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Spieglein, Spieglein an der Wand… wer macht das schönste Foto in ganzen Land?

von Joahar
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Familie / P12 / Gen
Emma Graf Duckula Igor
13.07.2021
24.10.2021
5
23.160
 
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13.07.2021 4.652
 
Es roch nach Rauch, nach Russ, nach Chemikalien, nach Gift, nach...
Vladimir schnüffelte und öffnete die Tür zum Kerker. "Igor! was tust du da?"
Der alte Geier zuckte zusammen, als die kleinere Ente in Zimmer kam und sich neugierig neben ihn stellte.
"Vladimir! was ist es es für ein Benehmen? man klopft an bevor man einritt!"
Vladimir verschränkte die Arme hinter den Körper und stellte sich auf die Zehenspitzen um mehr zu sehen, was die Butler gerade tat.
"Entschuldige Igor. Aber hätte es etwas geändert an dem was du da gerade gemacht hast?"
Er versuchte Igor über die Schulter zu gucken. "Also, was hast du da gerade getan? womit hast du dich gerade beschäftigt? schwarze Magie?"
"Nein," Igor hob den Schnabel so pikiert als wäre er beleidigt. "ich habe an ihre Verwandtschaft eine Brief geschrieben."
Vladimir blickte seinen Butler und Erzieher fragend an.
"Nun," Igor faltete den Brief und steckte ihn in einen Umschlag. "ich dachte mir, jetzt wo du bald deinen 190 Geburtstag hast, würden sie vielleicht gerne zu besuch kommen."
"Igor, meinst du nicht du solltest den Grafen erst um Erlaubnis fragen?"
"Die Antwort des Grafen würde fest stehen."
"Verstehe… und deswegen fragst du ihn erst gar nicht, sondern willst ihn vor vollendete Tatsachen stellen? - seltsames Verhalten für einen Butler."
Igor drehte sich herum und blickte seinen Zögling mit einen Blick an, welchen dieser nur schwer differieren konnte.
Doch Vladimir bleib standhaft mit verschränkten Armen und fragenden Blick blickte er den Butler an.
Nur zu oft hatte Igor zu spüren bekommen, dass Vladimir nicht mehr der kleine Junge von damals war, ein Junge der zwar Widerspenstig war aber eben noch ein kleines Kind. Dieser hier war zwar ruhiger geworden, bedachter im Handeln, aber auch sehr Entschlossen wenn es darauf ankam.
Der kleine Vladimir hatte in seinem Leben gelernt. Schließlich seufzte der Butler.
"Ich werde den Grafen um Erlaubnis fragen bevor ich die Einladungen an seine Verwandtschaft abschicke. Aber, mit Verlaub gesagt, sollte es eine Überraschungsparty für ihrem 19. Geburtstag werden." gab er zu bedenken.
"Fragt sich bloss für wem es eine Überraschung gewesen wäre, wenn unsere ganze Blutrünstige Verwandtschaft plötzlich vor der Tür stände…"
Vladimir nahm Igor zur Sicherheit den Brief ab, als dieser an ihn vorbei ging und blickte Igor nach.
Nachdenklich drehte er den Umschlag in seinen Händen. "Irgendwie kann ich auch auf einen solchen Besuch verzichten… irgendwie…"


In der Zwischenzeit tief unter den Schloss Duckula in Dorf.

Graf Duckula hielt den kleinen Nicolae in den Händen. Die Küken waren in den letzten Zwei Jahren sehr gewachsen. Zwar liefen sie noch recht unbeholfen herum, aber sie liefen. Und fingen sprachen ihre ersten kleinen Sätze.
"Also kleiner Mann," richtete Graf Duckula die Worte an den kleinen Jungen. "ärgere Florina nicht. Das gehört sich nicht."
"Sie hat geärgert!" erwiderte Nicolae. "Also gut." Graf Duckula drehte sich zu den Mädchen herum. "Du darfst auch deinen Bruder nicht ärgern." Darauf machte sie ein Schmollgesicht.
