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Zweikampf um die Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Werder Bremen
01.07.2021
21.10.2021
24
62.723
10
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.07.2021 2.849
 
Jojo schlug die Augen auf. Er fühlte sich angenehm erholt, sehr erholt sogar. Es war Urlaub, und er konnte so lange schlafen wie er wollte Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass es kurz nach neun war.

Das hieß, er musste langsam aufstehen, wenn er pünktlich sein wollte. Er streckte und reckte sich noch einmal, dann rutschte er aus dem Bett. Er sprang kurz unter die Dusche und machte sich dann fertig.

Schnell eines von den neuen Shirts übergezogen, Shorts dazu und Sandalen, und dann war er schon fertig. Er sah wieder auf die Uhr und nickte zufrieden. Er hatte noch genau fünf Minuten. Also noch etwas Deo und etwas für die Haare getan, dann ging er raus vor seine Zimmertür.

Natürlich war er schon wieder der Erste. Manchmal fragte er sich, ob die anderen überhaupt die Uhr richtig lesen konnten. Bei seinem Bruder bezweifelte er das jedenfalls ernsthaft. Er lehnte sich mit dem Rücken an die Wand zwischen zwei Zimmertüren und wartete ungeduldig.

Schließlich hörte er eine Tür klappen und Marco trat zu ihm. „Morgen Jojo.“

„Hey, Morgen“, antwortete Jojo ein wenig nervös.

„Na, gut geschlafen?“

„Klar - du auch?“

Total super. Wenn ich mein Fenster aufmache, dann höre ich das Meer. Habe geschlafen wie ein Baby“, grinste Marco.

„Das ist wirklich toll“, nickte Jojo. „Und es riecht auch so schön.“

„Ich glaube morgen steh ich früher auf und geh noch vor dem Frühstück ne Runde schwimmen.“

„Das klingt richtig gut, ich glaub, ich komme mit.“

„Und wollen wir deinen Bruder auch mitnehmen?“

„Ich fürchte, er wird sauer, wenn wir ihn hierlassen.“ Dabei würde Jojo viel lieber ohne Maxi schwimmen gehen. Vielleicht begriff der das ja und blieb im Bett.

„Wo ist Maxi überhaupt?“

„Der ist noch nicht aufgetaucht. Pennt wohl noch, oder macht sich schön.“

„Noch eine Minute dann holen wir ihn.“

„Du klopfst hier, ich an der Balkontür?“

Marco lachte. „Guter Plan.“

Jojo grinste ihn an - und hoffte tatsächlich, dass Maxi nicht pünktlich war.

In diesem Moment öffnete sich allerdings Maxis Zimmertür und sein Bruder kam heraus.

„Ah, guten Morgen“, grüßte Jojo ihn fröhlich.

„Morgen ihr beiden“, sagte Maxi gut gelaunt.

„Du wirkst ausgeschlafen“, grinste Marco ihn an.

„Bin ich. Ich habe fantastisch geschlafen!“

„Dann können wir ja zum Frühstück runter.“

„Ich warte nur auf euch“, grinste Maxi.

„Pah“. machte Jojo und ging los nach unten.

Marco und Maxi folgten ihm lachend.

„Terrasse?“, fragte er, als sie im Frühstücksbereich angekommen waren.

„Oh ja, super Idee“, sagte Jojo.

„Also erst ans Buffet, und dann in die Sonne.“

Die drei machten sie auf den Weg zum Buffet und luden sich hier ihre Teller voll, ehe sie sich einen Platz auf der Terrasse suchten.

„Da drüben“, deutete Jojo auf einen freien Tisch mit Blick aufs Meer.

„Dein Bruder hat nen guten Geschmack“, sagte Marco zu Maxi.

Maxi grinste. „Ich weiß.“

„Und ich hör euch“, sagte Jojo und setzte sich.

„Immerhin haben wir nett über dich geredet.“

„Ja, deshalb dürft ihr euch ja auch zu mir an den Tisch setzen.“

Marco und Maxi setzten sich und begannen zu frühstücken. Eine junge Frau brachte ihnen Kaffee.

„Dann lasst es euch mal schmecken“, sagte Maxi.

Die anderen beiden nickten nur und aßen hungrig.

Nachdem sie sich noch einen Nachschlag geholt hatten fragte Jojo: „Was machen wir denn heute?“

„Nichts zu Aufregendes. Vielleicht irgendwas angucken?“, schlug Maxi vor.

Marco nickte. „Ja mal ein bisschen die Umgebung checken und gucken wo was ist.“

„An der Rezeption können sie uns sicher Tipps geben“, überlegte Jojo.

