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Vampire Duelists of Hogwarts

GeschichteFreundschaft, Action / P18 / Gen
21.07.2021
12.09.2021
5
10.963
3
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08.08.2021 1.901
 
„Komm, Alice, wir müssen ihn aufhalten, bevor der hier noch Schaden anrichtet“, sagte Hendrik schnell und rannte dabei in den Schlafsaal, um sein Deck und seine Duell Disk zu holen. Alice tat dasselbe, und dann aktivierten sie sie und begaben sich durch das Treppenhaus nach unten, um der Gestalt entgegenzutreten, die sie zu einem Duell herausgefordert hatte.
„Du hast wirklich Nerven, einfach mitten in der Nacht hier aufzutauchen“, meinte Alice. „Warum kannst du uns nicht schlafen lassen und das Ganze auf morgen früh verschieben?“
„Aber aus welchem Grund denn?“, fragte die Gestalt spöttisch zurück. „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“
„Oh Mann, bekäm ich jedes Mal 5 Cent, wenn ich das höre“, stöhnte Hendrik genervt. „Na schön, aber wenn du dich mit uns duellieren möchtest, dann musst du uns schon nach draußen folgen. Hier drin kann dabei zu viel kaputtgehen.“
„Von mir aus.“
Daher lockten Hendrik und Alice den Fremden auf den Innenhof, wo sie mehr als genug Platz für ein Duell hatten, ohne dass eine allzu große Gefahr für die Schüler und Lehrer bestand.
„Also dann, fangen wir an“, sagte Hendrik und legte schnell sein Deck ein. Alice tat es ihm gleich, und auch der fremde Eindringling machte sich bereit. „Los, Duell!“, riefen alle gleichzeitig und nahmen ihre Handkarten auf.
„Ich werde anfangen“, sagte Hendrik. „Ich beschwöre von meiner Hand Angriffs-Wyvern im Angriffsmodus.“ Auf dem Feld der beiden Duellanten erschien ein Drachen-Monster mit 1800 ATK. „Ich setze zwei Karten verdeckt und beende meinen Zug.“
„Ok, dann bin ich im Spiel“, sagte Alice voller Elan. „Ich beschwöre Valkyre des Magiers, ebenfalls im Angriffsmodus.“ Alice hatte sich für ein Hexer-Monster mit 1600 ATK entschieden, welches die Kraft besaß, dafür zu sorgen, dass der Gegner keinen anderen Hexer auf ihrem Feld angreifen konnte.
„Auch ich setze eine Karte verdeckt. So, dann zeig mal, was du so kannst.“
„Kein Problem. Ich habe ja zu Beginn nicht viel von diesem Kartenspiel gehalten, aber wenn man es einmal raus hat, kann es durchaus unterhaltsam werden“, meinte der Fremde. „Vor allem dann, wenn man dabei anderen Leid zufügen kann.“
„Du widerst mich gerade unglaublich an“, kommentierte Hendrik diese Aussage, als Alice ihn am Umhang zog, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen. „Hey, kannst du die Texte auf deinen Karten auch lesen, obwohl es stockdunkel ist?“, raunte sie ihm zu. Überrascht schaute Hendrik in sein Blatt und stellte fest, dass er die Karten wirklich so klar lesen konnte, als wäre es mitten am Tag.
„Würdet ihr euch etwas mehr mit mir beschäftigen?“, fragte der Fremde herausfordernd, als er seine sechste Karte zog. „Schließlich bin ich jetzt dran. Und ich rufe mein Geheimnis des Porträts im Angriffsmodus.“ Auf seinem Feld zeigte sich ein schwebendes Gemälde, aus dem ein grässlicher grüner Geist mit 1200 ATK auftauchte.
„Das war dann auch schon alles“, sagte er und beendete seinen Zug, ohne noch irgendetwas zu tun. „Das ist seltsam. Er hat ein sehr schwaches Monster ohne jeden Effekt beschworen und auch keine verdeckten Karten gesetzt“, dachte Hendrik verwirrt, als er seinen nächsten Zug begann. „Ich rufe das Empfänger-Monster Meister mit den blauen Augen. Und dann gehe ich in meine Battle Phase über und greife dein Geheimnis des Porträts mit Angriffs-Wyvern an.“ Hendriks Monster zerstörte das des Fremden ohne Probleme und zogen ihm 600 Lebenspunkte ab.
„Ich aktiviere den Effekt von Angriffs-Wyvern. Wenn er ein Monster im Kampf zerstört hat, kann ich ihn als Tribut anbieten, um den legendären blauäugigen weißen Drachen von meiner Hand zu beschwören.“ Als das erste Monster verschwand, erschien im Gegenzug ein noch gewaltigerer Drache mit 3000 ATK. Er war das wichtigste Monster in seinem Deck.