Graf Duckula stöhnte. "Ich glaube es wir an der Zeit dass die Kleinen einen Vater haben der mal etwas strenger werden kann."
Auf diese Bemerkung mußte Antanasia lachen. "Und wer will das sein? etwa du?" sie tippte ihn an den Schnabel. "so etwas kannst du doch gar nicht!"
"Oh doch! ich kann! schließlich habe ich Personal was ich befehlige!"
Antanasia mußte bei dieser Bemerkung schmunzeln. "Ja sicher… Dorin kommt heute auch wieder nach Hause und Schließlich dauert es nicht mehr lange bis er seine Praxis hier aufmacht. Er meinte dass es dieses Jahr noch passieren wird."
Mit diesen Worten warf sie ihren Freund ein Geschirrtuch zu. "Helfe mir lieber und mache dich nützlich, Fridolin. Die Kleinen machen sehr viel Arbeit."
"Ich könnte doch Emma beauftragen dir zu helfen." Schlug darauf der Graf vor. "Sie kann die Wäsche von den Kindern waschen und dir beim Abwasch helfen…"
Wieder mußte Antanasia bei der Vorstellung auflachen. "Nein Danke, Liebster, ich denke sie hat mich Euch und Igor genug zu tun. Und außerdem möchte ich ständig neues Geschirr kaufen müssen…"
"DAS ist ein Argument."
Während er Antanasia bei der Hausarbeit half, beobachtete er aus den Augenwinkel heraus, wie die Kleinen auf den Boden spielten.
Sie waren so entzückend zu beobachten. Wenn es nur seine Kinder wären…
Für einen Moment lang sah er vor seinen geistigen Auge den kleinen Vladimir zwischen ihnen, wie er mit den anderen Spielte. Aber diese Vision war nur für einen kurzen Moment vorhanden, dann war sie gleich wieder vorbei. Vergangen.
Man hatte ihn erzählt, dass Vladimir sehr langsam gewachsen war, diese Kinder hier wuchsen sehr schnell.
In ihren Alter… hatte Vladimir keine Mutter mehr gehabt. Und er keine Frau mehr…
Graf Duckula seufzte innerlich, erinnerte sich daran weswegen er eigentlich gekommen war.
"Vladimir hat bald seinen 190 Geburtstag," bemerkte er schließlich. "ich dachte mir wir sollten ihn vielleicht eine kleine Überraschung vorbereiten. Eine kleine Party."
"Party? ist es nicht ehr etwas für dich?" Antanasia schüttelte den Kopf während sie einen abgetrockneten Teller weg legte. "Vladimir ist doch gar nicht so der Partytyp."
"Ich meinte doch nur eine ganz kleine Party… so mit Kuchen und so."
"Kuchen für Vladimir?"
Graf Duckula biss den Schnabel zusammen, dass war wirklich eine dumme Idee gewesen!
"Ich weiss was du meinst Fridolin. So eine kleines Fest zu seinen Ehren… würde ihn sicherlich freuen."
Graf Duckula lächelte. "Sag ich doch! also hättest du eine Idee?"
"Also auf keinen Fall Kuchen - davon hat es nichts."
"Er nicht, aber wir wollen doch etwas essen oder? also ich habe öfters an Tag Hunger. Außerdem ist es es gewohnt, dass die Anderen bei Feierlichkeiten Essen, und er nicht."
"Hmmm…" Antanasia überlegte legte den letzten Teller zu Seite und wandte sich ihren Kindern zu. "… stimmt schon. Aber ich denke es ist für ihn… ein blödes Gefühl."
Darauf antwortete Graf Duckula nicht, diese Gedanken waren ihn schon sehr oft durch den Kopf gegangen, er überlegte.
"Vladimir leckt gerne ein Eis. Genau wie ich."
"Eis?" Antanasia auf. "Eine gute Idee… das lieben meine kleinen Schätzchen auch."
Eifrig nickten alle drei. "Mama Eis!"
Antanasia kicherte. "So wie es aussieht, werden zu Vladimirs Geburtstag kommen. Hast du eine Idee was wir ihn schenken könnten?"
