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Alte Bekannte

Kurzbeschreibung
OneshotRomance, Freundschaft / P12 / Het
Dante OC (Own Character)
16.07.2021
16.07.2021
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Hallo, meine lieben Freunde des guten Animes. Ich grüße euch und freue mich einmal wieder euch willkommen zu heißen zu einem neuen Kapitel. Hoffentlich gefällt euch mein Beitrag zu Devil May Cry und wünsche euch viel Freude damit. =)

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Ein Schuss, ein Knall und dann war plötzlich alles vorbei. Ich lag verletzt auf dem kalten Steinboden unseres Anwesens. Dem Tod nahe spürte ich auf einmal deine starken Armen an meinen zerbrechlichen Körper und ich klammerte mich mit dem letzten bisschen an Kraft was mir geblieben war, an dir fest. Ich konnte spüren wie du mich vorsichtig hoch hobst und davon trugst… weg von diesem fürchterlichen Ort, an dem nun nichts mehr war, was mich noch in irgendeiner Art und Weise dort hielt. Und das letzte woran ich mich schließlich erinnern konnte, war der Ausdruck in deinen Augen, der nichts als Wut und Hass ausdrückte, bevor mich die Schwärze der Ohnmacht in Beschlag nahm und komplett verschlang. Ich schreckte auf und sah mich verwundert um. Ein Traum… mal wieder… Bereits seit einiger Zeit plagten mich Erinnerungen aus meiner früheren Zeit, ließen mich kaum zur Ruhe kommen. Ich sollte wirklich so langsam damit abschließen. Aber wie sollte ich das schaffen? Du warst nicht da, hattest mich einfach so zurück gelassen, nachdem du mich damals vor ihnen gerettet hattest. Seitdem waren mehr als zehn Jahre vergangen und ich wusste noch immer nicht wo du jetzt stecktest oder was du nun machst. Dabei wollte ich doch nur wissen warum… Warum hast du mich damals vor ihnen gerettet, um mich schließlich doch ganz allein zurück zu lassen? Wir waren damals ja praktisch noch Kinder, doch du nicht! Du bist schon immer so erwachsen gewesen und hast mich stets vor alles und jeden beschützt. Ja, du warst mein Held! Und doch hast du mich im Stich gelassen, als ich dich am meisten gebraucht habe. Ich wollte wissen, warum. Doch dafür musste ich dich erst einmal finden! Ich wanderte bereits seit einer Ewigkeit umher, immer auf der Suche nach dir, doch es schien zwecklos zu sein! Du wolltest anscheinend nicht gefunden werden. Es war zum Haare raufen. Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, nicht mehr auf deine Hilfe angewiesen zu sein und doch kam ich ohne dich kaum allein klar. Ich war nahezu am Verzweifeln und ich stand bereits einige Male kurz davor aufzugeben, doch dafür hatte ich all die Jahre nicht so hart gekämpft, um jetzt einfach so alles hinzuschmeißen! Und so schnappte ich mir mal wieder meine Sachen, ehe ich mich auf den Weg in die nächste Stadt begab. Meine Reise dauerte bereits zu lange an, als dass ich jetzt schon aufgeben könnte und so kam ich schließlich nach einiger Zeit in der nächstgelegensten Stadt an. Ich sah mich resigniert um und stellte fest, dass es hier ungewöhnlich ruhig war. Mein Gefühl sagte mir, hier stimmte irgendetwas ganz und gar nicht, doch für den Moment schien ich nicht in Gefahr zu sein, also lief ich weiter. Ich erreichte das Zentrum und suchte um diese späte Stunde erst einmal ein Hotel auf. Meine Suche hatte auch noch bis zum morgigen Tag Zeit. Die Reise hierher war anstrengend genug und alles was ich jetzt noch wollte, war ein wenig Schlaf abzubekommen, bevor es bei Sonnenaufgang für mich weiter ging. Glücklicherweise hatte das erste Hotel, dass ich aufsuchte noch ein Zimmer für mich frei und während der Besitzer mir den Schlüssel überreichte, bedankte ich mich schnell bei ihm und verschwand den Flur entlang. Das dazugehörige Zimmer war schnell gefunden und der Schlüssel im Schloss. Als die Tür aufsprang, hätte man meinen können, dass ich froh darüber war, endlich etwas Ruhe zu finden, doch dem war ganz und gar nicht so. Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich beobachtete, jedoch konnte ich nicht genau sagen, warum. Es war so ein beklemmendes Gefühl, so als wäre dieser jemand direkt in meiner Nähe und doch war ich hier die einzige weit und breit. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch betrat ich schließlich das Zimmer und schloss die Tür hinter mir ab. Ich machte das Licht an und sah mich skeptisch um, doch hier war auch niemand. Seltsam! Vielleicht spielte mir mein Körper auch nur einen Streich, weil ich bereits seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen war. Ich ignorierte jegliche Anzeichen, dass etwas nicht in Ordnung war und legte mich schließlich schlafen. Ein letzter Blick hinauf zu den Sternen und ich driftete ins Traumland ab. Ein Schuss, ein Schrei und plötzlich waren da Unmengen von Blut. Mein Herz schien für einen kurzen Moment auszusetzen, nur um kurz darauf wie wild in meiner Brust zu schlagen. Zitternd sah ich an mir herab. Mein Körper zierte eine Schusswunde direkt unter dem Herzen. Ich legte eine Hand auf die Wunde und sank nahezu kraftlos zu Boden. Es tat so schrecklich weh, dass nicht einmal ein Laut aus meinem Mund entkam. Ich krümmte mich vor Schmerzen und dann fiel erneut ein Schuss. Dieses Mal traf es direkt meinen Oberschenkel. Ein glatter Durchschuss. Wieder hallten die Schreie meiner Stimme durch die Hallen unseres Anwesens, doch niemand schien sie zu hören, als ein dritter Schuss fiel. Meine Schulter begann höllisch zu schmerzen und alles was ich vernahm, war das gehässige Lachen von den Menschen, die sich meine Pflegeeltern nannten. Ich sah schmerzerfüllt in ihre Augen, die vor Verrücktheit nur so glänzten. Und dann richteten sie die Waffe plötzlich auf meinen Kopf und ich wusste ganz genau, jetzt war es vorbei, als im selben Moment auf einmal die Tür zu unserem Haus aufflog. Im selben Moment ertönte ein weiterer Schuss und ich wachte auf. Ich riss meine Augen geradezu erstaunlich weit auf und konnte gerade noch den Eindringling in meinem Zimmer erkennen, um ihm auszuweichen. Ein lauter Knall war zu vernehmen, als das Bett unter dem Gewicht des Angreifers in tausend Teile zersprang. Ich kam hart auf dem Boden auf und erst jetzt erkannte ich, dass mein Gegenüber keinesfalls menschlich zu sein schien. Seine Klauen bohrten sich bedrohlich in die Überreste des Bettes, während dieses Biest mich mit gefletschten Zähnen gefährlich anblickte.
„Ein Dämon? Aber was willst du von mir?“, wollte ich verwundert wissen, als ich mich in Defensivhaltung begab.
„Jeder, der mit dem Kind des Dämonenkönigs zu tun hat, muss sterben, so auch du!“, meinte der Dämon und setzte zum Angriff an.
Ich wich aus und schnappte mir in der gleichen Sekunde mein Gepäck, nur um im nächsten Augenblick aus dem Fenster zu verschwinden. Mein Zimmer befand sich im zweiten Stock, womit es für mich ein leichtes war zu entkommen. Doch der Angreifer ließ nicht locker, genau wie ich erwartet hatte. Also legte ich noch einmal einen Zahn zu, als sich mir plötzlich die Sicht auf den Park der Stadt ergab.
»Das dürfte ein geeigneter Ort sein…«, dachte ich mir nur, als ich auf einmal überrascht wurde.
