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Final Fantasy X-0 - Die Reise der Verlierer

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Auron Braska Jekkt
08.07.2021
23.05.2022
6
7.163
 
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08.07.2021 1.400
 
AN:// Guten Tag meine Freunde. Ich habe mich entschieden eine Geschichte auf der Grundlage von FFX zu schreiben, besser gesagt auf der Grundlage von Auron, Braska und Jekkt. Ähnlich, aber anders als das Original. Diese Geschichte wird anders, aber gleichzeitig auch ähnlich wie das verlaufen, was wir in den Sphäroiden sehen.

Disclaimer: FFX gehört nicht mir. Ich bekomme kein Geld dafür.

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Auron seufzt, als der Gong im Tempel zum Gebet aufruft und pellt sich aus dem Bett. Er kratzt sich den Kopf und streicht sich einige Strähnen seines schwarzen ungebändigten Haares aus dem Gesicht. Langsam tritt er ans Fenster, ein schweres Gähnen entfährt seiner Kehle.

Als er die schwere Scheibe nach außen drückt, kommt die Schwüle Hitze von draußen Augenblicklich rein und erbeeilt sich, das Fenster wieder zu schließen. Ein Gewitter zog heran. Auron zieht eine Grimasse. Bei dem Wetter ließen sich seine Haare immer so schlecht bändigen. Aber Braska und seine Frau hatten gefallen an seinen Haaren gefunden und der junge Mann hatte nicht das Herz, sie abzuschneiden.

Auron streckt sich, und beugt sich nach hinten, ein weiteres Gähnen verlässt dabei seine Kehle. Er steuert durch die offene Tür das spartanisch eingerichtete Bad an und beginnt sich zu waschen und allgemein vorzubereiten.

Kaum hatte er sich angezogen, da ertönt der Gong zum zweiten Mal. Er hatte also noch 15 Minuten.Auron zieht ein Gesicht, als der Kamm sich in den mitternachtsschwarzen Haaren verfängt und so an seiner Kopfhaut zieht. Aber gut, Zähne zusammenbeißen und durch. Genau das tat er und der Kamm kam mit einem Büschel schwarzer Haare frei. Nach drei weiteren ähnlicher Anläufe bricht dann doch tatsächlich sogar eine der Zacken. Auron knurrt genervt auf, ehe er seine Bürste nimmt und es damit dann endlich schafft, seine Haare zu bändigen. Mit einem grünen Band, passend zur Templeruniform bindet er dann die Haarspitzen zusammen und lässt die Haarmatte über seine rechte Schulter fallen, ehe er zufrieden aus dem Bad spaziert.

Nachdem er dann auch sämtliche Rüstteile angelegt hat bindet er sein Schwert fest an seinen Gürtel und verlässt schnell seine Wohnung.

Früher, ja bevor der Vorfall, den er nur noch als "Das Fiasko" betitelte, passiert war, da hatte Auron sich mit seinen Ordensbrüdern eine Wohnung direkt am Tempel geteilt. Die Privatsphäre war nicht vorhanden, aber immerhin fühlte man sich nicht halb so isoliert, wie er es jetzt tat. Seine Wohnung lag im wohl hässlichsten Teil von Bevelle, dort, wo eigentlich nur die hausten, die vom Tempel geächtet wurden. Auron selbst hatte noch vor einigen Monaten die Leute in diesem Viertel gemieden. Hier reiten sich Bordelle und Tavernen aneinander, Host- und Hostess-Clubs und natürlich auch das ein oder andere heruntergekommene Casino. Auron selbst war vor einigen Tagen der Versuchung erlegen und hatte 1250 Gil Wettschulden gemacht, wodurch er die ganze Miete, die er eigentlich schon vor zwei Wochen hätte bezahlen müssen, im Casino hatte lassen müssen.

Langsam geht er die hölzerne Treppe seiner Dachbehausung hinunter und schleicht an dem Laden vorbei, in dem seine Mieterin wohnt. Sie scheint noch nicht wach zu sein und so rennt Auron einige Meter weiter, ehe er wieder in einer normalen Schrittgeschwindigkeit weitergeht.

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Der Weg zum Tempel war lang und Auron rannte schon fast die Treppen hoch, als er 30 Minuten später endlich angekommen war. Als Letzter tritt er durch die großen, dicken Holztore, verziert mit Einkerbungen von Yevon. Er konnte seine Brüder ausmachen, doch als diese seinen Blick bemerken, wenden sie sich ab.

Auron seufzt und setzt sich auf die Bank am hinterem Ende des Raumes, direkt neben den alten Mann, den man nur als den "Sprengmeister" kennt. Die weißen Haare waren immer angesenkt und er jagdte Sachen tag-täglich in die Luft. Letzte Woche erst den Dachstuhl des Nachbarhauses von Auron.