„Wollen wir dann gleich los?“ fragte Maxi.

Sofort erhoben sich die anderen beiden und grinsten ihn an. „Komm mit, ehe es zu warm wird.“

„Erst trödeln und dann treiben, das haben wir ja gern“, brummte Maxi und stand auf.

„Wir müssen die Zeit ja irgendwie wieder aufholen“, meinte Marco nur und ging vor zur Rezeption. Die freundliche Dame empfahl ihnen sich Motorroller zu mieten und die Insel so zu erkunden – besonders sehenswert wären der Leuchtturm und die bekannten Windmühlen.

„Machen wir das?“ fragte Jojo mit leuchtenden Augen. Er liebte Leuchttürme, schon immer. Bei jedem Urlaub mit ihren Eltern musste wenigstens einmal ein Leuchtturm besichtigt werden, damit er glücklich war.

„Klar, Kleiner“, lächelte Maxi und strubbelte ihm liebevoll durch die Haare.

„Ey, meine Frisur!“ rief Jojo empört.

„Deine Haare sind so kurz, das ist keine Frisur.“

„Oh böser Fehler“, grinste Marco als er Jojos Blick sah.

„Meine Haare sind perfekt so, wie sie sind“, fauchte Jojo.

„Die Roller Jungs“, lachte Marco und wandte sich wieder an die nette Dame. „Wo können wir die Roller denn leihen?“

Kurz erklärte sie den Weg zum Rollerverleih, der sich nur wenige Meter weiter befand.

„Müsst ihr noch was von oben holen?“ fragte Marco und sah Maxi und Jojo an.

„Ja, klar – ich pack schnell meinen Rucksack“, meinte Jojo. „Du nicht?“

„Mhm... was nehmt ihr denn alles mit?“

„Was zu trinken, Kamera, Sonnencreme…“

„Oh ja... ich glaube, dann muss ich auch noch mal hoch“, grinste Marco breit.

„Dann los“, scheuchte Maxi sie, und sie liefen die Treppe hoch und suchten zusammen, was sie so brauchten.

„Wann willst du denn mit Marco sprechen?“ wisperte Jojo Maxi zu, als sie gemeinsam im Flur auf Marco warteten.

„Wenn es sich ergibt, sofort. Ich versuch mal das Gespräch in die Richtung zu lenken“, versprach Maxi.

„Ok“, sagte Jojo und lächelte Maxi dankbar an. „Du bist der Beste.“

„Schon gut“, erwiderte Maxi das Lächeln und strubbelte Jojo wieder durch die Haare. Es war richtig, dem kleinen Bruder zu helfen – gerade auch bei Marco.

Und im Endeffekt hätte er ja auch was davon. Schließlich konnte er dann mit Marco wirklich über alles reden.

Es würde ihm guttun, würde ihnen allen gut tun darüber reden zu können.

Auch für Marco. Der hatte hier in Bremen ja bestimmt niemanden, mit dem er offen reden konnte.

Wenn es überhaupt jemanden gab…

„Erde an Maxi! Wir wollen los, du Träumer!“

„Oh...“, machte Maxi, schulterte seinen Rucksack und folgte den beiden durch das Hotel. Es ging schnell die Roller zu leihen, und dann ging es los über die Insel.

Es war herrlich so mit dem Roller zu fahren. Der Fahrtwind sorgte dafür, dass es angenehm kühl war und die Wege waren ideal um mit den Rollern darauf zu fahren.

Ganz gemütlich und mit einigen Umwegen kamen sie erst zu den Windmühlen, die weiß vor dem tiefblauen Himmel leuchteten.

Hier machten sie eine kleine Pause, um ein paar Fotos zu machen und etwas zu trinken.

Gegen Mittag machten sie Halt in einem Dorf, in dem sie ein paar Snacks auf die Hand aßen, dann fuhren sie zu Jojos Highlight – dem Leuchtturm.

„Dein Bruder mag die echt, oder?“ fragte Marco grinsend.

„Total. Wir haben ein paar Poster in der Wohnung, und in jedem Urlaub müssen wir einen hochklettern.“

Marco lachte leise. „Dann weiß ich ja, womit man ihn glücklich machen kann. Und du? Wofür schlägt dein Herz?“

Überrascht sah Maxi ihn an. Marco wollte Jojo glücklich machen – und ihn auch? „Ich… ähm… Lasagne. Und Schokolade.“

„Das ist ja noch einfacher als bei deinem Bruder.“

„Und was macht dich glücklich?“, fragte Maxi nach.

