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Schicksalhafte Wendung

von pia9911
SongficDrama, Freundschaft / P12 / Het
11.07.2021
11.07.2021
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Just one more moment
That's all that's needed
Like wounded soldiers
In need of healing


»Alles zerbricht hier.«

»Wir brauchen dich im LSPD!«

»Der Chief hatte vor uns einen Nervenzusammenbruch.«

»Sam ist in den Urlaub geflüchtet, weil die Arbeit ihn krank macht.«

»Bryan tut, was er kann, während Mr Weiß im Urlaub ist, aber es reicht nicht.«

»Die Cops haben Angst, ihren Job zu verlieren, wenn sie etwas kritisieren oder dem Chief die Meinung sagen wollen.«

»Walter ist müde, er kann nicht mehr.«

Time to be honest
This time I′m pleading
Please don't dwell on it
'Cause I didn′t mean it


Isabel Collins schwirrt der Kopf.
Was ist in den Monaten ihrer Abwesenheit nur passiert?
Gestern Abend wurde von ihrem Ex und guten alten Freund Bryan Gamble angerufen, welcher Collins zu einem Gruppenanruf mit anderen Kollegen drängte. In dem Gespräch erfuhr Isabel, was in den Wochen seit ihrem letzten Besuch alles im Los Santos Police Department passiert ist.

Gelinde gesagt ist die junge Frau schockiert gewesen. Sie hätte nicht gedacht, dass alles so aus dem Ruder laufen würde. Dass Walter jemals in so eine Situation kommen würde.
Es gar zulassen würde, dass sein geliebtes LSPD so am Scheitelpunkt steht.

I can′t believe I said
I'd lay my love on the ground
But it doesn′t matter
'Cause I made it up
Forgive me now


Walter wird am nächsten Tag aus dem Urlaub zurückkehren... Und bei dem, was ihr allein von dieser einen Woche berichtet wurde (alle wissen, dass es Interna sind und sie eine Kündigung riskieren, aber sie wissen sich nicht anders zu helfen), ist sich Isabel sicher, dass der nächste Wutanfall schon in den Startlöchern steht.

Sie hat geschworen, für Walter zurückzukommen, aber jetzt wird sie für ihn und die Familie mit dem blauen Blut wiederkommen.

Everyday I spent away
My soul′s inside out
Gotta be someway
That I can make it up
To you now some how


Eine Woche später steht Isabel am Flughafen vom Los Santos International Airports und schiebt sich die Ärmel des roten Hoodies hoch, als ein Streifenwagen vor ihr hält.
Die Blicke der anderen Anwesenden ignorierend verstaut sie wie selbstverständlich ihr Gepäck im Kofferraum des Wagens und steigt mit einem Lächeln ein.
»Diesem Lippenstift wirst du dich wohl nie lossagen, Fee.«

Auflachend fährt die Russin wieder los.
»Der Chief wird mich damit beerdigen, wenn er erfährt, dass ich gerade als Einzelstreife unterwegs bin.« sagt sie mit ihrem Akzent voller Ernst, dann beginnt sie zu grinsen.

By now you know that
I'd come for you
No one but you
Yes, I′d come for you
But only if you told me to


»Ich freue mich, dass du wieder hier bist. Wie geht es Eddy?«

»Er ist erwachsen geworden... Und hat als Rapper tatsächlich Fuß gefasst. Eddy ist immer noch unmöglich, aber braucht keinen Aufpasser mehr. Und wie läuft es zwischen dir und Bryan?«
Collins betrachtet die Stadt durch das Fenster. Es ist, als wäre sie nie weg gewesen, obwohl sie weiß, dass diese Stadt nie still steht.

»Ooh... Er ist aktuell sehr gestresst, hat kam Zeit. Der Chief, die Commander und Captains befinden auch gerade in einem Gespräch.«
Isabel blickt zu Fee. Betrachtet sie. Die Weißhaarige ist immer noch die schöne, feurige Russin, aber es liegt etwas trauriges in ihrem Blick.
»Wie... geht es dem Chief?«

I'd fight for you
I'd lie, it′s true
Give my life for you
You know I′d always come for you


Wie auf Kommando verzieht die PD-79 das Gesicht und fährt enger um die Kurve als eigentlich nötig.
»Willst du die ganze Wahrheit? Ich erkenne ihn nicht wieder. Nach dem Koma hat er sich vollkommen von seinen Freunden abgeschottet, hört Schüsse die nicht da sind und wenn er rauskommt, fährt er nur noch mit Honey auf Streife und... Dieser Mann bringt mich zur Weißglut!« was Isabel anhand des aggressiven Einparkens von Fee auch gut erkennen kann.
Isabel hat Walters Idee Ariane und Henker am Hafen zusammenzuführen, auch für vollkommen verrückt gehalten, es wundert sie immer noch, wie ruhig Ariane es hinnimmt. Und dass Skinner ihm dafür noch keine reingehauen hat.

