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Zweikampf um die Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Werder Bremen
01.07.2021
21.10.2021
24
62.723
10
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
29.07.2021 2.894
 
Es war gut, dass sie es ausgesprochen hatten, jetzt konnten sie ganz offen miteinander umgehen.

Maxi sah über Jojos Schulter hinweg zu Marco. Marco war echt ein richtig toller Typ. Locker, fröhlich, freundlich - und schwul. Und gut aussehen tat er auch noch. Er verstand schon, was Jojo so anziehend an ihm fand. Wenn sein kleiner Bruder nicht wäre... dann könnte er sich auch an Marcos Seite vorstellen. Maxi schluckte. Darüber sollte er lieber nicht nachdenken. Im Gegenteil sollte er den Gedanken ganz weit von sich schieben.

„Alles ok?“ fragte Jojo plötzlich leise.

„Ja, klar. Ist schön, dass wir zusammenhalten.“

„Immer“, sagte Jojo und lächelte seinen Bruder an.

„Ja, immer“, bestätigte auch Marco und zog Jojo enger an sich.

Diesmal konnte Jojo nicht anders und schmiegte sich leicht an Marco.

Ganz leicht streichelte Marco seine Seite, dann ließ er Jojo wieder los.

„So, genug gekuschelt. Ich habe Hunger“, verkündete er.

„Okay, und was wollen wir essen?“, fragte Maxi, „und wo?“

„Moment“, sagte Jojo und holte die Karte aus seinem Rucksack, die er im Hotel bekommen hatte.

„Ah, der Mann kenn sich aus“, scherzte Marco. „Dann zeig mal her.“

„Ich bin nur gern vorbereitet“, grinste Jojo und faltete die Karte auseinander.

„Also, hier geht es die Straße runter, dann hier lang... und hier in dem Dorf gibt es ein paar Restaurants und so.“

„Dann gucken wir uns das doch mal an“, sagte Maxi.

Jojo nickte und ging zu seinem Roller.

Marco und Maxi packten schnell zusammen und folgten ihm dann.

Jojo hatte die Karte gut studiert und führte sie sicher in das Dorf und dort in eine Gasse, in der sich mehrere Restaurants befanden.

„Das da vorn?“ schlug Marco vor.

„Ja, das sieht gut aus - und da drüben können wir die Roller abstellen.“

Schnell stellten die drei ihre Roller ab und betraten dann das kleine Restaurant.

Freundlich wurden sie begrüßt und zu einem Tisch geführt, und kurz darauf hielten sie schon ihre Karten in den Händen.

„Das klingt alles so gut“, sagte Marco.

„Dann lass uns doch mal ein paar Sachen bestellen und dann rumprobieren“, schlug Marco vor.

„Dann lass uns doch mal ein paar Sachen bestellen und dann rumprobieren“, schlug Maxi vor.

„Gute Idee“, stimmte Jojo sofort zu.

Also suchten sie verschiedene Speisen heraus und bestellten sie auf einer großen Platte, von der aus sie sich bedienten.

Auch diesmal gönnten sie sich einen Nachtisch und zwar griechischen Joghurt mit Honig und Walnüssen.

„Hach, in das Zeug könnte ich mich reinlegen“, murmelte Jojo.

„Tu dir keinen Zwang an. Joghurt soll ja auch sehr gut für die Haut sein“, grinste Marco ihn an.

Jojo stockte, dann lachte er. „Dafür ist es aber echt zu schade.“

„Aber es würde so lustig aussehen“, sagte Maxi.

„Du willst mich in griechischem Joghurt baden sehen?“

Maxi nickte. „Und dann mach ich davon Fotos und stell sie auf Instagram.“

„Marco, schütze mich mal vor dem!“

„Aber... es wäre schon ganz lustig.“

„Wäre es gar nicht“, schmollte Jojo.

„Schade“, lachte Maxi. „Dann baden wir alle lieber nachher ganz klassisch im Meer.“

„Ja, das machen wir. Wir finden bestimmt eine schöne Bucht.“

„Wollen wir zahlen und mal gucken, was hier so in der Nähe ist?“ schlug Marco vor.

„Ich habe ja meine Karte“, nickte Jojo sofort. Maxi stand auf und zahlte für alle drei, während Jojo schon die Karte rausholte und nach einer einsamen Bucht suchte.

„Das hier könnte was sein, oder?“ überlegte Marco und deutete auf eine bestimmte Stelle.