„Mhm... Fußball, aber das lässt du wohl nicht gelten, hm?“

„Nee, das ist bei uns dreien ja das Highlight.“

„Dann... irgendwie das hier. Mit Freunden was unternehmen. Spaß haben.“

Maxi nickte nicht ganz zufrieden. Das mochte doch jeder, das war nichts Besonderes. Aber vielleicht konnte er das in den nächsten Tagen noch aus Marco rauskitzeln.

Maxi sah kurz zu Jojo, der aber immer noch voll mit dem Leuchtturm beschäftigt war. Das wäre jetzt die Gelegenheit mit Marco über das andere Thema zu sprechen.

Aber konnte er einfach so aus der Luft gegriffen damit anfangen?

„Alles ok?“ fragte Marco.

„Ja, bin nur in Gedanken… Ausflüge mit Freunden kann ja nun nicht alles sein. Was hast du für dreckige Geheimnisse?“, fragte Maxi aus dem Bauch heraus.

„Dreckige Geheimnisse?“ fragte Marco lachend.

„Ja, klar. Wie eine Lasagne- und Schokoleidenschaft.“

„Mhm...“, machte Marco nachdenklich. „Ich ess Lasagne und Schokolade auch gern, so ist das nicht.“

„Und sonst…?“

„Ach, alles Mögliche.“

„Erzähl doch mal, während Jojo den Turm bewundert.“

Marco zuckte mit den Schultern. „Da gibt es einfach nichts so Interessantes zu erzählen.“

„Keine Freundin, keine Leiche im Keller, eine besonderen Interessen - Marco, so langweilig bist du doch nicht.“

Marco lachte leise. „Woher willst du das wissen? Du warst doch noch nie in meinem Keller.“

„Ah, wir kommen der Sache näher“, grinste Maxi breit.

Marco stöhnte auf. „Na da habe ich jetzt was angerichtet. Ich möcht gar net wissen, was du dir jetzt grad in deinem Köpfchen so ausmalst.“

„Eine Gruft mit drei Särgen früherer Gegenspieler, die nachts rauskommen und dich beißen wollen?“, schlug Maxi vor.

„Mhm, wer weiß, vielleicht gefällt mir das ja“, grinste Marco. „Ich liebe jedenfalls gute Vampir- und Horrorgeschichten.“

„Da kommen wir der Sache schon näher. Was ist für dich gut? Und erzählt jetzt nichts von Glitzervampiren!“

„Ähm Glitzer... ach du meinst das Machwerk mit dem schmierigen Robert Irgendwas? Oh nein, das ist Folter und nichts Anderes. Und diese Tussi in der Hauptrolle“, Marco schüttelte sich.

„Schrecklich, ja. Aber was dann? Dracula? H.P.Lovecraft? Steven King?“

Marco nickte. „Alles davon. Glaub mir, ich les und guck alles, was mir davon in die Finger kommt. Wobei ich es schon schön finde, wenn es nicht alles wie bei den klassischen Vampirgeschichten ist. Also Pflock ins Herz, Knoblauch in den Mund und so.“

„Lesen und gucken also. Klingt gut. Jojo mag das auch, ich bin dann eher für die Superhelden. Aber Horror ist auch okay.“

„Guck ich auch“, grinste Marco. „Ich sehe schon, uns stehen ein paar Serien-Abende bevor.“

„Oh ja, das machen wir“, nickte Maxi sofort. Das würde Jojo auch gefallen.“

„Dann mal raus damit: welcher ist dein Lieblingssuperheld?“ fragte Marco.

„The Arrow!“, kam es gleich von Maxi.

Marco nickte. „Ja, gute Wahl. Passend, ich find nämlich Flash super. Und auf den bin ich tatsächlich nur durch Arrow gekommen.“

„Der ist auch cool.“

Maxi biss sich auf die Lippe. Jetzt war der perfekte Zeitpunkt. Er musste nur sowas einstreuen wie „und der sieht besonders sexy in seinem Kostüm aus“ und schon wüsste Marco was los war.

„Und schick ist er auch“, brachte er dann jedoch nur raus. Na, immerhin etwas...

„Schick?“ fragte Marco nach. „Was ist schick?“

„Naja, Flash. In seinem Kostüm.“

„Findest du?“

„Ja, schon...“ Shit, jetzt wurde es schwierig - sollte er weitersprechen oder lieber die Klappe halten?

Marco machte ein undefinierbares Geräusch und sah Maxi ein wenig unsicher an.

