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Schattenherz

von cbra
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P18 / Het
Astrid Hofferson Grobian der Rülpser Haudrauf der Stoische Hicks der Hüne Ohnezahn Rotzbakke Jorgenson
21.07.2021
14.11.2022
50
162.904
33
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181 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
21.07.2021 2.543
 
Copyright: Drachenzähmen leicht gemacht / How to train your dragon (HTTYD) gehört DREAMWORKS ANIMATION SKG und Cressida Cowell. Ich leihe mir nur die Figuren und Orte aus und spiele ein wenig mit ihnen. Geld verdiene ich hiermit natürlich auch nicht.





Hi und herzlich willkommen zur Fortsetzung von Schattenseele.
An alle „alten Leser“… Schön, daß ihr wieder mit dabei seid.
An alle, die neu dabei sind… Ihr solltet Schattenseele gelesen haben, um dieser Geschichte optimal folgen zu können.

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Ansonsten bleibt es auch weiterhin bei der alten deutschen Rechtschreibung.
Viel Spaß beim lesen!
*****



Warum hatte er nur darauf beharrt, mit auf die nördlichen Marktinseln zu wollen? Sein Vater war dagegen gewesen und das aus gutem Grund. Diese Menschen waren anders als die von Berk. Feindseliger. Machthungriger. Gieriger.

Diese Art war ihm wohlbekannt, hatte er unter solchem Gesindel den größten Teil seines Lebens verbringen müssen. Er wußte um die Gewalt, die sie ergriffen, um ihre Ziele zu erreichen, war sich ihrer Skrupellosigkeit vollends bewußt und konnte mit voller Überzeugung behaupten, daß man ihnen nicht trauen durfte.

Dennoch hatten sie ihn erfolgreich in eine Falle gelockt, den Nachtschatten überwältigt und mit einer List von ihm getrennt. Nun stand er nach einer erfolglosen Flucht mit dem Rücken zu einer Klippe. Er spähte über seine Schulter und berechnete den Abgrund zu der felsigen Küste, gegen die das Meer peitschte und sich in Gischt verlor. Das waren mindestens hundert Meter. Den Sturz würde er nicht überleben. Niemals.

Die zehn Gestalten vor ihm waren schwer bewaffnet und der Stahl ihrer schlecht gepflegten, stumpfen Schwerter glänzte in der Mittagssonne. Wo hatten sie Ohnezahn nur hingebracht? Die Sorgen um den Nachtschatten überflügelte die Furcht über sein eigenes Leben. Bebend hob er seine Hände auf Hüfthöhe, in der Hoffnung, daß diese Geste beruhigend auf die Meute wirkte.

Der Wind trug das ferne Klirren von Schwertern und das Kampfgeschrei der Berkianer an sein Ohr und zerrte an seinem kastanienbraunen Haar. Er glaubte Haudrauf heraushören zu können, der seinen Männern Befehle zubellte. Wenn die Götter ihm wohlgesonnen waren, würde er ihn finden und befreien. Er mußte diese Halunken hinhalten, um ihm Zeit zu verschaffen.

„W… was wollt ihr? G… Gold? Berk hat genug.“

Es stand ihm nicht zu, darüber zu verfügen, aber er mußte ihnen etwas in Aussicht stellen, damit er aus dieser Notlage entkam.

Die Männer lachten laut auf. Hicks wußte nicht, was an seinen Worten für diese übertriebene Heiterkeit sorgte. Sein Blick hetzte über die fremden Gesichter, dann teilte sich die Front und ließ einen Mann in ihre Mitte vortreten. Sein Herz blieb stehen, als er den Neuankömmling erblickte.

„Dagur“, wisperte er hervor, während ihn Eiseskälte von innen einfror.

„Hast du mich vermißt? Also mir hast du definitiv gefehlt, Bruder“, frohlockte der Rothaarige und schritt auf ihn zu.

