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Black & White

von Maudabey
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
VeniCraft xTobination
18.07.2021
23.09.2022
91
94.064
4
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23.09.2022 1.031
 
Erst eine geschlagene Dreiviertel Stunde später, in der er zugegeben mit ein paar Kumpels und dem Rest der Stufe auf dem Schulhof ein Bier getrunken hatte, meldete sich Tobi endlich mal. „ Und wie lief die erste Prüfung Tobi? Alles heil überstanden, oder gab's Probleme?", fragte er sofort und setzte sich etwas abseits von der Gruppe, in der er gerade stand, um Tobi besser zu verstehen. „ War ganz okay. Eigentlich nur abfrage. Die haben das für mich angepasst. Mir wurden nur Fragen gestellt. Keine Bilder, Diagramme etc. Bei Mathe wird das allerdings nicht der Fall sein. Ich hab ein bisschen schiss, wenn ich ehrlich bin. Da werd ich mir mehr merken müssen. So weit ich weiß, wird dann im Prüfungsraum jemand sein, der mit mir die Aufgaben macht." Also brauchte Tobi grob gesagt einen Punkt, dann hatte er sein Abitur. Das waren großartige Nachrichten. „ Na siehst du, ich hab doch gesagt du schaffst das. Mach dir wegen Mathe jetzt mal keinen Stress. Die Note ist sowas von egal. Hauptsache du hast Abi." Tobi murmelte irgendwas zustimmendes, klang aber nicht sehr überzeugt. Oh nein nicht schon wieder. „ Hey hör auf an dir zu zweifeln. Was soll passieren? Du vergisst was auf deinem Zettel stand? Das wird dir gesagt. Gut dann ist es halt nicht perfekt und wird nur ne drei. Du langst vor nicht mal vier Wochen noch im Krankenhaus. Es war nicht mal klar, ob du überhaupt dein Abitur antrittst. Allein das ist schon eine super Leistung Tobi. Mach dich nicht schlechter als du bist." Wann ging das endlich in Tobis Kopf rein. Er war super, egal was da am Ende als Note stand. Noten waren es so eine Sache, die nie hundert Prozent akkurat war. Und wegen einer schlechten Note ging die Welt auch nicht unter. „ Trotzdem hab ich Angst. Mathe konnte ich nie wirklich gut." Tobi schaffte es echt alles auf irgendeine Art schlecht zu reden. Bei der Logik konnte man einfach nicht gegen reden. Sollte Tobi kein Mathe können, würde er ihm die Angst auch nicht nehmen können. Wenn man etwas konnte, machte einem die Prüfung echt weniger Sorgen, als wenn man es nicht konnte. „ Du musst nicht alles können. Erklär denen einfach mit ein paar Fachbegriffen, was du machen würdest und dann passt das. Die werden dir Hilfestellung geben. Hatte ich auch bekommen und mir haben das auch sehr viele gesagt. Bei euch wird das nicht anders sein. Glaub an dich." Tobi klang nicht wirklich überzeugt, aber er sagte auch nichts mehr dagegen. Er würde de Tage einfach noch ein bisschen mit ihm üben und dann sollte das schon passen. Nach seinem Abi konnte er Tobi dann direkt in den Arm nehmen und für ihn da sein. „ Sag mal, wo bist du eigentlich? Ich hör im Hintergrund so viele Stimmen.", fragte Tobi nach ein paar Sekunden der Stille. „ Noch in der Schule. Spontanes Stufentreffen. Matura feiern und so. Keine Sorge, ich hatte nur ein Bier und bei dem bleibt es auch. Schließlich will ich heute mit dir noch ein bisschen Mathe lernen." Jetzt konnte er Tobi grinsen hören, als er die nächsten Worte aussprach. „ Ohne mich?" Wenn Tobi das wollte, konnten sie gerne noch ein Glas trinken, wenn er wieder in Köln war. War ja nichts verwerfliches und sie waren beide achtzehn. Wieso also nicht. Immerhin würde Tobi auf seine Abschlussfeiern wahrscheinlich nicht gehen. Beim besten Willen, dass konnte er sich einfach nicht vorstellen. Tobi war einfach zu unerfahren, um sich blind irgendwo zu treffen und dann noch was zu trinken. Vor allem in einer großen Gruppe, wo ständig durchgewechselt wurde und er keinen festen Ansprechpartner hatte. „ Tschuldige Tobi, aber ich wurde von Lix gezwungen. Er hat gesagt ich muss mindestens eins trinken. Und mein Gott, ein Bier macht mich nicht betrunken." „ Ich freu mich einfach, wenn ich dich wieder hab. Dann tu mir den Gefallen und feier mit deinen Kumpels noch. Mathe kann auch bis morgen warten. Ich will dir das nicht nehmen." Veni musst einfach nur grinsen. Wenn das für Tobi wirklich in Ordnung war, würde er noch ein bisschen hier bleiben. Felix würde sich sicher freuen, wenn er noch ein bisschen blieb. Seit sicher zwei Minuten schaute er ihn nämlich an und wollte wohl, dass er wieder zu der kleinen Gruppe kam, in der er gestanden war. „ Gut. Aber wir reden heute Abend auf jeden Fall noch mal Tobi." Mit einem leisen gekicherten ja stimmte Tobi dem zu und legte dann auf. Veni steckte sein Handy weg und ging dann wieder zurück zu seinen Freunden. Felix reichte ihm seinen Becher wieder, diesmal jedoch nicht mit Bier, sondern mit Fanta wie es schien. „ Den trinkst du noch aus. Vorher lass ich dich nicht gehen.", meinte Felix grinsend. Versuchte wohl ihn so lang wie möglich da zu behalten. Schließlich hatte er ihm gesagt, dass er wenn Tobi ihn anrufen würde, dass er dann gehen würde. „ Ach jetzt krieg ich nicht mal mehr Alkohol? Hab ich schon zu viel getrunken, oder was ist der Grund? Ich bleib noch ne Weile." Sofort wurde er stürmisch umarmt. „ Wenigstens etwas, bevor du ein halbes Jahr abhaust. Oder länger. Du bist echt verrückt." „ Wait a second. Du gehst ein halbes Jahr? Wohin?" Mia sah total geschockt aus. Sie war ebenfalls eine gute Freundin und eine echte Hilfe in Chemie gewesen. Ihr hatte er auch mal gesagt, dass er nie hier weg wolle, weil er es einfach so schön fand. Jetzt würde er wohl oder übel müssen. Noch war zwar nicht klar, wie lange er dort bleiben würde, aber er kam auf jeden Fall wieder zurück. Außer Tobi kam wirklich nicht mehr ohne ihn klar. „ Ich zieh erstmal zu nem Freund nach Deutschland. Er ist bei nem Unfall erblindet und ich bin im Moment seine Bezugsperson. Ihm ging es nicht besonders gut. Wenn er aber wieder klar kommt, werde ich wieder zurück kommen und hier studieren. Wir werden mal sehen.", beruhigte er den Rest, der nicht weniger geschockt gewesen war. Nur weil er ein halbes Jahr weg ging und nichts gesagt hatte. Andere machten jetzt ein Jahr im Ausland, oder Work and Travel.
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