Vermutlich war er jetzt auf dem richtigen Weg... hoffte er. „Irgendwie... ist halt ein gut aussehender Typ, und er... zeigt... wie gut... in seinem... Kostüm...“ Verdammt, er sollte nicht stottern!

„Mhm. Ja. Ist er. Arrow auch“, sagte Marco nach einem Moment.

Maxi nickte leicht. „Irgendwie... sexy?“, fragte er vorsichtig.

„Ja“, sagte Marco leise. „Sehr sexy.“

Maxi lächelte ihn jetzt aufmunternd an. „Ja, sehr sexy“, wiederholte er sicherer.

„Du... du hast gestern gesehen, wie ich die beiden Jungs angeguckt habe, oder?“ fragte Marco mit einem schiefen Lächeln.

„Die beiden waren auch ziemlich sexy“, nickte Maxi. „War nicht leicht wegzugucken.“

Marco schnaubte. „Trotzdem ein totaler Anfängerfehler...“

„Passiert jedem Mal. Außerdem habe ich schon extra drauf geachtet.“

„Wieso? Ich mein... hattest du vorher schon den Verdacht, dass ich auf Männer stehe?“

„Nein, aber... ich tus ja selbst.“

„Habe ich jetzt fast vermutet“, grinste Marco.

„Ich find’s schön, dass du... zu uns gehörst.“

„Zu uns?“

Maxi nickte leicht. „Wir sind nicht alleine...“

Marco lachte auf. „Du klingst grad wie in einem schlechten Film. Mir ist schon klar, dass wir zwei beiden nicht die einzigen schwulen Fußballer sind.“

„Wir sind auch nicht die einzigen schwulen Fußballer auf dieser Insel.“

Sofort ruckte Marcos Blick zu Jojo, der sich tatsächlich grade auf den Boden legte um den Leuchtturm so zu fotografieren.

Maxi sagte nichts dazu, Marco verstand auch so.

„Wow... das... „

Wieder lächelte Maxi nur.

„Weiß dein Bruder, dass du ihn hier grade outest?“ fragte Marco nach einem Moment.

„Er hat auf jeden Fall nichts dagegen.“

„Hm... Jojo!“ rief Marco.

„Moment“, rief Jojo und machte noch einige Fotos, ehe er zu den beiden kam.

„Pflanz dich hin“, sagte Marco und warf Jojo eine Wasserflasche zu.

„Hm“. nickte Jojo und trank erstmal, dann setzte er sich zwischen die beiden.

„So und jetzt trinken wir erstmal Brüderschaft“, grinste Marco. „Habe leider kein Sektchen da, aber mit Sprudelwasser gehts wohl auch.“

„Brüderschaft?“, fragte Jojo und sah irritiert von einem zum anderen.

„Ja klar. Passt doch zu uns drein.“

Langsam verstand Jojo. „Ihr habt... gesprochen?“

Maxi nickte. „Ja. Ich hätte es fast verbockt, aber wir haben gesprochen.“

„Dann... weißt du bescheid, Marco? Und bist auch...?“

„Ja, bin ich.“

Vorsichtig wagte Jojo zu lächeln. Das hatte er ja gehofft, und Maxi war sich sicher gewesen, aber es jetzt so direkt zu hören war noch einmal etwas Anderes.

Marco erwiderte Jojos Lächeln.

Sofort begann es heftig in Jojos Bauch zu kribbeln.

„Das kommt zwar ziemlich überraschend, aber es ist schön, dass sich jetzt von euch weiß“, sagte Marco.

„Und schön, dass wir von dir wissen“, meinte Jojo.

Marco nickte. „Schon echt ein Zufall, dass wir alle bei Werder spielen.“

„Schon, aber es wird überall Schwule geben, nicht nur bei Werder.“

„Vielleicht. Keine Ahnung. Bisher kenn ich niemanden. Also außer euch beiden jetzt.“

„Ich bin mir ziemlich sicher“, meinte Maxi.

„Tja, ist halt was, was man nur durch Zufall rausfindet.“

„Ja, und dann muss man auch noch gut beobachten.“

„Jep. Außer man fängt an zu sabbern, weil man zwei halbnackte Kerle am Strand sieht“, schnaubte Marco.

„Sie waren aber auch lecker!“

Marco nickte. „Haben aber Freundinnen.“

„Die beiden Beachboys? Hast du sie noch weiter beobachtet?“, wollte Maxi wissen.

„Nur durch Zufall. Vorhin als wir die Roller geholten haben, waren die zu vier unterwegs.“

„Also spielen sie nicht in unserer Liga... schade, irgendwie.“

„Aber gucken ist ja trotzdem erlaubt“, sagte Marco zwinkernd.