Automatisch wich Hicks einen Schritt vor seinem Peiniger zurück, den er tot geglaubt hatte. Er rutschte über den Abgrund und versuchte sich hektisch festzuhalten. Die scharfkantigen Felsen rissen seine Finger auf und Blut quoll aus seinem geschundenen Fleisch, während er sich an einen Gesteinsbrocken festklammerte und sein gutes Bein mindestens so panisch nach Halt suchte wie das Stück Metall an seinem linken. Das Kriegstosen näherte sich und er hörte Klagelaute der Berkianer. Ohne daß er sie sehen konnte, wußte er um die tödlichen Geräusche. Er hatte sie so oft in seinem Leben vernehmen müssen. Sie fielen dem Stahl ihrer Angreifer zum Opfer. Ächzend kämpfte Hicks um Stabilität und sah nach unten. Kein Drachenreiter, der ihn retten konnte, kein Nachtschatten, der sein Leben beschützte, keine Astrid, die ihn in letzter Sekunde auffangen und auf ihren Nadder zerren würde. Das Geräusch der Schwerter wurde leiser, verstummte schließlich genauso wie die Rufe seines Volkes, und Hicks hielt unwillkürlich den Atem an.

Er war allein.

Da war niemand mehr, der ihn retten konnte. Sie waren gestorben. Sinnlos. Für ihn. Beißende Trauer fraß sich in sein Herz und er ergab sich der Hoffnungslosigkeit, die ihre Klauen in ihn schlug. Er konnte nur noch wählen, zwischen Freitod und Tod durch die Hand des Feindes. Über ihm tauchte sein fleischgewordener Alptraum auf und grinste ihn unheilvoll an.

„Komm schon, Hicks. Komm nach Hause.“

Hicks schreckte aus dem Schlaf auf und saß kerzengerade in seinem Bett. Keuchend hielt er sich das Herz, das in seinem Inneren wild rannte. Seine Haare klebten an seiner von Schweiß überzogenen Stirn, während sein Blick auf die schemenhafte Gestalt des Nachtschattens fiel, der tief und fest schlief und von seiner Unruhe nichts mitbekam.

Nur ein Traum, beruhigte sich der Achtzehnjährige. Er lebte seit knapp zwei Jahren geschützt auf Berk und hatte nichts von den Berserkern zu befürchten. Dennoch quälte ihn in unregelmäßigen Abständen seine Träume mit Variationen vergangener Tage oder alternativen Phantasien, die niemals eingetreten waren. Es kam ihm vor, als würde sein Unterbewußtsein noch immer nicht akzeptieren können, daß er sich in Sicherheit befand und keiner ihm nach seinem Leben trachtete. Zögerlich legte er sich hin und starrte an die Decke, die gut verborgen von der Dunkelheit über ihm schwebte.

Der Drache schnarchte mit Haudrauf, der ein Zimmer entfernt lag, um die Wette und er fragte sich, ob er auch solche Laute im Schlaf von sich gab. Er wälzte sich auf die rechte Seite, vergrub seinen Arm halb unter seinem Kopf und lauschte den Sägegeräuschen der beiden. Leider wirkte es nicht einschläfernd auf ihn. Nein, ein gänzlich anderes Gefühl stieg in ihm auf und an Schlaf war in diesem Haus nicht zu denken. Hicks stieß leise seinen Atem aus und setzte sich auf. Der Drang zu laufen war übermächtig, Widerstand zwecklos.

Er zog sich seine Hose über, legte die Prothese an und schlüpfte in sein rostbraunes Hemd. Als letztes schob er seinen rechten Fuß in den Stiefel, der ihm bei der derzeitigen Witterung zuverlässig Wärme spenden würde. Eins war sicher, er brauchte Bewegung, um die Bilder endgültig abzuschütteln. Lautlos schlich er aus seinem Zimmer, brachte die Treppe in der Dunkelheit erfolgreich hinter sich und verließ das Haus.