Ich hatte die Grünfläche noch nicht einmal ganz erreicht, da tauchte der Dämon auch schon in meinem Blickfeld auf und griff mich an. Jetzt war die Zeit gekommen für mich, endlich einmal zurückzuschlagen. Ich nahm mein Gepäck von meiner Schulter und schloss die Augen. Es schien ganz so als würde die Zeit um mich herum langsamer werden, als sich der Stoff meines Gepäckes zu lösen begann und ich mit einem Katana bewaffnet, meinem Gegner gegenüber stand. Ich öffnete die Augen und plötzlich schimmerten diese in einem tiefen dunkelrot, als die Schwertscheide zu Boden fiel und die Zeit um mich herum wieder normal zu fließen begann. Das Schwert fest umklammerte, machte ich einen Ausfallschritt zur Seite, ehe ich meinem Gegner im Schatten den Arm abtrennte. Das Blut spritzte nur so und man hätte meinen können, dass es das gewesen wäre, doch nicht wenn man einen Dämon als Gegner hatte.
„Du verfluchtes Miststück! Wie kannst du es wagen?!“, rief dieser wutentbrannt und setzte erneut zum Angriff an.
„Dasselbe könnte ich einen dreckigen Dämon wie dich fragen! Was fällt dir ein mich im Schlaf hinterrücks töten zu wollen?!“, meinte ich nur verärgert und rannte mit ausgestreckter Waffe auf mein Gegenüber zu.
Als wir aufeinander trafen, rammte ich ihm mein Katana mitten in den Körper. Ich lächelte siegessicher, als ich plötzlich einen ähnlich stechenden Schmerz im Bauchraum spürte. Nun war mein Gegner es, der höhnisch zu lachen begann, als ich mit einem Mal Blut hustete. Ich taumelte zurück und ging in die Knie, während sich mein Gegner über mich beugte und mich gehässig betrachtete.
„Tschia, Mädchen. Das kommt davon, wenn man sich mit einem Dämon anlegt. Hättest du dich gleich von mir töten lassen, müsstest du nun nicht diese Schmerzen durchleiden. Aber ihr Menschen seid nun einmal wie ihr seid. Ihr seid unverbesserlich und wisst stets alles besser. Aus diesem Grund verabscheue ich auch jegliche Form von euch!“, erklärte dieses Biest mir und rammte mir seine krallenbehangene Klaue in die Schulter.
Er wollte mich leiden sehen, doch da hatte dieses stinkende Mistvieh die Rechnung ohne mich gemacht. Mit schmerzverzerrtem Gesicht umklammerte ich die Hand meines Gegenübers, ehe ich meinte:
„Wenn das so ist, kann ich ja froh sein, dass ich kein Mensch bin!“
Überrascht blickte mir mein Gegner ins Gesicht, als ich meine Kraft sammelte, um diesen Bastard von mir zu befördern. Ich holte aus und beförderte ihn in die nächstbeste Wand. Durch den Aufprall wirbelte etwas Staub auf, wodurch ich den Dämon nicht mehr sichten konnte und als sich der Rauch schließlich verflüchtigt hatte, fehlte jede Spur von diesem, genau wie ich vermutet hatte. Ich sah mich um und erkannte mein Schwert einige Meter von mir entfernt liegen. Ein kurzer Blick in alle Richtungen, bevor ich schließlich losstürmte. Jedoch wurde ich plötzlich vom Boden losgerissen und ehe ich mich versah, lag ich auch schon im naheliegenden Graben. Wütend rieb ich mir die scherzenden Knochen, da setzte dieses Biest auch schon erneut zum Angriff an. Mit schnellen Schritten konnte ich gerade noch so ausweichen, bevor ich erneut versuchte irgendwie an mein Katana zu kommen und es sah fast so aus, als würde einer Wiedervereinigung nichts mehr im Wege stehen, da tauchte mein Gegner direkt vor mir auf und unter ihm meine Waffe.
„Ohne deine Waffe bist du nichts, Mädchen! Und selbst wenn du einer von uns sein solltest, bist du viel zu schwach um überhaupt eine Chance gegen uns zu haben! Wir werden dich töten, Kleine!“
„Sag nie wieder ich wäre schwach! Ich bin genauso stark wie ihr! Nein! Ich bin noch viel stärker, als ihr alle zusammen. Ich bin eine Verstoßene und besitze mehr Kraft, als du dir jemals vorstellen kannst!“, rief ich und stellte mich kampfbereit hin.