Nein, dies hatte Graf Duckula nicht. Er wußte noch nicht einmal was er seinen Bruder / Sohn schenken sollte.
Darum zuckte er nur mit den Schultern. Igor konnte er nicht fragen, der hatte immer die gleichen Wirren Ideen, wie einen "guten Tropfen" edlen Blutes oder so was in der Art. Ähnlich war es mit seiner Verwandtschaft. Gut bei denen konnte er noch Nachsicht haben, die kannten Vladimir nicht wirklich… aber Igor.
Graf Duckula überlegte. "Vladimir liebt Traditionelle Kleidung, vielleicht könnten wir ihn davon noch etwas besorgen. Ich meine wenn du und ich alleine weg fahren, dann müsste er es gar nicht erfahren. Wir haben die gleiche Größe, was mir passt, passt also auch ihn."
Antanasia nickte. "Eine gute Idee. Ich muss bloss meine Eltern fragen ob sie für ein paar Stunden den Babysitter spielen. Aber dies machen sie mit Sicherheit gerne. Die Kleinen sind so gerne bei Oma und Opa, die sind immer so lieb. Und verwöhnen sie viel zu sehr..."
Dazu sagte Graf Duckula lieber nichts, was sollte er auch bemerken? Er wurde jedes mal von ihnen mit den Besen aus den Haus gejagt, wenn er mal in ihre Nähe kam. Er fragte sich wie lange sie wohl brauchen würden ihn zu apzetieren?
"Und… werden sie nichts dagegen haben wenn wir Beide zusammen alleine Unterwegs sind?" bemerkte er schließlich.
"Alleine? gewiss… schon weil sie dich immer noch als Konkurrent zu Dorin sehen. Du musst sie verstehen, mein stand in Dorf ist nicht gerade der Beste, wenn ich mit einen Liebhaber unterwegs bin - wo ich doch verheiratet sind. Sie verstehen einfach nicht unsere Beziehung."
Antanasia überlegte. "Aber wir können Dorin mit nehmen! In zwei Tagen ist er hier dann sind die Gemüter beruhigt."
Dorin sollte mitkommen? Dies kam Graf Duckula vor als habe ihn jemand einen nassen Lappen ins Gesicht geschlagen.
Aus war der Traum von ein paar Stunden alleine mit seiner Freundin! Aber… er verstand sie schon. Allein um ihren Ruf nicht zu schädigen, war er damit einverstanden, schließlich Liebe er sie.
Obwohl es ihn verwunderte, schließlich war sie seit einiger Zeit auch wieder bei den "Freak Vampiren" dabei und es schien nicht zu stören. Na ja… es war ihr "Arbeit" vielleicht lag es daran? Obwohl, wo sollte der Unterschied sein ob sie nun bei ihrer "Arbeit" zusammen waren oder in ihrer Freizeit? Graf Duckula beschloss, dass es oft Hoffnungslos war den Gedankengängen der Sterblichen folgen zu wollen.
"Also gut," meinte er schließlich "in zwei Tagen, fahren wir also gemeinsam los um ein Geschenk für Vampir zu finden."
Zum Abschied drückte er noch mal alle drei Entenküken an sich bevor er in einem kleinen Blitz und einer Wolke verschwand.
Florina, Felicia und Nicolae kannten dies schon sehr gut, aber waren von den Schauspiel aber immer wieder begeistert und klatschen in die Hände. "Papa auch machen soll!" kam es aus allen drei Schnäbeln.
Worauf Antanasia lachen mußte. "Nein Kinder, dass kann euer Papa nicht - dass kann nur euer Onkel Fridolin!"


Graf Duckula wurde oben in Schloss sofort von Igor empfangen um ihn jene Frage stellen zu können, aber dies vermutlich nur, weil Vladimir in der Nähe stand und den Butler wahrend anblickte.
"Mylord, ich wollte sie fragen ob ich diese Brief eben zur Post bringen darf."
Graf Duckula starrte ihn darauf nur irritiert an. "Selbstverständlich darfst du Briefe zu Post bringen, Igor. Was für eine Frage? ich bin doch kein Tyrann."
