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Zweikampf um die Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Werder Bremen
01.07.2021
21.10.2021
24
62.723
10
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
15.09.2021 2.945
 
Viel zu früh am nächsten Morgen klingelte der Wecker.

Müde drehte sich Maxi um - und rollte sich dabei auf Jojo.

Jojo brummte. „Runter“, nuschelte er.

„Bist eh viel zu knochig.“

„Blödmann.“

„Nee, nur ehrlich.“

„Gehst du dann endlich von mir runter?“

„Na gut“, murrte Maxi und rutschte zur Seite.

„Danke“, knurrte Jojo.

„Ausgeschlafen?“

„Geht so. Aber... war gut, dass du da warst. Danke.“

„Mach ich doch immer gern für dich.“

Jojo seufzte. „Tut mir leid, dass ich euch gestern den Abend verdorben habe.“

„Hast du nicht, Jojo. Es tut mir leid, dass du so einen verdorbenen Abend hattest. Und Marco tut es auch leid.“

„Das weiß ich. Aber das hilft nicht wirklich.“

„Schon klar.“

„Ich... ich werde mich heute einfach ein bisschen mehr an Benni halten, ok?“

„Ja, das ist gut. Ist es okay, wenn ich dann bei Marco bleibe?“

Jojo nickte. „Natürlich. Immerhin... immerhin hast du noch ne Chance, hm?“

„Schon - aber es ist doof, die Chance zu haben, weil du raus bist.“

„Ist nicht zu ändern...“ seufzte Jojo.

Maxi sagte nichts dazu, sonst rubbelte ihm nur kurz die Schulter. „Kopf hoch, Kleiner. ich geh kurz rüber und mach mich fertig.“

„Ok, ich dann wohl auch. Bis gleich.“

„Ja, bis gleich. Und ich bin als erster fertig“, forderte Maxi ihn heraus.

Jojo schenkte ihm ein leichtes Grinsen. „Wers glaubt...“

Maxi lächelte auf dem Weg nach draußen, immerhin hatte er Jojo kurz zum Lächeln gebracht.

Er ging schnell in sein Zimmer und machte sich fertig. Dann packte er zusammen, was er auf den Ausflug mitnehmen wollte.

Obst, Getränke, Süßigkeiten, Handtücher, Sonnenmilch, und, und, und - es war einiges, was er in seinem Rucksack stopfte.

Und vor allem dauerte das ganze dadurch viel länger als geplant. Und als er die Tür öffnete, waren Marco und Jojo natürlich schon da.

„Ich bin fertig“, grinste er die beiden an.

„Ja, ein Wunder“, sagte Marco mit einem schiefen Grinsen.

„Habt ihr auch schon gepackt?“

Jojo nickte. „Habe ich gestern Abend schon gemacht.“

„Oh“, machte Maxi und sah dann zu Marco.

„Ich auch“, sagte Marco mit einem Schulterzucken.

Maxi grummelte nur kurz, dann ging er los zur Treppe.

Die beiden anderen folgten ihm sofort.

Im Frühstücksraum suchten sie sich wieder einen Platz auf der Terrasse, dann holten sie ihr Essen. Heute Morgen hatte Jojo etwas mehr Appetit und aß zumindest anderthalb Toast, etwas Joghurt und Obst.

Allerdings sah er Marco dabei kaum an und redete auch wenig.

Schließlich waren sie fertig, und Marco schrieb Benni eine Nachricht, wo und wann sie sich treffen würden.

Wenig später hatte Benni ihnen den Treffpunkt genannt und sie machten sich auf den Weg.

Benni wartete schon auf sie. Von der großen Palme aus war es nicht weit bis zu dem Yachthafen, an dem sie ihren Skipper treffen wollten.

„Das da vorn müsste es sein“, sagte Benni und deutete auf eins der Schiffe.

Ein Mann von Mitte fünfzig stand an Deck und las in einer Zeitung.

„Yanis?“ rief Benni ihm zu.

„Ja, hier seid ihr richtig“, nickte der Mann, legte seine Zeitung zur Seite und stand auf. „Kommt an Deck.“

Die vier betraten das Schiff und begrüßten dann Yanis.

„Macht es euch gemütlich, wir fahren dann gleich raus.“

„Ok“, sagte Maxi. „Wo können wir unsere Sachen verstauen?“

„Hier vorne ist Platz dafür“, deutete Yanis auf die Bänke im hinteren Bereich des Schiffes.