„Ja, das sieht gut aus, da ist kaum was drum rum, das wird leer sein.“

„Dann los.“

„Maxi? Los geht’s!“, rief Jojo ihm zu und ging mit Marco schon mal raus.

Wenig später kam auch Maxi nach draußen und sie gingen gemeinsam zu den Rollern.

Die Bucht, die sie ausgesucht hatten, lag im Norden, ein wenig abseits, und tatsächlich waren hier kaum Leute.

„Schade, keine sexy Beachboys in Sicht“, grinste Maxi, als sie sich eine Stelle am Strand aussuchten, um ihre Handtücher hinzulegen.

„Jetzt sind wir die sexy Beachboys“, beschloss Marco.

„Dann zeig mal, was du hast“, forderte Maxi ihn auf.

„Hast du noch nie geguckt?“

„Wenn wir mit der Mannschaft unterwegs sind, ist das tabu“, sagte Maxi. „Wäre doch peinlich, wenn ich jedes Mal, wenn ich unter die Dusche gehe nen Ständer krieg, weil so viele heiße Kerle um mich rum sind.“

„Okay, dann darfst du jetzt“, nickte Marco und begann sich auszuziehen.

Sowohl Maxi als auch Jojo hielten in ihrem tun inne und verfolgten dafür gebannt jede von Marcos Bewegungen.

Dass er ein gut aussehender Mann war, war ihnen ja schon klar gewesen, aber… auch unten rum war er wirklich… gut gebaut.

„So, jetzt will ich aber auch was zu gucken haben“, sagte Marco und drehte sich grinsend zu Jojo und Maxi.

Jojo zögerte nur kurz, während Maxi schon begann sich auszuziehen. Erst das Shirt, recht langsam, dann die Shorts.

Marco nickte zufrieden. „Ok, ihr seid sogar besser als die beiden Typen von gestern.“

Maxi lächelte, während Jojo ein wenig rot wurde.

„Und jetzt... ab ins Wasser?“ schlug Marco vor.

„Ja, ab ins Wasser“, stimmte Jojo zu, ihm war es nur recht, so schnell wie möglich dieser Situation zu entkommen.

Es war eine Sache, dass Marco nun wusste, dass er auf Männer stand, aber er hatte immerhin noch keine Ahnung, dass Jojo auf ihn stand.

Natürlich sollte er das erfahren, aber nicht jetzt sofort.

Er musste erstmal nachdenken, wie er es Marco sagen wollte.

Vielleicht am Abend? Wenn sie gemütlich zusammensaßen?

Natürlich ohne Maxi, den musste er also bitten sich irgendwie unauffällig zurückzuziehen.

Jetzt aber erst einmal da Wasser genießen, das klar und blau und angenehm warm um ihn herum war.

Die drei schwammen eine Weile, bis Maxi zurück zum Ufer schwamm. „Ich habe nen Wasserball zum aufblasen dabei!“ rief er dabei Marco und Jojo zu.

„Gut ausgerüstet, dein Bruder“, bemerkte Marco und grinste Jojo an.

„Ja, er hat seine Momente. Dafür muss ich immer Ersatzladekabel für ihn einpacken, die er vergisst er sonst überall.“

Marco lachte. „Ihr haltet gut zusammen.“

„Klar tun wir das.“

„Und er kümmert sich um dich. Also… so wie halt ein großer Bruder es macht.“

Jojo nickte. „Ja. Ist schon echt toll, dass ich die Gelegenheit habe soviel Zeit mit ihm zu verbringen. Und wir ja hoffentlich auch noch die nächsten Jahre zusammen bei Werder spielen werden.“

„Ja, das hat mich auch gefreut. Dass die ganze Mannschaft so weit zusammengeblieben ist – mal abgesehen von Max.“

„Max wird uns aber schon ziemlich fehlen. Wir haben mit Lücke zwar nen richtigen Stürmer bekommen, aber das ist kein Ersatz für Max“, sagte Jojo.

„Flo sagt ja, wir werden so flexibler. Und ein Trainer hat immer recht.“

„Na wenn Flo das sagt, wird das schon stimmen“, lachte Jojo. „Aber Max wird ja auch außerhalb des Spielfelds fehlen. Er ist schon ne coole Socke.“

„Klar, aber die Lücke werden wir auch füllen.“

„Was hat Lücke wieder angestellt?“ fragte Maxi, der in diesem Moment mit dem aufgeblasenen Wasserball zu ihnen kam.

Jojo lachte los. „Lücke wird die Lücke füllen!“

Auch Marco und Maxi mussten darüber lachen. „Du kennst Lücke noch gar nicht, oder?“ fragte Maxi dann Marco.