"Oh danke Mylord!"
Zu Graf Duckulas erstaunen, stellte sich Vladimir Igor in Weg und hielt ihn so auf. "STOP mal! nicht so voreilig! du solltest dir vielleicht mal zeigen lassen, an wem die Briefe gerichtet sind?"
"Warum sollte es mich interessieren an wem Igor schreibt? Es ist sein Privatleben."
"In den Fall nicht ganz."
Immer noch unverständlich ließ sich Graf Duckula die Brief von Igor geben. Dieser sah sich die Adressaten an.
"Onkel Vlad, Tante Lucrezia? was willst du ihnen den schreiben Igor…?"
"Nun Igor wollte sie zu meinen Geburtstag einladen."
Graf Duckula hob den Kopf und blickte Vladimir fragend an.
"Oh nein, nein… es war nicht meine Idee. Ich meinte nur dass er vielleicht vorher um deine Erlaubnis fragen müsste."
"Erlaubnis verweigert! das Fehlt mir noch, diese Abschaum auf meinen Schloss zu haben! und dann noch zu Vladimirs Geburtstag!"
"Oh Mylord, gerade zu Vladimirs Ehrentag. Überlegen sie doch mal, was für eine Ehre dies für ihn ist!" Igor klang fast verzweifelt.
"Auf diese Ehre kann ich gerne verzichten Igor. So gerne ich sie auch als Kind mochte, ich verzichte gerne darauf. Fällt mir nicht schwer."
"Außerdem werden wir an diesen Tag nicht alleine sein Igor. Antanasia und Familie haben schon zugesagt. Und dann kann ich liebend gerne auf meine vampirische Verwandtschaft verzichten! sie wollen schließlich ZUM Essen kommen - und nicht ALS Essen kommen."
Graf Duckula verschränkte entschlossen die Arme.
"Ihre Verwandtschaft wird enttäuscht sein, nicht eingeladen zu werden." gab der Butler zu bedenken.
"Mag sein, ist aber nicht zu ändern."
Igor seufzte. "Aber zu Vladimirs 200 Geburtstag müssen sie diese einladen! es gehört sich einfach so. Oder wollen sie in ihrer Familie Negativ Auffallen Mylord?"
Diesmal seufzte Graf Duckula. "Also gut, dann in 1 Jahr."
"In 10 Jahren" korrigierte Vladimir. "ich lass mir mit den Älter werden etwas Zeit."



Zwei Tage später, als Dorin zu seiner Familie kam trafen sie sich wieder und fuhren sie los um ein passendes Hemd mit der traditionellen Bestickung für Vladimir zu kaufen.
Graf Duckula saß hinten in Wagen und bekam so das Gespräch des Ehepaares mit.
"Antanasia meine Liebste, ich kann dir nun endlich verkünden, dass ich nur noch drei Tage die Woche nach Cluj fahren werde um dort zu arbeiten, die andere Zeit werde ich zuhause sein um hier meine Praxis zu eröffnen und zu arbeiten. Ich habe mit meinen Chef geredet, es ist eine Übergangszeit bis der "Laden"hier richtig läuft."
"Das ist wirklich schön. Dann haben die Kinder mehr von ihren Papa." entgegnete seine Frau.
"Ja… sonst halten sie noch dich für ihrem Vater. " Bei den Worten warf Dorin einen Blick in den Spiegel - und sah wie immer nichts.
Aber dies war er mittlerweile gewohnt wenn er die Duckula Brüder irgendwo hin fuhr.
"Die Kleinen wissen, dass er nicht ihr Vater ist, für sie ist er ihr Onkel."
"Ihr Onkel ist ein Vampir… ich hätte nicht geglaubt mal so etwas zu erleben."
"Ach Dorin…" Antanasia lehnte sich an ihren Mann. "… ich glaube keiner in Dorf hätte gedacht, dass der gefürchtete Graf vollkommen Harmlos ist."
Graf Duckula überlegte einen Moment lang ob er etwas auf dieses Gespräch erwidern sollte. Doch was sollte er darauf sagen? Er war es einfach Leid. So drehte er sich einfach um Blickte aus dem Fenster.
