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Zweikampf um die Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Werder Bremen
01.07.2021
21.10.2021
24
62.723
10
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Dieses Kapitel
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17.09.2021 3.600
 
Erst einmal gingen sie wieder an Bord und machten es sich am Heck bequem.

Kurz darauf legten sie wieder ab und fuhren weiter zwischen den Inseln entlang.

Diesmal saßen sie an Deck und genossen die immer wieder wechselnde Aussicht. Fotos wurden gemacht, besonders, als auf einmal einige Delfine neben ihnen schwammen.

Sogar Jojo strahlte inzwischen und schien zumindest fürs erste gut abgelenkt.

Schließlich erreichten sie ihr Ziel eine wirklich einsame Bucht zwischen einigen Felsen.

„Oh wow“, sagte Maxi. „Das ist wunderschön!“

„Schön, dass es euch gefällt“, lächelte Yanis, es war offensichtlich, dass er diesen Ort auch ganz besonders schätzte.

„Und hier darf man schwimmen gehen?“ fragte Jojo.

„Ja, selbstverständlich. Das Wasser ist hier tief genug, dass ihr einfach vom Schiff aus reinspringen könnt.“

„Dann sollten wir das machen“, grinste Benni.

Die anderen nickten, und mit eleganten Kopfsprüngen glitten sie ins Wasser.

Das Wasser war wundervoll warm und kristallklar.

Sie konnten bis auf den Grund gucken, der tief unter ihnen lag.

Maxi blieb in der Nähe von Marco und schwamm neben ihm.

Benni und Jojo setzten sich etwas ab, vermutlich wollte Benni Jojo noch immer etwas von Marco fernhalten.

Und Jojo wollte ihm vielleicht eine Möglichkeit geben, Marco näher zu kommen.

„Das ist wirklich herrlich“, seufzte Maxi und drehte sich auf den Rücken um in den unglaublich blauen Himmel zu sehen.

Marco nickte. „Ja. Da möchte man doch glatt auf ne einsame Insel auswandern.“

„Nicht auf irgendeine einsame Insel. Sie sollte schon wie diese hier sein.“

„Ja klar. Und... hm, ganz so einsam sollte sie vielleicht auch nicht sein. So ohne Fußball und Internet wäre ne einsame Insel ziemlich langweilig.“

„Ich hätte gerne einen Beamer - also so einen aus Star Trek. Dann kann man auf seiner Insel entspannen und trotzdem Fußball spielen und so.“

„Oh ja, das ist cool“, sagte Marco sofort. „Ich komm mit auf deine Insel, ok?“

„Klar, du bist herzlich willkommen.“

„Danke“, lächelte Marco.

„Ein kleines Häuschen auf die Insel?“, schlug Maxi vor. „Nah am Strand.

„So das man jeden Morgen im Meer baden kann.“

„Ja, und abends am Strand sitzen, mit etwas zu trinken...“

„So ne schicke Kokosnuss mit Strohhalm?“

„Oh ja, das klingt toll. Und dann den Sonnenuntergang ansehen?“

Marco nickte. „Ein Lagerfeuer prasselt und einer von uns beiden spielt Gitarre.“

„Das musst du machen - ich spiele nur Triangel.“

„Ich bin schrecklich unmusikalisch“, sagte Marco.

„Also zwei Triangeln?“

„Das... hört sich großartig an. Triangeln am Lagerfeuer. Könnte glatt der Titel von ner Soap sein.“

Maxi musste so lachen, dass er sich fast am Wasser verschluckte.

„Was denn? Oh stimmt, da fehlt noch ein Untertitel. Wie wärs mit... Triangeln am Lagerfeuer - Brennende Leidenschaft am heißen Sand.“

Für einen Moment stutzte Maxi und starrte Marco an, dann prustete er wieder los - während er sich noch immer fragte, was Marco mit diesem Untertitel beabsichtigte.

„Einer von uns muss dann natürlich im Baströckchen und Kokosnussbikini auftreten“, überlegte Marco weiter. „Oh und wir brauchen Affen. Affen gehören unbedingt dazu.“

„Mir stehen keine Kokosnussbikinis“, behauptete Maxi.

