Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eine unscheinbare Musterschülerin?

Kurzbeschreibung
OneshotDrama, Romance / P12 / Het
OC (Own Character) Tora Igarashi
17.07.2021
17.07.2021
1
3.264
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
17.07.2021 3.264
 
Hallihallohallöchen, ihr Lieben. Wie geht es euch denn so? Ich hoffe ihr seid mal wieder gespannt was dieses Mal passiert und ohne großes Trara geht es gleich los. Aber zuvor will ich mich noch bei YukiXMisa2012 bedanken, dass sie mir diesen tollen Anime näher gelegt hat. In diesem Sinne dann viel Freude. =)

_______________________________________________________________________

Zu Anfang der Geschichte möchte ich mich einmal vorstellen. Mein Name ist Yukiyo… Yukiyo Saito und ich gehe derzeit auf die Miyabigaoka Highschool. Wie die meisten der unzähligen Schüler hier auch, bin auch ich Erbin eines Großunternehmens und kann es mir daher leisten hier zur Schule zu gehen. Und so kommen wir zu meinen Eltern. Die Zwei leiten eines der größten Imperien ganz Japans – Saito Entertainments. Das Unternehmen ist dafür bekannt die beliebtesten Videospiele aller Art auf den Markt zu bringen. Weiterhin sind Sie ebenfalls für Film und Fernsehen zuständig. Doch damit noch nicht genug! Berühmte Musiker arbeiteten jeden Tag auf´s Neue mit meinen Eltern zusammen und prägen damit die Musikproduktion. Man könnte meinen Saito Entertainments wäre für die gesamte Unterhaltungsindustrie ganz Japans zuständig. Und obwohl meine Eltern jede Menge Geld hatten, waren sie keineswegs arrogant oder dergleichen. Nein! Sie waren ganz normale Menschen, wie wir alle. Vielleicht war dies auch einer der Gründe warum ich nicht genauso auf unseren Schülersprecher Tora Igarashi stand, wie all die anderen Mädchen hier. Er schien stets perfekt zu scheinen, weshalb jeder so sein wollte wie er, doch in Wirklichkeit war er überhaupt nicht so toll wie alle dachten. Als Erbe des Igarashi Unternehmens und zudem Schülersprecher unserer Schule wusste er, dass er sich alles hätte herausnehmen können, denn seine Familie war die Mächtigste in ganz Japan. Dies war wahrscheinlich auch der Grund warum er sich so gespalten verhielt. In der Öffentlichkeit gab er sich stets förmlich, doch in Wahrheit steckte in ihm ein gnadenloses und verwöhntes Arschloch, dass alles haben konnte was er wollte. Alles… außer mich! Und das wusste er auch. Trotz allem versuchte er es immer wieder, doch ich ließ ihn stets abblitzen und ließ ihn seine eigene Medizin schmecken. Das dies dem werten Herr natürlich nicht ganz so passte, zeigte er mir dafür immer wieder auf´s Neue. Andauernd stellte er mich der Klasse gegenüber bloß, doch ich ignorierte es. So musste ich mich nicht auch noch auf dessen Niveau herabbegeben. Ein wichtiger Aspekt, den mir meine Eltern mit auf den Weg gegeben hatten und dafür dankte ich ihnen auch. Auch wenn Tora es mir nicht gerade leicht machte. Wenn ich da an unser erstes Treffen dachte, fuhr ein Schauer durch meinen Körper. Er gab sich höflich und begrüßte mich freundlichst an der Miyabigaoka. Doch ich durchschaute direkt sein Spiel und wies ihn ab. An diesem Tag hatte ich ja noch keine Ahnung wer dieser Mensch eigentlich war, bis mir eine Klassenkameradin schockiert von seinem Familienstand erzählt. Ich sah sie an und zuckte nur abfällig mit den Schultern. Sie konnte es kaum glauben, dass ich