwesens durchschreite, bleibe ich wie erstarrt stehen. Ich habe alles erwartet, nur das nicht.
Vor mir erhebt sich ein imposantes Herrenhaus, das inmitten eines riesigen Grundstücks steht.

A: Das ist echte Klasse!
B: Das ist total durchgeknallt.
Auswahl: A

Es ist bestimmt cool, in so einem Haus zu wohnen. Es sieht so aus wie eines der Traumhäuse in einem Märchen. Schöner als die ganzen Hollywood-Villen!
Der Wind frischt auf, rauscht durch die Baumkronen und pfeift beunruhigend heftig sein bedrohliches Lied.
Das Plätschern des Springbrunnens gibt dieser eh schon bedrückenden Atmosphäre erst noch richtig Schwung.
(Ok! Ich habe Angst!)
Mich schaudert es und ich schaue mich unruhig um. Der Park liegt in der Finsternis. Ich kann kaum meine eigenen Füße erkennen. Ich wühle in meiner Tasche und suche nach meinem Handy.
Ich tippe die Nummer der Bartholys ein. Ich höre es klingeln.
(Komm schon, geh ran!)
Ich versuche es mehrere Male. Vergeblich.
Als ich zum Himmel raufschaue, sehe ich, wie sich dunkle Wolken vor den Mond schieben. In der Ferne höre ich einen Wolf heulen. Ich zittere ängstlich.

A: Meine Fantaie spielt mir einen Steich.
B: Ich habe das doch nicht geträumt.
Auswahl: A

Das kann doch kein Wolf gewesen sein. Hier in der Gegend gibt es doch gar keine. Oder...?
Da niemand ans Telefon geht, folge ich schließlich den Lichtern, die die Fenster erleuchten.
Wenn das so weitergeht, werde ich definitiv schlecht träumen. Dieser Ort hier ist wie aus einem Horrorfilm entsprungen.
Ich greife nach de Geländer der steinigen Treppe, die hinauf zur riesigen Eingangstür führt. Als ich die Stufen erklimme, habe ich das Gefühl, dass mich jemand beobachtet.

A: Ich sehe um mich.
B: Ich zwinge mich, nicht zu gucken.
Auswahl: A

Ich glaube, ich sehe einen Lichtschein...
Nein, ich habe nur geträumt.
Als ich oben bin, schiebe ich die Angst einfach weg, die mein Herz schmerzen lässt. Plötzlich: Es knirscht. Mir stockt der Atem. Ich schaue hinter mich.
(Verfolgt mich jemand?)
Ich kann niemanden sehen. Nur die Finsternis. Und ich... Ich laufe zur Tür und will gerade klopfen, als mich die Angst wieder überkommt. Ich zögere.
Nicht mal eine Klingel gibt es hier, nur eine Art Ring, der am Mund eines Wasserspeiers hängt.

A: Wie hübsch.
B: Lächerlich...
Auswahl: A

Ich bin wie erstarrt und völlig überwältigt von dieser Figur.
Ich bin zwar hypernervös, bewundere aber dennoch die Qualität dieses Griffs aus Stahl, der kunstvoll gestaltet ist.
Ich hole ganz tief Luft. Dann greife ich mit meiner Hand nach dem Ring und klopfe dreimal kräftig an die Tür. Das Pochen scheint sich im Inneren wie ein Echo in den Räumen auszubreiten.
Nachdem ich mir einige Minuten lang dast wie ein Idiot die Beine in den Bauch gestanden habe, ringe ich mich durch, ein zweites Mal zu klopfen.
Doch das ist nicht nötig... Die Tür öffnet sich und ich zucke zusammen. Ich sehe mich auf einmal zwei braunen Augen gegenüber, die mich wie magisch ansehen.
Ich kenne sie nicht, habe sie noch nie zuvor gesehen. Aber sie strahlen etwas Faszinierendes aus...
(Und Beunruhigendes...)
Die Aura dieses Typen, dem die Augen gehören, ist mystisch.
Er sagt kein Wort, sondern steht einfach nur da und sieht mich gelangweilt an.
Er erwartet vielleicht, dass ich mich vorstelle oder sowas in der Art...
(Was für ein Empfang!)
Ich räuspere mich. Ich spüre eine innere Unruhe und meine Hände sind ganz feucht vor Nervosität. Zumal ich es nicht gewohnt bin, einem so schönen Jungen gegenüberzustehen.
Seine unausstehliche Art ändert nichts an seinem Charme und seinem wie aus gehärtetem Stahl geformten Körper. Alles an ihm atmet... Gefahr.
Nach einigen Momenten des Schweigens werde ich mir darüber im Klaren, dass ich gerade mit staunenden Augen und offenem Mund vor ihm stehe.
Ich hinterlasse nicht gerade den allerbesten ersten Eindruck.
(Komm schon, Kira, reiß dich zusammen!)
Ich klammer mich an die Henkel meiner Tasche und versuche mich an einem freundlichen Lächeln.

A: Ihn grüßen.
B: Ruhig bleiben.
Auswahl: A

Kira : "Äh... Hallo. Guten Abend. Ich bin Kira... Ich hatte geschrieben, dass ich heute Abend komme... Ähm.... Ich bin das neue Kindermädchen. Ich habe..."
??? : "Hörst du auch mal auf zu labern?"
Kira : "Nein, also... doch... aber..."
(Ich wirke echt wie der perfekte Idiot!)
Ich laufe rot an und es kehr wieder Ruhe ein.
Mein unbekannter Gegenüber nimmt eine gleichgültige Haltung ein und wartet einfach weiter. Er hat offensichtlich keine Lust, mir aus meiner Verlegenheit zu helfen.
(Ok, ihm ist es scheinbar egal, was ich hier erzähle. Das bringt er recht klar zum Ausdruck...)
Sein Schweigen verstärkt meine Beklemmung. Er sieht mich weiter mit seinen wunderschönen braunen Augen an. Ich fühle mich alles andere als wohl dabei.
Kira : "Herr Bartholy hat mich engagiert... Ich soll mich um die kleine Lorie kümmern."
Noch immer keine Reaktion. Ich habe den leisen Verdacht, dass er mir gar nicht zuhört. Als wäre ich unsichtbar. Ich empfinde das als demütigend.
Meine Betretenheit erreicht ihren Höhepunkt. Ich spüre, wie ich rot werde. Nur noch einen kurzen Moment und ich werde knallrot wie eine Tomate sein, da bin ich mir sicher.
Ich bin keines dieser Mädchen, die sofort auffallen und gleich im Mittelpunkt stehen. Aber trotzdem: Mit so wenig Beachtung hat mich bisher auch noch niemand bedacht.

A: Die Initiative übernehmen.
B: Es nicht mit sich machen lassen.
Auswahl: B

Ich würde ihm gern mal eine Lehrstunde in Sachen Höflichkeit erteilen, aber ich bekomme keinen Mucks heraus.
Er hat nicht mal die Freundlichkeit gehabt, mich hereinzubitten.
Ich habe den Eindruck, dass ich störe. Als hätte ich mich in der Adresse geirrt. Ich beginne, nervös von einem Fuß auf den anderen zu treten.
Es scheint fast so, als dass, je unwohler ich mich fühle, er umso entschlossener ist, einfach nur dazustehen und mich anzustarren.
Kira : "Gibt es ein Problem mit dem Job? Ist er noch zu haben? Oder vielleicht...."
Ohne abzuwarten, was ich noch sagen möchte, dreht er sich um und geht weg.
(Äh... Und ich? Was soll ich nun tun?)
(Geh ich rein? Bleibe ich hier? Gehe ich wieder?)
Zumindest hat er mir nicht die Tür vor der Nase zugeschlagen... Ich denke also mal, dass ich reinkommen darf. Also tue ich das wohl einfach... Schlimmstenfalls bin ich halt enttäuscht oder es wird peinlich...
(Also nichts Krasses!)

A: Ich gehe hinein.
B: Ich bleibe vor der Tür stehen.
Auswahl: B

Die Kälte und ein neuerliches Heulen irgendwo da draußen überzeugen mich, jetzt lieber nicht kehrtzumachen.
Mit bleibt nichts übrig, als meinem Hausherren zu folgen, der ziemlich mysteriös ist... (Und zudem... super unhöflich.)
Das Foyer ist immens. Ich bin beeindruckt. Gleichzeitig strahlt es eine unheimliche Kälte aus. Schade...
Ich friere und reibe meine Arme an meinem Oberkörper, um mich etwas aufzuwärmen.
Gleichzeitig bewundere ich die Dekoration. Die riesige Treppe, die ich vor mir sehe, raubt mir den Atem.
Alles hier ist prächtig: die mit bordeauxrotem Teppich belegten Stufen, die Geländer aus rustikaler Eiche, der Marmorboden, die Meisterwerke an den Wänden...

A: Welch Raffinesse!
B: Ein bisschen too much!
Auswahl: A

Ich muss schon sagen... Die Familie hat Geld! Ich besinne mich aber gleich wieder: Sie müssen ja nicht gleich merken, dass ich noch nie zuvor etwas Vergleichbares gesehen habe.
Ich wwill nicht wie ein unkultiviertes Mädchen aussehen, das zum ersten Mal aus seinem Dorf rauskommt.
Einmal mehr kreuzen sich die Blicke des komischen Typen und von mir. Er sieht mich mit einer unangenehmen Beharrlichkeit an.
(Was ist denn los?)
Ich denke am Ende noch, dass ich irgendwas an mir habe, das nicht stimmt.
(Klebt etwas Zuessen in meinem Gesicht? Vielleicht zwischen den Zähnen?)
Na super: Nicht nur, dass meine Selbstsicherheit mit jeder Sekunde weiter flöten geht... Nun also auch noch solche Gedanken.

A: Ignoranz vortäuschen.
B: Ruhig bleiben.
Auswahl: B

Ich versuche trotz allem, meine Ruhe zu wahren.
Mir läuft es kalt den Rücken runter und ich strahle Unruhe aus, was mir nicht unbedingt in die Karten spielt.
Ich löse meinen Schal, um einfach irgendwas mit meinen Händen zu machen. Seine Augen folgen meinen Bewegungen auf eine befremdliche Art und Weise. Keine Ahnung, wie ich das deuten soll.
Steckt darin ein Gelüst? Vielleicht Wut? Verachtung? Ich versuche, es zu verdrängen. Ich bin eh schon durcheinander und ein wenig besorgt.
Er, der die ganze Zeit den Unnahbaren und Gleichgültigen gemimt hat, scheint nun auf einmal aufzuwachen.
Ich erzittere vor seinem plötzlichen Interesse. Meine Sinne sind auf Alarm gestellt. Als würde eine Gefahr drohen.

