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Bunte Vielfalt

von Pragoma
GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Mix
20.07.2021
23.07.2021
6
2.423
 
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22.07.2021 404
 
Lea saß nun schon seit Stunden vor ihrem PC und nichts hatte sich getan. Das Dokument war leer, nicht ein Buchstabe war zu sehen. Frustriert, erhob sich das brünette Mädchen, nahm ihre Tasse vom Schreibtisch und schritt langsam in Richtung Küche.

Vielleicht kurbelte ein frischer Kaffee an, holte den Ideenreichtum zurück und eventuell küsste sie die Muse zuckersüß auf ihre schmalen Lippen. Lea lächelte beim Betreten der großzügigen Wohnküche und steuerte zielstrebig die Kaffeemaschine an. Wie zu erwarten frisch gekochter Kaffee, der herrlich duftete und hoffentlich den Nebel in ihrem Kopf vertreiben konnte.

„Na, kommst du voran?"

Lea drehte sich um, blickte ihren Kollegen an und schüttelte den Kopf. „Mein Dokument ist seit Stunden leer und ich habe nichts geschafft." Geknickt setzte sie sich an den Tisch, direkt gegenüber von Rhys, der sie aus blauen Augen besorgt ansah.

Nachdenklich fuhr er sich über seinen markanten Dreitagebart und schien zu überlegen. „Du weißt, dass du ein großartiger Autor bist? Dein Kopf ist voll mit Ideen und doch gönnst du dir keine Pause. Entspann dich, mach dich frei und lass es für heute gut sein."

„Ich kann nicht. Ich hab feste Abgabetermine und das solltest du wissen", erwiderte sie ernst, ehe sie ihre Tasse ansetzte und den ersten Schluck trank.


„Dann mach eine kleine Pause oder baue den Alltag mit ein. Lass deine eigene Fantasie spielen." Rhys zwinkerte Lea aufmunternd zu, erhob sich von seinem Platz und ließ seine Kollegin zurück.

Geistesabwesend schloss Lea einen Moment ihre grünen Augen, kehrte in sich und versuchte ihre eigene Fantasie, ihre Wünsche und Träume spielen zu lassen. Wie zu erwarte passierte gar nichts, der Kopf blieb leer und kein Film entstand in ihrem Inneren.

Ein Autor funktionierte nicht auf Knopfdruck, schon gar nicht, wenn man sich zwang und dem Kopf keine Ruhe gönnte. Lea seufzte, stand auf und holte sich einen weiteren Kaffee. Plötzlich spürte sie dicht hinter sich einen Körper, der sich an ihren schmiegte. „Sorry, ich brauch nur ne Tasse. Lass dich nicht stören."

Verwirrt darüber blinzelte Lea. Die kurze Berührung hatte ihr Blut in Wallung gebracht, einen Orkan ausgelöst, der den dichten Nebel in ihrem Kopf buchstäblich davon gefegt und diesen befreit hatte. Da war ihre Inspiration, ihre Idee für eine neue, aufregende und prickelnde Kurzgeschichte.

Lea lächelte vor sich hin, schnappte sich ihre Tasse Kaffee und verschanzte sich hastig in ihrem Büro, um ihre neue Kurzgeschichte zu verfassen.
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