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Suicide Hotline //a Kaisoo Twoshot//

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / Gen
D.O. / Do Kyungsoo Kim Jong-in
11.07.2021
11.07.2021
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11.07.2021 528
 
Es war ein ruhiger Abend, an dem es geschah.

Ich lag schon im Bett, als mein Handy klingelte.
Ich dachte, es wäre vielleicht Baekhyun, der mal wieder dumme frage stellen würde.
Oder Junmyeon, weil ich mich den ganzen Tag nicht meldete.

Aber nein, es war eine unbekannte Nummer.

Zögerlich zog ich den grünen Hörer in die Mitte.

Eine leise, männliche Stimme erklang „Hallo, ist da die Telefonseelsorge?"

Ich war verwundert.
„Nein, ich glaube, du hast die falsche Nummer." war meine Antwort.

„Oh...entschuldige, ich wollte nur-"  

„-mich umbringen?" beendete ich seinen Satz.

„Das sollte dich nicht interessieren." grummelte der Junge.

„Doch, du bist ein Mensch. Du willst dir etwas antun. Du brauchst Hilfe."

„Ich bin nicht länger ein Mensch, verstehst du? Der Tod, er ist mein einziger Ausweg."  

„Aber du hast angerufen, also hoffst du auf Hilfe."

„So ist es nicht. Ich wollte nur mit jemandem sprechen, bevor ich sterbe." widersprach er mir.

„Nun, da du mich erreicht hast, können wir reden." so war mein Angebot an ihn.

„Okay, aber ich hatte nie einen Freund oder so und ich weiß auch nicht, wie man sich welche macht." gab er zu.

„Keine Sorge, lass uns mit unseren Namen beginnen. Ich bin Kim Jongin, und du?"

„Do Kyungsoo"

Ein lächeln huschte über meine Lippen.
Was für ein schöner Name.

„Ich frage mich eines..." begann ich.

„Hast du die Pillen scho-"

Kyungsoo unterbrach mich.
„Ich will mich ertränken." leicht nickte ich, was er natürlich nicht sah.

„Tu bitte eines für mich."

„Was genau?"

„Ertränk dich nicht. Schluck Pillen."

Kurz schwieg er.
„Okay, aber ich nehme sie jetzt."

„Warte-"

Doch bevor ich noch etwas sagen konnte, hörte ich ihn sagen: „Hab sie genommen."

Ich schluckte.
„Wie viele?" fragte ich.

„Das ist nicht wichtig. Ich habe jedenfalls noch ein wenig Zeit, bevor ich einschlafe."

„Das heißt, einer der Sterne wird bald erlöschen. Wir reden nochmal, falls die Pillen dich nicht umbringen."

Eine Weile wartete ich, aber es folgte keine Antwort.
„Kyungsoo? Bist du noch da?"

„Ja, ich bin nur so...müde."erklang nun wieder leise seine Stimme.

„Schlaf bitte nicht ein." bat ich ihn.

„Ich will aber, nur...ich will nicht allein sterben."

„Ich kann zu dir kommen. Ich kann an deiner Seite bleiben, bis du einschläfst. Gib mir deine Adresse."

„Ich weiß nicht..." murmelte Kyungsoo.

„Willst du jemanden bei dir haben?"

„Ja...aber-"

„Dann sag mir, wo du bist."

„Seoul, Nonhyeondong...bitte lass mich nicht allein sterben."

„Werde ich nicht. Aber hör zu: warte auf mich. Ich muss mir ein Taxi rufen." meinte ich und mit einem „Okay" beendete er das Telefonat.

Ich wusste, dass ich es nicht rechtzeitig nach Seoul schaffen würde.
Dafür war Suncheon zu weit entfernt.

Aber das war auch nie mein Plan gewesen.

Im Handy tippte ich die Nummer 119 ein.

„Notrufzentrale Korea, was kann ich für Sie tun?” erklang die Stimme eines genervten Mannes.

„Ein Junge braucht Hilfe. Er könnte jederzeit sterben. Bitte retten Sie ihn."
 
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