Schnell waren ihre Rucksäcke unter den Bänken verstaut und die vier nahmen Platz

Es dauerte nur noch einen Moment, dann startete Yanis den Motor und manövrierte sie aus dem Hafen. Dann setzte er das große Segel, und sie fuhren los.

„Das ist toll“, sagte Marco mit leuchtenden Augen. „Mit so einem Schiff bin ich noch nie gefahren.“

„Ihr könnt euch auch hinten ans Heck legen und euch sonnen“, schlug Yanis vor.

„Ja, super Idee“, sagte Benni.

Er ging etwas wacklig nach hinten, und nach Maxis Blick folgte Jojo ihm ans Heck.

„Hat Jojo geschlafen?“ fragte Marco leise.

„Ja, vor mir eingeschlafen und nach mir aufgewacht.“

„Das ist gut“, sagte Marco.

„Ja, geht ihm wohl langsam besser. Ich find’s schön, wie Benni sich um ihn kümmert.“

„Ja. Ein echter Glücksfall, dass wir ihn getroffen haben. Manchmal ist Ablenkung ja das einzige, was einem bei Liebeskummer hilft.“

Maxi sah nach hinten, wo Jojo und Benni es sich auf ihren Handtüchern bequem gemacht hatten.

„Dein Bruder ist ein toller Mann“, sagte Marco, der Maxis Blick gefolgt war.

„Ja, das weiß ich.“

„Er findet bestimmt einen tollen Freund.“

„Ich wünsche es ihm. Aber du wärst schon ein guter erster Freund gewesen“, meinte Maxi leise.

„Meinst du?“ fragte Marco.

„Ich bin mir sicher.“

„Das ist lieb von dir.“

„Wir kennen uns ja schon eine ganze Weile, und ich bin sicher, dass du deinem Freund nicht weh tun würdest.“

„Niemals. Aber das würde doch keiner von uns machen.“

„Nein, von uns nicht. Andere aber vielleicht schon.“

„Du machst dir Sorgen, dass Jojo an den falschen gerät.“

„Ja, natürlich. Er ist mein kleiner Bruder.“

„Jojo passt gut auf sich. Er hat gesunden Menschenverstand und wird sich in kein Arschloch verlieben“, sagte Marco.

„Ja, er war ja auch bei Elias... vernünftig. Aber trotzdem... wünsche ich ihm einen lieben ersten Freund.“

„Wir werden uns den Kerl beide ganz genau ansehen“, sagte Marco

„Das machen wir“, stimmte Maxi zu.

Marco lächelte leicht und sah dann hinaus aufs Wasser.

„Jetzt hat Jojo zwei große Brüder zum Aufpassen“, grinste Maxi

Marco lachte auf. „Stimmt. Ich bezweifele nur, dass ihn das grade besonders freuen wird.“

„Nein, das verraten wir ihm erst später irgendwann.“

„Es ist eigentlich ein bisschen traurig“, sagte Marco kopfschüttelnd.

„Was ist traurig?“, fragte Maxi nach.

„Na wir vier. Vier junge, gutaussehende Kerle und alle solo.“

Maxi lachte. „Und was hätten wir für ein Potenzial. Wilde Origen...“

„Woran du schon wieder denkst“, grinste Marco.

„Vier junge, gutaussehende, schwule Kerle - was erwartest du da?“

„Einer davon ist dein Bruder“, bemerkte Marco trocken.

„Naja, muss ja nicht jeder mit jedem.“

„Gut, das ist beruhigend“, grinste Marco. „Aber da Jojo für mich auch wie ein Bruder ist, schränkt das die Möglichkeiten dann schon irgendwie ein.“

„Das ist ja das Problem - vier junge, schwule Männer und keine Orgie.“

„Das müssen wir im nächsten Urlaub aber echt besser planen.“

„Hm - nee. Bin trotzdem gern mit euch im Urlaub.“

Marco lächelte Maxi an. „Trotz des ganzen Dramas, das hier schon passiert ist?“

„Ja, schon. Es ist einfach schön mit euch dreien. Und auch bei den Problemen von Jojo halten wir zusammen.“

„Ich bin ja nur froh, dass du nicht sauer auf mich bist.“

„Nein, natürlich nicht. Gefühle kann man nicht erzwingen.“ Außerdem war Maxi viel zu sehr in ihn verliebt, als dass er ihm böse sein könnte.

