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MDU Gruppe 20: Du bist ein Grimm, Nick

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteKrimi, Übernatürlich / P16 / Gen
Cpt. Sean Renard Det. Nick Burkhardt
13.07.2021
13.07.2021
5
8.237
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
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13.07.2021 1.479
 
Disclaimer: Wir kennen keinen der vorkommenden Prominenten persönlich, haben keinerlei Rechte an ihnen oder an sonst irgendwas, das mit ihnen zusammenhängt, und selbstverständlich verdienen wir mit dieser Geschichte kein Geld. Was es hier zu lesen gibt, ist Fiktion und basiert demzufolge auch nicht auf irgendwelchen realen Ereignissen.

English Version: This is purely fictional. We do not own anyone – too much trouble to feed. If you got here by googling yourself please we urge you go back now!

A/N: Es handelt sich bei dieser Geschichte um ein Gemeinschaftsprojekt der Autoren Sira-la, SerienjunkieNessa, Lytha, Calypso77 und Iralenya.

Das Projekt zu dieser Geschichte ist im Forum zu finden und heißt Meine, deine, unsere Fanfiction.
Dieses Projekt funktioniert wie folgt:
Autor 1 schreibt Kapitel 1.
Autor 2 liest Kapitel 1 und schreibt dann Kapitel 2.
Autor 3 liest Kapitel 2 und schreibt Kapitel 3.
Autor 4 liest Kapitel 3 und schreibt Kapitel 4 und immer so weiter.
Jeder Autor kennt also nur das eine einzige Kapitel des Autors, der vor ihm an der Reihe war und wird ein Kapitel schreiben, dass zwar zu dem Kapitel passt, das er gelesen hat, aber nicht unbedingt zum sonstigen Rest der Geschichte…


Da an dieser Geschichte fünf verschiedene Autoren zu gleichen Teilen mitgewirkt haben, bitten wir, dies beim Reviewen zu berücksichtigen und jedem Autor bzw. zu jedem Kapitel wenigstens ein kurzes Feedback zu hinterlassen.
Vielen Dank.







MDU Gruppe 20: Du bist ein Grimm, Nick



Kapitel 1




Adalind zuckte zusammen, als die Augen des Mannes plötzlich schwarz wurden, und wandte sich hastig ab. Sie hatte nur ein wenig flirten wollen und so wie der Schwarzhaarige sie angesehen hatte, schien er nicht abgeneigt zu sein. Aber das … Ein Grimm, er war ein Grimm. Ein Grimm in Portland!
Wieso wusste sie davon nichts? Wieso hatte niemand sie gewarnt? Wieso … Sie zog ihr Handy aus der Tasche und schickte eine SMS, um sich im Büro krankzumelden. Sie musste sich erst einmal beruhigen und das ging in den eigenen vier Wänden am besten.
Das einzig Positive an der Situation war, kam ihr langsam, während sie sich einen Tee aufsetzte, dass er sie so perplex angesehen hatte und sie nicht sofort verfolgt hatte. Eventuell war also neu. Eventuell wusste er gar nichts von der Dunkelheit, die in ihm schlummerte. Oder, und das wäre sehr, sehr schlecht für sie, er war einfach so vernünftig, dass er sie nicht auf offener Straße angriff. Nicht, wenn ein Polizist … Sie runzelte die Stirn, versetzte sich zurück in die Situation. Tatsächlich, bei dem Grimm war ein Polizist gestanden, die Marke um seinen Hals war unverkennbar gewesen.Ihre Finger zitterten immer noch, als sie erneut nach ihrem Handy griff und den Mann anrief, der unbedingt über die neue Entwicklung informiert werden musste.

~~~*~~~


„Ich hoffe, es ist wichtig“, sagte Sean Renard zur Begrüßung und schob sich an Adalind vorbei in ihre Wohnung. Für ein Treffen mit ihr hatte er im Moment eigentlich überhaupt keine Zeit. Sie hatten eine tote Joggerin gefunden und eigentlich müsste er jetzt auf dem Revier sein.
„Ist es“, sagte sie.Erstaunt bemerkte er, dass ihre Hände zitterten, als sie ihm einen Tee einschenkte. Nicht, dass er irgendetwas trinken würde, das ein Hexenbiest ihm gab. Dennoch nahm er die Tasse an. „Und was gibt es?“ Sie war am Telefon nicht sehr deutlich gewesen, hatte nur etwas von einem Notfall gesagt und dass er so schnell wie möglich zu ihr kommen sollte.
„Ich hab heute einen Grimm gesehen.“
Sean rutschte fast die Tasse aus der Hand. Schnell stellte er sie auf ihren Küchentresen, bevor er Adalind an den Schultern griff und sie sehr aufmerksam musterte. Sie sah nicht so aus, als würde sie scherzen. Über so ein Thema sollte man allerdings auch keine Scherze machen. „Wo?“, wollte er wissen.
„Vor dem Juwelier in der Innenstadt.“ Sie wand sich in seinem Griff, und er ließ sie hastig wieder los. Sie zupfte unbehaglich ihre Bluse zurecht und sagte nichts dazu, aber er war sich sicher, dass er ihr wehgetan hatte. Manchmal vergaß er seine eigene Kraft.
„Wer?“
Sie sah ihn wütend an. „Ich bin nicht geblieben und habe Visitenkarten ausgetauscht“, fauchte sie, für einen Moment das Hexenbiest, das sie war. „Er war nicht alleine“, fügte sie ruhiger hinzu, strich sich das jetzt wieder blonde Haar aus dem Gesicht. „Es war ein anderer Mann bei ihm. Ein Schwarzer, der eine Polizeimarke um den Hals hängen hatte.“
Sean sah sie perplex an. „Bist du dir sicher?“, vergewisserte er sich.
Adalind nickte. „Ich weiß nicht genau, warum er mich nicht angegriffen hat“, gab sie zu. „Entweder es lag an der Anwesenheit des Polizisten, oder …“ Sie zögerte einen Moment, schien nach den richtigen Worten zu suchen. „Oder der Grimm wusste nicht, was er sieht. Er hat mich so überrascht angesehen.“
Sean hatte schon weiter gedacht. Es gab nicht viele schwarze Cops in seinem Revier und da Adalind ihn anhand der Dienstmarke und nicht des Outfits erkannt hatte, musste er im höheren Dienst sein. Und da blieb dann eigentlich nur noch Detective Hank Griffin übrig. Was bedeutete, dass sein Partner, Nick Burkhardt, ein Grimm war. Ein Grimm in seinem Revier. Ihm unterstellt. Das eröffnete ganz neue Möglichkeiten für Sean und auch für den Widerstand. „Ich muss gehen“, sagte er nur, ignorierte Adalinds empörten Blick und verließ ihre Wohnung. Er musste zurück ins Revier, er hatte schließlich einen Job zu erledigen.Und er hatte einiges, über das er nachdenken musste. Die große Frage, die sich jetzt stellte, war, wie er mit dem Grimm umgehen sollte. Sollte er sich ihm offenbaren? Oder sollte er ihn aus dem Hintergrund heraus beobachten? Ihn versuchen zu lenken? Zuerst einmal brauchte er aber natürlich eine Bestätigung, dass Adalind richtig gesehen hatte und nicht nur über etwas anderes erschrocken war. Das glaubte er zwar eigentlich nicht, schließlich kannte er sie zu Genüge, aber trotzdem ging er lieber auf Nummer sicher.
Das erste, was er also tat, als er wieder im Revier ankam, war, Nicks Akte aufzurufen. „Eltern: Reed Burkhardt und Kelly Burkhardt, Née Kessler“, las er leise vor und runzelte die Stirn. „Kessler?“ Er scrollte weiter. „Tod der Eltern bei einem Autounfall, nächste Angehörige …“ Sean schluckte. „Nächste Angehörige: Marie Kessler.“ Für einen Moment spürte er das Zauberbiest in sich rumoren. Wie hatte er das bis jetzt übersehen können? Andererseits war es nur ein Name. Wie hätte er darauf kommen sollen, dass die Tante seines Detectives ausgerechnet die berühmt-berüchtigte Grimm war? Er fuhr sich mit den Händen übers Gesicht. Das stellte jetzt ganz neue Fragen und allen voran die Wichtigste: Wusste Nick, dass er ein Grimm war?
Als seine Detectives vom Tatort zurückkamen, konnte Sean zumindest die letzte Frage beantworten. So entsetzt, wie Nick den verhafteten Skalengeck anstarrte, hatte er noch nicht sehr häufig Wesen gesehen. Eventuell wusste er überhaupt nichts von seinem Erbe, denn Sean konnte sich kaum vorstellen, dass die Grimm normalerweise nicht auf das vorbereitet wurden, was sie sahen. War seine Tante also eventuell doch nicht die Marie Kessler? Sean seufzte leise. Er hasste es, wenn Antworten zu neuen Fragen führten.
Er öffnete die Tür zu seinem Office. „Detective Burkhardt? Auf ein Wort bitte.“
„Was gibt es denn, Captain?“ Nick blieb in der offenen Tür stehen und sah ihn fragend an.
„Schließen Sie bitte die Tür.“ Sean würde es im Nachhinein nie zugeben, aber er war doch etwas nervös, als die Tür ins Schloss fiel.
„Was gibt es?“, wiederholte Nick. Auch er wirkte unbehaglich, aber das lag vermutlich eher daran, dass er noch nie in die Verlegenheit gekommen war, ein Vier-Augen-Gespräch mit seinem Boss zu führen.
Sean atmete einmal tief durch. „Ich weiß, was Sie gerade gesehen haben.“
„Ich … ich weiß nicht, was Sie meinen.“ Nick drehte sich um, legte eine Hand auf die Türklinke und Sean wusste, er musste schnell handeln.
„Es war ein Mensch, der kurzzeitig fast aussah, wie ein Tier.“
Nick drehte sich langsam zu ihm um. „Das hab ich mir eingebildet“, sagte er sehr leise. „Ich hab in letzter Zeit zu wenig geschlafen oder so etwas. Das war nur Einbildung.“
„Das war ein Skalengeck“, sagte Sean ruhig. Innerlich jubelte er. Nick hatte wirklich keine Ahnung. Ein unwissender Grimm, das war perfekt. „Ein reptilienartiges Wesen. Wesen sind wie Menschen, nur dass sie noch eine andere Seite haben. Eine andere Gestalt in sich versteckt. Häufig sind es Tiere, manchmal auch etwas anderes.“
Nick ließ sich auf einen der Stühle fallen und zog einen Notizblock hervor. Seine Finger zitterten dabei. „Ich habe …“ Er brach ab und zeigte Sean eine der Seiten.
Sean erkannte Adalind sofort. Obwohl Nick sie nur sehr kurz gesehen haben konnte, war die Zeichnung eindeutig. „Ein Hexenbiest“, erklärte Sean.
Nick sah ihn aus weit aufgerissenen Augen an. „Ich hab mir das nur eingebildet“, wiederholte er. „So etwas kann nicht … Das …“
„Nick“, unterbrach Sean ihn mit sehr sanfter Stimme. „Es ist echt. Und du“, er lächelte, „du bist etwas ganz Besonderes. Du bist ein Grimm.“



***
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