„Ich hätte dich für klüger eingeschätzt, aber wenn du es unbedingt wissen willst... schön! Dann werde ich dich eben so lange leiden lassen, bis du mich anbettelst, dich zu erlösen!“
Mit einem gekonnten Satz warf sich dieser Bastard schließlich auf mich. Diese Chance nutzend, schnappte ich mir mein Katana und enthauptete meinen Gegner mit einem gekonnten Hieb. Der Schreck stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, als sein Kopf zu Boden ging und das Blut meinen Körper von oben bis unten hin bedeckte.
„Sag niemals wieder, ich wäre schwach, denn das bin ich schon längst nicht mehr…“, meinte ich nur geistesgegenwärtig und spuckte auf den am bodenliegenden Körper meines nun toten Gegners.
Die Sonne war währenddessen bereits am Aufgehen, sodass ich dabei zusehen konnte, wie sich der Dämon durch die ersten Strahlen langsam aber sicher auflöste, bis er gänzlich verschwunden war. Mein Blick glitt währenddessen an mir herab. Ein großes Loch klaffte in meinem Bauchraum, als ich plötzlich eine unbekannte, kindliche Stimme hinter mir vernahm, die mich fragte, ob alles in Ordnung sei. Ich konnte ihr jedoch nicht antworten. Zu groß war der Blutverlust und so sank ich etwas unsanft zu Boden. Das letzte woran ich mich schließlich erinnern konnte, war die Stimme des Mädchens, das sich zuvor nach meinem Wohlsein erkundigt hatte. Kurz darauf umfassten mich zwei starke Arme und trugen mich davon. Danach versank ich erneut in das Dunkel der Bewusstlosigkeit und begann den Albtraum von neuem zu erleben. Ich träumte davon wie ich bereits schon früh lernen musste, für mich selbst zu sorgen, da meine Pflegeeltern alles andere als liebevolle Eltern waren. Sie hatten mich nie akzeptieren können und hassten mich dafür, dass ich auf der Welt war. Für sie war ich nichts weiter als eine billige Arbeitskraft und so behandelten sie mich auch. Ich wurde herumgeschubst, musste niedere Arbeiten verrichten und durfte nie einen Ton sagen und wehe ich tat nicht, was sie von mir verlangten, dann schlugen sie mich. Ich hasste sie dafür, jedoch hatte ich nur sie. Meine leiblichen Eltern hatte ich nie kennen gelernt. Ich wusste nur, dass meine Mutter unmittelbar nach meiner Geburt gestorben war. Seitdem lebte ich hier bei meinen Pflegeeltern und hoffte, eines Tages aus diesem Albtraum aufzuwachen und irgendwo ein besseres Leben zu haben, als hier. Diese Hoffnung wich aber mit jeder neuen Foltermethode ein Stückchen aus mir, bis irgendwann nichts mehr davon übrig war. Gegen all meine Erwartungen traf ich jedoch eines Tages auf einen Jungen, der mein ganzes Leben auf einen Schlag verändern sollte. Er hatte ungewöhnliche Haare, die silberfarben in dem Glanz der Sonne erstrahlten und Augen so rot wie Blut und doch war er so abschreckend, wie er auch interessant zu sein schien. Und so konnte ich nicht anders, als ihn anzusprechen. Jedoch verlief unser erstes Gespräch anders als erwartet, denn der Junge wies mich zurück und verschwand kurz darauf wieder. Enttäuscht ging ich zurück, doch als er am nächsten Tag wieder kam, wusste ich, dass er meinetwegen da war und so sprach ich ihn erneut an und dieses Mal ließ ich mich nicht so leicht abspeisen! Ich versuchte ein Gespräch aufzubauen, doch wieder ließ er mich links liegen, da hielt ich den Jungen vor mir fest und sah ihm eindringlich in die Augen. Er erkannte meine Hilflosigkeit, als sein Blick meinen Arm hinab wanderte. Er entdeckte die blauen Flecken und fragte er mich, woher diese stammten. Daraufhin erzählte ich ihm meine Geschichte und ohne etwas zu sagen, ließ er mich einfach so allein zurück. Ich hatte bereits mit ihm abgeschlossen, doch da tauchte er wieder auf. Wie am Tag zuvor war er wieder zurückgekehrt um mich zu sehen. Anscheinend war er doch nicht so kaltherzig, wie er anfangs schien und so entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, die noch über Jahre anhielt, bis zu diesem verhängnisvollen Tag, der mein Leben für immer verändern sollte. Langsam kam ich wieder zu mir. Ich sah mich neugierig im Zimmer um und machte außer einem Schrank, einem Schreibtisch und dem Bett, in dem ich mich befand, nichts weiter aus. Plötzlich aber spürte ich, dass sich wohl noch jemand in diesem Raum befinden musste und tastete meine Umgebung vorsichtig nach meinem Katana ab. Jedoch war es nirgends zu finden, als sich im selben Augenblick meine Befürchtung bestätigte und eine männliche Stimme zu sprechen begann.
„Dein Schwert ist nicht hier, falls du danach suchst. Ein Freund von mir bringt es gerade zum Schärfen. Du wirst also erst einmal ohne auskommen müssen.“
„Wo bin ich? Und wie bin ich überhaupt hierhergekommen? Was vielleicht aber noch viel wichtiger ist: Wer bist du und was willst du von mir?“, meinte ich nur und begab mich in Sitzhaltung, was sich mehr als nur schwierig gestaltete, da meine Wunden noch immer schmerzten.
„Du bist hier bei mir. Dieses nervige Gör, was bei mir wohnt, hat dich gefunden und mich gerufen, damit ich dich hierher bringe und was die Sache angeht mit meiner Persönlichkeit wäre es besser, du wüsstest nicht wer ich bin.“
„Was soll der Scheiß? Wieso diese Geheimniskrämerei? Wer verdammt nochmal bist du?“
„Glaub mir, es ist besser so…“, kam es nur von dem Unbekannten, ehe er sich im Schatten des Zimmers abwandte und ging.
„Hey! Bleib stehen! Ich will gefälligst sofort wissen, was hier gespielt wird!“, rief ich dem Fremden hinterher und eilte aus dem Bett.
Dies erwies sich jedoch als keine so gute Idee, denn durch den hohen Blutverlust wurde mir mit einem Mal schwindelig, sodass ich mich am Schrank festhalten musste, um nicht sofort wieder umzukippen. Jedoch ließ ich mich nicht davon abhalten den Unbekannten zur Rede zu stellen und so öffnete ich, wenn auch mit zitternden Knien, die Zimmertür, um die Verfolgung aufzunehmen. Ein wenig geblendet, erkannte ich zuerst nur einige Umrisse, ehe ich den Fremden geradewegs zur Tür herausspazieren gehen sah.
„Halt! Stehen bleiben, hab ich gesagt!“, schrie ich durch das komplette Haus und rannte die Treppe hinunter.
Dabei überkam mich jedoch erneut ein Gefühl von Schwindel und ich verlor die Kontrolle über meinen Körper. Ich stürzte geradewegs das Geländer herunter, direkt in zwei starke Arme und endlich war mir ein Blick auf denjenigen vergönnt, der sich mein Retter nennen durfte. Als ich den Mann vor mir jedoch erkannte, war ich starr vor Schreck. Eine Name… nur dieser eine Name entwich meinen Lippen und doch löste er so viel in dir aus.
„Dante…“
„Ich wusste, dass du so reagieren würdest. Genau aus diesem Grund wollte ich nicht, dass du es weißt, Star.“
„Aber… ich… ich habe nach dir gesucht! Seit mehr als zehn Jahren frage ich mich, was damals noch passiert ist… warum du mich verlassen hast. Wieso, Dante? Wieso…“
„Es war besser so…“
„Das glaube ich dir nicht! Wieso solltest du so etwas tun?!“, schrie ich aus vollem Hals... Ich war aufgebracht in vielerlei Hinsicht.