„Oh ja, sonst wärs ja.... Verschwendung“, meinte Jojo.

„Hast du die beiden auch schon gesehen?“

„Nee, aber ich meinte das grundsätzlich.“

„Und bei welcher Art Mann guckst du so hin?“ fragte Marco neugierig.

„Ich mag es sportlich. Männlich. Aber so genau kann ich das kaum sagen.“

„Na komm. Arrow oder Flash? Oder... ha, ich weiß es. Du stehst bestimmt auf Thor!“

Jojo lachte. „Ja, Thor hat was, ich mag das Verschmitzte.“

Jojo lachte. „Nee, dann eher Loki. ich mag das Verschmitzte.“

„Loki? Hm... ja, der hat auch was“, sagte Marco.

„Und Tom Hiddleston ist ziemlich sexy.“

Marco lachte. „Hey die Thor-Filme hat man auch nicht wegen dem Inhalt gesehen, sondern weil da lauter sexy Männer in Kostümen oder halbnackt rumturnen. Was gibt es besseres als Chris Hemsworth und Tom Hiddleston in einem Film?“

„Da gibt es weniges“, nickte Maxi. „Aber Spiderman zum Beispiel, dessen Kostüm ist auch ziemlich sexy.“

Jojo grinste. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in Griechenland sitzen würde um darüber zu fantasieren, welcher Superheld am heißesten ist.“

„Na, du hast zumindest deinen Bruder zum fantasieren - ich hatte bis eben niemanden.“

„Dann weiß niemand über dich bescheid?“ fragte Maxi.

„Meine Schwester weiß bescheid, aber solche Gespräche sind da schon komisch.“

„Und sonst niemand?“

„Nee, niemand.“

„Kein Freund? Oder Ex-Freund?“

„Naa, auch nicht. Wie auch, ich war ja immer... unter Beobachtung.“

Jojo nickte. „Ja... gibt kaum ne Chance...“

„In normalen Clubs gehts nicht, in andere Clubs kann man nicht gehen, und sonst ist es auch schwer jemanden zu finden.“

„Naja, manchmal klappt es aber auch“, sagte Maxi. „Ich hatte schon einen Freund.“

„Ja? Erzähl mal“, fragte Marco gleich nach.

Jojo schnaubte. „Ja, erzähl mal vom ach so tollen tim.“

„So schlimm war er nicht“, widersprach Maxi sofort. „Hat halt nur nicht lange gehalten.“

„Tim war ein Arsch!“

„War er nicht. Ich weiß noch immer nicht, warum du ihn so hasst.“

„Der Typ wollte dich nur, weil du Fußballer bist.“

„Wir haben uns deswegen kennengelernt, aber das war ja nicht alles.“

„Ach nein?“

„Nein, wir hatten eine schöne Zeit...“

Jojo seufzte. „Er war nie der Richtige für dich Maxi. Du hast jemand viel Besseren verdient.“

„Immerhin hatte ich einen Freund...“

Jojo zuckte leicht zusammen. „Na danke...“, murmelte er.

„Musst ihn ja nicht mögen...“

„Hey ihr beiden, nicht streiten“, sagte Marco.

„Haben wir wegen Tim oft genug gemacht“, gestand Jojo.

„Kein Typ ist es wert, dass ihr euch wegen ihm fetzt. Ihr beiden seid doch ein Team.“

Maxi lächelte leicht. „Das hast du schön gesagt.“

Marco zuckte mit den Schultern. „Ist doch so.“

„Jetzt müssen wir uns ja nicht mehr über Tim streiten - er mochte sich nicht mehr verstecken, also war Schluss“, erklärte Maxi.

„Mhm, kann man schon irgendwie nachvollziehen“, meinte Marco.

„Scheiße wars schon, schließlich wusste er vorher, worauf er sich eingelassen hat.“

„Manchmal erkennt man aber erst wie schwer das wirklich ist, wenn man schon mittendrin ist.“

„Ich sag nichts mehr dazu“. meinte Jojo nur.

Marco legte einen Arm um Jojo. „Nicht knurrig sein Jojo. Ich find’s toll, wie du deinen Bruder verteidigst. Und es ist klar, dass du für ihn nur das beste willst.“

Es fiel Jojo unendlich schwer sich nicht an ihn zu lehnen.

„Hey, hier wird nur gekuschelt, wenn ich auch mitmachen darf!“ sagte Maxi grinsend.

Jojo nickte und legte seinen freien Arm um ihn.

Maxi lehnte sich an ihn.
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