Klirrender Frost biß ihn in die Lunge, die an seiner Stirn klebenden Haare froren fest und er schimpfte wortlos mit sich, daß er sich nicht die Zeit genommen hatte, sich wenigstens das braune Oberteil aus wärmenden Yakleder überzustülpen. Die Luft roch nach Schnee, und sollte er fallen, würden seine unverwechselbaren Fußspuren die nächtlichen Ausflüge verraten. Für einen Moment blieb er stehen, unschlüssig, ob er zurück gehen sollte, um sein Gesicht waschen und sich vernünftig anzuziehen. Einen Augenaufschlag später schüttelte er den Kopf und rieb sich grob über die Stirn. Schützend wickelte er seine Arme um den Körper und setzte sich in Bewegung. Wie selbstverständlich legte er den Weg zurück, den er unzählige Male gegangen war und auch in der Finsternis mit Leichtigkeit fand. Ehe er sich versah, kam er bei seinem Zielobjekt an, das ihn wie magisch angezogen hatte.

Hicks haderte mit sich. Vielleicht sollte er lieber in die Schmiede gehen und sich ablenken bis er erschöpft genug war, um in geruhsame Träume zu fallen, anstatt in dieses Haus einzubrechen. Er wollte nicht schwach wirken und doch sehnte er sich nach der einzigen Person, die ihn in solchen Momenten mit hundertprozentiger Sicherheit auf andere Gedanken bringen konnte. Knapp schüttelte er seinen Kopf und warf die wankelmütigen Überlegungen über Bord. Er war nicht durch das halbe Dorf gewandert, um sich an den Amboß zu stellen. Ihm stand nicht der Sinn nach Arbeit, er wollte Geborgenheit und Nähe. Von ihr.

Mit geübten Handgriffen zog er sich an der Außenwand hoch, versenkte seine Prothese in die kleinen Vertiefungen der Holzpfähle, wie er es schon oft getan hatte, und erglomm die Fensterbank von Astrids Zimmer. Wenn ihr Vater je herausfand, daß er sich auf diesem Wege nachts zu seiner Tochter stahl, würde er Yakgulasch aus ihm machen. Zwar duldete er, daß er um Astrid warb, aber ihr Vater war noch lange nicht so weit, daß er ihnen den Segen erteilte. Jahrelang hatte er sich mit dem Gedanken angefreundet, daß seine Tochter einem Jorgenson gefiel und sich auf Rotzbakke eingestellt. Auf einen einbeinigen Hicks war er weder vorbereitet noch konnte er sich für ihn begeistern.

Er war nicht mehr das frühere abgemagerte Knochengestell, aber er besaß schlicht keine Wikinger Maße, die ihn größer, breiter, mehr von allem wirken ließen. Doch der Hofferson-Clan war ein anspruchsvoller Trupp, der ganz klare Vorstellungen von einem Mannsbild hatte. Um diesem gerecht zu werden, hatte Hicks heimlich im Wald trainiert, doch die Anstrengungen hatten nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Vor kurzem hatte er seine Bemühungen komplett aufgegeben, nachdem ihn Astrid dabei erwischt und ihm eindrucksvoll klar gemacht hatte, daß er sich nicht für ihren Vater, einen ihrer Verwandten oder für irgendwen sonst verbiegen mußte.

Er kniete sich vor ihr Bett, zog mit spitzen Fingern behutsam und unendlich langsam ihre Axt unter ihrem Kopfkissen hervor und legte sie geräuschlos neben ihrem Bett ab. Dieses Mädchen hatte unglaubliche Reflexe und absolut keine Probleme direkt beim ersten Augenaufschlag im Kampfmodus zu sein. Diese Erfahrung hatte er nur einmal gemacht und dabei sollte es auch bleiben. Das einzige Mal wo er bei seinem Besuch unvorsichtig gewesen war und sie überrascht hatte, hätte er um ein Haar seinen rechten Arm eingebüßt. Er würde ihr keine zweite Möglichkeit für einen solchen Anschlag geben.