„Und ich bin immer noch nicht fertig. Ich aktiviere meine Fallenkarte Dringender Empfang. Die ermöglicht mir während der Battle Phase eine Synchrobeschwörung. Ich stimme also meinen Meister mit den blauen Augen der Stufe 1 auf meinen blauäugigen weißen Drachen der Stufe 8 ein!“
Das Empfänger-Monster von Hendrik wurde zu einem grünen Ring, in den der weiße Drache hineinflog und sich in acht Sterne aufteilte, die zu einem weißen Strahl wurden. „Die Seelen meiner Drachen führen einen neuen zu mir, einen, der nicht minder stark ist als sie. Synchrobeschwörung! Komm herbei, Himmelblauäugiger silberner Drache! Und ich aktiviere noch die Schnellzauberkarte Ruf des Silbernen. Dadurch kann ich ein Drachen-Monster, das keinen Effekt hat, von meinem Friedhof beschwören. Also sei wiedergeboren, mein weißer Drache!“
„Du scheinst sehr stark zu sein“, meinte der Fremde, als Hendriks Drache zurückkehrte und laut brüllte. „Aber ich fürchte, ich muss euch enttäuschen. Heute werdet ihr mich nicht besiegen können.“
„Was hält uns davon ab?“, fragte Alice verwundert und herausfordernd. „Eure Mitschüler natürlich.“ Er zeigte in die Richtung, aus der sie gekommen waren, und als sie seinem Blick folgten, sahen sie eine ganze Gruppe von Schülern, die alle auf den Hof gerannt kamen, vermutlich, weil sie das Auftauchen der Monster gesehen hatten.
„Ich wollte euch sowieso nur austesten, um zu sehen, was ihr so könnt“, meinte der Fremde weiter, während er seine Duell Disk wieder deaktivierte, wodurch auch die Monster von Hendrik und Alice verschwanden. Dann erhob er sich vor den Augen der verwirrten Duellanten plötzlich in die Lüfte und stieg immer weiter. „Wir werden uns schon bald wiedersehen, Duellanten von Hogwarts“, versprach er noch, bevor er am Nachthimmel vollends verschwunden war.
„Was war das denn für ein Auftritt? Erst fordert er uns zum Duell heraus, und dann haut er nach dem dritten Zug einfach ab und lässt uns hier stehen wie begossene Pudel“, wunderte sich Alice und schaute mit zusammengekniffenen Augen zum Himmel hinauf, konnte den Fremden aber nicht mehr entdecken.
Was sie aber entdecken konnten waren die Schülerinnen und Schüler, die in Windeseile einen Kreis um sie bildeten und alle gleichzeitig auf die beiden einredeten, die sich etwas peinlich berührt nebeneinander stellten und versuchten, nicht auf die vielen Fragen zu antworten, die man ihnen stellte.
„Was ist denn hier für ein Aufruhr mitten in der Nacht? Geht alle auseinander“, erklang auf einmal eine laute und unerbittliche Männerstimme im Gewirr der Schüler, die beim Auftauchen dieser eilig Platz machten und sich umdrehten. Die Stimme war von einem recht unheimlichen Mann mit langen schwarzen Haaren und einem noch dunkleren Mantel gekommen, der mit schnellen Schritten durch den nun offenen Weg gang und vor Hendrik und Alice stehenblieb.
„Oh nein, Professor Snape“, sagte einer von ihnen leise. Dem Klang seiner Stimme nach war es kein sehr angenehmer Lehrer. Der angesprochene drehte sich einmal im Kreis und warf dann einen kalten Blick zu Hendrik und Alice. „Mr. Jigoku und Ms. Parker, könnten Sie mir wohl erklären, was genau hier gerade passiert ist?“, fragte er streng.
„Oh Mann, was machen wir denn jetzt?“, fragte Hendrik sich nervös. Wie würde Professor Snape auf ihre Duell Disks und die Karten reagieren? „Nun ja, Professor… wir schliefen gerade in unseren Zimmern, als wir einen lauten Knall hörten und sofort herkamen, um die Ursache dafür zu finden. Dort begegneten wir dieser seltsamen Gestalt, die uns sofort zu einem Duell herausforderte...“
„Ein Duell? Ein Duell mit was? Sie beide sind gerade Ihren ersten Tag hier, und Sie können dementsprechend auch noch keine Zaubersprüche, mit denen ein Duell stattfinden könnte“, unterbrach Snape sie harsch. „Nein, wir sprechen auch nicht von so einem Duell. Von den Duell Monstern ist hier die Rede“, erklärte Alice und zeigte dabei auf ihre Duell Disk.
Professor Snape warf einen beiläufigen Blick auf die Maschine, dann rümpfte er kurz die Nase. „Sieht nach jeder Menge Unsinn aus, wenn Sie mich fragen, Ms. Parker. Wir werden das auf jeden Fall Professor Dumbledore vorlegen müssen. Folgen Sie mir. Alle anderen Schüler begeben sich sofort wieder auf ihre Zimmer.“
Auch wenn sie nicht damit einverstanden waren, begaben sich die Schüler von Hogwarts eilig zurück zu ihren Schlafsälen, während Hendrik und Alice Professor Snape folgen mussten, der sie über mehrere Treppen bis hin zu einer riesigen Doppeltür führte, an die er zweimal energisch anklopfte, bevor er sie öffnete und sie hinein scheuchte.