dem Igarashi so rüpellos gegenübertrat und wandte sich von mir ab. Und da war sie nicht die Einzige. Ein jeder begann sich von mir abzuwenden, nur Tora nicht. Er fand anscheinend Gefallen an mir und versuchte um jeden Preis mich zu bekommen, doch ich war nicht käuflich! Und das machte ich ihm auch klar… vor der gesamten Klasse. Seit diesem Tage an hatte mich Tora auf den Kicker und ließ keine Gelegenheit aus mich zu demütigen, mich anzumachen oder mich umzustimmen. Aber ich ließ mich nicht umstimmen! So viel stand fest! Ich seufzte und starrte verträumt aus dem Fenster. Hoffentlich ging dieser Tag hier schnell zu Ende. Da draußen wartete nämlich bereits ein anderes Leben auf mich mit Freunden, die mich verstanden und so akzeptierten, auch ohne das ganze Geld. Ein Lächeln zeichnete sich auf meinen Lippen ab, als ich an Kūga, Kōma, Yūjirō und Shōsei dachte. Die vier und ich waren zusammen in der Band UxMishi. Ja, richtig gehört! Ich war ein Teil dieser Gruppe und das konnte mir auch keiner nehmen. Nicht einmal dieser Idiot Tora Igarashi. Wir hatten schon eine Menge miteinander durchgestanden, teilten jedes Geheimnis miteinander, bis auf eines. Nach all den Jahren der Freundschaft hatte ich noch immer nicht übers Herz gebracht ihnen von meiner Familie zu erzählen. Ich weiß, dass das falsch war, aber damals hatte ich Angst gehabt, was sie dann sagen würden. Also behielt ich es für mich, genauso wie die Tatsache, dass ich zu ihnen gehörte. Niemand, nicht einmal meine Eltern wussten davon und das war auch besser so. Schließlich konnte ich damit den guten Ruf des Unternehmens aufs Spiel setzen. Also verkleidete ich mich insgeheim als Junge, der auf den Namen Yoshi hörte, um nicht aufzufliegen. Aber ansonsten war ich ganz normal. Ich träumte noch ein wenig vor mich hin, als das Pausenklingeln mich aus meinen Gedanken riss.
»Na endlich! Schulschluss! Jetzt aber schnell, bevor…«
Und noch bevor ich meinen Gedanken zu Ende bringen konnte, stand Tora vor mir und belästigte mich wieder einmal mit seiner Anwesenheit.
„Na, wo soll es denn so schnell hingehen, Yukiyo?“
„Ich wüsste nicht, was dich das etwas angehen sollte, Tora.“, zischte ich genervt und versuchte mich an ihm vorbei zu schlängeln.
Jedoch stellte er sich mir erneut in den Weg und machte es mir somit unmöglich an ihm vorbei zu kommen, ohne ein Gespräch.
„Was willst du, Tora?“, meinte ich wütend und starrte ihn herablassend an.
„Wie du vielleicht schon weißt, finden nächste Woche die Vorentscheidungen für den alljährlichen Schulwettkampf statt und ich wollte mich nur erkundigen, ob du ebenfalls wieder anwesend sein wirst. Wie wir beide wissen, gehörst du zu den klügsten Köpfen dieser Schule, worunter auch meine Persönlichkeit fällt.“
„Ja, das habe ich nicht vergessen. Ich werde daran teilnehmen und jetzt geh mir aus dem Weg. Schließlich gibt es noch einige wenige Dinge, die wichtiger als du sind und denen ich gerne nachgehen würde.“
„Natürlich. Ich wollte dich nur noch einmal darauf hinweisen, dass ich jederzeit bereit stehe für jegliche Fragen und Anregungen. Und vielleicht willst du ja, dass wir zusammen etwas lernen. Was meinst du?“
Der Blondhaarige kam mir gefährlich nahe. Diese Tatsache und die Tatsache, dass ich keinen Weg zum Flüchten ausmachen konnte, ohne dabei über die Tische zu springen, machten es mir nicht gerade leicht, ruhig zu bleiben. Ich ging einige Schritte zurück, ehe ich meinte:
„Danke, aber ich brauche keine Hilfe von dir. Ich komme ganz gut alleine zurecht. Schließlich zähle ich zu den klügsten Köpfen der Schule, schon vergessen?“
Ich ging noch einige Schritte weiter zurück und stieß, zu meinem Pech, an die Wand des Klassenzimmers, wo mich der Igarashi mit einem Grinsen festnagelte. Sein Mund kam dem meinen ziemlich nah, sodass ich kurzerhand mein Gesicht wegdrehte, um schlimmeres zu verhindern, als ein eisiger Schauer über meinen Rücken lief. Mit den Lippen an meinem Ohr flüsterte mir Tora folgende Worte zu:
„Wie schade, aber wenn du es dir anders überlegen solltest, weißt du ja wo du mich finden kannst, Yukiyo-chan.“
Mit diesem Worten ließ er von mir ab und verließ lachend das Klassenzimmer. Ich musste erbärmlich aussehen. Mein Gesicht war heißer, als glühende Lawa und mindestens genauso rot. Ich könnte mich schwarz ärgern, dass ich ihn nicht einfach hab fertig gemacht, aber irgendwie war ich in diesem Moment wie versteinert gewesen. Mein Blick glitt abwesend zur Uhr und ich fluchte.
„So ein Mist! Ich komme noch zu spät!“
Schnell schnappte ich mir meine Sachen und rannte Richtung Ausgang. Dabei kam ich noch einmal an Tora´s Büro vorbei und meine Schritte verlangsamten sich bis ich kurzerhand einfach stehen blieb.
»Ich frage mich warum Tora nur so ist, wie er ist. Er könnte ein Vorbild sein für die Schüler dieser Schule, stolz auf seine Eltern und stets freundlich und hilfsbereit zu jedermann. Im Endeffekt so wie er sich immer gibt, nur nicht gespielt. Vielleicht steckt ja tief in dem verwöhnten kleinen Blödmann eigentlich eine ganz andere Person und das ist alles nur gespielt.«
Ich schüttelte mit dem Kopf. Niemals! Tora und nett? Das ich überhaupt auch nur einen Gedanken daran verschwendete, war schon komisch genug. Doch die Tatsache, dass der Blondhaarige eventuell ein Herz in dieser Brust haben könnte, war so unmöglich, wie die Tatsache, dass ich mein Doppelleben aufgeben würde, um allen die Wahrheit zu sagen. Kurzerhand dachte ich zurück an meine Verabredung mit den Jungs und nahm die Beine in die Hand um nicht zu spät zu kommen. In einem Café, ganz in der Nähe mit dem Namen Maid Latte zog ich mich um und stopfte meine Sachen kurzerhand in meinen Rucksack. Die Jungs durften mich keinesfalls in diesen Klamotten sehen, sonst würden sie nur unnötige Fragen stellen. Satsuki, die Besitzerin des kleinen Cafés und ihre Mädchen kannten mich bereits. Für sie war es also nichts neues, wenn ich mal eben kurz reinschneite um meine „Verkleidung“ anzulegen.
„Also, Yukiyo… wie lange willst du dieses Theater denn noch mitmachen? Wenn Kūga und die Jungs wirklich deine Freunde sind, dann verstehen sie es.“, ermahnte mich Misaki mit einem genervten Blick.
„Mag sein, dass du Recht hast, Misaki… Aber du darfst nicht vergessen was für mich noch alles auf dem Spiel steht. Der gute Ruf der Saito Familie wäre ruiniert. Du musst mich doch am besten verstehen, oder irre ich mich da, ehrenwerte Schülersprecherin der Seika Oberschule?“
Daraufhin erwiderte die Braunhaarige nichts mehr, sondern stotterte nur unmissverständliche Worte vor sich hin. Das war mein Stichwort. Ich verabschiedete mich schnell von den Mädels, ehe ich mich auf dem Weg zu unserem Proberaum machte. Als die Jungs mich sahen, hellten sich ihre Gesichter kurzerhand auf und sie begrüßten mich freudestrahlend.
