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[GG: Halte dich fern von meinen Träumen!]

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Paris Rory
03.07.2021
09.07.2021
4
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03.07.2021 1.013
 
Sie beugte sich nach vorn, um ihrem Gegenüber einen Kuss auf die Stirn geben zu können. Vielleicht war es etwas zu viel des Guten, denn die Person blickte sie etwas irritiert an. Sofort dachte Paris darüber nach, was sie falsch gemacht haben könnte. Und mit jeder Sekunde, die verging, nahm sie das klicken der Uhr war.

„Hey, ähm, sei doch so nett und erzähle es niemanden“, sagte Paris und stand aus dem Bett auf, nahm dann die Decke und bedeckte damit ihren nackten Körper. Die Person schien noch etwas zu murmeln, ehe Paris sich umdrehte und durch die Tür ging.

„Das ist keine so gute Idee, Paris, denn wenn du jetzt nackt mein Zimmer verlässt, dann weiß jeder, dass wir es miteinander getrieben haben“, sagte Rory und Paris sah nochmals zu ihrer besten Freundin hinüber. Vielleicht hatte sie recht und Paris sollte sich vorerst anziehen, bevor sie ihr Zimmer verließ.

„Du hast recht“, sagte Paris und schnappte sich ihr Shirt, ihre Hose und andere Kleidungsstücke. Als sie zu Rory blickte, lächelte diese und beobachtete Paris genau dabei, wie sie sich anzog. „Was? Wieso schaust du mich die ganze Zeit mit diesem Grinsen an?“, fragte Paris und Rory lächelte nur noch breiter, als es überhaupt noch ging. Irgendwie konnte Rory es nicht begreifen.

„Wir hatten Sex“, sagte Rory und Paris blickte sie nur an.

„Ja, und?“, wollte Paris wissen.

„Wir zwei!“, wiederholte sich Rory.

„Dafür habe ich keine Zeit!“, sagte Paris und warf Rory ihre Hosen zu. Dann versuchte sie sich vorsichtig anzuziehen.

„Du kannst dich hier ruhig umziehen, aber leg doch die Decke weg, Paris“, meinte Rory und Paris blickte sie nicht an, während sie sich anzog und die Decke dabei an ihrem Körper behielt.

„Ich kann nicht“, sagte die womöglich schlauste Frau aus ihrem Jahrgang.

„Wie, du kannst nicht? Das geht ganz einfach. Du greifst nach der Decke und legst sie einfach hin!“, erklärte ihr Rory.

„Ach, wirklich? Ich kann mich nicht nackt vor dir zeigen“, erwiderte Paris und Rory sah sie nur belustigt an.

„Was? Du kannst mit mir schlafen, aber dich nicht nackt vor mir zeigen? Hör mal, Paris, das was wir heute gemacht haben, war nicht ganz Jugendfrei und ich hoffe, dass wir es wiederholen können, also leg die Decke weg und zieh dich endlich an! Oder aber“, meinte Rory und sah ihre beste Freundin zweideutig an, während diese die Decke fallen ließ.

„Oder was?“, wollte Paris wissen.

„Oder aber, du legst dich nochmal hin und wir schlafen eine Runden. Es ist Wochenende, Samstag, um genau zu sein“, sagte Ror und erhob ihre Decke, damit Paris sich zu ihr legte.

„Ich weiß, welcher Tag heute ist, Rory“, meinte Paris und überlegte noch hin und her. Einerseits wollte sie zu gerne noch nah bei Rory liegen, andererseits wollte sie noch etwas für ihre Zukunft tun.

„Komm schon, Paris. Mir wird langsam kalt“, drängelte Rory und wollte schon ihren Arm senken, da lächelte Paris breit und schlich sich neben Rory hin, legte sich auf das Bett und kuschelte sich an sie. „Gutes Mädchen“, und Rory beugte sich vor, um Paris zu küssen.

Diese sah sie nur an, als Rory die Augen öffnete. „Was machst du da?“, wollte Paris wissen.

„Nach was sieht es denn aus?“, sagte die Frau und Paris lächelte.

„Als wenn du mich küssen wolltest“, schien sich Paris sicher zu sein. „Hör mal, ich hatte noch nie was mit einer Frau. Wenn du also pausenlos knutschen willst, nur um mich dann auf der Straße zu ignorieren, dann hast du die falsche Adresse gewählt!“

„Ich verspreche dir, dass ich dich nicht ignorieren werde, Paris!“, sagte Rory und Paris fühlte, wie Rorys Hand nach oben zu ihren Brüsten wanderte. Ihre Hand fühlte sich so weich an.

„Gut!“, meinte Paris und ihre Wangen verfärbten sich rötlich.

„Jetzt wo das geklärt ist, wie wäre es, wenn wir das wiederholen würden, was heute passiert war?“, sagte Rory und Paris sah sie mit diesen leuchten in ihren Augen an. Das wäre dann wohl Nummer zwei. Paris war mehr als nur bereit dafür gewesen.

„Unter einer Bedingung, Rory“, und sie sah wieder ernst aus.

„Die da wäre?“ Sie beugte sich vor und küsste Paris Schulter. Jetzt fühlte Paris ein Kribbeln an ihrem Körper.

„Wir werden nochmals miteinander schlafen, wenn du mir dein Shirt gibst“, sagte sie und Rory sah sie etwas irritiert an.

„Mein Shirt? Aber wozu?“, wollte sie wissen.

Paris lächelte nur. „Für den Fall, dass wir uns aus den Augen verlieren sollten. Ich neige dazu, Menschen mit denen ich geschlafen habe zu vermissen. Ich las in einer Zeitschrift, dass ein Gegenstand, der nach der Person riecht, dieses Fehlen erträglicher macht. Und dein Shirt riecht nun mal nach dir, also gib es mir!“

Rory lächelte schief, zog ihr Shirt aus und gab es Paris. „Hier bitteschön, du Verrückte“, meinte sie lässig.

„Hey, ich mache hier nicht die Regeln!“, meinte Paris.

„Schon gut, schon gut!“, sagte sie. „Aber wieso nicht meine Hose oder meinen Rock, oder so etwas? Wieso ausgerechnet das Shirt?“, wollte Rory wissen.

„Glaubst du, ich kuschel mit einer Hose? Wie armselig wirkt das denn? Und dein Shirt kann ich tragen und deinen Duft besser wahrnehmen“, meinte sie dann und Rory verstand allmählich.

„Verstehe. Also, Runde zwei?“, küsste sie Paris nochmals auf die Schulter. „Oder möchtest du noch etwas von mir haben?“

Da beugte sich Paris nach vorne, um Rory zu küssen. Die Brünette verstand es und erwiderte den Kuss. Und als Paris angespannt da lag, wanderten die Hände von Rory zu Paris Kopf, um diesen umklammern zu können. Es war ein leidenschaftlicher Kuss.


Nur wenige Sekunden danach erwachte Paris aus ihrem Bett. Sie schien verwirrt zu sein, denn so etwas träumte sie normalerweise nicht. Was hatte sie bloß gegessen, dass sie jetzt so etwas träumte? Sie schnappte sich ihr Handy, welches auf der Kommode lag und wählte Rorys Nummer. Dann wartete sie das Klingeln ab.

„Hallo?“, nahm sie die verschlafene Stimme von Rory war.

„Halte dich fern von meinen Träumen!“, rief Paris in den Hörer hinein.

„Paris?“, schien sich Rory sicher zu sein, dass sie es war.

Dann legte Paris auf.
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