„Was gibt es denn zu so später Stunde, Professor Snape?“, erklang eine tiefe, knackende Stimme aus dem Raum, als sie eintraten und vor einen reich verzierten Schreibtisch traten, hinter dem der Schulleiter persönlich saß: Professor Dumbledore, ein alter Mann mit langem weißem Bart und gütigen Augen, die die beiden Duellanten durch eine runde Brille anschauten. „Hat Ihr Auftauchen etwas mit dem Rumoren aus dem Innenhof zu tun?“
„Ganz recht, verehrter Herr Professor. Ich habe diese beiden Erstklässler dabei erwischt, wie sie im Innenhof aus dem Nichts… Monster beschworen und damit gegen einen vermummten Fremden gekämpft haben. Dieser Lärm hat fast alle anderen Schüler auch aus dem Schlaf gerissen und sie dazu veranlasst, ebenfalls zum Ort des Geschehens zu kommen. Wir müssen darüber entscheiden, welche Strafe angemessen ist.“
Der Schulleiter hob kurz eine Augenbraue und schüttelte dann den Kopf. „Aber, aber, mein lieber Snape, wir müssen doch nicht gleich am ersten Tag neue Schüler hinauswerfen. Das würde doch nur ein schlechtes Licht auf uns werfen. Und außerdem, sonst hätten wir ja früher oder später keinen einzigen Schüler mehr an unserer schönen Schule. Mr. Jigoku, Ms. Parker, ich möchte nun gerne Ihre Version der Geschichte hören.“
Hendrik und Alice fingen an zu erzählen, wie der Fremde zu ihnen gekommen und sie zu einem Duell herausforderte. „Also, Sie beide sind sogenannte Duellanten, die sich mit Karten bekämpfen, richtig?“ „Ja, so ist es. Das machen wir schon seit unserer Kindheit. Aber ich muss sagen, es beunruhigt mich sehr, dass solche Fremden auf einmal auch Duellkarten verwenden. Sie müssen irgendein besonderes Interesse an uns beiden haben.“
„Also bitte, Professor Dumbledore, Sie werden diesen beiden ja wohl kaum Glauben schenken wollen“, widersprach Snape sofort. „Professor Snape, gehen Sie nicht so mit den beiden ins Gericht“, sagte Dumbledore ruhig, aber bestimmt. „Ich denke, schon allein die Tatsache, dass sie in ihrem Alter erst zu den Erstklässlern geschickt wurden, sagt bereits einiges darüber aus, dass sie keine normalen Schüler sein können.“
Hendrik und Alice sahen sich einen Moment lang an und überlegten. Sie hatten sich bereits darüber gewundert, warum sie so viel älter waren als alle anderen in ihrem Jahrgang, aber sie hatten nicht darüber nachgedacht, dass sie etwas Besonderes waren.
„Sie haben also die Vermutung, dass noch mehr Feinde auftauchen werden, die auch solche Karten verwenden?“, fragte Dumbledore weiter, nachdem Professor Snape wütend den Raum verlassen hatte. „Davon ist auszugehen. Daher wäre es keine schlechte Idee, wenn wir uns darauf vorbereiten könnten. Natürlich werden wir uns auch dem normalen Unterricht widmen.“
Dumbledore nickte nachdenklich und schrieb dazu etwas auf einem Pergament nieder. „Ich werde an alles Nötige denken. Doch nun sollten Sie sich etwas ausruhen, damit Sie fit für ihren ersten richtigen Tag auf Hogwarts sind.“
Hendrik und Alice nickten. Als sie sich gerade umdrehen wollten, sah er ihnen noch einmal tief in die Augen, als würde er irgendetwas in ihnen sehen. Doch gleich darauf wandte er seinen Blick wieder ab, und sie konnten sich zu ihren Schlafräumen zurückziehen und sich endlich etwas ausruhen.





„Harry, was machst du hier drin?“, fragte Hermine leise zischend, als sie zufällig den Gemeinschaftsraum von Gryffindor betrat und ihren neuen Klassenkameraden entdeckte. Er saß vor dem Kaminfeuer und starrte nachdenklich hinein. „Nichts Wichtiges, Hermine“, erwiderte Harry ebenso leise. „Ich frage mich nur, was mit diesen beiden Schülern aus Hufflepuff los ist.“
„Was soll mit denen schon sein? Ich meine, außer dass sie diese Monster gerufen haben.“
„Das ist nicht alles“, meinte Harry fast lautlos. „Die beiden hatten blutrote Augen.“
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