A: Ich weiche seinem Blick aus.
B: Ich halte seinem Blick stand.
Auswahl: B

Ich lasse mich von ihm doch nicht beeindrucken.
Ich hoffe, dass die anderen Familienmitglieder weniger angsteinflößend sind.
(Ach genau, und wenn sich mal jemand von ihnen zeigen würde, fände ich das auch ganz angenehm...)
Ich hoffe, die haben bessere Manieren als der hier.

A: Ich werde alles versuchen, ihm weitestgehend aus dem Weg zu gehen.
B: Trotzdem hoff ich, ihm öfter zu begegnen.
Auswahl: B

Er ist irgendwie betörend... Ich hasse mich ja selbst dafür, solche Gedanken zu haben.
Nicht nur, weil er so unangenehm und verwirrend ist... Vor allem lehne ich es auch ab, Zeit mit Leuten zu verbringen, die mich mit so wenig Taktgefühl behandeln.
Er zeigt noch immer nicht die geringste Reaktion. Er steht weiter mitten in der Eingangshalle und starrt mich einfach nur an.
(Ist das eine Krankheit?)
So langsam reißt mir der Geduldsfaden. Was soll dieser Empfang? Ich verschränke die Arme und wippe mit dem Fuß.
Kira : Ok, hör zu: Ich werde nicht bis morgen früh hier so rumtreten. Ich soll hier einen Hernn Bartholy treffen wegen der Stelle. Ich würde gern..."
Und wieder lässt er mich einfach so wortlos stehen.
(Was für ein Rüpel!)
Von weitem höre ich, wie er sich nun an jemanden wendet.
??? : "Nicolae! Das kleine Ding für Lorie ist da..."
(Kleines Ding?!)
Meint er das ernst? Für wen hält der sich eigentlich?
Nur weil er aus einer reichen Familie kommt und in einem Schloss wohnt, gibt das ihm noch lange nicht das Recht, andere Leute auf so eine Art zu behandeln!
Ich versuche, ruhig zu bleiben, doch das ist wirklich nicht leicht.

A: Es lebe die Zeitverschiebung!
B: Dieser Typ ist echt unangenehm.
Auswahl: A

Ich spüre noch immer die Zeitverschiebung und bin kurz vorm Einschlafen.
Ich bin mit meiner Geduld am Ende, die letzen Reserven sind fast aufgebraucht. Ein paar Minuten gebe ich ihnen noch...
Aber wenn sich hier nicht bald etwas tut, kehre ich lieber in das versiffte Motel zurück. Auch wenn es mich innerlich davor ekelt.

A: Hier ist es ja vielleicht auch nicht besser...
B: Nein, das tue ich auf keinen Fall!
Auswahl: B

Oh nein! Komme was wolle, aber eine zweite Nach verbringe ich dort nicht!
Endlich kommt ein junger Mann auf mich zu. Nicht zu vergleichen mit dem, der mich "empfangen" hat.
Sein Gesicht ist freundlicher, seine langen Haare sind dunkel, auch er hat nussbraune Augen. Von ihm geht aber auch eine gewisse Melancholie aus.
Ich bleibe lieber wachsam und warte ab, wie er sich mir gegenüber verhalten wird. Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, dass er sich auf eine Art vor mir aufbaut, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheint.

A: Noch so ein Original!
B: Wow!
Auswahl: B

??? : "Guten Abend. Entschuldige bitte meine Verspätung. Eigentlich wollte ich dich willkommen heißen, aber da ich mich um Lorie gekümmert habe, habe ich irgendwie die Zeit vergessen."
Auch seine Art zu sprechen ist seltsam. Erst das Haus, nun seine Bewohner: Ich habe den Eindruck, in eine völlig andere Welt fernab jeglicher Realität gereist zu sein.
(Was ist das für eine Familie? Sind die etwa alle so schön und ausgeflippt?)

A: Ich lächle ihm zu.
B: Ich verziehe keine Miene.
Auswahl: B

Ich bleibe unnahbar, weil ich noch immer von diesem Empfang genervt bin.
Er lächelt mir zu, was mich dann aber doch ein wenig beschwichtigt. Meine Verärgerung schmilzt wie Schnee in der Sonne.
Ich habe das Gefühl, auf einmal ein ganz anderer Mensch zu werden.
Ich sollte unbedingt aufhören, mich so aufzuführen. Ich denke mal, da hat die Müdigkeit ihren Anteil dran.
??? : "Ich bin Nicolae, der Älteste der Bartholy-Söhne."
Er gibt mir die Hand und hält sie dann etwas zu lang fest, weshalb ich schon wieder durcheinander bin.

A: Ich lasse sie ihm.
B: Ich ziehe sie mit einem Ruck zurück.
Auswahl: A

Die Berührung bringt mich aus dem Konzept.
Kira : "Sehr erfreut, ich bin Kira."
Ich presse ein Lächeln heraus. Nicolae scheint ja zumindest ganz nett zu sein.
Nicolae : "Ich bitte Drogos fehlendes Taktgefühl zu verzeihen. Man sollte ihm nicht allu viel Beachtung schenken."
Kira : "Drogo?"
Nicolae : "Mein jüngerer Bruder, den du bereits kennen gelernt hast."
Kam mir gleich so vor, als dass sie miteinander verwandt sind. Da ich aber nicht gleich auf Konfrontation gehen will, zucke ich einfach nur mit den Schultern.
Kira : "Kein Problem. Deine Familie hat ein schönes Anwesen. Ich mag es sehr."
Nicolae : "Ja. Wir bekommen das gar nicht mehr so mit, da wir ja schon immer hier wohnen. Das wird bei dir sicher auch nicht anders sein, wenn du erstmal ein paar Wochen bei uns gelebt hast..."
Kira : "Oh... Der Job ist also noch immer frei?"
Er scheint von meiner Frage überrascht zu sein.
Nicolae : "Natürlich. Das war auch nie anders."
Trotz allem, was ich hier in den ersten Minuten erlebt habe, bin ich erleichtert. Für einen kurzen Moment hatte ich befürchtet, diese Chance verpasst zu haben. Dann hätte ich von Neuem nach einer Bleibe suchen müssen.
Ich brauche diesen Job, das weiß ich. Egal, ob die Leute ein bisschen komisch sind. Ich werde mich schon daran gewöhnen.
Ich bin mir sicher, dass das nur eine Frage von ein paar Tagen sein wird...
Kira : "Dann sollte ich am besten noch Herrn Bartholy treffen, um zu klären, was er von mir erwartet."
Nicolae : "Mein Vater ist nicht da."
(Wie jetzt, nicht da? Ich sollte ihn doch jetzt hier treffen.)
(Das ist jetzt aber nicht in Ordnung!)

A: Es ihm sagen.
B: Nichts sagen.
Auswahl: B

Ich reiße mich zusammen und bleibe ruhig, auch wenn mich das viel Überwindung kostet.
Ich sehe meinen Gegenüber mit einem möglichst neutralen Gesichtsausdruck an und warte, dass er das Wort ergreift.
Nicolae : "Aber keine Sorge. Ich weiß sehr gut, was er von dir erwartet. Sehr gern helfe ich dir, wenn du Fragen hast."
Das ist jetzt etwas simpel, aber ok, was soll's. Wir sollen das Thema wechseln, hier bewirke ich eh nichts.
Kira : "Lorie ist also deine kleine Schwester?"
Nicolae : "Ja, genau."
Kira : "Und du hast auch einen Bruder..."
Nicolae : "Ja, sogar zwei. Drogo, den du schon getroffen hast, und Peter."
Ohne auf meine Reaktion zu warten, bittet er mich, ihm zu folgen.
Nicolae : "Komm. Ich zeige dir dein Zimmer..."
Ich ziehe meinen Koffer zur Treppe. Dort drückt mich Nicolae zur Seite.
Nicolae : "Warte, ich mach das schon."

A: Ich könnte ihn dafür umarmen.
B: Wenigstens ein bisschen Höflichkeit.
Auswahl: A

Fast schon zu herzlich...
Ich danke ihm höflich.
Er hebt meinen Koffer und trägt ihn mühelos nach oben. Ich laufe ihm hinterher.
Als wir oben angekommen sind, werfe ich einen Blick zurück über die Schultern und stelle fest, dass die Eingangshalle von hier oben noch viel beeindruckender aussieht.
Nicolae : "Kira, hier entlang..."
Ich folge ihm weiter. Aus einer der Türen klingt leise melacholische Musik.
Kira : "Woher kommt diese Musik? Das klingt schön. Ein bisschen traurig, aber schön."
Nicolae : "Oh... Das ist Peter. Er spielt gern solche Melodien."
(Melodien? Er macht Musik, cool.)
Kira : "Er spielt das also?"
(Das ist fantastisch.)
Nicolae läuft weiter bis zum Ende des Korridors, ohne ein Wort zu sagen. Er scheint auch etwas mysteriös zu sein...

A: Es hinnehmen.
B: Nachhaken.
Auswahl: B

Kira : "Also? Spielt er das selbst?"
Stille.
Ich beeile mich, an ihm dran zu bleiben, ehe ich ihn noch verliere.
Bei der Größe dieses Herrenhauses kann das schnell passieren. Er bleibt schließlich vor einer Tür stehen, hinter der sich ein großer Raum auftut.
Nicolae : "Hier ist es! Herzlich willkommen in deinem neuen Zuhause."
Er tritt höflich einen Schritt beiseite, damit ich vorbeigehen kann. Das Erste, was mir auffällt, als ich eintrete, ist die Dimension des Raumes.
(Gott ist der riesig!)

A: Ich liebe das!
B: Ein bisschen altmodisch...
Auswahl: A

Ich mag dieses riesige Fenster, das zum Garten hinaus zeigt. Und die vielen Spiegel, die den Raum noch größer wirken lassen.
Ich sehe, dass der Rest meiner Gepäcks in der Ecke des Raumes steht. Nicolae beeilt sich, meinen Koffer dazuzustellen, den ich mitgebracht habe.
Nicolae : "Deine anderen Sachen sind wie geplant gestern angekommen... Ich lasse dich dich erst einmal einrichten. Ich schaue mal, was wir dir zum Abendessen zubereiten können."
Er läuft den Korridor zurück und macht dann aber doch noch einmal kehrt.
Nicolae : "Ich stelle dir Lorie morgen früh vor. Um diese Zeit schläft sie bereits und ich will sie nicht noch einmal wecken."
Kira : "Na klar, lass sie schlafen. Es ist kein Problem, wenn ich sie erst später kennen lerne."
Nicolae : "Sehr gut... Dann herzlich willkommen bei uns."
Ich habe keine Zeit, ihm zu antworten. So schnell er gekommen ist, so schnell geht er auch wieder.
Das scheint eine schlechte Angewohnheit bei denen hier zu sein: Sie kommen und gehen, ohne dass ich Zeit habe zu reagieren.
Wie Nicolae es vorgeschlagen hat, beginne ich damit, meine Sachen auszupacken.
Oder schmeiße ich mich aufs Bett um den Kopf ein wenig freizubekommen?