„Meinst du? Also ich glaube, der würde dir sehr gut stehen.“

„Nein, ganz sicher nicht. Aber dich kann ich mir gut so vorstellen.“

„Ich glaube das müssen wir noch mal ausdiskutieren“, grinste Marco.

„Die Soap funktioniert bestimmt auch ganz prima ohne Baströckchen.“

„Und was tragen wir dann?“

„Hm - weiß nicht. Ich meine, wir wären ja alleine...“, deutete Maxi an.

„Nackt? Du willst also nackt über unsere Insel laufen?“

„Nicht immer, aber zumindest nackt baden sollte schon drin sein.“

„Ja klar. Nackt baden muss sein.“

Etwas erleichtert lächelte Maxi. „Aber abends nackt im Sand sitzen, das ist doch doof. Ich will den Sand nicht... ähm... überall haben.“

„Ich auch nicht. Das... stell ich mir extrem unangenehm und störend vor.“

„Und den Dreck hättest du auch mit Baströckchen überall. Also ist das Baströckchen abgelehnt.“

„Dann mach einen Gegenvorschlag.“

„Shorts? Oder doch nackt und auf einer Decke.“

„Shorts sind so langweilig. Die tragen wir ständig.“

„Dann... gar nichts?“

„Müssen wir halt vorsichtig mit dem Sand sein“, nickte Marco.

Sofort nickte Maxi. „Und wenn die Sonne weg ist, noch mal schwimmen. Unter den Sternen.“

„Das klingt wunderschön“, sagte Marco leise.

„Ja, das klingt wirklich schön“, stimmte Maxi zu. „Wir beide auf der einsamen Insel.“

„Wir beide. Und die Triangeln.“

Maxi lachte leise. „Wäre wirklich schön. Mit dir...“ Jetzt hatte er sich ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt.

„Hättest du nicht lieber einen Mann dabei, den du... naja magst? Mit dem du gern zusammen wärst?“

„Dann... würde ich dich mitnehmen“, gestand Maxi leise.

„Ich meinte damit, jemanden den du mehr magst als mich. In den du... halt verliebt bist.“

„Auch dann...“

Marco hielt inne und sah Maxi an. „Guter Witz, Maxi“, sagte er dann etwas unsicher.

Der Blick ließ auch Maxi unsicher werden. War das ein gutes Zeichen oder ein schlechtes? Er sah Marco ernst an und schüttelte den Kopf. „Kein Witz.“

„Aber... Jojo...?“

„Was soll mit Jojo sein?“

“Ihr könnt doch nicht beide...“, Marco schnaubte und tauchte kurz unter. Prustend kam er wieder hoch und sah Maxi an. „Ihr wart oder seid beide in mich verknallt?“

Maxi zuckte mit den Schultern. „Bist halt ein begehrenswerter Mann.“

„Und ihr wusstest es und habt darüber geredet?“

„Naja, schon“, murmelte Maxi. „Wir haben halt keine Geheimnisse voreinander.“

„Und dann? Wie habt ihr euch das vorgestellt? Wolltet ihr... ne Art Wettkampf draus machen?“

Maxi schüttelte den Kopf, dann zuckte er mit den Schultern. „Nein, einen Wettkampf nicht. Aber du solltest entscheiden, ohne dass du davon wusstest.“

„Mhm“, machte Marco, der sich ein bisschen überfahren von der ganzen Situation fühlte. „Und da Jojo jetzt aus dem Rennen ist...“

„Das heißt ja noch lange nicht, dass du was von mir willst.“

„Und wenn ich Jojo ne Chance gegeben hätte? Hättest du mir dann jemals von deinen Gefühlen erzählt?“

„Nein. Zumindest erstmal nicht. Vielleicht in zehn Jahren“, grinste Maxi schief.

„Und du hättest dann einfach zugesehen, wie ich mit deinem Bruder zusammen bin?“

Maxi nickte. „Andersrum gilt das ja auch.“

Marco brummte etwas Unverständliches.