„Du warst in meiner Nähe nicht mehr sicher…“
„Ich verstehe nicht… was willst du mir damit sagen? Dante! Rede mit mir, verdammt! Ich bin doch keine Fremde für dich!“
„Aus demselben Grund warum dich auch dieser Dämon versucht hat zu töten! Sie versuchen durch meine Mitmenschen an mich heran zu kommen! Verstehst du das, Star?“
„Nicht wirklich…“
„Star, ich bin nicht der für den du mich hältst, ok?“
„Für wen halte ich dich denn?“
„Auf jeden Fall bin ich kein normaler Mensch…“
„Aber das weiß ich doch schon längst.“, meinte ich schließlich nur und sah dir dabei tief in die Augen, damit du verstündest, dass ich das wirklich tat.
„Aber wie…“
„Ich bin ebenfalls kein normaler Mensch, weißt du? Ich bin ein Halbdämon und du bist ebenfalls einer, hab ich Recht?“
„Woher weißt du das?“
„Ich hab mich von Anfang an von dir angezogen gefühlt, weißt du? Irgendetwas in mir hat mir gesagt, dass wir Beide uns gar nicht so unähnlich sind und dieses Gefühl hat sich auch bewahrheitet, als ich auf meiner Reise auf den ein oder anderen Dämon gestoßen bin, der mich schließlich darüber aufgeklärt hat, dass ich ein Halbblut bin, genau wie du.“
„Wenn du wüsstest, wer mein Vater war, würdest du verstehen, warum ich nicht möchte, dass du hier in meiner Nähe bist… dann würdest du verstehen, warum ich damals gegangen bin… Bitte, Star, verschwinde einfach wieder, ok?“
„Einen scheiß werd ich tun!“, rief ich und umarmte dich fest.
„Aber Star…“, meintest du, doch auch du merktest, dass du mich mehr als nur vermisst hattest und so erwidertest auch du meine Umarmung und vergrubst dein Gesicht in meiner Halsbeuge.
„Ich hab dich überall gesucht… jahrelang… überall… und endlich habe ich dich gefunden. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dich jetzt wieder loslasse…“, meinte ich nur und musste vor Freude unwillkürlich lächeln.
„Ich werde dich wohl kaum umstimmen können, oder?“, wolltest du grinsend wissen, als du in mein Gesicht blicktest.
„Du kennst mich doch, Dante...“, war daraufhin nur meine schlichte Antwort, was dich auflachen ließ.
„Du bist eben immer noch ganz die Alte.“
„Kennst du mich anders?“, fragte ich grinsend, bevor ich kurzerhand wieder ernst wurde und mich an dich mit einem sehr wichtigen Anliegen wendete.
„Dante… es ist mir egal wer dein Vater einst war. Wichtig ist, was hier und jetzt ist und im Moment sind nur wir Zwei hier und ich finde, du schuldest mir immer noch was, für die Aktion damals.“
„Ich dachte, wir sollten die Vergangenheit ruhen lassen?“, wolltest du lächelnd von mir wissen, woraufhin ich dich nur kopfschüttelnd ansah, ehe ich dein Gesicht zu mir herunter zog und ich vorsichtig meine Lippen auf die deinen legte.
Du warst überrascht und doch nicht so sehr, um dich nicht vollends darauf einzulassen und seit langem fühltest du wieder dieses Gefühl von Liebe. Kurzerhand gingst du noch einen Schritt weiter und hobst mich hoch, um mich zurück in dein Zimmer zu tragen, wo wir Beide die Zweisamkeit genossen und endlich wieder zueinander fanden. An diesem Tag verließt du mich nicht… du verließt mich nie wieder und auch ich blieb an deiner Seite… auch ewig.

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Ein kurzes, knappes Ende und doch finde ich passend für Devil May Cry. Wie hat es euch denn gefallen? Schreibt mir doch einfach eure Meinung. Es würde mich echt interessieren. In diesem Sinne eine schöne Woche euch allen. Ciao. =)

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