Marco schüttelte den Kopf. „Natürlich von Erzählungen, und wir haben mal gegeneinander gespielt. Aber da lernt man ja niemanden kennen.“

„Ist ein toller Typ. Ich freu mit total, dass er wieder zu uns kommt“, sagte Maxi.

„Bin mal gespannt auf ihn. Habe auch nur Gutes über ihn gehört.“

„Ihr werdet euch gut verstehen“, meinte Jojo. „Aber Niklas ist eh ein Typ, mit dem man sich gut verstehen muss.“

„Ja, sowas habe ich auch schon gehört.“

„So, wollen wir dann mal ein bisschen mit dem Bällchen hier spielen?“ fragte Maxi.

„Klar“, stimmte Marco sofort zu und schwamm ein wenig von den beiden weg.

Auch Jojo schwamm auf eine Position ein Stück entfernt und drehte sich dann in Richtung seines Bruders. „Dann leg mal los.“

Gleich warf Maxi den Ball, und ein spannendes Spiel ohne wirkliche Regeln war im Gange.

Erst als sie völlig ausgepowert waren, schwammen die drei zurück an den Strand und ließen sich erschöpft auf ihre Handtücher fallen.

„Herrlich“, schwärmte Marco, „einfach herrlich.“

„Oh ja, das war richtig gut“, sagte Maxi.



„Es ist richtig gut. Hier zu liegen, in der Sonne...“

„Liegen und nichts tun“, sagte Jojo mit geschlossenen Augen.

„Hmm“, machte Marco träge

Maxi grinste und schloss ebenfalls die Augen.

So lagen sie schweigend beieinander und genossen die Sonne. In ihnen arbeitete es aber auch - Marco dachte an das Gespräch mit Maxi, Jojo daran, dass Marco schwul war - und Maxi daran, dass Marco einfach verdammt gut aussah.

Es war schon später Nachmittag, als die drei sich schließlich wieder auf den Rückweg machten.

Mit einem kleinen Umweg durch einige Dörfer fuhren sie zurück zum Hotel und gaben nebenan ihre Roller ab.

„Wow, bin ich erledigt“, sagte Jojo als sie das Hotel betraten.

„War aber auch ein echt toller Tag“, meinte Marco.

„Genauso sollte es im Urlaub ja sein“, lächelte Maxi.

„Dieser Tag war schon besonders schön...“, meinte Marco.

„Weil wir jetzt voneinander wissen.“

„Ja, deswegen. Ist ungewohnt, mal einen Kerl anzugucken und es auch zu dürfen.“

„Ungewohnt aber schön“, grinste Maxi.

„Ja, sehr schön. Hm - wenn wir demnächst am Strand sitzen und gucken, was für Typen so vorbeikommen...“

„Sabbern wir zu dritt?“ fragte Jojo mit einem schiefen Grinsen.

„Ja, zu dritt sabbern klingt doch gut. Hier sind ja schon so einige ansehnliche Männer unterwegs.“

Jojo nickte leicht, auch wenn es für ihn nur Marco gab.

„Wobei wir drei natürlich mit Abstand die ansehnlichsten sind.“

„Ganz klar. Wie sieht’s aus, gehen wir schnell duschen und treffen uns dann zum Abendessen?“

„Ja, sollten wir wohl. Halbe Stunde“. schlug Maxi vor.

Jojo und Marco nickten. „Also Marco und ich treffen uns in einer halben Stunde und du kommst wie immer fünf bis zehn Minuten zu spät“, grinste Jojo seinen Bruder an.

„Pah“, machte Maxi und stieß ihm mit den Ellenbogen in die Rippen.

„Ist doch so“, lachte Jojo.

„Gar nicht!“, protesteierte Maxi.

Marco lachte und schob die beiden zur Treppen. „Geben wir Maxi doch nen Anreiz um pünktlich zu sein.“

„Du hast da eine Idee?“

„Mir fällt da schon was ein.“

„Okay... aber meinst du, es hilft, wenn er es vorher nicht weiß?“

„Ähm... nein, vermutlich nicht“, sagte Marco. „Aber ich brauch Zeit um kreativ zu sein.“

„Also gibt es eine tolle Überraschung, wenn er pünktlich ist?“

„Oh das ist noch viel besser“, nickte Marco und sah Maxi an. „Hörst du? Du bekommst eine Überraschung, wenn du pünktlich bist!“

Maxi warf seinem Bruder einen unleserlichen Blick zu, dann nickte er. „Ich bin mal gespannt.“

„Dann los Männer, ab zum duschen und umziehen“, sagte Marco und zückte seine Zimmerkarten.