„Ist das alles, was du dazu sagst?“, fragte Maxi jetzt etwas ungeduldig.

„Nein. Aber... lass uns mal an den Strand schwimmen“, bat Marco.

Maxi nickte und folgte Marco, der mit kräftigen Zügen ans Ufer kraulte.

War das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen, dass Marco an den Strand wollte?

Er würde es ja gleich wissen, ob er wollte oder nicht. Mit diesem Gedanken und einem etwas flauen Gefühl im Magen schwamm er weiter.

Schließlich stiegen sie aus dem Wasser und suchten sich ein nettes Plätzchen am Strand.

In der Nähe einiger Olivenbäume saßen sie im weißen Sand – ein wenig so, wie Maxi und Marco sich ihre einsame Insel erträumt hatten.

„Du... magst mich also“, sagte Marco nach einem Moment leise.

Maxi nickte. „Ich mag dich sogar sehr.“

„Wow“, murmelte Marco.

„Wundert dich das so?“

Marco nickte leicht. „Schon. Ich habe nie was gemerkt, sonst...“

„Sonst was?“

„Sonst... hätte ich doch schon viel eher darauf reagiert.“

„Und… was hättest du dann gesagt?“, fragte Maxi unsicher nach.

„Dass ich dich sehr gern habe und gern mal mit dir ausgehen würde“, wisperte Marco.

Maxi strahlte ihn an. Er hatte es die ganze Zeit gehofft, aber Marco hatte so unterschiedliche Signale ausgestrahlt, dass er total unsicher geworden war. Und jetzt wisperte Marco etwas so Schönes. „Das… das ist toll“, erwiderte Maxi, dabei bemühte er sich leise zu sprechen.

Marco lächelte immer noch etwas unsicher. „Ja, ist es. Total überraschend, aber wirklich toll.“

Unsicher tastete Maxi nach seiner Hand und drückte sie fest.

Marco erwiderte den Druck und schob dann seine Finger zwischen Maxis.

Mehr taten sie nicht, aber mehr brauchten sie auch nicht. Das alleine brachte Maxis Bauch zum Kribbeln.

„Was... machen wir denn jetzt wegen Jojo?“ fragte Marco irgendwann.

„Er weiß ja, dass ich… dich mag. Er wird wissen wollen, ob wir beide… ob da was ist. Aber ich würde mich gern bisschen zurückhalten, wenn er dabei ist.“

„Meinst du wirklich, dass wir es ihm jetzt schon sagen sollten? Sollten wir nicht lieber noch etwas warten?“

„Er wird’s eh merken“, meinte Maxi.

„Meinst du?“

„Er ist nicht doof, und er kenn mich schon mein ganzes Leben. Und ich werde das Grinsen nicht von meinen Lippen kriegen.“

Die Worte ließen ein Lächeln auf Marcos Lippen entstehen. „Ich vermutlich auch nicht. Aber ich will ihm nicht weh tun... ach Mensch, das ist doch ne blöde Situation.“

„Wir… wir sagen es ihm, und dann tun wir so, als wäre nichts. Also, wenn er dabei ist.“

Marco seufzte tief. „Ja, geht wohl erstmal nicht anders.“

„Immerhin wissen wir es“, lächelte Maxi ihn an.

Marco drückte leicht Maxis Hand. „Also... während wir hier noch so unter uns sind...“

„Hm – was denn?“, grinste Maxi ihn an.

“Naja... wir sitzen hier an einem einsamen Strand, weit und breit kein Mensch zu sehen...“

„Jojo ist weit weg, das ist das wichtigste.“

„Dann stört es dich vermutlich nicht, wenn ich das hier mache“, sagte Marco leise und lehnte sich zu Maxi, bis sich ihre Lippen berührten.

Sofort zog ein Kribbeln durch Maxis ganzen Körper. Marco küsste ihn gerade!

Grade als Marco sich zurückziehen wollte, begann Maxi den Kuss zu erwidern.

Ganz zärtlich zunächst, dann etwas intensiver.

„Du schmeckst nach Meer“, wisperte Marco, als er sich kurz aus dem Kuss löste.