A: Vor mich hindösen.
B: Mich einrichten.
Auswahl: B

Nun, da ich da bin, richte ich mich erstmal gemütlich ein.
Ich schaue mich ein wenig um.
Ich öffne den ersten Koffer und beginne, meine Sachen einzuräumen. Während ich meine Klamotten in den Schrank räume, muss ich an die beiden Brüder denken, die ich nun schon kenne.
Nicolae ist um Längen charmanter als Drogo. Bei ihm habe ich mich sofort wohl gefühlt.
Und seine Gentleman-Art war wirklich überraschend. Ich wusste gar nicht, dass es heutzutage noch Männer von diesem Schlag gibt.
Das Mindeste, was man sagen kann, ist, dass er anders ist als sein Bruder. Was auch immer Drogos Problem ist: Ich will es auch gar nicht wissen.

A: Ein Lümmel, aber attraktiv...
B: Was für ein Lümmel!
Auswahl: A

Ich habe fast schon Lust, ihn wiederzusehen, auch wenn er so kühl war. Ich muss zugeben, dass er mir nicht aus dem Kopf geht...
Sein fesselnder Blick lässt mich seine Unhöflichkeit vergessen.
Als ich den zweiten Koffer öffne, bleibe ich einige Sekunden lang regungslos stehen. Ich nehme eine Sache heraus, die mir sehr wichtig ist.

A: Eine Schneekugel.
B: Eine Postkarte.
Auswahl: A

Ich packe sie vorsichtig aus und schüttele sie traurig lächelnd.
Ich habe eien ganze Sammlung davon. Das hier ist meine liebste: Meine Eltern haben sie aus Paris mitgebracht.
Wegen ihrer Arbeit waren sie ständig in der Welt unterwegs. Jedesmal brachten sie mir aus der Stadt in die es sie gezogen hat, ein Souvenir mit.
Sie waren schon in London, Madrid, New York, Toronto, Rio, Peking, Tunis, Rom, ... Ihnen fehlen noch eine Menge Städte, aber sie werden ihre Sammlung nie vervollständigen können.
Ein Autounfall hat beide ihr Leben gekostet, als sie von einer ihrer Reisen nach Hause fahren wollten.
Die Souvenirs anzusehen sorgt in mir noch immer für Schmerzen, aber ich kann mich trotzdem nicht von ihnen trennen.
Die Erinnerungsstücke sind das Einzige, was mir von meiner Familie geblieben ist. Außer natürlich meinen Erinnerungen selbst.

A: An etwas anderes denken.
B: An sie denken.
Auswahl: A

Aber ich will nicht den ganzen Abend lang der Vergangenheit nachweinen. Ich habe anderes zu tun. Deshalb wende ich mich wieder meinem Koffer zu, der noch immer gut gefüllt ist.
Ich hole meine Bücher und meine Kleidung hervor und stelle sie sorgfälltig ins Regal.
Danach widme ich mich meiner Tasche, in der ich all meine Kosmetikartikel habe. Als ich das Bad betrete, das zu meinem Zimmer gehört, bleibe ich auf einmal stehen.
Es ist superluxuriös. Ich liebe das Waschbecken aus Marmor und die Wanne aus einer anderen Zeit. Um mein Wohlbefinden muss ich mir also schonmal keine Gedanken machen.
Als ich alles eingeräumt habe, gehe ich ins Zimmer zurück und drehe mich einmal um meine eigene Achse, um mir mein neues Zimmer anzusehen.
(Hier werde ich jetzt also wohnen!)
Ich stelle ein Foto meiner Eltern auf den Nachttischschrank und setze mich aufs Bett. Einen Moment lang sehe ich das Bild an.
(Alles wird gut...)
Ich streichle mit den Fingerspitzen über den Bilderrahmen und lächle traurig. Ich spitze die Ohren, doch nichts durchbricht die Stille. Alles ist ruhig. Fast schon zu ruhig.
Ich lege mich hin und starre einen Moment lang die Decke an. Ich bin kaputt, aber letztlich auch glücklich, endlich angekommen zu sein.
Plötzlich spüre ich, dass noch jemand da ist.

A: Ich richte mich vorsichtig auf.
B: Ich bin wie versteinert und traue mich nicht, mich zu bewegen.
Auswahl: A

Zusätzlich zu diesem Eindruck gesellt sich ein Knarren. Ich habe Angst und stehe auf.
Drogo lehnt in einer versteckten Ecke des Raumes an der Wand. Er sieht mich schweigend an.

A: Ich erschaudere vor ihm.
B: Diesmal lasse ich die Angst nicht die Oberhand gewinnen.
Auswahl: B

Ich hebe den Kopf und sehe ihn trotz des Schimmerns in seinem Blick direkt in die Augen. Ist es Feindseligkeit... oder etwas anderes?
(Wie lange ist er schon da?)
Ich versuche, aufzustehen, doch Drogo steht auf einmal schon direkt vor mir uns sieht mich bedrohlich an.
Er ist mir so nahe, dass ich sehe, wie sich die Farbe seiner Pupillen verändert, wie seine Augenbrauen zucken, wie sich seine Lippen öffnen...
Ich habe nicht mal gehört, wie er nähergekommen ist. Wie konnte er sich nur so schnell fortbewegen?
Es ist so, als wäre er in Millisekunden über den Boden geschlittert. Kein Mensch kann so schnell sein!

A: Ich habe Angst.
B: Ich bin vollkommen hypnotisiert.
Auswahl: B

Es ist unmöglich, ihn nicht anzusehen. Ich fühle mich von seiner Gegenwart total überwältigt. Als wenn eine unsichtbare Macht über mich bestimmen würde.
Die Stimmung ist wie elektrisiert. Mein Körper ist angespannt.

A: Etwas sagen.
B: Den Blick von ihm abwenden.
Auswahl: A

Ich versuche, etwas zu sagen, doch ich bekomme keinen einzigen Ton heraus. Ich will es nicht oder ich kann es nicht... Ich weiß es nicht.
Ich fühle mich wie verhext... Was hat er mit mir gemacht? Er ist mir so nahe... und seine Haut ist so blass. Er sieht aus wie eine Erscheinung.
(Träume ich das etwa nur?)
Ich atme hastig. Irgendwie fühle ich mich zu ihm hingezogen... Seine Augen, die eh schon ganz intensiv waren, haben ihre Farbe gewechselt. SIe scheinen blutunterlaufen zu sein.
(Wie ist das möglich?)

A: Das ist nur meine Müdigkeit.
B: Das ist nicht normal.
Auswahl: B

Er hat etwas Abnormales an sich, so viel ist sicher.
Ich will ihn wegstoßen, damit ich aufstehen kann, aber nichts passiert. Ich kann mich nicht bewegen. Eine unsichtbare Kraft scheint zu verhindern, dass ich auch nur die winzigste Bewegung mache.
Instinktiv vermute ich, dass es Drogo ist, von dem diese Kraft ausgeht.
(Wie macht er das?)
Ich bin wie gefangen.

GEHEIME SZENE - EXKLUSIV-SZENE

Er scheint mich ans Bett zu fesseln, ohne dass ich etwas dagegen tun könnte.
Seine Augen befehlen mir zu schweigen. Ich bin völlig willenlos und habe offenbar auch meine Stimme verloren.
Sein Körper drückt auf meinen. Ich mustere seinen Oberkörper und seine beeindruckeneden Muskeln. Er hält mich fest, ohne dass es weh tun würde.
Ich zucke zusammen, als ich in seinem Blick etwas entdecke, das mich an ein Raubtier auf Beutezug erinnert.
Der Stoff seiner Hose reibt auf meinen nackten Oberschenkeln, was mich innerlich erschaudern lässt. Seine Hände halten meine Handgelenke fest. Sein Mund berührt meinen Hals...
Mein Herz rast, während eine ungeheure Hitze durch meinen Körper fegt. Ich schließe einen Moment lang die Augen, um mich wieder zu fangen. Doch vergebens.
Sein Durft macht mich süchtig und scheint dafür zu sorgen, dass ich mich ihm hingebe. Die Luft knistert. Zwischen uns herrscht eine angespannte Stimmung.
Ich bin träge, ohne etwas dafür zu können. Er hat die Kontrolle über mich übernommen.

A: Ich nähere mich ihm zaghaft.
B: Ich bleibe regungslos.
Auswahl: A

Meinen ganzen Körper zieht es zu ihm hin, wie von einer magischen Anziehungskraft getrieben. Ich verstehe nicht, was mit mir passiert...
Er sieht mir tief in die Augen, als wollte er einen Blick in meine Seele werfen. Ich vergesse fast zu atmen. Ich bin fasziniert und schockiert zugleich.
Er hält noch immer meine Hände fest. Sein Daumen streichelt über meine Handfläche. Ich bekomme Gänsehaut.
Ich sollte etwas sagen, schreien, mich losreißen. Aber tief in mir drin möchte ich weiter von diesem jungen Mann gefangen sein, den ich doch noch gar nicht wirklich kenne.
Das passt eigentlich gar nicht zu mir... Und trotzdem fühlt es sich so schön, so aufregend an...