„Hey Kūga! Sieh mal wer da kommt!“, meinte Sho nur grinsend und zeigte auf mich.
„Hey, da ist ja unsere Muse! Wo hast du bloß gesteckt? Wir warten hier schon seit einer Ewigkeit auf dich.“
„Tut mir leid, Jungs, aber ich wurde aufgehalten.“, entschuldigte ich mich lächelnd und schnappte mir ein Mikrofon.
„Also, da Yoshi ja jetzt da ist, können wir ja loslegen. Also dann… One… Two…One… Two… Three… Four…“, sagte Yūjirō und begann zu spielen.
Sho und Ko taten es ihm gleich und zugleich begannen Kūga und ich zu singen. Wir waren wirklich gut und zum ersten Mal an diesem beschissenen Tag hatte ich richtig Spaß. Wir probten noch den gesamten Nachmittag, ehe ich mich von den Jungs verabschiedete und mich auf den Heimweg begab.
„Also dann, macht´s gut, Jungs. Bis morgen dann.“
„Ja, selbe Zeit, selber Ort und dieses Mal kommst du pünktlich, hörst du?“, witzelte Shōsei ein wenig herum und auch die anderen begannen zu grinsen.
„Ja, ja… also dann… Ciao.“
Ich trat hinaus auf die Straße und atmete die frische Luft ein, die mich umgab. Es war ein angenehmer Sommerabend, als mich plötzlich eine allzu bekannte Stimme aus meinen Gedanken riss.
„Kaum zu glauben, dass eine Schülerin aus der Miyabigaoka und mit ansehnlichen Familienstand mit solchen Leuten verkehrt. Wissen deine Eltern eigentlich wo du dich Tag für Tag nach der Schule rumtreibst? Wahrscheinlich eher nicht, sonst wären sie wohl nicht so umsichtig mit dir. Und ob diese Jungs wissen, dass du in Wirklichkeit nicht die bist, die du vorgibst zu sein, sondern die Erbin von Saito Entertainments, dem in Japan größten Unterhaltungskonzern den es gibt? Ich glaube nicht. Aber vielleicht sollte es ihnen mal jemand sagen, genauso wie deinen Eltern.“
„Tora! Was hast du hier zu suchen? Spionierst du mir etwa nach?!“, wollte ich stinksauer von dem Igarashi wissen, doch dieser grinste nur weiterhin blöd drein und meinte dann anschließend:
„Na, ich muss doch mal sehen, wo sich meine Schulkameraden herumtreiben, wenn sie nicht zuhause sind und oder in der Schule um zu lernen.“
„Was soll das?! Warum tust du das, Tora? Warum machst du mir mein Leben nur so kaputt?! WARUM?!“, schrie ich dem Blondhaarigen wutentbrannt entgegen.
Tränen bildeten sich in meinen Augen. Ich war einfach nur wütend. Wütend auf den blonden Schönling… wütend, dass er alles zerstören wollte, was ich mir so mühsam aufgebaut hatte… wütend auf seine Arroganz und sein Verhalten, aber besonders wütend war ich eigentlich auf mich. Wenn ich von Anfang an mit offenen Karten gespielt hätte, würde ich nun nicht in so einer Zwickmühle stecken. Die Tränen in meinen Augen wurden immer mehr. Lange konnte ich sie nicht mehr zurückhalten.
„Warum das alles? Nur um mich ins Bett zu kriegen? Um mich zu zerstören? Oder warum tust du das alles? Hast du nichts Besseres zu tun, als alle um dich herum zu manipulieren?“
Eine einzige Träne verließ meinen Augenwinkel, doch ich blieb stark und haute Tora all das an den Kopf, was sich seit einiger Zeit in mir angestaut hatte und jetzt raus musste.