„Mit H oder Doppel-E?“, fragte Maxi und grinste.

„Beides“, grinste Marco zurück.

„Dann ist gut“, lachte Maxi und küsste ihn erneut.

Marco schob eine Hand in Maxis Nacken und zog ihn so näher zu sich.

Erst jetzt konnte sich Maxi wirklich entspannen und in den Kuss fallen lassen. Allmählich sackte es auch ein, dass er tatsächlich Marco küsste.

Marco wollte ihn! Marco war genauso verliebt in ihn, wie er in Marco.

Am liebsten hätte er nie wieder aufgehört Marco zu küssen, aber das sollte er wohl. Besonders, wenn sie Jojo nicht mit der Nase drauf stoßen wollten.

Also zog er sich ganz langsam aus dem Kuss zurück, lächelte Marco aber zärtlich an.

Der erwiderte den Blick vorsichtig, so ganz schien er es noch nicht glauben zu können.

Maxi hob eine Hand und strich Marco über die Wange. Das er ihn jetzt so berühren durfte, war wie ein Traum.

„Hör auf“, bat Marco leise. „Ich glaub, sie kommen.“

„Ok“, wisperte Maxi und zog seine Hand zurück. Vorsichtshalber rutschte er auch ein Stück von Marco weg, auch wenn es ihm mehr als schwerfiel.

Tatsächlich dauerte es nur einen Moment, ehe Benni und Jojo ins Sichtfeld kamen und sich ziemlich geschafft neben sie in den Sand fallen ließen.

„Sauerstoffzelt gefällig?“ fragte Marco grinsend.

„Danke, geht noch so“, keuchte Benni gespielt. „Aber das Wasser ist herrlich!“

„Mehr als herrlich. Es ist himmlisch“, meinte Maxi.

„Und warum seid ihr nicht mehr drin?“

„Wir brauchten mal ne Pause.“







„Aber nicht zu lange, wir wollen ja noch weiterfahren“. meinte Benni.

„Wer liegt denn hier halbtot am Strand rum?“ fragte Marco grinsend. „Maxi und ich sitzen immerhin aufrecht.“

„Wir genießen den Sand und so.“

Maxi schnaubte. „Fünf Minuten noch, ok? Dann schwimmen wir wieder zurück zum Boot.“

„Okay, fünf Minuten sind okay“, genehmigte Benni.

„Zu reizend“, lachte Marco und sah zu Jojo. „Alles klar bei dir?“

„Geht schon“, zuckte Jojo mit den Schultern. „Ich denk einfach nicht dran.“

„Wollen wir dann wieder?“ fragte Maxi nach einem Moment.

„Okay, ab zurück aufs Schiff“, nickte Benni. „Yanis meint, er kennt noch eine schöne Stelle zum Schnorcheln.“

Sie standen auf und schwammen gemeinsam zurück zum Schiff.

Am Schiff angekommen kletterten sie die Leiter hoch und machten es sich wieder auf dem Heck bequem.

„Hunger?“ fragte Maxi. „Ich habe doch noch unseren Proviant, den wir in der Stadt gekauft haben.“

„Oh ja, das ist ne gute Idee“, meinte Jojo und packte mit ihm zusammen aus. Sie luden auch Yanis zum Essen ein, und während sie über das Meer fuhren, setzte sich Yanis sich zu ihnen und erzählte ein wenig.

Yanis hatte einiges zu erzählen, schließlich fuhr er seit vielen Jahren Touristen mit seinem Schiff herum.

Es waren spannende Geschichten dabei, und auch persönliche, und die vier fühlten sich geehrt, sie zu hören.

Schließlich gelangten sie zu der zweiten Stelle, die Yanis zum Schnorcheln ausgesucht hatte.

Hier war der Meeresboden an sich schon interessant, und in vielen Spalten und Ecken versteckten sich die Bewohner.

Diesmal blieb Maxi wieder bei Jojo und sie erkundeten gemeinsam die Unterwasserwelt.

Es war toll die Fische zu sehen, die, wenn sie sich still verhielten, sogar nah an sie herankamen.