Schließlich kamen sie in Sighișoara an sie waren hier her gefahren, weil sie den Händler inzwischen gut kannten und erhofften mit ihnen einen guten Preis verhandeln zu können. Vladimir hatte schon vor einer ganze Weile in eines seiner Folklorehemden mit Weste "verliebt", doch bisher war ihn der Preis einfach zu teuer gewesen.
So gingen sie ziemlich Zielstrebig auf Stand zu. Die Menschen waren recht erstaunt Graf Duckula und die Anderen ohne Vladimir zu sehen, und fragen ob sie heute nicht auftreten wollten?
"Nicht heute," erklärte Graf Duckula, "aber wir kommen in den an nächsten Samstag."
Der Händler nickte. "Die Freak Vampire werden vermisst. Schließlich hat nicht jede Stadt wirkliche Vampire zu bieten - und die dann auch noch Musik machen."
Graf Duckula welcher eben noch die Reihen der Hemden durchsucht hatte, blieb mitten in der Bewegung stehen. "Wie… wir sind keine wirklichen Vampire." er lachte aber es klang nicht wirklich echt. "Und dass wisst ihr doch Alle. Also wirklich! sei nicht so albern."
Antanasia trat neben ihn, sie wollte das Thema wechseln. "Wir suchen dieses Hemd, was Vladimir sich schon öfters angesehen hat, dass mit der schönen Weste. Ich hoffe sie haben es noch?"
"Ja… ja sicherlich…" der Händler durchsuchte sein Sortiment. Und legte es ihnen schließlich vor. "Aber es ist nicht ganz billig wie ihr wisst."
"Vladimir hat bald seinen 18. Geburtstag und da legen wir alle zusammen." erklärte Graf Duckula. "gibt es hier irgendwas wo ich mich umziehen kann? ich will es mal anprobieren, ob es auch ihn passen würde."
"Junge… du bist eine Ente! du kannst dich auch hier umziehen." der Händler lachte.
Worauf Graf Duckula nur eine Augenbraue hoch hob und ihn herausfordernd ansah. "Ich bin ein Graf! auch als Ente habe ich meine Würde!"
Der Händler seufzte. "Dort hinter den Vorhang."
Graf Duckula griff nach der Kleidung zu verschwand damit hinter den Vorhang, kurz darauf kam er frisch umgekleidet hervor.
"Also? wie sieht es aus? ich denke es sollte ihn passen!"
Antanasia nickte. "Sieht gut aus, passt Perfekt!"
Dorin nickte darauf nur.
"Wollen sie nicht in Spiegel betrachten?" die Stimme des Händlers war für Graf Duckula undefinierbar, war es reine Freundlichkeit und Unschuld oder steckte mehr dahinter? "Nein danke, ich brauche keinen Spiegel. Schließlich ist es für Vladimir - nicht für mich."
Schließlich kauften sie die Kleidung indem sie alle drei Zusammen legten. Alleine hätte sich Graf Duckula es sich nicht leisten können.
Kaum dass sie bezahlt hatten und der Graf danach greifen wollte, hielt die Hand des Händlers ihn kurz fest und er blickte ihn in die Augen.
"Ihr seid Vampire, wirkliche Vampire… zumindest du und Vladimir. Wir wissen es schon seid einer ganze Weile. Aber gutartige Vampire."
Graf Duckula zog die Hand zurück. "Blödsinn! wir sind keine Vampire!" er wies mit den Kopf auf Antanasia.
"Sie bestimmt nicht." bestätigte der Händler. "Aber ihr Jungs…" er schnalzte mit der Zunge.
"Man hat Fotos von euch gemacht und ihr Beide wart darauf nie zu sehen. Rede mit den Wirt wo ihr Auftritt, er kann dir mehr erzählen kleiner Graf." damit drehte er sich herum und kümmerte sich um einen neuen Kunden.
Graf Duckula und die Anderen blickten sich besorgt an.
