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Forget me not

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane Simon Lewis
02.07.2021
02.08.2021
9
15.389
9
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
02.07.2021 1.826
 
Dies ist meine erste FF im Shadowhunters Universum. Wie oft ich veröffentlichen kann weiß ich bisher noch nicht. Ich versuche aber 1-2 mal die Woche ein neues Kapitel hoch zu laden. Aktuell habe ich einige vorgeschrieben sodass euch der Lesestoff nicht so schnell ausgehen wird.

Über Feedback und konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen ^^

LG

Eure Lu

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1

„Komm Jace lass uns gehen.“, nur schwer konnte er seine Augen von der rothaarigen lassen, die über das Universitätsgelände lief und sich lachend mit einigen anderen Mitstudenten unterhielt. Es zerbrach ihm fast das Herz sie zu sehen und nicht zu ihr gehen zu können. Sie war nun ein Mundi, kein teil mehr seiner Welt und doch wollte er nichts mehr als sie. Eine Berührung ließ ihn aufschrecken und er sah in die dunklen Augen von Izzy. In ihnen spiegelte sich ein ähnlicher Schmerz wie in seinen eigenen.
„Du weißt das wir nicht zu ihr gehen können.“, er drückte kurz ihre Hand, die noch immer auf seiner Schulter lag.
„Ich weiß.“, er zwang sich dazu sie nicht noch einmal an zu sehen. Nur selten ging er zu ihr, zu sehr zerriss es ihn, doch heute hatte er sie sehen müssen. Sie sah so glücklich aus, so normal. Es gab nicht einen Tag an dem er nicht an sie dachte, nicht einen Nacht in der er nicht von ihr träumte. Manchmal war sie ihm so nah und doch so weit von ihm entfernt. Clary hatte eine leere in ihm hinterlassen, die niemand füllen konnte. Keine Ablenkung war langwierig genug. Selbst die Frauen,, mit denen er sich früher gerne abgelenkt hatte, reizten ihn nicht mehr.
Jace folgte den wippenden locken seiner Schwester, die ihn an der Hand genommen hatte und regelrecht hinter sich her zog.
„Heute Abend ist ein treffen bei Magnus und Alec, Magnus kocht für uns. Komm doch mit?“, er war seiner Familie dankbar das sie versuchten ihm den halt zu geben, den er jetzt brauchte. Er nickte kurz, bis ihm auffiel das sie es nicht sehen konnte.
„Ja.“, Izzy blieb stehen und ließ die Hand ihres Bruders los. Warf ihm einen kurzen mitfühlenden blick zu, ehe er zu ihr aufschloss und sie gemeinsam schweigend zurück zum Institut gingen.



„Du kannst nicht dorthin.“, wütend funkelte Simon ihn an.
„Du weißt nicht was passieren könnte wenn sie dich sieht. Ihre Worte waren klar und deutlich.“, setzte der dunkelhaarige nach.
„Du weißt ganz genau das sie uns nicht sehen kann, das sie mich nicht sehen kann.“, er musste einfach bei ihrer ersten Ausstellung in der Galerie dabei sein.
„Jace wir alle leiden darunter sie nicht sehen zu können. Warum tust du dir das immer wieder an?“, der Schattenjäger wand sich von seinem gegenüber ab und räumte die Stöcke weg, mit denen sie bis gerade noch trainiert hatten. Sein Atem ging schwer und er wusste nicht ob es an den tränen lag die er versuchte zu unterdrücken oder an dem Training.
„Du weißt genau warum.“, er sprach leise und doch hörte Simon jedes Wort laut und deutlich.
„Was ist wenn sie dich doch bemerkt? Was glaubst du würden die Engel dann mit uns allen tun?“
„Was soll es schon schlimmeres geben, als das was sie uns jetzt damit antun.“, Wut flammte in ihm auf und er drehte sich ruckartig um, erdolchte sein gegenüber regelrecht mit seinen Blicken. Immer wieder hatten sie sich über das Thema gestritten und Simon seufzte. Jace war so stur. Verstand er denn nicht was alles auf dem Spiel stand? Auch er vermisste Clary mehr als alles andere, dennoch hielt er sich an ihre Anweisung. Zumindest meistens. Nur Izzy wusste Bescheid das er sie ebenso aus der ferne beobachtete wie Jace. Er war ein scheinheiliger Lügner, doch wenn er seinen Freund endlich von seinem Selbstzerstörungstrip befreien konnte würde er weiter lügen. Denn nichts anderes tat Jace. Er zerstörte sich Systematisch selbst mit seinem verhalten.
„Ach vergiss es.“, noch immer Wütend ging Jace an ihm vorbei und ließ Simon alleine in dem Trainingsraum zurück.