Die beiden Frauen steigen aus dem Streifenwagen aus.
Isabel sieht sich um.
»Streife 5 – 10-20: LSPD.«
Das Mission Row Police Department ist wirklich hübsch geworden, besonders die Kirschbäume beim Parkplatz verleihen dem Gebäude ein besonderes Flair. Sie war zwar schon mal hier, aber mit dem Wissen, bleiben zu können, ist es für Isabel nochmal was ganz anderes.

I was blindfolded
But now I'm seeing
My mind was closing
Now I′m believing


Collins folgt Fee durch den Seiteneingang ins Police Department und direkt ins Großraumbüro. Sie spürt sofort, dass die Stimmung im Gebäude nicht gut ist.
Und man sieht es nicht nur durch die Scheiben, man hört einen gewissen gebräunten Mann in blauer Uniform auch durch die geschlossene Tür seine Führungsleute anschreien, während er wild gestikulierend durch das kleine Büro tigert.

Collins mustert die anderen Kollegen im Großraumbüro. Sie versuchen, nicht hinzuhören, nicht hinzusehen, einfach nur der Arbeit nachzugehen oder sich irgendwie zu beschäftigen. Aber der ehemaligen Assistant Chief fällt auch eine junge Frau auf, die genau dann in Walters Leben trat, als Collins und Weiß keinen Zugang zueinander hatten.
Sie wirkt auf Isabel desinteressiert, schaut stumpf auf das Handy... Isabel wurden ebenfalls die Gerüchte erzählt, dass manche glauben, die beiden wären zusammen in den Urlaub geflogen.
Und so sehr Isabel sich auch dagegen wehrt, es schmerzt sie, so etwas zu hören.

I finally know just
What it means
To let some one in
To see the side of me
That no one does or ever will


»Raus!«
»Chief, jetzt hören Sie-«
»Sind Sie taub, Pearson?! RAUS!«

So if you're ever lost and
Find yourself all alone
I′d search forever
Just to bring you home
Here and now, it's a vow


Isabels Aufmerksamkeit richtet sich direkt wieder auf das Büro. Ms Danvers verlässt zuerst das Büro und schnappt sich noch beim Rausgehen Nachi Cocom und zwei Rekruten, um auf Streife zu verschwinden.
Auch Pearson wirkt bedrückt und schlägt sogleich den Weg zu den Treppen ein.
Die anderen Kollegen folgen ebenfalls, nur Commander Gamble bleibt noch im Büro.

By now you know that
I′d come for you
No one but you
Yes, I'd come for you
But only if you told me to


»... Merken Sie eigentlich noch was, Chief?«
Bryans Stimme ist tonlos. Isabel kann nicht erkennen, ob er resigniert oder seine Wut gerade unterdrückt.

Fast schon hysterisch lacht Walter auf.
»Ich? Bin ich jetzt wieder der Böse, weil hier alle zu dumm sind, ihren scheiß Job zu erledigen, und zu unfähig, ihre verdammte GZSZ-Scheiße nicht mit in den Dienst zu nehmen?!«

»Ja, ob Sie noch etwas merken, Chief!«
Gamble wirft seinen Notizblock, welchen er einst von Tanaka zum Geburtstag bekam, auf Walters Schreibtisch.
»Bei allem Respekt, Sir, aber seit Monaten sind Sie ein verdammtes Arschloch, das es einen Scheißdreck interessiert, wie es seinen Freunden und Mitarbeitern geht! Sie stellen uns Regeln auf, die Sie noch im selben Augenblick zu Boden treten! Sie sagen, dat Sie jederzeit ein offenes Ohr für Ihre Mitarbeiter haben? Dann bewegen Sie Ihren verdammten Hintern aus diesem Büro und kieken sich Ihre Mitarbeiter mal an!«
Gamble deutet auf die offene Tür.

»Die Kollegen haben Angst. Angst, Chief! Vor Ihnen! Weil hier eine Frau arbeitet, die nur mit den Finger schnipsen muss und schon kommen Sie und schlagen jedem den Schädel ab, der auch nur-«

»RAUS, Commander! Oder es war das letzte Mal, dass Sie diese Uniform tragen!«
Der Anführer des SWATS verengt die Augen. Wägt ab, ob er die Kündigung einreichen soll. Aber dann würde er seine Kollegen im Stich lassen. Den Chief. Gerade er als Commander muss stark bleiben und das hier bis zum Ende durchstehen. Mit einem letzten Blick, der zwischen seinem Vorgesetzten und dem Notizblock wechselt, dreht sich der schwarzhaarige Mann auf dem Absatz um und verlässt das Büro sowie das Großraumbüro.
»Heilige Ravioli...« flüstert Feodora und läuft ihrem Lebenspartner sogleich hinterher.

I'd fight for you
I′d lie, it′s true
Give my life for you
You know I'd always come for you
No matter what gets in my way


Isabel atmet tief durch und sieht durch die Fenster in das kleine Büro, als Walter mit einem wütenden Aufschrei die Gegenstände auf seinem Schreibtisch mit der Hand runter fegt und sich anschließend auf seinen Drehstuhl fallen lässt, seinen ständigen Begleiter, die Sonnenbrille, abnimmt und das Gesicht in den Händen vergräbt.

Der ehemaligen Polizistin tut es weh, ihre heimliche Liebe so zu sehen. Dass der Chief scheinbar mit sich selbst nicht mehr klar zu kommen scheint. Sie wagt einen kurzen Blick durch das mittlerweile verlassene Großraumbüro... Wo ist Marshall? Sollte gerade sie jetzt nicht hier sein und Walter zur Seite stehen?

As long as there′s still life in me
No matter what, remember
You know I'll always come for you
Yes, I′d come for you


Isabel vernimmt... ein leises Schluchzen? Ihr Kopf dreht sich direkt wieder zum Büro. Tatsächlich, seine Schultern beben leicht.
Die Blaublütige atmet tief durch und geht leise, auch wenn man es ihr als Elefant vielleicht nicht zutrauen mag, ins Büro und schließt lautlos die Tür hinter sich.
Der Mann vor ihr bemerkt sie weiterhin nicht, als sie sich leise einen Weg durch die am Boden liegenden Gegenstände bahnt, neben dem Stuhl zum Stehen kommt und vorsichtig die Sonnenbrille vom Schreibtisch nimmt und in die Bauchtasche ihres Hoodies steckt.

Vorsichtig streckt Isabel die Hand nach Walters Kopf aus und fährt mit den Fingern sanft durch sein goldbraunes Haar. Es ist weicher als sie gedacht hätte. Doch die naive Hoffnung, ihn nicht zu erschrecken, wird im gleichen Moment zunichte gemacht, als er plötzlich aus dem Stuhl hochfährt und sie mit nassen, schreckgeweiteten Augen ansieht. Es zerreißt Collins das Herz. Allein die paar Sekunden in seine Augen zu blicken reicht ihr, um zu wissen, dass sie dringend gebraucht wird.

No one but you
Yes, I'd come for you
But only if you told me to
And I′d fight for you
I'd lie, it's true
Give my life for you


Der erstarrte Chief vor ihr findet langsam in die Gegenwart zurück, realisiert, wer da vor ihm steht, nimmt die Hand vom Waffenholster und presst Isabel mit um sie geschlungenen Armen an sich und vergräbt das Gesicht an ihrer Halsbeuge.

Collins bekommt durch den Klammergriff zwar schlecht Luft, aber das ist ihr gerade vollkommen egal. Sie ist wieder da, wo sie hingehört. Und als sie die Nase aus Walters Haaren nimmt, über seine Schulter und durch die Fenster in das Großraumbüro sieht, die Gesichter ihrer alten Freunden und noch unbekannten Kollegen sieht, weiß sie, dass sie das alles schon schaukeln werden.

Zusammen als eine große Familie – verbunden durch das blaue Blut.

»Wo warst du?! Ich habe dich vermisst, du fetter Panzer.«

Leise beginnt Isabel zu lachen und erwidert den Klammergriff ihrer kleinen Giraffe ebenso fest.

You know I′ll always come for you
No matter what gets in my way
As long as there′s still life in me
No matter what, remember
You know I'll always come for you
I′d crawl across this world for you
Do anything you want me to
No matter what, remember
You know I'll always come for you
You know I′ll always come for you


₪₪₪₪₪₪


Der genutzte Song ist I'd Come For You von Nickelback.
Vielen Dank an Sohera und an die Selbsthilfegruppe der anonymen Wallins-Shipper!
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