Mit leuchtenden Augen klettern sie schließlich wieder an Bord des Schiffes.

„Oh, ihr hattet offenbar Erfolg“, lachte Yanis, ehe er das Segel wieder setzte.

„Es war so schön Yanis“, sagte Marco. „Vielen Dank.“

„Es freut mich, dass es euch gefallen hat - das sieht man euch auch an.“

„Es war ein wahnsinnig toller Ausflug“, sagte Maxi. „Sowas erlebt man nicht oft.“

Yanis lächelte zufrieden.

„Wir werden allen so davon vorschwärmen, dass du dich nächsten Sommer vermutlich nicht vor Anfragen retten kannst“, grinste Benni.

„Das ist kein Problem, meine beiden Brüder fahren auch mit dem Schiff herum, und mein ältester Sohn lernt es gerade.“

„Sehr gut“, sagte Marco. „Dürfen wir dich als kleines Dankeschön heute Abend zum Essen einladen?“

Überrascht sah Yanis ihn an, dann nickte er. „Das würde mich sehr freuen.“

„Sehr schön“, sagte Jojo. „Du weißt bestimmt auch ein gutes Restaurant, in dem wir dann zusammen essen können.“

„Natürlich - mein Schwager hat ein gutes Restaurant.“ Yanis lachte. „Ich bin der absolute Klischee-Grieche, ich weiß.“

„Ach das macht nichts“, sagte Marco lächelnd.

„Ich freue mich auf den Abend mit euch.“

„Wir uns auch“, sagte Jojo.

„Bei Ioannis ist es immer nett - und lecker.“

„Ich krieg schon wieder Hunger“, brummte Benni.

„Bisschen musst du noch warten, wir essen meist später in Griechenland.“

„Klar, ihr habt ihr ja doch nen anderen Tagesablauf.“

„Ein wenig, ja.“ Yanis erzählte noch ein wenig vom allgemeinen Leben in Griechenland und auf Mykonos, dann fuhren sie schon in den kleinen Hafen ein.

Ganz gemütlich packten sie ihre Sachen ein, während Yanis das Schiff festmachte.

Sie ließen sich von Yanis das Restaurant seines Schwagers beschreiben, dann verabschiedeten sie sich von ihm.

„Wir fahren dann erstmal zurück in unsere Hotels oder?“ fragte Benni. „Ich würde mich gern umziehen.“

„Ja, und duschen. Das Salzwasser loswerden“, stimmte Marco zu.

„Wenn das so weitergeht, wachsen uns noch Flossen“, grinste Maxi. „Also los, da vorn ist ein Taxistand.“

Sie gingen zu einem wartenden Taxi und ließen sich zum Hotel fahren. Dort trennten sich ihre Wege, Benni ging die paar Schritte zu seinem Domizil, während die anderen drei ihr Hotel betraten.

Sie gingen zu einem wartenden Taxi und ließen sich zum Hotel fahren. Dort stiegen die drei aus, während Benni sich weiter zu seinem Domizil fahren ließ.

„Wieviel Zeit haben wir noch, ehe wir wieder losmüssen?“ fragte Marco, als sie zu dritt ihr Hotel betraten.

Maxi sah auf seine Uhr. „Etwas mehr als eine Stunde. Hoffentlich verhungert Benni bis dahin nicht.“

„Dann also schnell duschen und umziehen“, sagte Jojo.

„Hetzten müssen wir nicht“, bremste ihn Marco.

„Wir beide nicht - Maxi schon“, grinste Jojo seinen Bruder an.

Der erwiderte das Grinsen sehr schief.

„Treffen wir uns in 40 Minuten einfach wieder hier im Flur?“ schlug Marco vor.

„Gut, das machen wir“, stimmte Jojo zu. „Maxi? In dreißig Minuten.“

Maxi schnaubte. „Ich bin immer pünktlich!“

„Manchmal...“, grinste Jojo.

„Immer!“

„Okay, versuch es einfach“, forderte Jojo ihn heraus.

„Mach ich“, sagte Maxi grinsend.

Damit verschwanden alle drei ihn ihren Zimmern.