Ein wenig nervös lief sie durch die Gäste und hielt ein wenig Smalltalk. Gab Informationen zu ihren Bildern und platzte innerlich fast vor Glück. Ihre Bilder schienen gut anzukommen und sie hatte schon den ein oder anderen Interessenten, der ihr eine nicht gerade geringe Summer für eines der Kunstwerke geboten hatte.
Die besten Studenten durften einmal im Jahr eine Ausstellung auf dem Gelände der Universität veranstalten und sie hatte das Glück gehabt an einer solchen Ausstellung teilnehmen zu dürfen. Es war irgendwie ein seltsamen Gefühl das andere, außer ihre Studienkollegen und Lehrer, ihre Bilder zu Gesicht bekamen. Ein wenig unruhig ließ sie ihren Blick durch den Raum schweifen, nachdem sie ein kurzes Gespräch mit einer Frau beendet hatte. An einer Säule lehnte ein Mann. In seinem Blick lag etwas seltsames, etwas das sie nicht erklären konnte. Doch das seltsamste waren seine Augen. Sie hatte Zeichnung von genau diesen Augen. Wie konnte das sein? Sie beobachtete ihn wie er sich stirnrunzelnd umsah und ein seltsames Gefühl durchzuckte sie. Sie musste mit ihm reden, musste zu ihm gehen. Es war wie ein innerer zwang.
„Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken.“, Jace glaubte nicht was er da von ihr hörte.
„Du kannst mich sehen?“, würde nun die strafe folgen, vor der Clary sie alle gewarnt hatte?
„Na klar kann ich dich sehen.“, verwundert sah die rothaarige ihn an. War der Kerl verrückt?
Er konnte es einfach nicht glauben. Es war ein Fehler gewesen hier her zu kommen. Es war ein Fehler sie unbedingt sehen zu wollen. Er musste hier weg musste sie vor dem schützen, was nun unweigerlich kommen würde. Fluchtartig wand er sich ab, vorbei an den nichts ahnenden Menschen die weiterhin mit ihren Belanglosigkeiten beschäftigt waren.
Verwundert blieb Clary stehen und sah den breiten schultern hinterher, die die Galerie verließen. Wieder durchzuckte sie ein Bild. Sie sah sich und ihn auf einem Dach stehen. Die lichter New Yorks glitzerten zu ihnen herauf. Er sah sie mit dem selben Blick an, mit dem er sie vorhin schon angesehen hatte. Irgendwie hatte sie das Gefühl sie würden sich kennen. Eilig lief sie hinter ihm her, als er um die ecke verschwand. Rempelte dabei jemanden an und entschuldigte sich ohne zurück zu sehen. Kalte Nachtluft umfing sie, als sie ihm in die Gasse folgte.
„Hey.“, warum blieb er nicht stehen?
„Hey, ich rede mit dir.“, Jace blieb stehen und schloss kurz die Augen. Tief atmete er durch und wappnete sich vor dem, was er jetzt tun musste. Wenn sie ihn schon sah dann musste er ihr deutlich machen das dies das letzte mal war. Vielleicht würden die Engel sie dann nicht bestrafen. Vielleicht war es nicht zu spät. Ihre schritte kamen näher,  hallten laut von den Steinwänden wieder. Langsam wand er sich zu ihr um und sah in ihre fragenden grünen Augen. Sie so dicht vor sich zu sehen riss ihn fast auseinander. Ihr Geruch wehte leicht zu ihm herüber und er hätte nichts lieber getan als sie zu packen und fest an sich zu drücken. Würde am liebsten sein Gesicht in ihrem wilden Haar vergraben und sie nie wieder los lassen.
Nur wenige schritte entfernt blieb sie vor dem blonden Mann stehen. Sein Ausdruck hatte etwas verzweifeltes und sie zögerte kurz. Entweder war er oder sie verrückt. Eine andere Erklärung konnte es für Clary nicht geben. Konnte sich nicht erklären woher diese Anziehungskraft kam.
„Ich kenn dich doch von...von irgendwoher?“, fragte sie fast zögerlich. Selbst in ihren eigenen Ohren hörten sich diese Worte seltsam an.