Hicks wünschte, der Mond würde mehr Licht spenden, denn er liebte ihre entspannten Gesichtszüge, wenn sie so dalag. Sie wirkte nie friedlicher als zu dieser Zeit, allerdings blieb ihm heute nacht dieser Anblick durch die dünne Sichel am Firmament verwehrt. Er lauschte ihren gleichmäßigen Atemzügen und lächelte. Sie war so viel für ihn, selbst wenn sie schlief. Er beugte sich vor und hauchte einen zarten Kuß auf ihre Wange.

Wie er erwartet hatte, ging ihr Griff gezielt unter das Kissen und tastete ins Leere. Er faßte ihre Hand und strich mit dem Daumen über ihre Finger.

„Ich bin es. Laß mich leben“, flüsterte er ihr zu.

Astrid entzog sich seinem sanften Griff und stemmte sich auf die Unterarme, was er dank der schlechten Lichtverhältnisse nur sehr schemenhaft erkennen konnte.  

„Was ist los?“ brummte sie hervor.

„Du hast mir gefehlt“, antwortete er mit einem Lächeln in der Stimme, das über seine mutlose Stimmung hinwegtäuschen sollte. Das tat diese blonde Schönheit immer, wenn sie nicht in seiner Nähe war. Das war zwar nicht der Grund, weshalb er in diesem Augenblick neben ihr verharrte, aber das mußte sie nicht erfahren. So gut es ging, überspielte er das was ihn heimsuchte, denn er wollte sie damit nicht belasten.

„Lügner“, murmelte sie.

Ohne es zu wollen, zuckte er bei dem kleinen Wort zusammen und verkrampfte sich. Er brauchte einen Moment, um sich zu fassen und sich aus der Beklemmung vergangener Tage zu befreien. Früher, in einem anderen Leben, wäre er für jede noch so kleine Unwahrheit bitter bestraft worden. Aber das war vorbei. Was nicht hieß, daß er es sich leisten konnte, den Unmut dieses bezaubernden Mädchens auf sich ziehen.

„Hattest du einen Alptraum?“ zog sie die richtigen Schlüsse aus seinem Schweigen.

Hicks preßte seine Lippen zusammen. Sie kannte ihn zu gut. Er war unglaublich durchschaubar, schon immer gewesen. Lügen waren schlicht nicht sein Metier.

„Könnte man so sagen“, murmelte er widerwillig in die Finsternis und ließ entwaffnet den Kopf hängen.

Er war nicht gewillt, darüber zu sprechen, nicht mit ihr und mit niemandem sonst. Die quälenden Bilder eroberten bereits seine Nächte, da wollte er ihnen keinen Raum im Gespräch mit anderen einräumen. Er verschloß sie in seinem Inneren und war sich sicher, wenn er sie nur standfest genug ignorierte und ihnen keinen Platz in seinem wachen Verstand überließ, dann würden sie verschwinden. Leider funktionierte dieser Plan bisher nicht so wie gewünscht. Wiederkehrend drang der Horror samt farbenfrohem Schmerz in ihn.

Warum suchte ihn ausgerechnet Dagur als Nachtmahr auf? So sehr er sich anstrengte, diese Frage ließ sich weder verdrängen noch beantworten. Weshalb konnte nicht in seinen nächtlichen Phantasien zur Abwechselung ein Flüsternder Tod nach seinem Leben trachten? Oder der Rote Tod? Damit könnte er erheblich besser umgehen.

Astrid rutschte ein Stück zur Seite und zupfte an seinem Ärmel. Still gab sie ihm damit zu verstehen, daß er sich vom Boden erheben sollte. Er verdrängte seine Überlegungen und verscheuchte jeden düsteren Fetzen hinter seiner Stirn, dann setzte er sich auf ihr Bett, befreite seinen Fuß vom Stiefel und schlüpfte zu ihr unter die Decke.