Maxi ließ sich auf sein Bett fallen und strahlte die Zimmerdecke an. Er hatte Marco geküsst!

Mehr noch, Marco hatte ihn ebenfalls küssen wollen!

Marco war in ihn verliebt. ER wollte mit ihm zusammen sein!

Ein breites Grinsen schob sich auf sein Gesicht. Marco wollte mit ihm zusammen sein!

Er konnte es immer noch nicht fassen. Aber es war so.

Er schloss die Augen und dachte an die Schifffahrt. Das Schwimmen, bei dem sie ihre einsame Insel erträumt hatten, ihr weiteres Gespräch - und den Kuss am Strand.

In diesem Moment klopfte es leicht an seine Tür.

„Ja?“, rief er, stand auf und öffnete die Tür.

„Hey“, sagte Marco mit einem Lächeln. „Kann ich reinkommen?“

„Ja, klar“, erwiderte Maxi das Lächeln und trat zur Seite. „Komm rein.“

Marco trat ins Zimmer und Maxi schloss schnell die Tür hinter ihm.

Etwas unschlüssig stand Marco vor ihm.

Auch Maxi konnte ihn nur ansehen und wusste nicht, was er sagen sollte.

Irgendwann fing er an zu grinsen, und das Grinsen wurde breiter. Diese Situation war doch zu absurd!

„Was ist?“ fragte Marco.

Maxi starrte ihnen einen Moment lang an, dann brach er in Lachen aus.

„Was ist denn so lustig?“ fragte Marco grinsend.

„Wir stehen wir… wie… wie zwei Autos“, prustete Maxi. „Mit Fernlicht.“

„Na immerhin ist dann Licht an“, grinste Marco kopfschüttelnd.

„Ich dachte, es wäre dunkler gemütlicher“, meinte Maxi und zog Marco endlich mit sich in das Zimmer. Tatsächlich waren die Vorhänge als Schutz vor der Sonne vorgezogen.

„Wir haben nicht viel Zeit“, sagte Marco leise.

„Ich bin noch nicht mal geduscht“, gestand Maxi und trat näher an Marco heran.

„Ich auch nicht“, wisperte Marco.

Es dauerte einen Moment, ehe Maxi begriff. „Dann… wollen wir…?“

„Warum nicht? Ich meine... spart ja viel Wasser und so. Und die Duschen sind groß genug für zwei Leute.“

„Dann… komm mit“, forderte Maxi ihn auf und griff nach seiner Hand.

Marco folgte ihm ins Badezimmer.

Etwas unsicher zog Maxi erstmal seine Schuhe aus und sah Marco dann an.

„Wenn dir das zu schnell geht, musst du es nur sagen“, sagte Marco leise.

„Nee, das ist schon okay.“ Irgendwie sicherer zog er sich jetzt weiter aus.

Auch Marco begann sich nun auszuziehen.

Schließlich standen sie beiden nackt nebeneinander, und Maxi grinste wieder. „Wir sind albern“, meinte er, „wir haben schon oft zusammen geduscht.“

„Aber noch nie so“, sagte Marco. „Es waren immer andere mit dabei und außerdem... naja in der Kabine heißt es nur gucken, nicht anfassen.“

Maxi lächelte ihn leicht und trat auf ihn zu. Jetzt endlich traute er sich Marco zu küssen.

Sofort erwiderte Marco den Kuss und schob auch wieder eine Hand in Maxis Nacken.

Der schloss gleich genießerisch die Augen – und ließ sich von Marco in die Dusche schieben.

Wenig später prasselte warmes Wasser auf sie herab.

Zunächst standen sie einfach so voreinander, dann wagte Maxi näher zu treten und Marco wieder zu küssen.

Marco seufzte leicht in den Kuss und wenig später legten sich seine Hände auf Maxis Hüften.

Vorsichtig zog er Maxi näher.

„Das habe ich mir schon so oft vorgestellt“, murmelte Marco kaum hörbar.

„Mit mir?“, fragte Maxi kaum verständlich.

„Klar. Mit wem denn sonst?“

„Aber… schon so oft? Wie lange?“, wollte Maxi wissen.