Die anderen beiden machten es ihm gleich, und sie betraten ihre Zimmer gleichzeitig.

in seinem Zimmer ließ sich Maxi auf sein Bett fallen. Es war alles super gelaufen. Sein Gespräch mit Marco, das Outing... und trotzdem fühlte er sich... seltsam.

Es lag an Marco - denn der war wirklich ein ausgesprochen interessanter Typ. Und er selbst würde als drittes... fünftes Rad am Wagen enden, wenn alles glattging.

Das wäre nicht so schlimm gewesen, schließlich gönnte er Jojo sein Glück, aber... irgendwas hatte sich an seinen Gefühlen für Marco geändert.

Er hatte nur kurz versucht ihn mit Jojos Augen zu sehen und dabei bemerkt, was für ein toller Mann er doch war.

Maxi schüttelte den Kopf. Offenbar war ihm die Hitze zu Kopf gestiegen. Er kannte Marco jetzt schon eine ganze Zeit und er war bisher nur ein Kumpel gewesen. Und nur, weil er jetzt wusste, dass Marco schwul war, stand er plötzlich auf ihn?

Das war doch totaler Unsinn - Marco war noch immer ein netter Kerl, mehr nicht.

Außerdem war sein kleiner Bruder doch in ihn verliebt.

Er würde den Teufel tun und sich da einmischen!

Seufzend stand Maxi auf und ging ins Bad um sich abzuduschen.

Das Wasser tat gut, und sein Duschgel roch wirklich gut.

Nicht so gut wie Marco, schoss es ihm durch den Kopf.

Schnell schüttelte er den Kopf, das sollte er auf keinen Fall denken!

Maxi drehte das Wasser ganz kalt und hoffte, dass die ungebetenen Gedanken so verschwanden.

Es dauerte etwas, und er war ziemlich durchgefroren, als er beschloss, dass es reichte.

Bestimmt würde er jetzt wieder zu spät kommen, aber das war ihm egal.

Würde er Marcos Überraschung nicht erfahren - war sicher auch nichts Besonders.

Überhaupt sollte er Jojo und Marco mal ein bisschen Zeit für sich geben.

Also sollte er sich noch etwas mehr Zeit lassen.

In diesem Moment klopfte es allerdings an seiner Zimmertür.

„Komme ja schon“. rief er raus und zog sein Shirt über.

Dann öffnete er die Tür.

Marco - ausgerechnet Marco - stand davor. „Ich glaub, das ist dein Rekord. 15 Minuten!“

„Echt?“ fragte Maxi mit einem schiefen Grinsen.

„Ja, beeindruckend. Also kommst du jetzt?“

„Klar doch“, sagte Maxi und folgte Marco nach draußen auf den Flur.

Jojo schüttelte den Kopf. „Du warst ja schon fertig...“

„Ich habe nur etwas länger geduscht“, sagte Maxi.

„Okay... also runter“, nickte Jojo.

Die drei gingen nach unten und suchten sich wieder einen Platz auf der Terrasse.

Wieder fanden sie einen Tisch mit Blick aufs Meer, und machten es sich erstmal gemütlich, bis die Bedienung nach ihren Getränkewünschen fragte.

„Gönnen wir uns so nen leckeren Cocktail?“ fragte Marco.

„Oh ja, das ist ne gute Idee“, nickte Maxi. „Der gestern war sehr lecker.“

Auch Jojo nickte und so bestellten sie drei von den leckeren Cocktails.

Dann erhoben sie sich und sammelten ihr Abendessen am Buffet zusammen.

„Ist alles ok mit dir?“ wisperte Jojo seinem Bruder ins Ohr.

„Ja, klar...“, nickte Maxi überzeugend

Jojo legte ihm eine Hand auf den Rücken. „Du bist so komisch.“

„Müde, irgendwie“, suchte Maxi offensichtlich nach einer Ausrede.

Jojo nickte. „Ich auch.“

„Dann muss ich heute alleine die Clubs unsicher machen?“

„Du willst die Clubs unsicher machen?“ fragte Jojo erstaunt.

„Quatsch. Ohne euch bestimmt nicht.“

„Wir können ja überlegen, ob wir das morgen mal machen wollen.“

„Ich würde gern abends mal ausgehen“, meinte Marco.

„Dann machen wir das“, sagte Maxi.