„Nein, ich denke nicht.“, es tat weh diese Wort auszusprechen.
„Doch...Doch. Ich kenn dich definitiv. Ich...Du bist Jace richtig?“, woher kannte Clary seinen Namen? Bis vor wenigen Augenblicken hatte sie nicht mal mehr gewusst das diese Augen existierten, die jetzt auf sie herab sahen. Augen in denen ein Chaos an Gefühlen zu herrschen schienen. Doch was war der Grund?
„Ja.“, er konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Hatten die Engel vielleicht endlich vergeben?
„Ja.“, wiederholte sie seine Worte und kam sich wie eine Idiotin vor.
„Ja, ich bin Jace.“, ein Gefühl des Glücks rauschte durch seine Adern. Würden sie endlich eine Chance bekommen glücklich zu werden? Oder war das nur ein kurzer Moment um ihn nur noch mehr zu quälen?
„Ich bin Clary.“, ja, sie war eindeutig eine Idiotin. Zumindest war die rothaarige sich da nun sicher. Doch sein lächeln war das schönste, das sie je gesehen hatte. Und sie wollte es erneut sehen. Wollte ihn erneut zum lächeln bringen und wenn sie sich dafür zur größten Idiotin der Welt machen musste. Eine schwarze Zeichnung an seinem Hals erweckte ihre Aufmerksamkeit. Zögernd streckte sie die Hand danach aus und Jace wand den Blick von ihr ab. Was sollte er jetzt sagen? Er konnte ihr nicht sagen das es eine Rune war, das er ein Schattenjäger war und sie eigentlich ein teil seiner Welt.
Vorsichtig berührte sie seine warme Haut und strich mit den fingern über die Linien. Spürte seinen rasenden Puls unter ihren Fingerspitzen. Wieder waren da Bilder in ihrem Kopf, die sie nicht einordnen konnte und sie sah zu ihm auf. Die Erkenntnis traf sie wie ein schlag. Sie taumelte leicht zurück und Jace griff nach ihr, bewahrte sie so vor einem Sturz.
„Jace.“, flüsterte sie fast und ihre Hand berührte seine Wange. Er war Jonathan Christopher Harondale, die liebe ihres Lebens. Er war ein Schattenjäger, genauso wie sie einer gewesen war.
„Clare?“, sie fühlte sich irgendwie erwischt und befreite sich aus den Armen, in denen sie sich gerade noch befunden hatte. Arme in die sie am liebsten wieder zurück kehren würde.
„Nicolas.“, sie drehte sich zu dem jungen Mann um, der gerade um die ecke kam. Wieder wurde ihr schwindelig. Das war zu viel, das war alles zu viel. All diese Bilder und Gefühle drohten ihren Kopf zum platzen zu bringen.
„Was ist los?“, besorgt griff der brünette nach ihrem Arm und stütze sie.
„Kopfschmerzen.“, erwiderte sie nach einigem Zögern.
„Vielleicht ist das der Stress der letzten Wochen.“, fürsorglich strich er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und klemmte sie hinter ihr Ohr. Jace hätte den Typen am liebsten von seiner Clary gestoßen, doch er hatte kein recht dazu. Sie hatte sich ein Leben ohne ihn aufgebaut und das musste er akzeptieren. Egal wie sehr er sie liebte. Egal wie sehr er sie brauchte.
„Was wollten sie von ihr?“, Nicolas sah misstrauisch zu seinem gegenüber, der ein Stück größer war als er selbst.
„Schon gut, ich kenne ihn von früher.“, beruhigend legte Clary ihre Hand auf seinen Arm und sofort galt seine Aufmerksamkeit der jungen Frau, die erneut gefährlich schwankte.
Er ertrug es nicht mehr sie so zu sehen und wand sich von den beiden ab. Er musste  hier weg. Brauchte platz um atmen zu können.
„Jace.“, er war nur wenige schritte gekommen, als er ihre zarte stimme hörte. Nur kurz stockten seine schritte, ehe er weiter ging. Traurig sah Clary ihm hinterher, bis Nicolas sie bestimmt zurück in die Galerie führte.
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