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Liebe? - So ein Quatsch, die gibt es nur im Märchen! - oder?

GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Het
Horizon Markus Marlon Maxi Nerv OC (Own Character)
04.07.2021
09.09.2021
6
8.301
1
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05.07.2021 1.753
 
Ich lies mich auf einen der Sessel fallen. Vanessa setzte sich neben Klette auf die kleine Couch und Horizon lehnte sich gegen das Gelände. Ich schloss meine Augen und atmete tief ein, in der Hoffnung das es mir hilft meine Gedanken wieder zu sortieren. „Was hat er nun wieder angestellt?“, fragte Vanessa und ich öffnete verwirrt meine Augen. Mein Blick folgte dem der blonden, welche grade den Arm um Klettes Schultern legte. „Er ist einfach so anstrengend“, sagte diese und hob zur Verdeutlichung einmal ihre Arme. Vanessa verdrehte grinsend die Augen, „Und weiter?“. Ich sah verwirrt zu Horizon, welche auch einfach entspannt abwinkte. „Wegen jeglicher Kleinigkeit muss er.. in allem muss er der beste sein.. wenn ich was habe nimmt er es weg.. er macht mich wahnsinnig“, erklärte sie aufgebracht. Vanessa und Steffi nickten verstehend, ich kam mir vor wie im falschen Film. Verstehen die etwa das was Klette da grade zusammengereimt haben? „Denk immer daran, du bist die Erwachsene von euch beiden.. Er ist eben auch nur ein Junge“, beruhigte Vanessa sie. „Das stimmt, die waren alle mal so.. glaub uns“, stimmte die brünette ihr zu. Klette nickte geschlagen, „Ich geh mir noch was von der Bowle holen!“, ehe sie aufstand und nach drinnen verschwand.

Es herrschte eine weile Stille, nur die Stimmen der anderen Gäste und die Musik war von drinnen zu hören. Es war nicht sonderlich unangenehm, aber wenn man wusste, was so zwischen Horizon und Vanessa vorgefallen ist, könnte man schon sagen, dass niemand genau wusste, was er sagen sollte.

„Was war denn mit dir los?“, wollte Steffi dann lachend wissen und boxte leicht gegen meine Schulter. „Was.. Was meinst du?“, fragte verwirrt, hatte sie die Blicke bemerkt? „Also, normalerweise spielst du besser“, erklärte sie und zog skeptisch eine Augenbraue nach oben. „Also, ich fand sie alles andere als schlecht“, meinte Vanessa. Ich schluckte und überlegte kurz, „Weiß nicht, war vielleicht einfach die Freude, Maxi endlich wieder zu sehen und war zu aufgedreht?“. „Vielleicht auch einfach nicht dein Tag“, zuckte sie dann mit den Schultern. „Okay, was lernt man denn noch so auf der Mädchenschule?“, grinste Vanessa dann, welche eine Flasche Schnaps auf den Tisch stellte. „So einiges meine Liebe“, grinste ich zurück und zwinkerte. „Kartenspiel?“, fragte ich Steffi, welche gleich nach drinnen ging.
Vanessa und ich räumten dann schonmal den Tisch frei, bis Steffi wiederkam.

„Also, ich habe das Kartenspiel, ein paar Mitspieler und jede Menge zu trinken dabei“, grinste meine beste Freundin und quetschte sich neben mich, zu Vanessa auf die Couch. Leon, Marlon, Markus, Marry, Johanna und Lukas hatte sie im Schlepptau. Letzteren beiden waren Studiums Kollegen von Marlon. „Dann zeig mal, was du noch so gelernt hast“, feixte Leon, welcher nach seinen roten Wangen schon gut einen im Tee hatte. „Also, das Spiel nennt sich Busfahrer..“, fing ich an, während ich die Karten mischte und jedem vier verdeckt hinlegte. „Nein, du darfst sie nicht vorher ansehen!“, ermahnte Marlon Markus, welcher entschuldigend die Hände hob. Ich blickte kurz zu ihm, ehe ich weiter erklärte. „Vor jeder Karte, die ihr umdreht, stelle ich euch eine Frage. Beantwortet ihr sie Falsch, müsst ihr trinken“. Ich schaute in die Runde und alle nickten. Ich lege die anderen Karten zu einer Pyramide. „Dann werden die Karten in der Pyramide umgedreht, wenn man die passende hat, darf man jemanden auswählen und Shots verteilen. Umso höher die Reihe, umso mehr Shots dürfen verteilt werden“, erklärte ich weiter und schaute noch einmal in die Runde. „Noch Fragen? – Nein? Dann fangen wir an“, grinste ich.  Und es wurde getrunken, viel. Sehr viel sogar. Runde um Runde erfüllte das Spiel seinen Zweck, wir wurden stetig betrunkener. Mir kams jedoch vor, als müsste ich jeden zweiten Shot, den es zu verteilen gab, trinken. Ich war trinkfest, aber ich sollte so langsam aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Das wird nämlich immer peinlich, und zwar für mich.
„Marlon und..“, überlegte Markus, welcher seine zwei Shots verteilte. Ich stellte die nun zweite Flasche Tequila zur Seite. „Mai“, beendete der blonde seine Überlegung, „dann kannst du dir gleich wieder nachfüllen“. Ich blickte ihn an und prostete ihm zu, ehe ich dann mit Marlon anstieß „Auf dich“, grinste ich und wir kippten das Teufelszeug runter. Ich gruselte mich einmal. „Schmeckts nicht?“, lallte Marry. Ich musste lachen, „Doch doch, willst du noch einen?“. Diese nickte, jedoch wurde sie von Joschka gestört. „Nein, ich glaube du hast genug!“, bestimmte dieser und stand schwankend auf, „Wer sagt das?“, fragte sie beleidigt. „Ich, na komm. Wir gehen Juli suchen und dann nach Hause“, bestimmte das Joker X. Wirklich überzeugt war seine blonde Freundin nicht grade, aber zusammen schwankten sie dann nach drinnen, nachdem sie sich verabschiedet hatten. „So langsam wird’s…“, fing Leon hicksend an, „Spannend“. „Ich glaube, das auch du ein Wasser gut gebrauchen könntest“, stellte Vanessa fest. „Papperpapplap!“, kam es von seinem großen Bruder, welcher ihm zur Unterstützung noch ein Shot reichte. Steffi lachte, auch ihre bessere Hälfte schien die Zunge nicht mehr sonderlich rund zu bekommen. Es waren nur noch ich, Marlon, Leon, Markus, Vanessa und Steffi. Ich deckte die letzte Karte der Pyramide auf- Ha! „Markus, alle 3“, grinste ich diesem Siegessicher zu. Dieser schmunzelte, „Bist du dir da sicher?“. „Aber sowas von?“, antwortete ich verwirrt. „Dann lass uns gemeinsam trinken!“, grinste er mich an. Perplex schaute ich auf seine Karte, er hatte die selbe. „Du darfst wählen“, nickte er. „Da brauche ich nicht lange überlegen, Tequila“, antwortete ich und schenkte sein Glas voll. Wir stießen an, „Auf Marlon“, sagte er. Das nächste, tranken wir auf einen schönen Abend. Das letzte hielt ich ihm zum Anstoßen hin. „Auf deinen Sieg“, sagte er. „Auf meinen ehrwürdigen Gegner“, grinste ich und wir stießen an. „Ich glaube, wir sollten mal eine Pause machen“, meinte Vanessa, da Leon nun Schluckauf bekam, das verhieß nichts gutes. Dieser war zwar dagegen, wurde aber überstimmt. So kam es, dass die Unerschrockene mit ihrer besseren Hälfte, sowie dessen Bruder nach drinnen gingen.

„Hier seit ihr alle“, kam es von Raban, welcher mit einer Frau an der Hand auf den Balkon kam. „Da sind wir“, antwortete ich grinsend. „Ich denke, es wird Zeit, nach Hause zu gehen“, meinte Raban und stützte die schöne Blondine, welche ebenfalls etwas ins schwanken geraten ist auf ihren Mörder-Absetzen. „Alles klar, wir sehen uns“, verabschiedeten wir uns von ihnen, es war deutlich, dass der Held sich noch etwas von dem Abend versprach. Ein Blick über meine Schulter verriet, dass einige der Gäste nun nach Hause sind, wir hatten ja auch schon recht spät.

Steffi fing bereits an, die ersten Sachen vom Tisch und die hier und dort rumstanden, aufzuräumen. Schweigend saßen also nur noch ich und Markus draußen. Ich schluckte, mir wurde etwas warm und ich hoffte wirklich, dass meine Wangen nicht grade rot anliefen. „Ich werd´ mal sehen, wo meine Brüder sind“, sagte ich, da mir die Stille doch etwas zu unangenehm war und stand auf. Markus tat es mir gleich und griff sich ebenfalls ein paar Flaschen, die wir direkt mit reinnahmen. Drinnen verabschiedeten sich grade die letzten und Marlon küsste seine Freundin und lallte ihr ins Ohr. Irgendwas mit das sie die beste sei und er es sich gleich bedanken würde. Steffi lachte und drückte die Nummer 10 vorsichtig an der Brust zurück, ihr war klar das sein Plan heute nicht mehr aufging. „Geh schonmal ins Bett“, schüttelte sie grinsend den Kopf. „Sind Maxi und Nerv schon weg?“, fragte ich, als ich niemanden mehr sehen konnte. „Klette und Nerv sind schon gegangen, bevor ich mit dem Kartenspiel kam“, meinte die brünette Schulterzuckend. „Maxi ist mit Blossom heim, die hatten es.. sehr eilig“, erklärte Markus und räusperte sich einmal grinsend. „Schon gut, schon gut“, meinte ich und verzog das Gesicht. Markus lachte, genau wie Steffi. „Das sind Dinge, über die will ich nicht einmal Nachdenken!“, erklärte ich, während wir weiter aufräumten. So dauerte es nicht lange, da sah die Wohnung auch gar nicht mehr so schlimm aus. „Ich danke euch beiden“, meinte Steffi. „Und, ich kanns nur noch einmal Anbieten, die Couch ist noch frei!“, zwinkerte Steffi. Ich verzog erneut das Gesicht, „Na danke, bis grade habe ich nicht mehr daran gedacht“. Wäh! Sie lachte und drückte mich feste, ehe sich erneut für alles bedankte und wir dann gingen.

Unten angekommen räusperte sich Markus, „Soll.. Soll  ich dich nach Hause..“. Er wühlte dabei in seinen Jeans Taschen rum und zückte den Autoschlüssel. Geschockt sah ich ihn an. „Spinnst du? Du kannst doch kein Auto mehr fahren!“, fuhr ich ihn böse an. „Da kann sonst was passieren“, belehrte ich ihn und nahm ihm den Schlüssel weg, stolperte dabei. Er stützte mich, und fragte ob alles in Ordnung sei. Meine Hand hatte sich an seinen Arm geklammert, die Muskeln konnte man deutlich spüren. Ich nickte und schaute ihn an. „Danke..“, sagte ich leise und wagte einen Blick in seine Braunen Augen. Einen Moment lang standen wir einfach so da, ehe ich mein Griff um seinen Arm löste. „Kann ich.. meinen Schlüssel wieder haben?“, fragte er vorsichtig. Ich schüttelte meinen Kopf, „Du könntest jemanden Umfahren!“, sagte ich bitter und merkte wie es in meiner Brust schmerzte. Geschockt sah er mich an, schüttelte seinen Kopf. „Ich fahre doch kein Auto! Er war in der selben Tasche wie mein Handy“, erklärte er und zeigte mir sein Handy. „Ich lasse mich von Edgar abholen“, erklärte er erneut. Ich schluckte, gab ihm dann seinen Schlüssel wortlos wieder. Fragend sah er mich an, doch ich wisch seinem Blick aus. Ich starte die Straße entlang, ehe ich in den Himmel sah. Ich hörte wie er telefonierte. „Wir werden dich nach Hause fahren, sonst bringt mich Maxi noch persönlich um, wenn ich dich hier alleine rumlaufen lasse“, sagte er in die Stille und stand neben mir. Ich merkte seinen Fragenden Blick deutlich auf mir liegen, ich ignorierte es und nickte einfach.

„Ein Taxi hätte es auch getan“, versuchte ich ein grinsend, doch es scheiterte. Kläglich. Diesen neugierigen mitfühlenden Blick, wurde der blonde einfach nicht los. Doch auch bei der Frage, ob alles in Ordnung sei, bejahte ich nickend. Ich war mir sicher, dass er mir nicht glaubte, aber er beließ es dabei. Ich wünschte Edgar eine gute Nacht und bedankte mich fürs Heimbringen, ehe ich Ausstieg. „Danke Markus, auch dir eine gute Nacht“, lächelte ich leicht, als ich aus der Limo ausgestiegen war. „Gute Nacht, Mailin“, antwortete er, ehe ich dir Türe schloss. Ich seufzte, als ich der Limo nachsah. Ich fühlte mich schwer und begab mich, ohne Umwege, ins Bett und fiel in einen unruhigen schlaf.
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