"Na Junge? Lange nicht gesehen!" meint der Alte lächelnd, doch Auron würdigt ihm keines Blickes. Das Lächeln dimmt sich und der Mann stubst ihm penetrant in die Seite: "Hälst dich für was besseres, was? Willst deine Ordensbrüder beeindrucken, huh? Lass mich dir was verraten: Du beeindruckst hier niemanden. Du bist abgeschrieben worden. Keiner von denen wird dir nachtrauern, solltest du morgen sterben. Du bist ein Nichts."
Auron beißt die Zähne zusammen, seine rechte Hand zuckt und will zum Schwert greifen, doch er hält sich im Zaum. Doch der Alte ist noch nicht fertig. Er seufzt und klopft Auron auf die Schulter: "Aber gut, dafür kannst du ja nichts. Liegt an der Erziehung von diesem Priester. Braska war schon immer ein Verlierer. Den hätte man nie einen kleinen Jungen anvertr-" wie im Zeitraffer sieht Auron seiner Faust zu, wie sie die Nase seines Sitznachbarns mit einem lauten Knacken bricht. Doch der 25- Jährige ist noch nicht fertig mit ihm. Mit einem wütenden Knurren stürzt er sich auf ihn.

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"Du hast ihm wirklich die Nase gebrochen? Mitten in der Messe?!" Auron blickt wütend zur Seite. Natürlich hatte das schon seine Runde im Tempel gemacht.

"Lass mich in Ruhe, Georg. Ich habe zu tun." Der 30-jährige seufzt: "Du solltest wirklich an deinem Temperament arbeiten, Auron."

"SoLlTeSt wIrKlIcH aN dEiNeM TeMpErAmEnT aRbEiTeN..." ahmt Auron genervt nach, als er den Boden weiter versiegelt, wie es ihm aufgetragen wurde.

Georg seufzt: "Hey, du weißt, du bist weiterhin bei uns willkommen. Einmal bei den Fortem, immer bei den Fortem." sagt er beschwichtigend.

Auron stoppt: "Ich bin doch nicht mal ein echter Fortem. Ich bin rausgeflogen, noch bevor ich mein Seelentier bekommen habe." antwortet er resigniert.

Der Ältere kratzt sich durch das kurze Haar und beäugt seine Seelentiermarkierung, das Tattoo eines Grizzlybären: "Du gehörst zu uns." sagt er etwas fester: "Wenn du Hilfe brauchst, meld dich einfach bei uns, okay?" Er wendet sich zum Gehen.

"Georg?"

"Mh?"

"...Danke..."

"Kein Ding, Braskas Junge."

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Als Auron aus dem Tempel tritt steht Braska dort. Es donnert bereits im Hintergrund und Auron hebt fragend eine Braue: "Du schläfst heute bei uns. Bevelle Downtown ist bei Gewitter besonders gefährdet." Antwortet der Priester, noch bevor Auron irgendetwas sagen kann und zieht den jungen Mann mit sich: "Und über das Fiasko-"

"Nenn es nicht so."

Braska blinzelt: "Bitte?"

"Nenn es nicht so. Das, was heute im Tempel passiert ist, ist nicht das Fiasko."

Der Priester legt den Kopf schief: "War- Ohhh..." Er nickt verstehend. "Jedenfalls. Der VORFALL heute im Tempel. Ich bin enttäuscht von dir. Du musst wirklich an deinem Temperament arbeiten."

Auron lässt den Kopf hängen: "Ja Vater... Entschuldige..."

Sie gehen schnell durch die Gassen der Stadt. Braska war ebenfalls geächtet vom Tempel, doch seine Familie hatte ihm genug Geld vermacht, dass er ein Haus mit wunderschönen Ausblick auf den Hafen hatte. Sie betreiben Konversation über dies und das, ehe sie vor der Haustür des Hauses ankommen. Braska will gerade den schlüssel suchen, da öffnet sich die Tür und das siebenjährige Mädchen umarmt mit einem lauten "Aniki!" Aurons Beine.

Bevor Auron jedoch etwas sagen kann, donnert es laut auf und Yuna rennt zurück ins Haus. Braska und Auron folgen.

Augenblicklich fällt dem Templer die Unordnung auf. "Yuna, du sollst doch deine Malsachen wegräumen." tadelt Braska lächelnd seine Tochter, welche mit einem "Ups!" genau das tut.

Braska deutet Auron an, sich auf die Couch zu setzten und sein Ziehsohn folgt der Aufforderung. Nachdem er eine Armarda an Kuscheltieren zur Seite geräumt hat: "Also, warum wolltest du, dass ich hier wirklich übernachte?" fragt er, als Yuna sich auf seinen Schoß fallen lässt und anfängt Aurons Haare zu flechten.

"Das war einfach zu durchschauen, was?" lacht der Priester leicht, ehe er ernst wird: "Ich werde mich morgen einschreiben... für das Media-Training." Aurons Augen weiten sich. Lange sagt keiner was, ehe Braska fortfährt: "Ich werde ein Medium und [SIN] besiegen. Und ich möchte dich als Gardisten dabeihaben."

Auron gerät ins Stottern: "Braska... das...ich... Kann ich das... überdenken?"

"Aniki... du zitterst ja."


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Und das ist der Prolog ^^

Ich entschuldige mich über die wenige Action, doch ich fand es wichtig, zuerst die Situation zu schildern.

Im nächsten Kapitel wird etwas mehr darauf eingegangen, was die Fortem sind und natürlich kommt auch Jekkt endlich vor.

LG
YoungAuron
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