„Weißt du, ich habe heute wirklich daran gedacht, dass du vielleicht anders sein könntest. Nur für einen kurzen Augenblick... Ja, ich weiß… verrückt oder? Wie ich so etwas nur denken kann von so einem verwöhnten, arroganten Arschloch wie dir! Das du vielleicht so etwas wie ein Herz haben könntest und wirklich Gefühle für ein Mädchen wie mich haben könntest?!“
Jetzt war es raus. Ich hatte es wirklich gesagt. Indirekt, aber ich hatte zugegeben in Tora verliebt zu sein. Wie konnte ich auch nur so dumm sein und mich in so jemanden wie in diesen idiotischen Igarashi verlieben? Wo ich doch genau wusste, was er für ein Spiel spielte. Mein Blick war verschleiert durch all die Tränen die ich zurückhalten musste, wodurch ich nicht sehen konnte, was vor mir geschah. Plötzlich spürte ich jedoch zwei starke Arme um mich legend und ich konnte nur erahnen, dass sie Tora gehörten. Doch ich wollte nicht. Ich wollte seine Nähe nicht spüren. Zu sehr hatte er mich verletzt. Ich versuchte ihn wegzustoßen, doch keine Chance! Er war einfach stärker als ich und nun konnte ich nicht einmal mehr meine Tränen zurückhalten, sodass sie unaufhörlich über mein Gesicht und direkt auf Tora´s Uniform tropften. Er sagte während dieser ganzen Zeit nichts, blieb einfach nur stumm stehen und hielt mich in seinen starken Armen ganz fest. Langsam versiegten meine Tränen und ich richtete mich langsam ein wenig auf. Mit dem Gesicht nach vorn gegen seine Brust gerichtet, meinte ich nur:
„Bist du jetzt zufrieden? Ich habe gerade zugegeben in dich verliebt zu sein und mich an deiner Schulter ausgeheult. Fehlt nur noch, dass ich mit dir schlafe, dann hast du doch alles was du je wolltest…“
Ich erwartete jetzt irgendeine schnippische Antwort, ein dämliches Kommentar oder irgendetwas was typisch für den Blondhaarigen sein würde, doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen überraschte mich der Igarashi mit seinen Worten und gab mir zu denken.
„Weißt du, Yukiyo… ich hab nie gewollt, dass du wegen mir weinst… Das wird mir gerade erst wirklich bewusst. Weißt du, warum ich das alles getan habe?“
Er sah mich abwartend an, doch ich wusste die Antwort ehrlich gesagt nicht, als schüttelte ich mit dem Kopf und so erklärte mir Tora sein Verhalten:
„Alles was ich eigentlich wollte, warst du… Ich wollte deine Aufmerksamkeit und habe dich stattdessen verletzt und das… tut mir ehrlich leid. Nur ist es so, dass ich noch nie so eine Art Mädchen wie dich zuvor kennen gelernt habe. Alle, die ich bisher kennen gelernt habe, waren nur auf´s Geld aus und taten dafür einfach alles. Aber du bist anders. Du bist klug, schön und vor allem interessieren dich die Musik und deine Freunde mehr, als alles Geld der Welt. Nie im Leben hätte ich es für möglich gehalten, dass ich mich mal für ein derart außergewöhnliches Mädchen wie dich interessieren könnte. Also… ich… ich bin nicht gerade gut in sowas, aber… ach was soll´s…“
Tora kam einige Schritte auf mich zu, bis wir nur noch wenige Millimeter voneinander getrennt waren. Dann hob er mein Kinn an und sah mir dabei tief in die Augen, ehe er seine Augen schloss und seine Lippen vorsichtig auf meine legte. Ich war überrascht, aber irgendwie auch… glücklich. Meine Augen waren geschlossen und ich konnte fühlen, dass der Blondhaarige es wirklich ernst meinte. Langsam löste er sich wieder von mir und sah mich abwartend an. Meine Wangen waren leicht gerötet und mein Herz klopfte so laut, dass ich dachte es würde mir gleich aus der Brust springen. Ich wusste nicht so recht, was ich sagen oder gar denken sollte. Ich fühlte in diesem Moment nichts als Freude, doch irgendwie auch ein wenig Misstrauen Tora gegenüber. Von Angst erfüllt wusste ich nicht, ob er es wirklich ernst meinte. Das konnte selbst der Igarashi spüren, als er mich mit einem Mix aus Enttäuschung, Trauer und Verzweiflung ansah.