A: Ich beiße mir auf die Lippen.
B: Ich schließe die Augen.
Auswahl: A

Drogo lächelt mich an und murmelt mir in mein Ohr:
Drogo : "Na du kleines Ding, nun sagst du nichts mehr, was?"
Ich bleibe ruhig, lächle ihn aber ebenso frech an.
Ich gebe mich seinem Willen voll und ganz hin.
(Warum auch dagegen ankämpfen?)
Ich versuche, mich an irgendetwas Reales festzuklammern, bevor ich vollkommen den Halt und jegliche Kontrolle verliere und ihm ausgeliefert bin.
(Denk nach, Kira, denk nach!)
Ein verwirrender Hauch jagt mir wie ein Stromschlag durch den Körper. Ich fühle mich wie in einem Kokon eingewickelt.
Meine Haut kribbelt bei jeder seiner Berührungen. Auch das verwirrt mich...
Auf einmal höre ich ein Geräusch auf dem Gang, das ihn aufschrecken lässt. Er dreht den Kopf. Ich zwinkere mehrere Male mit den Augen, als würde ich aus einem langen Traum erwachen.
Mein Herz beginnt wieder zu schlagen, mein Körper spannt sich an und meine Sinne kommen zurück: Es fühlt sich an, als würde ich wieder in meinen Körper schlüpfen. Er zieht mich zu sich ran und ich erkenne, was hier gerade passiert.
Kira : "Lass mich los!!!"
Er sieht kaum in meine Richtung und springt zur Seite. Auf dem Boden geht Glas zu Bruch.
Er liegt eingerollt auf dem Boden neben dem Bett und hält sich fluchend den Kopf.
Ich springe auf und stelle mich auf die andere Seite des Bettes.
Kira : "Aber was hast du mit mir getan?"
Aus dem Augenwinkel kann ich eine zerbrochene Lampe sehen, die auf dem Boden liegt. Ich sehe Drogo einmal mehr anklagend an.
Mein Herz rast in einem gefährlichen Tempo. Meine Atmung ist ruckartig. Was sollte dieses eigenartige Schimmern in seinen Augen bedeuten...? Und warum habe ich mich gefühlt, als wäre ich in seiner Gewalt?
Nicolae : "DROGO!!!"
Ich schrecke zusammen, bin noch immer unter Schock. Drogo spannt sich auf einmal an. Ein bedrohlicher Schatten legt sich über den Raum...
Nicolae : "Sofort raus hier!"
Nicolae sieht richtig wütend aus. Bisher kannte ich nur seine warme und herzliche Seite. Nun bin ich beeindruckt.
Mich überkommt ein Drang, hier sofort loszuheulen. Diese Typen sind doch verrückt! Ich will einfach nur weg von hier!
Ich verschränke die Arme vor meiner Brust, um mich zu schützen. Ich schaue ängstlich zwischen Drogo und Nicolae hin und her.
Drogo zögert und scheint sich nicht einfach von seinem Bruder zurechtstutzen lassen zu wollen. Er legt wieder diese nervige Haltung an den Tag, mit der ich schon bei meiner Ankunft konfrontiert war. Nicolae bleibt ruhig...
Nicolae : "Drogo! Ich befehle dir, den Raum zu verlassen!"
Drogo : "Und seit wann gibst du mir Befehle...?"
Der Ton ist rau und eisig. Die beiden Männer giften sich an.
Nicolae : "Seit Papa nicht da ist. Und nun gehst du sofort raus!"
Drogo verlässt schließlich den Raum, sein Bruder beobachtet ihn und folgt ihm auf den Fuß.
Ich atme tief durch und mir kommen die Tränen. Ich hatte mich am Kamin so schön aufgewärmt und fand diesen Ort gemütlich, nun aber bin ich erschüttert.
Es ist so, als ob alle denkbaren Emotionen, die sich allesamt widersprechen, auf einmal über mich hergefallen sind, als Drogo sich über mich gebeugt hat... Was ist da gerade passiert?
Ich spitze die Ohren, um die Moralpredigt zu hören, die Nicolae nun für Drogo hält, kann aber nicht viel verstehen. Er hat die Tür geschlossen, als er das Zimmer verlassen hat.

A: Die beiden ignorieren.
B: Ihnen lauschen.
Auswahl: B

Einige Wortfetzen dringen dann doch zu mir ins Zimmer, als Nicolae bestimmter spricht.
Nicolae : "Nie wieder... Bist du völlig durchgedreht?... Speziell..."
(Das geht ja ganz schön zur Sache.)
Auf keinen Fall bleibe ich auch nur eine Minute länger in diesem Haus.
Ich schmeiße all meine Bücher und Kleidung in meinen Koffer. Ja, die habe ich etwas voreilig eingeräumt.
Aber dann stoppe ich und sinke zu Boden. Ich bin erschöpft und schwanke. Ich bin viel zu genervt von allem, als dass ich mich noch konzentrieren könnte.

A: Versuchen, mich zu beruhigen.
B: Nicht hier bleiben.
Auswahl: A

Ich muss mich sammeln, meine Emotionen beruhigen. Atmen. Mich nicht von der Angst leiten lassen. Diese Angst hat mich so oft in meinem Leben begleitet, seitdem meine Eltern gestorben sind.
Ich kann nichts dagegen tun und breche in Tränen aus. Der Gedanke, dass ich ihm hilflos ausgeliefert war, macht mich wütend.
Ich versuche, die Tränen zu unterdrücken, schaffe es aber nicht.
Ich lege meine Stirn auf meine Knie und drücke meine Oberschenkel gegen meine Brust...
Es klopft leise an meiner Tür und ich höre, wie jemand reinkommt, ohne dass ich ihn darum gebeten habe. Ich habe meinen Kopf in meinen Armen vergraben und kann so nicht sehen, wer es ist.
Ich spanne mich an, meine Sinne sind auf Alarmstellung. Wenn sich nun Drogo über die Befehle seines Bruders hinwegsetzt und erneut vorbeikommt, um mir wehzutun?
Ich bin nicht sicher, ob ich das noch ein zweites Mal überlebe. Ich spüre, wie sich jemand neben mich setzt.. Er legt eine Hand auf meine Schulter. Ich hebe meinen Kopf und sehe direkt in Nicolaes liebevoll blickende Augen. Er stößt einen langen Seufzer aus.
Nicolae : "Mir tut das, was soeben passiert ist, so leid. Ich hätte niemals gedacht, dass sich Drogo... so verhalten könnte."

A: Drogo ist völlig übergeschnappt!
B: Nicolae kann nichts dafür...
Auswahl: B

Nicolae : "Alles, was unter diesem Dach passiert, geht mich etwas an."
Nicolae : "Ich hätte wissen müssen, dass er nicht in der Lage ist, sich zu benehmen."
Nicolae : "Er mag es, anderen Leuten Angst einzujagen. Er vergisst manchmal, dass wir nicht alle seine Feinde sind."

A: Unfähig, sich zu benehmen?
B: Ich höre ihm zu und sage kein Wort.
Auswahl: B

Ich wische mir mit meinem T-Shirt die Tränen von den Wangen. Ich habe keine große Lust, seinen Erklärungen zuzuhören.
Ich lächle bitterböse.
Als sich die Chance für diesen Job auftat, dachte ich, das könnte ein Neuanfang sein.
Bis zu dem Moment, als ich Drogo über den Weg gelaufen bin, lief alles auch gut. Ich hatte Lust auf dieses neue Leben in Mystery Spell.
Aber für mich scheint das Leben nicht so schön einfach und weich zu sein.
Kira : "Ich weiß nicht, was für ein Problem dein Bruder hat, Nicolae..."
Kira : "Aber ich werde meine Sachen nehmen und gehen. Ich fühle mich hier nicht sicher."
Nicolae sitzt neben mir, sagt aber kein Wort. Er hört mir einfach nur zu.
Wäre Drogo nicht da, könnte alles so schön sein...
(Verflucht sei er!!!)
Nicolae gibt weiter keinen Kommentar ab und sieht mich einfach nur an.

A: Ich schaue ihn auch an.
B: Ich gehe im Zimmer auf und ab.
Auswahl: B

Mein Unwohlsein wird nicht schwächer und mich überkommt eine dumpfe Angst.
Ich kann mich nicht mehr konzentrieren. In mir herrscht eine Mischung aus Wut, Furcht und Zweifel.
Als ich hierherkam, hatte ich keinen Plan B. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass alles hier so schlimm ablaufen würde.
(Und wenn ich gehe, wohin soll ich dann gehen?)
Ich kann niemanden anrufen. Seit dem Tod meiner Eltern habe ich keine Familie mehr.
Ich fühle mich auf einmal schrecklich einsam.  
Nicolae : "Du bist nicht allein, Kira. Ich bin für dich da."
Ich sitzte sprachlos da.
(Wie kann er wissen, was ich gerade gedacht habe?)

A: Seine Worte berühren mich.
B: Ich bleibe in der Reserve.
Auswahl: B

Auch wenn er versucht, mich zu beruhigen, bleibe ich lieber zurückhaltend. Ich schenke ihm nicht so schnell Vertrauen.
Nach dem Verhalten seines Bruders kann man zumindest sagen, dass wir keinen allzu guten Start hatten.
Kira : "Ich kenne dich gerade einmal zwei Stunden. Warum sollte ich dir vertrauen?"
Nicolae : "Weil du ein paar Verbündete brauchst. Und das würde ich gern für dich werden."
Kira : "Aber... Warum?"

A: Das ist doch lächerlich.
B: Ich habe echt Angst.
Auswahl: A

Klingt ja fast so, als würde ich in den Krieg ziehen...
Nicolae : "Mach dir keine Sorgen, du wohnst ja hier. Und da fühle ich mich verantwortlich."
Kira : "Äh... Ich glaube, du hast mich da nicht ganz richtig verstanden... Ich gehe. Sofort."
Nicolae : "Wenn du aufhören würdest, mich als deinen Feind zu betrachten, würdest du verstehen, das ich dir eine große Hilfe sein könnte. Ich will nur dein Bestes."
Ich stehe auf und setze mich wieder hin aufs Bett. Nicolae folgt jeder meiner Bewegungen.
Nicolae : "Kira..."
Kira : "Hör zu... Ich danke dir vielmals für dein Einschreiten. Aber als du hier gegen deinen eigenen Bruder vorgegangen bist - wie genau hast du das gemacht?"
Nicolae wirkt verstimmt. Er bleibt aber ruhig.

A: Mir gefällt das nicht.
B: Ihm die Antwort aus der Nase ziehen.
Auswahl: B

Kira : "Ich war unter seinem Körper eingeklemmt, und du... Du warst am anderen Ende des Raumes, standest im Türrahmen."
Nicolae wischt meine Fragen mit einer Handbewegung fort.
Nicolae : "Bitte, Kira... Bleib."
Kira : "Ich denke nicht, dass das eine gute Idee wäre."
Einmal mehr wirkt er verärgert und ich höre einen Hauch Verbitterung aus seiner Stimme heraus.
Nicolae : "Drogo vertreibt alle Hausmädchen, die wir anstellen. Das ist schon eine wahre Plage."
Nicolae : "Er benimmt sich so daneben, dass sie alle am Ende kündigen. Für uns ist das kräftezehrend und für Lorie ist das alles andere als gesund."
Was für eine Überraschung! Wenn er sie alle so empfängt wie mich...!
Aber als er von dem kleinen Mädchen spricht, zerreißt es mir fast das Herz. Es stimmt: Das Kind kann ja nichts dafür.
Es darf nicht unter dem Benehmen seines Bruders leiden. Ich seufze.