Dorin schnalzte mit der Zunge. "Irgendwann mußte es passieren, dachtet ihr in Ernst dass Niemand auf die Idee kommen wird, von Euch ein Foto machen zu wollen? Und heute in Zeitalter der Elektronik geht es noch viel einfacher als zu früheren Zeiten. Jetzt kann man sogar ganz einfach ein Film aufnehmen und ins Internet stellen."
Innerlich Fluchte Graf Duckula auf. "Kommt last uns zu den Wirt gehen, ich denke ich muss mit ihn ein ernstes Wort reden!" mit diesen Worten schritt er, erhobenen Hauptes der kleinen Gruppe voran, bis sie schließlich an den Ort wo sie normales Weise Auftritten ankamen.


Stolzen Schrittes betrag Graf Duckula das Restaurant.
"Guten Morgen Graf Duckula." begrüßte der Inhaber ihn, während seine Blicke nach Vladimir suchten. "Wo ist Vladimir? geht es ihn nicht gut?" "Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich…doch… doch Vladimir geht es gut. Wir treten heute nicht auf, sondern erst am Samstag. Ich bin gekommen um mit dir etwas zu besprechen…" Graf Duckula machte sich so groß wie es ihn möglich war und blickte dabei den Wirt streng in die Augen. "Ich habe gehört es geht das Gerücht rum, Vladimir und ich, wären wirkliche Vampire?"
Der Wirt nickte. "Ja. Ich denke es sollte euch nicht stören. Schließlich ist es gut für das Geschäft. Die Touristen wollen richtige Vampire sehen! das lässt die Kassen nicht nur für euch klingeln - sondern von uns Allem hier!"
"Wir, verzeih mir dass ich so streng werde, sind aber KEINE Vampire!"
Der Wirt überlegte einen Moment lang, schließlich nickte er. "Kommt bitte mit, wir sollten dies nicht gerade an diesen Ort besprechen."
Damit folgten Graf Duckula, Antanasia und auch Dorin ihn in einen Nebenraum, wo der Wirt sie zu einen freien Tisch führte.
Graf Duckula blickte ihn streng und verschränkten Armen an.
"Nun es ist uns schon klar, dass eure bezaubere Begleiterin keine Vampire ist. Aber ihr beiden Erpel, du und Vladimir gibt allen Rätsel auf."
"Siehst du bei mir Eckzähne?" Graf Duckula wies auf seinen Schnabel. "Nein! ich habe nämlich keine - ich trage sie nur für meine Auftritte! und sie auch!" damit wies er auf Antanasia.
"Nun wie ich schon sagte, keiner zweifelt daran dass sie kein Vampir ist. Aber was ist mit Vladimir? Niemand hat ihn jemals ohne Eckzähne gesehen."
"Er ist eben sehr Gewissenhaft wenn es um seine Rolle geht." mischte sich Antanasia ein.
"Könnte man meinen…" der Wirt nickte. "… wäre da nicht eine andere Tatsache. Einige Touristen waren von euren Auftritten so begeistert, dass sie Fotos von euch gemacht haben…"
"Wir wollen nicht dass man von uns Fotos macht!"
"Eben! deshalb haben sie es heimlich gemacht. Sie haben uns die Fotos gezeigt… und… nun es ist immer nur eine Ente zu sehen."
Der Wirt wies mit den Kopf zu Antanasia. "Von euch Erpeln, gibt es keine einzige Aufnahme. Obwohl Alle schwören, dass sie auch euch Fotografiert haben."
"Dann war es wohl nur eine Einbildung."
"Wirklich? wartet mal einen Moment lang, ich zeige euch mal ein paar der Fotos welche sie gemacht haben."
Damit ging er weg um kurze Zeit später mit ein paar Fotos wieder zu kommen. Diese legte er vor den drei Enten auf den Tisch.
"Seht euch die Fotos an und Zeigt mir ein einiges Bild wo man Euch zwei drauf sieht - oder weniges nur einen von euch beiden Erpeln."
Sie blätterten die Fotos durch, tatsächlich war, wenn jemand überhaupt darauf zu sehen war Antanasia. Sonst Niemand. Ein mal sah es o aus als habe jemand das Gebäude hinter ihnen Fotografiert, was Graf Duckula auf bemerkte.