„Ich weiß nicht… ob ich…“
„Ob du mir vertrauen kannst. Ich versteh schon. Aber es muss doch einen Weg geben, dir zu beweisen, dass ich es wirklich ernst meine.“
„Sag es!“, meinte ich nur und sah den Blondhaarigen vor mir abwartend an.
„Was?“, wollte dieser nur verwirrt wissen, woraufhin ich es ihm erklärte.
„Sag mir, dass du mich wirklich und aufrichtig liebst und ich glaube dir.“
„Aber… ich bin wirklich nicht gut in sowas…“
„Dann kann ich dir auch nicht vertrauen.“, meinte ich nur und drehte mich bereits zum Gehen zu, als mich der Igarashi noch einmal zu sich drehte, um mich kurzerhand einfach zu küssen.
Als er sich wieder von mir löste, sah er mir tief in die Augen und sagte diese magischen drei Worte, die ich von ihm hören wollte.
„Ich liebe dich, Yukiyo Saito.“
Erst verwirrt, dann überrascht und schließlich überglücklich legte sich ein Lächeln auf meine Lippen, als ich die Augen schloss und Tora küsste. Dieser wusste erst gar nicht wie ihm geschah, als er schließlich realisierte was er da gesagt hatte und sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Als wir uns voneinander lösten, war mein Lächeln noch immer nicht verschwunden. Im Gegenteil! Es war sogar noch größer geworden und mit denselben Worten, die Tora zuvor zu mir gesagt hatte, sah ich den Blondhaarigen mit einem Mal mit ganz anderen Augen.
„Ich liebe dich auch, Tora Igarashi.“
Es war wie in einem nie enden wollenden Traum, doch mit dem Unterschied, dass dies hier echt war. Ich hätte nie damit gerechnet, dass Tora auch eine andere Seite hatte, aber anscheinend hatte mich mein Gefühl nicht getäuscht. Es war einfach unglaublich und doch war es wahr. Tora Igarashi hatte eben doch ein Herz und dieses gehörte nun mir. Ich grinste zufrieden in mich hinein und war gespannt wie es nun weiter ging. In den nächsten Tagen änderte sich, entgegen meiner Erwartungen jedoch mehr, als gedacht. Tora überredete mich meinen Eltern und den Jungs die Wahrheit über mein Doppelleben zu erzählen und sie nahmen es gelassener auf, als ich gedacht hätte. Meine Eltern luden meine Freunde sogar zu uns ein bei uns zu proben. Und was die Band anging… mit der Hilfe meiner Eltern waren wir nun mehr beliebter, denn je. Alles in allem lief es richtig gut für mich. Tora selbst hatte sein Leben komplett auf den Kopf gestellt und sich geändert. Er spielte nun nicht mehr den höflichen und zuvorkommenden Schülersprecher. Nein! Er war es nun auch! Und das mit Erfolg! Endlich vergötterten ihn die Schüler wegen seiner Arbeit und nicht mehr wegen seines Standes oder seines Aussehens. Und was noch viel wichtiger war… er hatte den Frauen völlig abgeschworen und konzentrierte sich nun nur noch auf unsere Beziehung. Alles in allem konnte ich sagen, dass nunmehr alles perfekt aussah. Und wenn ich eines Tages die Firma meiner Eltern übernehmen würde, hätte ich endlich alles erreicht um im Leben glücklich zu sein und das hatte ich alles nur Tora zu verdanken, wenn es auch ein wenig gedauert hatte…

_________________________________________________________________________

So ihr Lieben, das war es. Wie fandet ihr es? Schreibt´s in die Kommentare und dann sehen wir uns. Ciao. =)

PS: Hier nochmal Yukiyo: https://www.pinterest.de/pin/774056254695435091/
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast