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Liebe? - So ein Quatsch, die gibt es nur im Märchen! - oder?

GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Het
Horizon Markus Marlon Maxi Nerv OC (Own Character)
04.07.2021
09.09.2021
6
8.301
1
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Dieses Kapitel
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04.07.2021 875
 
„Fertig?“, fragte mich Steffi, die gerade ihren Kopf in mein kleines Büro reinsteckte. „Gott sei Dank!“, antwortete ich nickend und packte alles in meine Handtasche. „Es war heute aber auch wieder ein echt beschissener Tag“, seufzte die brünette beim verlassen der Bank und band ihren Pferdeschwanz erneut. „Das kannst du laut sagen!“, stimmte ich nickend zu, während wir in mein Auto stiegen. „Meinst du er hat bereits etwas bemerkt?“, wollte sie von mir wissen. „Marlon? Nein, der ahnt nichts“, versicherte ich ihr. Marlon, ist ihr Freund und ein herzensguter Mensch. Er kann sich in jeden Menschen hineinversetzen und hat stets ein offenes Ohr. Aber von der Überraschungsparty, die seine Freundin für ihn plant, bekommt er erstaunlicherweise nichts mit. „Ich bin schon richtig gespannt, wie er schaut, wenn er seinen Bruder sieht!“, lächelte sie und tippte nervös auf ihrem Bein herum. „Du bist seit Monaten diese Party am planen, was soll da noch schief gehen?“, fragte ich beruhigend nachdem ich vor der Eisdiele parkte. „Du hast ja keine Ahnung“, lachte sie Kopfschüttelnd und stieg aus. Etwas verwirrt schüttelte ich den Kopf, ich denke das sie einfach nervös ist. Ich klappte die Sonnenblende herunter, ehe ich ebenfalls meine schwarzen Haare locker zu einem Dutt zusammenband. Dann stieg ich ebenfalls aus und betrat mit Steffi die Eisdiele, ehe wir an unserem Stammtisch am Fenster Platz nehmen.

„So bitte schön, dass selber wie immer“, grinste der rothaarige als er erst mir und dann seiner Freundin einen Eisbecher hinstellte. „Vielen Dank“, lächelte ich. „Dankeschön“, grinste Steffi und bekam einen Kuss zur Begrüßung. „Gern, Horizon“, lächelte er und nahm kurz Platz. Die Tische, die belegt waren hatten ihr Eis bereits und Joachim stand noch hinter der Theke, also entschied er sich wohl eine kurze Pause mit uns zu machen. Horizon, dass war Marlons Spitzname für Steffi. Ich muss auch zugeben, dass ich Horizon schöner finde, als Steffi. Sie hat mir die Geschichte mal erzählt und nein, ich habe das alles am Anfang nicht geglaubt. Wie auch? Sie wirken hier so… -normal. Sie reisten circa ein Jahr umher, ehe sie hier her zurückkamen und beschlossen, hier zu bleiben.

„Mai, hast du schon was neues von deinem Bruder gehört?“, fragte Marlon in meine Richtung. Mai ist mein Spitzname und kommt von Mailin. „Nein, Maxi hat sich in den letzten Wochen nicht wirklich gemeldet“, antwortete ich Schultern zuckend und aß von meinem Eisbecher. „Du?“, fragte ich grinsend, denn in Maxis Briefen steht immer was anders, als in Leons. Okay, nicht sonderlich viel anderes, aber zum Beispiel nie etwas von Mädchen. Von einem besonderen Mädchen, dass ihm anscheinend so richtig den Kopf verdreht hat. „Nein, der letzte ist Wochen her. Da sind sie irgendwo in Frankreich unterwegs gewesen“, schüttelte der ältere seinen Kopf. Er war mit meinem Bruder in einer Fußballmannschaft, bis er mit Steffi – alias Horizon- seine Weltreise startete. Eine Zeit lang, war er wirklich in Sorge, da keiner wusste wo Leon steckt. Danach haben sie ebenfalls eine Rundreise gestartet, ehe sie sich dem Erwachsen-sein stellen wollen. Typisch Männer eben, die wollen halt ewig Kinder bleiben. Es ist schon ewig her, dass ich Maxi sah. Wir sahen uns kurz auf der Hochzeit von unserem Vater und unserer neuen Stiefmutter. Danach nur einen Abend zum Familienessen  ehe er sich in die Welt begab. Ich seufzte, er hat sich sicher sehr verändert. In den Ferien hat man ihn ja kaum zu Gesicht bekommen, da er immer auf dem Bolzplatz herumhängte und sonst war ich im Internat, haben aber immer geschrieben – egal ob Brief oder WhatsApp. Wir standen uns eigentlich sehr nahe, vor allem nach dem Tod unserer Mutter. Ich schüttele kaum merklich den Kopf, atmete einmal tief durch.

„Was ist der Plan fürs Wochenende?“, fragte ich neugierig in die runde und unterbrach die beiden in ihrem Gespräch. „Ich werde Papa das ganze Wochenende helfen“, zuckte Marlon mit den Schultern. „Was? Morgen Abend werden wir doch wohl auf dein Geburtstag anstoßen?“, wollte ich wissen. Marlon zuckte mit den Schultern, „Ich hindere dich nicht vorbei zu kommen, aber nichts großes“. „Hallo? Dir bleiben nicht mehr viele gute Jahre, dass muss gefeiert werden“, feixte Horizon. Böse funkelte ihr Freund sie an und ich musste Lachen. „Er wird 23, keine 30“, lachte ich. „Genau!“, pflichtet Marlon mir bei. „Ab 25 geht’s nur noch bergab mein Freund“, grinste sie und Marlons Gesicht war zum Schießen. „Ich mache eine Bowle“, sagte ich selbstverständlich, um das Thema in eine etwas andere Richtung zu lenken. „Klingt gut“, meinte Marlon nickend und stand auf. „Ich muss dann jetzt mal weiter machen, wir sehen uns“, verabschiedete er sich. „Hey?“, fragte Steffi gespielt beleidigt. „Das hast du verdient“, grinste Marlon und ging zu seinem Vater hinter die Theke. Stefanie schnaubte und ich grinste.
Wir aßen noch unser Eis während wir über dieses und jenes quatschten, ehe wir uns dann verabschiedeten und jeder zu sich nach Hause fuhr. Ein paar Straßen weiter bog ich dann auch schon in die Alte Allee und stellte mein Auto auf meinen Parkplatz. Ich stieg aus, James öffnete mir bereits die Türe ehe ich eintrat. Ich begrüßte ihn und er nahm mir meine Jacke ab, ehe ich in mein Zimmer ging um zu Duschen. Danach legte ich mich in mein Bett und startete Netflix, ehe ich irgendwann einschlief.
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