"Er wollte aber nicht das Gebäude Fotografieren - sondern Euch."
"Sagte er, also bitte, dass kann doch jeder behaupten."
"Wie sie meinen Herr Graf. Aber was ist mit diesem Bildern…" damit tippte er auf ein paar Aufnahmen, welche scheinbar in der Luft schwebende Geigen zeigte.
Graf Duckula verstummte. Er spürte wie seine Geliebte ihn mit einen Arm umfing.
"Und Graf Duckula, soll ich meinen Fotoapparat herunter holen und eine schöne Aufnahme machen?"
"Und was wollen sie jetzt unternehmen?" fragte Antanasia ihren Gegenüber.
"Unternehmen? nichts! solange sie harmlose Vampire sind stört es Niemanden hier. Ganz in Gegenteil!" er lächelte breit. "wenn siech das herum spricht, dann wird es hier vor Menschen wimmeln! Es ist eine Sensation!"
Graf Duckula seufzte. "Ich will aber keine Sensation sein weil ich ein Vampir bin! ich will…" was wollte er eigentlich? Gute Frage. Bei allem was er sich Wünschte, er wollte nicht wie ein Ausstellungsobjekt behandelt werden - bekannt in ganze Land nur weil er ein…"Freak" war.
Dann wären sie wirklich die "Freak Vampire".
Graf Duckula holte tief Luft. "Das ist nicht was wir wollen, weder Vladimir noch ich. Wir wollen… einfach sein wie ihr."
"Ihr seit nicht wie wir."
"Doch! ich bin Vegetarier, ich trinke kein Blut! ich verabscheue es sogar!" protestierte Graf Duckula.
"Und Vladimir? was ist mit ihn?" fragte der Wirt.
"Auch er ist kein richtiger Vampir."
"Aber er sieht aus wie einer."
"Ja. Aber er ist ein Mischling, ein Bastard-Vampir, ein Dhampir."
Der Wirt starrte ihn an. "Ihr seit wirklich "Freak Vampire""." damit klopfte er den Grafen so auf die Schulter, dass dieser fast umfiel.
"Las es gut sein Kumpel! Wir Alle mögen Euch hier. Niemand stört sich daran was ihr seit…"

Bei der Rückfahrt war die Stimmung des Grafen nicht besonders gut. So war er, ganz im Gegensatz zu seinem Charakter, recht Einsilbig.
Er blickte aus dem Fenster, beobachtete die Landschaft und schwieg die meiste Zeit in Gedanken vertieft.
Auch Dorin fiel es auf, seine Bemühungen die Laune des Grafen zu heben, wurden nur mit einen Brummen beantwortet. Antanasia Bemühungen wurden mit seinen Seufzen Beantwortet.
Als sie schließlich vor dem Schloss ankamen und Graf Duckula ausstieg, sah Dorin ihn hinterher.
"Seltsam, sie haben sich doch selbst die "Freak Vampire" genannt."
"Es ist nicht Seltsam Dorin, überleg doch mal Selbst. Sie haben sich so genannt, weil ihr Butler sie als solche Bezeichnete. Aber Stelle dir mal vor du währst in ihrer Lage."
Dorin drehte sich um und blickte seine Frau fragend an.
"Stelle dir mal vor Alle würde dich anstarren, dich als eine Abnormität ansehen und nicht mehr dich selbst sehen. Egal was du bist? Zählen würde für alle Anderen nur deine Andersartigkeit. Für die einen bist du eine Kuriosität, für die nächsten eine Missgeburt, für wieder andere ein Monster.
Wie würdest du dich dabei fühlen Dorin?"
Dorin wurde nachdenklich. "Ziemlich… Schlecht… um es mal Vorsichtig auszudrücken."
"Richtig. So geht es den Grafen, von denen man meint es sei ein Ungeheuer. Und auch Vladimir, der durch seine Eckzähne sogar noch auffälliger ist."
Dorin überlegte und starrte dabei sein Auto wieder. "Eine blöde Situation."
"Genauso ist es."