„Hm... eigentlich vom ersten Tag an...“

„Oh“, machte Maxi, „dabei ist Jojo doch eher der… Frauen- und Männerschwarm.“

„Jojo ist niedlich, das stimmt. Aber... hat halt bei ihm nicht gefunkt.“

„Schön, dass es dann bei mir gefunkt hat.“

„Vor allem schön, dass du genauso fühlst“, sagte Marco. „Nach der Sache mit Jojo... ich war mir sicher, dass ich das Thema abhaken könnte.“

„Dir ist keiner böse wegen Jojo – auch er nicht. Und ich sowieso nicht“, lächelte Maxi ihn an.

„Aber ist schon ein großer Zufall, dass ihr beide auf mich steht.“

„Das stimmt – und wir wussten, das mindestens einer einen Korb kriegen würde.“

Marco nickte leicht und strich dabei sanft über Maxis Seiten.

Dann beugte er sich wieder vor und küsste ihn.

Mit einem Seufzen schloss Maxi die Augen und ließ sich völlig in den Kuss fallen.

Er fühlte, wie Marco ihn dichter an sich zog.

Das Gefühl von Marcos Haut auf seiner war berauschend.

So glatt und fest und so gut!

Das alles war noch viel besser als in seinen Träumen.

„Marco“, wisperte er, dann begann er mit den Händen über seinen Rücken zu streicheln.

Marco gab ein zufriedenes Brummen von sich. „Denk dran, wir müssen uns beeilen“, wisperte, begann aber nun auch Maxis Rücken zu streicheln.

Maxi nickte und ließ ihn kurz los um das Duschgel zu greifen.

„Soll... soll ich dir zumindest den Rücken waschen?“ bot Marco an.

„Das darfst du gern machen“, lächelte Maxi ihn an.

„Dann dreh dich mal um“, lächelte Marco.

Sofort wandte Maxi ihm den Rücken zu.

„Mhm, so von nahem ist er noch besser“, murmelte Marco.

„Was?“, fragte Maxi irritiert nach.

„Dein Hintern“, grinste Marco. „Ein echtes Prachtexemplar.“

Maxi fühlte, wie er ein wenig errötete, gleichzeitig streckte er jedoch den Hintern etwas raus.

„Führ mich nicht in Versuchung, sonst dauert das hier doch noch länger“, grinste Marco und begann ihm den Rücken einzuseifen.

„Das sollten wir lassen“, meinte Maxi und schloss bei den Streicheleien genießerisch die Augen.

„Ja, das wäre grade nicht so passend“, wisperte Marco.

Dann hauchte er Maxi einen Kuss in den Nacken. „Ich fürchte, wir müssen aufhören.“

„Schon?“ fragte Maxi mit geschlossenen Augen.

„Hm, sonst kommt Jojo und holt uns ab.“

„Stimmt. Das wäre nicht so gut“, sagte Maxi seufzend und drehte sich um. „Dann... schnell waschen und anziehen.“

Demonstrativ drehte Marco ihm den Rücken zu.

Maxi nahm etwas von dem Waschgel und begann dann so schnell es ging Marcos Rücken zu waschen. Er hätte sich wirklich gern mehr Zeit genommen und die Berührungen genossen, aber Jojo warten zu lassen wäre in diesem Fall nicht gut.

Schließlich ließ er von Marco ab, küsste ihn ebenfalls noch kurz in den Nacken und schob ihn dann aus der Dusche.

„Hm... ich habe nicht gut mitgedacht“, grinste Marco. „Jetzt muss ich meine Klamotten nochmal anziehen und rüber in mein Zimmer zum Umziehen.“

„Ich würde dir gern was von mir anbieten, aber das würde wohl auch nicht gut sein.“

„Nein. Ich beeil mich einfach. Vielleicht bin ich dann ja mal später dran als du“, grinste Marco.

„Schnacker“, lachte Maxi und küsste ihn kurz. „Dann raus mit dir.“

„Bis gleich“, wisperte Marco und huschte aus dem Zimmer.
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