A: Ich lasse mich davon nicht beeindrucken.
B: Ich muss an sie denken.
Auswahl: A

Ich kämpfe, um mich nicht davon umstimmen zu lassen.
Plötzlich nähert sich mir Nicolae so sehr, dass ich seinen Atem auf meinem Kinn spüren kann. Seine Augen scheinen regelrecht in meine einzudringen. Sie scheinen mich zu hypnotisieren...
Er legt mir seine Hände auf die Schultern und meine Muskeln entspannen sich. Ich spüre auf einmal gar keinen Stress mehr und frage mich für einen Moment lang, was denn alles so schlimm sein soll.
Ich friere nicht mehr und meine Angst scheint wie weggeblasen. ich fühle mich auf einmal viel besser.
Letztlich war dieses Aufeinandertreffen mit Drogo doch halb so wild. Er wollte mich halt ein bisschen beeindruckend...
Genau so ist es... Er ist ein junger Idiot, der glaubt, sich alles erlauben zu dürfen.
Warum sollte ich gehen, wenn mich Nicolae doch beschützt...?
Ich spüre, dass ich ihm vertrauen kann. Ja. Das ist sogar eine Gewissheit.
Kira : "In Ordnung... Ich werde es versuchen. Aber ich verspreche dir nichts."
Ich sehe, wie Nicolae nach meinen Worten zum ersten Mal befreit lächelt.
Nicolae : "Gut so! Und ich werde mich persönlich um Drogo kümmern."
Kira : "Das hoffe ich. Ich möchte nicht noch einmal zum Spielball seiner Launen werden..."

A: Ich meine es ernst.
B: Ich übertreibe ein wenig...
Auswahl: B

Ich weiß, dass ich auf Nicolae bauen kann, aber ich will einfach auf Nummer sicher gehen...
Nicolae  : "Ich gebe dir mein Wort. Das wird nicht noch einmal passieren. Du kannst mir vertrauen."
Ich starre ihn einen Moment lang an. Er hat etwas Überzeugendes an sich.
Ich nicke also leise.

A: Ich habe ja keine andere Wahl.
B: Diese Familie hat mich neugierig gemacht.
Auswahl: B

Ich möchte es einfach glauben...Ich will außerdem auch, dass es klappt.
Kira : "Und wegen dem, was heute Abend passiert ist, hätte ich gern, dass sich Drogo bei mir entschuldigt."
Nicolae : "Mach dir da mal keine Hoffnung. Das kriegt er nicht hin."
Kira : "Tja, aber das wird er wohl müssen. Zumal wenn er sich allen gegenüber so verhält."
Außerdem bleibe ich nun ja...

A: Ich lasse ihn nicht ungestraft davonkommen.
B: Ich sollte besser seinen Bruder ihn erziehen lassen.
Auswahl: A

Kira : "Er muss sein Verhalten mir gegenüber ändern..."
Nicolae : "Keine Sorge. Ich wede ein Auge auf ihn werfen."
Er geht einen Schritt zurück und sieht mich an. Als würde er mich mustern, ob ich auch wirklich überzeugt bin.
Tief in mir drin bin ich weiter beunruhigt.
Kira : "Und wenn er nun nachts versucht, wenn alle schlafen, ein weiteres Mal über mich herzufallen?"
Nicolae : "Das wird nicht passieren! Und falls doch, dann passe ich halt die ganze Nacht auf ihn auf. Du kannst auf mich zählen. Ich lasse ihn nicht zu dir rein..."
Ich werde in diesem Haus hier wohl so einige Unterstützung brauchen. Im Moment scheint er hier der einzige zu sein, dem ich halbwegs vertrauen kann. Aber gut, vielleicht wird es ja doch nicht nötig sein.

A: Ich habe mcih überreden lassen.
B: Ich bleibe misstrauisch.
Auswahl: B

Wenn Drogo einfach nur kühl und distanziert gewesen wäre, hätte ich das halt einfach so hingenommen. Aber hier ist ja etwas anderes passiert...
Ich bin wahrscheinlich verrückt, dass ich hierbleibe.

A: Ich bin einfach zu müde, um mich zu wehren.
B: Es ist die Neugierde, die mich treibt.
Auswahl: B

Nicolae steht auf und geht mit einem Lächeln vom Bett weg. Er geht iin Richtung Tür und will den Raum verlassen.
Nicolae : "Ich habe einen kleinen Imbiss zubereitet. Hast du noch immer Hunger?"
Ich merke, dass ich trotz der Aufregung noch immer hungrig bin. Ich folge ihm also freudig lächeln.
Kira : "Ja."
Ich laufe ihm durch das Labyrinth an Gängen und Zimmern hinterher.
Ich werde sicher ein paar Tage brauchen, um mich hier problemlos zurechtzufinden. Fürs Erste fühle ich mich wie in einem riesengroßen Irrgarten.
Als wir im Speiseraum ankommen, sehe ich, dass nur für einen eingedeckt ist. Ich sehe Nicolae an, ohne meine Überraschung zu verbergen.
Kira : "Du isst wohl nicht mit mir?"
Nicolae : "Ich habe schon früher am Abend gegessen, aber ich setze mich mit zu dir."
Der ganze Luxus dieses Raumes bedrückt mich. Der Tisch ist nach allen Regeln der Kunst eingedeckt. Ich sete mich vor einen Teller, der von einer Servierglocke abgedeckt wird.
Nicolae hebt sie an und darunter kommen zwei lecker angerichtete Schinkensandwiches zum Vorschein.
Ich habe mir ja eigentliich etwas Außergewöhnliches erhofft! Ich sehe in die schelmisch grinsenden Augen von Nicolae.
Nicolae : "Mit Liebe zubereitet."

A: Lächeln.
B: Zurückhaltend sein.
Auswahl: A

Ich lächle ihm zu. So wirklich überrascht es mich nicht. Während ich in das erste Sandwich reinbeiße, versucht Nicolae, etwas mehr über mich zu erfahren.
Nicolae : "Laut den Dokumenten, die du uns geschickt hast, bist du ein Einzelkind..."
Kira : "Genau."
Nicolae : "Und deine Eltern sind letztes Jahr gestorben."
Ich verdränge den Schmerz, den ich in meiner Brust spüre.
Kira : "Ja. Unter anderem deshalb bin ich hierhergekommen. Ich will einen Neuanfang wagen... was anderes erleben."
Nicolae : "Ich verstehe. Nach solchen Ereignissen ist es nicht leicht, einfach weiterzumachen."
Als ich mit meinem Imbiss fertig bin, lehne ich mich zurück.
Kira : "Du dagegen hast ja offenbar eine große Familie..."
Ich meine zu erkennen, wie sich ein Schatten über sein Gesicht legt. Das ist aber so unscheinbar, dass ich nicht sicher bin, ob ich das richtig gesehen habe.

A: Ihn beobachten.
B: Ihn nicht drängen.
Auswahl: A

Ich starre ihn an, um seine Gedanken zu entziffern. Ich dränge ihn, auch wenn ich eventuell als unhöflich wahrgenommen werde. Es ist zwar nicht so meine Art, aber ich muss Nicolae besser kennen lernen.
Kira : "Du willst wohl nicht darüber reden?"
Nicolae schüttelt fast unsichtbar den Kopf und bleibt weiter stumm.
Auf einmal fühle ich mich unwohl.
Nicolae : "Es ist in der tat nicht immer leicht, mit allen zusammen unter einem Dach zu leben. Aber man gewöhnt sich dran. Es hat ja auch einige Vorteile..."
Kira : "Welche denn?"
Nicolae : "Man hilft sich gegenseitig in schwierigen Momenten. Man beschützt jene, die verwundbar sind. Zwischen Geschwistern gibt es stets eine große Solidarität."
Kira : "Ich werde dir das so glauben müssen. Sowas habe ich nie erlebt."
Nicolae wirkt überrascht. Er zeigt mir das, indem er sagt:
Nicolae : "Nicht mal mit einigen Freunden, mit denen du dich gut verstanden hast?"
Kira : "Nein, mit niemandem. Aber das ist nicht so schlimm..."
Beim Anblick seiner Verblüffung sehe ich mich gezwungen, hinzuzufügen:
Kira : "Verzieh nicht so das Gesicht, alles ist gut. Ich bin sehr selbstständig. Einsam zu sein ist nichts, was mich sonderlich bedrückt."
(Naja... Nicht immer...)
Er steht auf und begleitet mich zurück zu meinem Zimmer. Bevor er geht, sagt er mir noch:
Nicolae : "Kira... Vergiss nicht, dass du nun nicht mehr  allein bist..."
Stimmen reißen mich aus dem Schlaf. Irgendwo im Haus spricht jemand. Ich wälze mich im Bett. Es hat eine Weile gedauert, bis ich heute Nacht schlafen konnte.
Zum Glück ist wenigstens das Bett hier ultrabequem. Ich öffne die Augen und zucke überrascht zusammen.
Ein begeistertes kleines Kindergesicht steht direkt vor mir. Es sieht mich mit riesigen, nussbraunen Augen an. Sein Kinn liegt auf der Matratze.
Ich lege mr eine Hand auf die Brust, um meinen Herzschlag zu beruhigen, der vor Schreck in die Höhe geschnellt ist. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich so aufwache.
Als ich endlich meine Ruhe wiederfinde, konzentriere ich mich auf das kleine Mädchen, das mich mit seinen Kulleraugen anstarrt.
Sie ist wirklich reizend: Ihr Kleid ist schick und ihr Gesicht ähnelt dem einer Puppe.
Ich bin sofort von ihrer Niedlichkeit eingenommen. Ich hatte ja nie Geschwister und habe jetzt richtig Lust, Zeit mit ihr zu verbringen.
Ich habe schon Tausende Ideen, was wir gemeinsam machen könnten. So, wie sie mich ansieht, fühle ich mich aber glech ein wenig unwohl.
(Liegt wohl an der Familie, glaube ich...)

A: Ich lächle sie trotzdem an.
B: Das ist ein bisschhen unhöflich...
Auswahl: B

So klein und so ungezogen! Aber gut, darum müssen sich ihre Eltern kümmern.
Nicht zu reden von dem düster wirkenden Plüschtier, dass sie bei sich hat...
Ich weiß nicht, ob es an seinem aufgenähten Lächeln oder an den leeren, großen Augen liegt, aber beim Anblick des Tiers läuft es mir kalt den Rücken runter.
Ich werde es wohl ein wenig umnähen, damit es niedlicher aussieht.
Ich wende mich wieder der Kleinen zu. Seit ich die Augen aufgemacht habe, hat sie noch kein Wort gesagt. Ich versuche es mal mit was Nettem und Einfachem:
Kira : "Hallo... Du musst Lorie sein..."
Das kleine Mädchen reagiert nicht. Es sieht mich einfach nur weiter an.
(Klar, wie alle hier!)
Drogo hat mich gestern ja auf die gleiche Art begrüßt.

A: Vielleicht bin ich ja die, die komisch ist.
B: Die Bartholys sind wahrscheinlich verrückt.
Auswahl: B

Lorie : "Du bist so schön!..."
Kira : "Äh... Danke. Das ist sehr nett. Du bist auch hübsch."
Lorie reagiert nicht auf das Kompliment. Sie scheint aber über meine Worte nachzudenken.
Für ein Kind ihres Alters ist das ziemlich ungewöhnlich. Normalerweise wollen sie alle im Mittelpunkt stehen. Die Aufmerksamkeit auf sich ziehen...
Lorie : "Wirst du dich um mich kümmern?"
Kira : "Ja. Und du wirst sehen... Wir werden uns prächtig amüsieren."
Lorie : "Du bist also die neue Lucie? Ich habe Lucie sehr gemocht... Sie hatte schöne Haare, so wie du... Am Anfang war sie nett, aber nachdem sie..."
Nicolae unterbricht Lorie, als er die Tür zu meinem Zimmer aufstößt.
Die kleine Lorie rührt sich nicht von der Stelle.

A: Ich knurre sie freundlich an...
B: Ich lächle ihr abermals zu.
Auswahl: B

Kira : "Ist nicht schlimm. Zumindest bin ich heute Morgen dadurch nicht zu spät."
Nicolae : "Lorie muss lernen, die Privatsphäre von uns zu respektieren. Aber wie du siehst, arbeiten wir noch daran."
Lorie beachtet ihren Bruder gar nicht und richtet ihre ganze Aufmerksamkeit nur auf mich. Ich zucke mit den Schultern und bleibe gelassen.
Kira : "Na in jedem Fall scheint sie sich für mich zu interessieren."
Nicolae : "Das kann man durchaus so sagen... Na komm, Lorie, lass Kira erst einmal aus dem Bett kommen und sich frisch machen. Wir schauen mal, was es zum Frühstück gibt."
Die kleine rennt wie der Blitz aus dem Zimmer. Nicolae sieht mich entschuldigend an.
Nicolae : "Diese erneute Störung ist mir sehr unangenehm."
Kira : "Mach dir keinen Kopf. Gib mir eine halbe Stunde und ich komme zu euch."
Nicolae : "Sehr gut."
Ich warte, bis er die Tür wieder hinter sich geschlossen hat. Als ich allein bin, ...

A: ... stehe ich sofort auf.
B: ... drehe ich mich noch einmal kurz um.
Auswahl: A

Danach gehe ich ins Bad und mache mich frisch.
Unter der Dusche denke ich über meine Situation nach. Lorie wirkt so, als ob sie ein charmantes kleines Mädchen ist.

A: Sie kommt halt nur aus einer bizarren Familie.
B: Ein bisschen durchgeknallt ist sie auch...
Auswahl: B

Da die Uni erst in zwei Tagen beginnt, habe ich noch ein bisschen Zeit, mit ihr Bekanntschaft zu schließen.
(Ich frage mich, wie der Rest der Familie ist.)

A: Ich kann es kaum erwarten, die anderen zu treffen.
B: Je später ich sie kennen lerne, desto besser wohl für mich.
Auswahl: B

Nach der letztlich angenehmen Nacht bin ich zunächst einmal erleichtert. Ich stelle fest, dass Lorie und Nicolae den ersten Eindruck dann doch recht positiv gestaltet haben.
Drogo schwirrt mir aber weiter durch den Kopf. Seine Gleichgültigkeit, seine dunkle Aura und sein aggressiver Blick... Ich bin gleich schon wieder genervt.
Dieser Typ scheint in mir die schlafenden bösen Geister zu wecken. Ich bemühe mich, sie schnell wieder aus meinen Gedanken zu vertreiben.

A: Ich will nicht an ihn denken.
B: Ich denke an ihn...
Auswahl: B

Eines ist sicher: Er hat es hingekriegt, meien Aufmerksamkeit zu erregen. Ob das nun gut oder schlecht ist...
Trotz seiner abstoßenden Art muss ich feststellen, dass er ein hübscher Junge ist, der einen gewissen Charme ausstrahlt. Wäre er nicht so unangenehm, könnte man ihn fast attraktiv finden.
Komischerweise verspüre ich nach seiner Attacke fast schon mehr Erregung als Angst...
Ich steige aus der Badewanne und trockne mich grob ab. Wenn ich wütend oder gernervt oder einfach nur durcheinander bin, dann habe ich nicht die Muße, das ordentlich zu machen.
Ich beeile mich, mich anzuziehen, damit ich nicht die Letzte bin, die unten beim Frühstück auftaucht. Ich will nicht gleich vom ersten Tag an einen schlechten Eindruck machen.
Während ich meine Haare bürste, denke ich an das Gespräch, das ich gestern Abend mit Nicolae geführt habe.
Er hat gesagt, dass sie Probleme haben, ein Kindermädchen für einen längeren Zeitraum zu behalten. Ich frage mich also...
Entsprchen sie alle nicht den Anforderungen der Bartholys? Oder ergreifen sie alle von sich aus die Flucht?
Sollte Letzteres stimmen, dann hieße das nichts Gutes für mich. Und was genau ist eigentlich Lucie passiert?
War es Zufall, dass Nicolae Lorie unterbrochen hat? Oder war es doch Absicht?

A: Ich muss noch mehr herausfinden.
B: Ich will es lieber gar nicht wissen.
Auswahl: A

Ich verlasse mein Zimmer und versuche, durch das Labyrinth dieses Hauses den Essenssaal wiederzufinden.
Als ich diesen erreiche, sitzen Lorie und Nicolae bereits am großen Tisch.
Ich nähere mich vorsichtig, um den Eindruck zu vermeiden, ich würde mich aufdrängen. Nicolae empfängt mich mit einem breiten Lächeln auf den Lippen, wodurch ich mich gleich viel besser fühle.
Nicolae : "Kira, setz dich doch zu uns. Hast du Hunger? Bedien dich einfach. Es gibt mehr als genug."
Kira : "Ja, das sehe ich."
Ich setze mich Lorie gegenüber, die mich nun noch mehr anstarrt als vorhin im Zimmer.

A: Sie ignorieren.
B: Ihr zulächeln.
Auswahl: B

Ich setze mich aufrecht auf meinen Stuhl und lächle ihr zu. Ihr Schweigen ist aber ein bisschen verstörend.
Ein junger Mann, den ich noch nicht kenne, kommt in den Raum und zieht Lories Aufmerksamkeit auf sich. Ihr Gesicht hellt sich auf und sie wedelt fröhlich mit den Armen.
Der Unbekannte muss ebenfalls lächeln. Nicolae beugt sich diskret zu mir rüber.
Nicolae : "Das ist Peter, mein anderer Bruder."
(Ah ja, der Musiker.)
Auch von ihm geht eine ungeheure Anziehungskraft aus. Seine blauen Augen sehen ein bisschen Müde aus.
Seine braunen Haare, die im Licht fast bläulich schimmern, sind zerzaust. Man bekommt richtig Lust, mit den Fingern durchzufahren.
Er lacht herzlich, als er sieht, dass Lorie will, dass er sie umarmt. Er drückt ihr einen Kuss in die Haare auf und kommt ihrem Wunsch damit nach.
Sein Blick streift mich nur kurz. Er grüßt Nicolae und verschwindet dann in Richtung Wohnzimmer.

A: Ich bin enttäuscht.
B: Ich bin erleichtert.
Auswahl: B

Er scheint gar nicht mitbekommen zu haben, dass ich da bin... Umso besser!
Soll er mich lieber ignorieren, als mich anzugreifen, wie es Drogo gestern getan hat.
Peter : "Ich bin gleich wieder weg..."
Nicolae verdreht die Augen.
Nicolae : "Wie immer."
Ich sitze einen Moment lang nachdenklich da. Mehrere zimlich verschiedene Charaktere zählen zur Bartholy-Familie. Ich werde mich irgendwie anpassen und meinen Platz finden müssen.

A: Ich nehme mir ein bisschen Orangensaft und Tee.
B: Ich nehme einen großen Kaffee.
Auswahl: A

Dazu nehme ich zwei kleine Stücke Einback. Als ich gerade anfangen will zu essen, merke ich, dass ich die Einzige bin, die etwas genommen hat.
Kira : "Ihr esst wohl nichts?"
Lorie sieht mich einfach nur an und Nicolae schüttelt den Kopf.
Nicolae : "Wir haben schon gefrühstückt, als du dich noch fertiggemacht hast."
Kira : "Oh... Bin ich zu spät runtergekommen?"
Nicolae : "Nein, ganz und gar nicht. Lorie ist nur nicht sehr geduldig, und da haben wir halt schon angefangen. Das passiert öfter, mach dir keine Sorgen..."
Ich esse also, während die anderen beiden schweigend zusehen.

A: Das ist nicht sonderlich einladend...
B: Ich mag es morgens eh ruhig.
Auswahl: B

Lorie : "Morgen geht die Schule wieder los."
Als ich der Kleinen zuhöre, fällt mir fast der Löffel runter.
Kira : "Ach ja? Du kannst es bestimmt kaum erwarten, oder?"
Lorie : "Ja. Ich muss dafür die Schönste sein."
Ich muss lächeln. Sie ist einfach so süß.
Kira : "Natürlich. Und du hast sicher schon eine Idee, was du anziehen willst..."
Sie schüttelt gelangweilt den Kopf.
Lorie : "Ich dachte mir, du könntest mir dabei helfen. Du hast so schöne Sachen..."
Kira : "Äh ja... Danke. Ich helfe dir natürlich gern. Und du wirst sehen... Niemand wird schöner sein als du!"
Ich muss laut loslachen, als ich Lories zufriedenes Gesicht sehe. Als ich danach den Kopf wieder hebe, streife ich Drogos dunklen Blick.
Ich verliere für einen Moment die Fassung.

A: Mir wird ganz warm in der Bachgegend.
B: Mir wird auf einmal ganz kalt.
Auswahl: A

Ich fühle mich so, als würde ich auf glühenden Kohle sitzen, als ich ihn sehe. Und ihm scheint es großen Spaß zu machen, mcih so durcheinander zu sehen...
Ich hatte nicht damit gerechnet, ihn so früh wiederzusehen. Was natürlich bescheuert ist, Drogo lebt ja hier. Ich werde ihn deshalb ja auch immer wieder treffen.
(Was für ein Trottel!)

A: Ich spanne den Kiefer an.
B: Natürlich zeige ich eine Reaktion.
Auswahl: A

Ich beobachte, wie Lories Blick zwischen Drogo und mir hin und her wechselt. Letztlich verharrt er wieder auf mir und sie sieht mich perplex an.
Es ist nicht schwer zu merken, dass uns beiden die Anwesenheit des jeweils anderen unangenehm ist. Aber es ist ja klar, dass nicht jeder mit jedem kann.
(Wessen Schuld ist das?)
Ich habe ja gehofft, dass er mit ein paar guten Vorsätzen auftauchen würde...
(Aber da habe ich mich wohl getäuscht!)
Lorie : "Magst du Drogo etwa nicht?"
Ich muss husten und spucke dabei fast in meine Hand. Lorie verdreht ein wenig die Dinge.
Ich kreuze den ironischen Blick von Drogo. Offensichtlich amüsiert ihn die Bemerkung...

A: Ich sehe ihn herablassend an.
B: Ich zucke mit den Schultern.
Auswahl: A

Drogo : "Gibt es ein Problem, kleines Ding?"
Ich zucke beim Klang seiner Stimme zusammen, der mich erschaudern lässt.
(Du bist mein Problem...)
(Und vor allem macht er sich über mich lustig...)
Aber das ist mir egal. Drogo ist einfach nur ein Blödmann.
Er deutet ein weiteres verzerrtes Grinsen an, aber ich lasse ihn einfach links liegen und wende mich wieder etwas anderen zu.
Lories Frage macht mich sprachlos. Ich fühle mich auf einmal unwohl.
Wenn ein kleines Mädchen mein Gefühl erraten kann, was müssen dann erst die erwachsenen Brüder denken.
Kira : "Aber... Äh... Überhaupt nicht! Ich kenne ihn ja kaum..."
Nicolae hüstelt beiläufig. Ich drehe mich zu ihm hin und sehe, dass er sich amüsiert.
(Super! Selbst er muss lachen!)
Ich wüsste nicht, wie ich meien Aversion gegenüber Drogo einem kleinen Mädchen seines Alters erklären sollte. Noch dazu, wenn es sich um seine kleine Schwester handelt.
Drogo steht der Spott noch immer ins Gesicht geschrieben, was mir ziemlich auf den Zeiger geht. Er fährt Lorie mit den Fingern durch die Haare und lächelt fies.
Drogo : "Sei nett zu dem kleinen Ding, ok? Scheint so, als dürfe man nicht mit ihr spielen..."
Er sieht Nicolae herausfordernd an, der den Blick kalt erwidert.
(Mit mir spielen...)
Für wen hält der sich eigentlich? Wie anmaßend! Wie er mit mir spricht, ist wirklich unter alles Würde.

A: Ruhig bleiben.
B: Eisig sein.
Auswahl: B

Das werde ich nicht länger tolerieren... Ich räuspere mich und tippe mit meinen Fingern auf den Tisch, um klar zum Ausdruck zu bringen, dass ich genervt bin.
Nicolae schaut zu mir rüber, verkneift sich aber jede Bemerkung. Drogo sieht mich derweil unverfroren an.
Kira : "Nenn mich nie wieder so!"
Drogo : "In Ordnung, kleines Ding."
Ich frage mich, warum er sich mir gegenüber so benimmt. Er kennt mich ja noch nicht einmal...
Ohne noch ein weiteres Wort zu sagen, steht Drogo auf und verlässt den Raum. Lorie setzt ein Schmollgesicht auf.
Lorie : "Wegen dir ist Drogo gegangen!"
Kira : "Aber nicht doch... Also... Ich glaube nicht."
Vor der Kleinen sitze ich etwas hilflos da. Ich will unbedingt gut mit ihr klarkommen.
Nicolae : "Lorie... Du weißt doch genau, dass niemand das Recht hat, Drogo rauszuwerfen. Er ist aus freien Stücken gegangen."
Lorie denkt angestrengt über Nicolaea Satz nach und nickt letztlich mit dem Kopf, ohne weiter darüber nachzugrübeln. Nicolae beugt sich zu mir rüber.
Nicolae : "Heute hast du das Haus ganz für dich allein. Du kannst dich also mit Lorie anfreunden. Die Schule geht erst morgen wieder los."
Ich lächle dem Kind freundlich zu.
Kira  : "Das ist ja super! Dann können wir zwei Mädels aber eine Menge schöner Sachen machen."
Sie verzieht ihre kleine Stupsnase, die voller Sommersprossen ist, und sagt dann im Befehlston:
Lorie : "Aber ich entscheide, was wir spielen."
Kira : "Geht klar!"
Sie klatscht in die Hände und springt ungeduldig von ihrem Stuhl auf. Ich sehe Nicolae an, der mich amüsiert zuzwinkert.

A: Mir tut gut, dass wir uns verstehen.
B: Das ist jetzt ein bisschen abrupt.
Auswahl: A

Nicolae : "Ich denke, du hast einen neuen Spielkameraden gefunden."
Kira : "Scheint so."
Nicolae : "Ich bin heute nicht da. Falls irgendwas sein sollte, findest du unsere Nummern alle beim Telefon im Wohnzimmer."
ich nicke, um zu zeigen, dass ich das verstanden habe.
Kira : "Und wegen Drogo? Ich meine, wenn du nicht da bist... Was..."
Nicolae : "Ich kenne ihn. Er kommt nicht vor heute Abend wieder hervorgekrochen."
Kira : "Ja, aber falls doch..."
Nicolae legt seine Hand beruhigend auf meine.

A: Die Berührung entspannt mich.
B: Er ist ein bisschen zu herzlich.
Auswahl: B

Ich bin nicht so der taktile Mensch, weshalb ich seine Berührung als ein wenig unangenehm empfinde.
Auch wenn ich mich dadurch sicherer fühle, fände ich es doch gut, wenn er die Distanz wahren würde.
Nicolae : "Falls doch, dann bleib einfach bei Lorie. Wenn sie dabei ist, benimmt er sich."
Ich brauche also die Hilfe eines Kindes, das mich vor einem Geisteskranken schützt...
(Wie erfreulich!)
Nicolae steht auf und küsst Lorie auf den Kopf.
Nicolae : "Dann seid mal schön brav."
Lorie : "Bis heute Abend."
Nicolae : "Wartet nicht auf uns mit dem Abendessen..."
Ich verstehe, dass diese letzte Bemerkungan mich gerichtet war. Ich nicke mit dem Kopf und er verlässt schnellen Schrittes den Essensraum.

A: Ich hoffe, dass nicht alle meine Essen so einsam sein werden.
B: Das trifft sich ja gut, ich esse sowieso lieber allein.
Auswahl: B

Mit Begeisterung wende ich mich Lorie zu:
Kira : "Und nun zu uns: Mit was willst du anfangen?"
Lorie : "Wir gehen in mein Zimmer."
Ich muss lächeln, als die Kleine ihren diktaorischen Ton an den Tag legt, und folge ihr brav nach oben.
Als ich in Lories Zimmer komme, bleibe ich erst einmal sprachlos auf der Türschwelle stehen.
Das ist eine wahre Prinzessinensuite. Jedes kleines Mädchen würde gern in so etwas leben.
Rosa ist ganz klar ihre Lieblingsfarbe.

A: Im Gegensatz zu mir...
B: Und meine auch.
Auswahl: A

Ich hasse diese Farbe... Aber gut, es ist ja nicht mein Zimmer, also kann es mir egal sein. Ein, zwei Stunden werde ich hier drin schon aushalten.
Vom Fußboden bis zur Decke ist aber auch wirklich alles in dieser Farbe gehalten. Selbst die unzähligen Spiele und Plüschtiere.
(Uns wird also definitiv nicht langweilig werden.)
Ich bin noch immer baff, als ich entdecke, dass sie auch noch ihre eigenes Ankleidezimmer hat. Im Vergleich zu ihrer Garderobe sieht meine regelrecht mickrig aus. Lorie zieht mich an der Hand.
Lorie : "Kommst du?... Wir wollen spielen!"
Ich setze mich zu ihr aufs Bett und schaue ihr zu, wie sie ihre Puppen und Plüschtiere aufreiht. Sie sehen alle ein wenig unheimlich aus.
Da ist zum Einen dieser komische Hase, den sie dauernd mit sich rumträgt, und hier stehen dann auch noch diese ganzen Spiele, die aus einem Horrorfilm stammen könnten...
Sie holt eine riesige Puppenstube und stellt sie neben das Bett. Mir drückt sie eine der schönsten Puppen in die Hand.
Lorie : "Hier, du nimmst die Prinzessin."
Kira : "Ok. Und wen nimmst du?"
Sie zeigt mir ein schreckliches Ding, das aussieht wie eine Vogelscheuche.
Ihr fehlt ein Auge und wenn sie lacht, dann sieht man ihre schwarzen Zähne. Ihre Hände sind rot angemalt, so als ob sie blutüberströmt wären.
(Das ist ja überhaupt nicht erschreckend!)
Lorie : "Das hier ist Schneidezahn. Er isst die Prinzessinnen."

A: Wie süß...
B: Originell.
Auswahl: B

Kira : "Bist du sicher, dass du das spielen willst?"
Sie sieht mich traurig an und ich habe keine Lust, es mir gleich am ersten Tag mit ihr zu verscherzen.
Ich mag meine Puppe auf einmal deutlich weniger. Ich versuche zwar, meinen Schock zu übertünschen, aber das ist gar nicht so einfach.
Wichtig ist aber, dass sie sich amüsiert.
Nachdem ich zwei Stunden lang versuchen musste, der Kannibalenpuppe zu entkommen, hat Lorie endlich keine Lust mehr und tauscht die Puppen aus.
Lorie : "Nimm..."
Kira : "Äh... Lorie? Deine Puppe hat ja gar keinen Kopf, meine Süße."
Lorie : "Ja... Da ist Herr Kopflos."
Kira : "Hhm... Ja, der Name passt."
Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass sich die Bartholys wirklich mal in psychologische Behandlung begeben müssten.
Sie sucht sich eine schöne Puppe aus, die Gartenklamotten trägt.

A: Diesmal wird es bestimmt etwas weniger brutal.
B: Ich habe schon wieder Angst...
Auswahl: B

Kira : "Und welche Geschichte spielen wir diesmal?"
Sie zuckt mit den Schultern und denkt einen Moment lang darüber nach.
Lorie : "Frau Spitz und Herr Kopflos sind verliebt."
Kira : "Ah, das mag ich... Es ist schön, wenn man verliebt ist."
Sie schüttelt den Kopf und runzelt die Stirn.
Lorie : "Aber Herr Kopflos ist sehr eifersüchtig auf Frau Spitz."
Kira : "Oh... Warum?"
Lorie : "Na, weil sie einen Kopf hat!"
(Klar, logisch.)
Kira : "Und was macht er da?"
Sie lacht schadenfroh.
Lorie : "Er schneidet ihr die Kehle durch."

A: Aber das geht doch nicht!
B: Ich weiß nicht, was ich sagen soll...
Auswahl: B

Ich öffne den Mund, aber verstumme sofort.
Das kleine Mädchen scheint nicht mal zu merken, dass ich geschockt bin. Es spielt einfach fröhlich weiter.
Ich beobachte sie bei ihrem grausamen Spiel.
Als ihre Puppe "tot" ist, wirft sie meine Puppe aufs Bett.
Kira : "Aber warum hast du ihn weggeworfen?"
Lorie : "Weil er so traurig war wegen Frau Spitz!"
Ich sehe sie ungläubig an.
Kira : "Aber er hat sie doch getötet..."
Lorie : "Das heißt ja nicht, dass er sie nicht geliebt hat. Er hat sich also aus dem Fenster gestürzt."
Ich muss mir unbedingt ein paar neue Spiele für dieses Kind ausdenken!
Lorie springt auf einmal auf und läuft zu ihrem Kleiderschrank.
Lorie : "Du hast gesagt, dass du mir bei der Auswahl meiner Kleider hilfst."
Kira : "Ja, ich erinnere mich."
Ich gehe zu ihr und staune, als ich die ganze Klamotten sehe. Die sind ja sonstwie teuer! Etwas ist sicher: Lorie wird echt verwöhnt.

A: Vielleicht ein wenig zu sehr.
B: Da kommt man gleich ins Träumen.
Auswahl: A

Das erklärt ihre autoritäre Art.
Alles ist bestens aufgeräumt: nach Art der Kleidung und nach Farben...
Kira : "Hast du schon eine Idee? Einige Sachen, die du gern tragen würdest?"
Lorie : "Ja. Ich mag gern Kleider."
Sie holt mehrere heraus und legt sie aufs Bett.
Lorie : "Ich ziehe sie an. Wir machen eine Modenschau."
Ich setze mich in den rosa Sessel, der gegenüber dem Schminktisch steht, und warte auf Lorie, die sich im Bad umzieht.
Sie kommt mit einem goldenen Kleidchen zurück, das um sie herumwirbelt.
Lorie : "Und?"

A: Sehr hübsch!
B: Ein bisschen zu schick...
Auswahl: B

Kira : "Es ist sehr schön, aber vielleicht ein bisschen zu übertrieben für den Anlass...?"
Lorie : "Man muss zu jedem Anlass schick aussehen!"
Mich amüsiert, dass ihr Geschmack für Mode bereits so ausgeprägt ist. Sie wirkt auf mich wie eine kleine Dame, obwohl sie noch so klein ist.
Kira : "Das ist ja auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Du magst eventuell eins davon mehr als alle anderen."
Sie dreht sich weiter vor dem Spiegel und schenkt mir keine Aufmerksamkeit.
Sie zeigt mir danach zwei verschiedene Kleider und fragt mich:
Lorie : "Welches findest du schöner?"
Ich erkenne sehr schnell, dass das eine wie das andere - wenig überraschend - von höchster Qualität ist.

A: Ich mag das blaue.
B: Ich ziehe das grüne vor.
Auswahl: A

Lorie : "Ah ja. Ich finde es ja zu einfach..."
Ich übe mich in Geduld.
Kira : "Du gehst doch nicht aus, sondern nur zur Schule, Lorie!"
Lorie : "Ja, aber es ist mein erster Tag. Da muss alles perfekt sein."
Kira : "Sehr gut... Ok, und welches Kleid findest du am besten?"
Lorie : "Vielleicht das rosane. Oder das weiße?"
Das weiße Kleid ist vollgepackt mit allerlei Firlefanz, was in der Schule vielleicht ein bisschen lächerlich aussieht. Aber das rosane ist auch ein bisschen overdressed.

A: Ich bin nicht einverstanden.
B: Ich zucke einfach nur mit den Schultern.
Auswahl: A

Ich schüttele den Kopf, um zu zeigen, dass ich anderer Meinung bin.
Ohne noch einen Mucks zu sagen, geht sie zurück ins Bad und zieht wieder ihre normalen Sachen an.
Sie kommt danach zurück, läuft an mir vorbei und setzt sich zu ihren Plüschtieren.
Kira : "Und, hast du dich entschieden?"
Sie sieht mich hochmütig an.
Lorie : "Du bist so blöd! Du weißt nicht mal, dass ich meine Schuluniform anziehen muss!"

A: Ich bin verdutzt.
B: Ich reagiere sofort.
Auswahl: B

Ich springe auf und knurre sie an:
Kira : "Lorie, so sprichst du nicht mehr mit mir!"
Lorie : "Lucie wusste es, sie..."
(Natürlich!)
Ich verstehe langsam, dass es nicht leicht werden wird, sich hier zu integrieren. Erst Drogo, der nichts von mir hält...
Und nun auch noch Lorie, die mit mir spielt. Instinktiv glaube ich, dass das erst der Anfang ist. Ich dachte, sie ist süß, doch da habe ich mich wohl geirrt.
Kira : "Aber warum probieren wir dann all diese Kleider an?"
Sie gluckst.
Lorie : "Weil es mir Spaß macht."
(Ein echter kleiner Engel? Na ich weiß ja nicht...)
Ich werde nun in jedem Fall höllisch aufpassen, was ich tue und sage. Sie lauert ja nur so auf den kleinsten Fehltritt von mir.
Sie ist das einzige Mädchen in diesem Herrenhaus und ist entsprechend eingebildet. Ich werde mich künftig nicht mehr so leicht manipulieren lassen.
Als sichh der Tag dem Ende zuneigt, kann ich aus meinem Genervtsein kein Hehl mehr machen: Lorie ist die Hölle.
Sie denkt, dass ein Kindermädchen die lebendige Form einer Puppe ist, die ihr jeden Wunsch erfüllen und alles für sie tun muss.
Bisher habe ich darauf nicht sonderlich reagiert, da das ja mein erster Tag ist. Aber nun reicht es mir! Ich lasse mich doch nicht wie ein Nichts behandeln. Erst recht nicht von einem Kind!
Den Nachmittag haben wir andere Sachen gemacht, wobei eine schlimmer als die andere war.
Als es Abendbrotzeit ist, koche ich etwas:

A: Spaghetti Bolognese.
B: Überbackene Sandwiches.
Auswahl: A

Das ist nicht allzu kompliziert und Kinder mögen das im Allgemeinen.
(Im Allgemeinen...)
Lorie dagegen flucht und weigert sich, auch nur ein Bissen zu probieren.
Lorie : "Ich will das nicht! Ich habe keinen Hunger!"
Kira : " Du hast dich den ganzen Nachmittag ausgetobt. Du musst hungrig sein!"
Lorie verschränkt die Arme vor ihrer Brust und schmollt.
Lorie : "Wenn ich nicht will, dann will ich nicht! Niemand zwingt mich zu essen, wenn ich nicht will!"
Kira : "Und das stört hier niemanden, wenn du nicht genug isst?"

A: Ihre bockige Art macht mich zornig.
B: Ich versuche, sie trotzdem dazu zu zwingen.
Auswahl: A

Nach einem aufreibenden Kampf gebe ich angesichts des teuflischen Wesen auf.
Sie steht, ohne um Erlaubnis zu fragen, vom Tisch auf und läuft nach oben. Ich muss also die Teller allein wegräumen und das Geschirr aufwaschen.
Ich versuche, an mir zu halten, aber ich bin keine Vorbild in Sachen Geduld. Lorie braucht wirklich ein paar klare Regeln.
Man bekommt den Eindruck, dass sich hier im Haus alles und jeder nur um sie dreht. Ihre Brüder sind offenbar unfähig, ihr auch nur den kleinsten Wunsch auszuschlagen...
Als ich alles weggeräumt habe, gehe ich nach oben, um sie ins Bett zu bringen. Das wird jetzt auch wieder ein harter Kampf.
Ich passe auf, wie sie die Zähne putzt, nachdem ich sie mühevoll in ihren Pyjama bekommen habe.
Kira : "Los, Lorie! Ab ins Bett!"
Lorie : "Noch nicht!"
Kira : "Doch! Es ist schon spät!"
Lorie : "Mit Lucie habe ich vorm Schlafengehen immer noch mit den Puppen gespielt."
Kira : "Kann sein, aber ich bin nicht Lucie. Ich kann dir noch eine Geschichte vorlesen, aber mehr auch nicht."
Sie akzeptiert es murrend. Ich suche auf dem Regal nach einem Buch, finde aber nur Gruselgeschichten. Ich resigniere schließlich und setzte mich zu ihr aufs Bett.

A: Mir eine Geschichte ausdenken.
B: Ihr eine ihrer Geschichten vorlesen.
Auswahl: B

Aber ich ändere das Ende ab. Für meinen Geschmack war das zu schrecklich.
Als die Geschichte zu Ende ist, schmollt Lorie noch immer.
Lorie : "Das ist Mist, wenn die Geschichte gut ausgeht."
Kira : "Finde ich nicht. Aber jetzt ist eh Schlafenszeit."
Lorie wälzt sich unter der Decke und schreit.
Lorie : "NEIN! Ich will nicht schlafen! Ich habe keine Lust, habe ich gesagt!"
Kira : "Und ich habe dir gesagt, dass es schon spät ist! Du musst morgen in die Schule..."
Sie schreit noch lauter, um meine Stimme zu übertönen.
Kira : "Lorie, es reicht!"
Sie sieht mich böse an.

A: Ich komme fast nicht dagegen an.
B: Ich halte ihrem Blick stand.
Auswahl: B

Lorie : "Es reicht, wenn ich entscheide, dass es reicht!"

A: Ich seufze.
B: Ich rege mich auf.
Auswahl: B

Kira : "Ich habe dir schon gesagt, dass du ordentlich mit mir zu reden hast!"
Sie zuckt mit den Schultern und wendet ihren Blick ab.
Ich bin zu müde, um ihr zu widersprechen.
Kira : "Sprich nicht in diesem Ton mit mir!"
Lorie : "Ich spreche mit dir, wie ich es will!"
Kira : "Das werden wir noch sehen!"
Dieser Job fängt nicht so paradiesisch an, wie ich mir das erhofft hatte! Er könnte sogar ziemlich schnell zur Hölle werden, wenn sich Lorie nicht bald einkriegt.
Um diesen Konflikt abzukürzen, mache ich das Licht aus und verlasse das Zimmer. Ich halte auf der Schwelle kurz an.
Kira : "Gute Nacht, Lorie. Bis morgen."
Lorie : "Hau ab!"
Zumindest haben wir nun für Klarheit gesorgt... Der Grundstein ist gelegt.
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