„Schön. Bestimmt findet unser Pfadfinder Jojo da auch eine tolle Location.“

„Ich... ähm ich habe schon geguckt“, sagte Jojo mit einem schiefen Grinsen.

„Allzeit bereit, was?“, lachte Marco.

„Naja, man muss sich ja vorbereiten.“

„Ich find’s gut, dann muss ich mich nicht darum kümmern. Ich würde bestimmt irgendeine üble Spelunke auswählen.“

„Ich habe zwei Clubs rausgesucht. Ein normaler und ein... anderer“, murmelte Jojo.

Maxi grinste. „Ein... anderer? Wie anders? Ein veganer Club? Oder einer, in dem die Frauen Federboa tragen?“

„Nein, einer, in dem frechen, großen Brüdern der Mund verboten wird“, brummte Jojo.

„Sei mal ein bisschen locker, Jojo“, meinte Maxi und strubbelte ihm durch die Haare.

„Das sagst du so einfach. Außerdem habe ich ja immerhin so einen Club rausgesucht, weil... weil uns hier ja keiner kennt und so...“

„Ich find’s schön, dass du so einen Club ausgesucht hast.“, mischte sich Marco ein. „Wir haben ja sonst nie die Chance zu sowas.“

Inzwischen waren sie wieder an ihrem Tisch angekommen und setzten sich. „Ich find’s auch schön“, sagte Maxi. „Ich war bisher auch nur ein einziges Mal in so einem Club. In Holland.“

„Und ich war dir zu klein, und deswegen hast du mich nicht mitgenommen.“

„Das wir toll werden“, freute sich Marco.

„Wir drei mischen einen Club auf?“

„Und ein paar hübsche Griechen“, grinste Marco.

„Die können tatsächlich sehr hübsch sein“, meinte Maxi.

„Klar. Wir haben ja immerhin auch so ein nettes Exemplar bei uns im Verein“, lachte Marco.

„Ja, Stefanos ist ein gutes Beispiel“, nickte Maxi

„Ich glaube, ich muss dann morgen aber noch mal shoppen“, sagte Marco nachdenklich.

„Keine clubkompatiblen Klamotten dabei? Eine Shoppingtour würde mir aber auch gut gefallen“, stimmte Maxi zu,

„Ja mir auch“, sagte Jojo.

„Dann haben wir ja einen Plan für morgen - einkaufen und dann in den Club und feiern.“

Jojo nickte und bemühte sich Marco nicht zu sehr anzustrahlen. Hoffentlich fand er morgen den Mut, Marco im Club zum Tanzen aufzufordern.

Das wäre doch mal eine tolle Möglichkeit ihm näher zu kommen.

Maxi grinste ihn über den Tisch hinweg an. Vermutlich ahnte sein Bruder, was in seinem Kopf vorging.

„So, will noch jemand Nachtisch?“, fragte Marco, der inzwischen aufgegessen hatte.

„Ja“, sagten Maxi und Jojo sofort.

Wieder entschieden sie sich für Joghurt mit Honig, diesmal jedoch mit Früchten.

Danach saßen sie noch eine ganze Weile auf der Terrasse und tranken noch einen Cocktail, diesmal wieder ohne Alkohol.

Jojo fühlte sich vom ersten Cocktail schon ziemlich angeduselt, mehr brauchte er wirklich nicht.

„Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin müde“, sagte Marco schließlich.

„Ich auch“. meinte Jojo und musste dann demonstrativ gähnen.“

Maxi lachte auf. „Ja, das sieht man. Aber da es morgen im Club ja bestimmt später wird, können wir heute ruhig früher schlafen gehen.“

„Ja, das ist gut“, nickte Jojo und stand auf. Er war wirklich müde.

Auch Marco und Maxi standen auf und die drei gingen nach oben. „Treffen wir uns morgen wieder um halb 10?“

„Ja, halb zehn ist gut. Und Maxi“, sah Marco ihn an. „Pünktlich.“

„Ich bin immer pünktlich!“

„Außer im Urlaub.“

Maxi schnaubte. „In meiner Zeitrechnung bin ich auch im Urlaub pünktlich.“

„Und lässt uns warten“, murrte Jojo.

„Das macht ihr doch gern.“

„Nein“, stellte Jojo fest. „Der Flur ist nicht sonderlich interessant.“

Maxi verdrehte die Augen. „Ok, ich bin morgen pünktlich. Und jetzt gute Nacht ihr beiden.“

„Gute Nacht“, wünschten die anderen und gingen in ihre Zimmer.
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