„Willst du drüber reden?“ bot sie ihm mit schlaftrunkener Stimme an.

„Eher weniger“, nuschelte Hicks und verzog seinen Mund. „Komm lieber her.“

Ihre Gestalt war nur von einem dünnen, enganliegenden Unterkleid verhüllt. Mit einer kleinen Bewegung schob er sich an ihren Rücken, schlang seine Arme um ihre Mitte und genoß ihre Wärme, die ihn umgehend ruhiger werden ließ.

„Hast du mit einem Eisblock gekuschelt oder ist es draußen tatsächlich so kalt?“ Er spürte ihr Zittern, was ihn sofort dazu brachte, von ihr abrücken zu wollen, doch ihre linke Hand griff an seine Hüfte und hielt ihn an Ort und Stelle.

„Die Frage war rhetorisch“, brummte sie. „Aber willst du nicht dieses Ding abnehmen?“

Damit meinte sie sein Ersatzbein, dessen Metall ihr wohl unangenehm eisig erschien. Hicks winkelte seine Prothese etwas von ihr fort, darauf bedacht es von ihren Beinen fernzuhalten, und küßte sie entschuldigend auf den Hals, an den er sein Gesicht vergraben hatte.

„Du weißt, das Anlegen benötigt ein bißchen Zeit. Ich muß schnell flüchten können, falls sich dein Vater zu deinem Zimmer verirrt. Oder willst du, daß er mich in deinem Bett findet?“

Statt einer Antwort seufzte sie lediglich und drückte ihrerseits ihren Rücken an seine Brust. Automatisch hielt er Astrid eine Spur fester und atmete ihren unvergleichlichen Duft ein. Sie roch nach Freiheit, Mut und Liebe. Das konnte man verrückt nennen, für ihn war es die pure, unverfälschte Wahrheit. Dieses Mädchen machte das Unmögliche wahr.

„Hoffen wir, daß er weiterhin im Dunkeln tappt und dies unser Geheimnis bleibt. Ihm wäre es sonst durchaus zuzutrauen, daß er mich meistbietend an einen Händler der nördlichen Marktinseln verschachert.“

Unwillkürlich versteifte sich Hicks. Er war ein aufmerksamer Zuhörer und Beobachter, gewohnt die kleinsten Zeichen aufzuspüren und zu deuten, um wahlweise zu flüchten oder sich zu schützen. Es war ein Wesenszug, der ihm anhaftete seit er denken konnte und den er nicht abzustreifen fähig war. Er war ein ständiger Begleiter und warnte ihn vor Gefahren. Hatte er schon immer.

Astrid deutete seine Reaktion falsch, strich ihm sanft über den Arm und ließ ihre Hand auf seiner liegen.

„Hicks, entspann dich und schlaf. Die Nacht ist zu kurz, um sich über solche absurden Szenarien den Kopf zu zerbrechen.“

Erst jetzt realisierte er wie sehr sich seine Muskeln verspannt hatten und sie dies bemerkt haben mußte. Er atmete tief durch und lockerte seinen Griff, mit der er sie umschlungen hatte. Entschuldigend hauchte er ihr einen Kuß in den Nacken und schloß die Augen.

Anstatt in seine wohlverdiente Nachtruhe zu fallen, ratterte sein ruheloser Verstand. War es ein Zufall, daß sie ausgerechnet den Ort nannte, der ihm im Traum begegnet war? Sein Bauchgefühl war nicht eindeutig, dennoch blieb dieser warnende Unterton in seinem Inneren. Wabernd machte sich das Unbehagen in ihm breit, schlang sich um sein Herz, bohrte seine Klauen hinein und ließ ihn frösteln. Es gab ein Sprichwort, das die Berserker verwendeten und das ihn geprägt hatte: Über den Wind können wir nicht bestimmen, aber wir können die Segel richten.  

Er betete zu den Göttern, daß kein Sturm aufzog.
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