Vladimir beendete gerade das eMail Programm als sein Bruder ins Zimmer kam. Einen Augenblick lang sah er den Bildschirm noch an, dann drehte er sich herum und sah in das etwas mürrische Gesicht von Graf Duckula. Auch wenn dieser sich alle Mühe gab es zu überspielen, war der Unmut ihn anzumerken.
"Nanu? ich denke du wolltest heute ein paar schöne Stunden verbringen? war der Ausflug denn so Mies?"
Graf Duckula sah Vladimir nur an, sollte er es ihn sagen oder nicht?
"Lag es daran dass Dorin dabei war?" fragte Vladimir weiter.
"Ich wünschte es wäre so!" platze es aus den kleinen Grafen heraus. "ich wünschte wirklich es wäre so!" er hob theatralisch die Arme.
"Ich wollte es dir eigentlich nicht sagen - aber es würde eh nichts ändern! Also sage ich es dir lieber gleich Vladimir."
In diesen Moment kam Igor ins Zimmer, um den Grafen seine Kekse und den Kakao zu bringen. "Soll ich es gleich hier abstellen Mylord?"
Graf Duckula fuhr sich durch die Haare. "Ja Igor, danke." Dann wandte er sich wieder Vladimir zu, und beachtete seinen Butler nicht der immer noch in der Nähe stehen blieb.
"Es ist so Vladimir, das wohl einige Touristen von uns Fotos gemacht haben während wir als "Freak Vampire" Musik gemacht haben."
"Das nur gar nicht Möglich Mylord, von Vampiren kann man keine Fotos machen," bemerkte Igor mit seiner tiefen Bassstimme.
"sie brauchen sich also keine Sorgen machen Mylord."
Graf Duckula fuhr Blitzschnell herum um Igor Augenblicklich tief ins Gesicht zu blicken. "Falsch Igor! eben genau DIES ist das Problem. Hätten sie Fotos von uns, wäre es überhaupt kein Problem. Aber da sie eben keine Bilder von uns bekommen haben, ist es das Problem!
Sie wissen jetzt das Vladimir und ich Vampire sind! zumindest liegt die Vermutung ihnen nahe."
Igor räusperte sich laut und auffällig. "Nun Mylord, dies mußte so kommen. Wenn sie sich den einfachen Volke so zur Belustigung frei geben, war es abzusehen, dass es eines Tages so kommen muss."
"Wir haben uns nicht zur "Belustigung freigegeben" !" Graf Duckula raufte sich bei diesem Worte die Haare. "Wir gehen eine ehrliche Arbeit nach und erfreuen die Leute damit. DAS ist etwas ganz anders Igor!"
"Dies sehe ich anders Mylord…"
"Ich glaube," mischte sich Vladimir ein "uns Beiden interessiert deine Sichtweise nicht sonderlich Igor. Uns Beiden Interessiert viel mehr, wie wir dies wieder bereinigen."
"Dies kam man nicht bereinigen junge Herren, es wird sich rumsprechen, dass sie wirkliche Vampire seit. Daran kann man nichts mehr ändern." mischte sich Igor mit Schulmeister haften Stimme wieder ein. "Der Tatsache müssen sie sich Stellen!"
Graf Duckula ließ seine Schultern hängen. Wie oft in seinen recht jungen, neuen Leben, hatte Igor ihn dies schon gesagt?
"Bei Gott, ich wünschte ich wäre kein Vampir!"
Bei diesem Worte stöhnte Igor laut auf. "Mylord! wie können sie nur?!"
Graf Duckula fuhr sich mit den Händen durch das Gesicht. "Igor ich…gebe es auf…" er seufzte und sah Vladimir an.
"Nun wo ich dir dieses "kleine" Problem erklärt habe. Was hast du heute schönes gemacht?"
"Oh ich habe mit Juliana eMails geschrieben."
"Juliana Fehér?"
Vladimir nickte.
"Ist sie immer noch verliebt in dich?"
Vladimir zuckte mit den Schultern. "Weiss ich nicht. Aber sie hätte gerne ein Foto vom mir…"
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