Marco nickte leicht. „Kann man nicht. Leider.“

„Jojo wird es schon überstehen.“

„Ja vermutlich. Da müssen wir alle mal durch.“

„Wollen wir es uns auch mal gemütlich machen?“

„Sehr gute Idee.“

Sie nahmen nun auch ihre Handtücher und legten sich ans Heck des Schiffes.

„Hier, Sonnencreme“, sagte Jojo und gab sie Maxi. „Benni und ich sind schon fertig.“

„Danke“, nahm sein Bruder sie ab und sah Marco an. „Eincremen?“

Marco nickte. „Ja bitte.“

„Dann dreh dich auf den Bauch, ich mach dann.“

Sofort drehte sich Marco auf den Bauch.

Maxi wärmte die Sonnencreme in seinen Handflächen auf und rieb sie dann auf Marcos Rücken.

Wie auch die letzten Mal ging er dabei langsam und zärtlich vor. Die Gelegenheit war einfach zu gut, um sie nicht zu nutzen und Marco etwas länger als nötig zu berühren.

Ein wenig die Haut streicheln, ein wenig die Muskeln massieren, das gefiel Marco sicher.

Wie gern hätte er sich jetzt vorgelehnt und die Nase in Marcos Nacken vergraben und die weiche Haut dort geküsst!

Aber das ging nicht, er sollte nicht zu auffällig werden - und so lange Marco nichts von seinen Gefühlen wusste, sollte er sich zurückhalten.

Also zog er schließlich schweren Herzens seine Hände zurück. „Fertig“, sagte er.

„Hmm.... mag mich gar nicht rühren“, murmelte Marco träge.

„Musst du aber. mein Rücken cremt sich nicht von allein ein“, grinste Maxi.

„Hm, ja schon gut“, murmelte Marco und richtete sich auf. „Dann gib den guten Stoff mal her.“

Maxi drückte ihm die Tube in die Hand und legte sich dann auf sein eigenes Handtuch.

Marco drückte etwas von der Creme auf Maxis Rücken und verstrich sie dann. Er ging gründlich dabei vor, aber eine Massage war das eher nicht.

Maxi seufzte innerlich. Würde Marco was für ihn empfinden, dann hätte er das jetzt doch eigentlich spüren müssen, oder?

Wie hoch war eigentlich die Chance, dass Marco ihn mochte?

Vermutlich unter 0%. Wenn er es Marco sagen würde, würde er genauso einen netten Korb bekommen, wie Jojo ihn schon kassiert hatte.

Aber irgendwann würde er das tun müssen - irgendwann brauchte er Sicherheit.

Vielleicht sollte er das ganze doch noch hier im Urlaub erledigen. Nicht mehr heute, aber... bald. Und vorher sollte er nochmal mit Jojo deswegen sprechen.

Aber nicht heute. Heute würde er noch den Sommer mit seinem Bruder und den beiden Freunden genießen, das Meer um sie herum und nachher auch das Schwimmen.

Inzwischen war Marco fertig und hatte sich wieder auf sein Handtuch neben ihm gelegt.

„Hach, das ist doch herrlich“, lächelte er Maxi an.

Unwillkürlich erwiderte Maxi das Lächeln. „Ist es. Und das Wasser ist bestimmt auch wundervoll, wenn wir nachher schwimmen und schnorcheln gehen.“

„Ich könnte ewig hier so liegen“, meinte Marco.

Maxi nickte leicht. Das könnte er auch. Vor allem so wie jetzt, direkt neben Marco.

Er ruckelte sich ein wenig zurecht und berührte dabei Marcos Unterschenkel mit dem Fuß. Sofort zog ein Kribbeln durch seinen ganzen Körper.

Marco sagte nichts, daher ließ er seinen Fuß erstmal so liegen.

Es fühlte sich so gut an ihm so nahe zu sein.

Marcos Kopf war noch immer in seine Richtung gedreht, allerdings hatte er inzwischen die Augen geschlossen.

Ob er die Berührung auch ein wenig genoss?

Oder hatte er sie gar nicht wirklich wahrgenommen?

Maxi wagte aber im Moment noch nicht seinen Fuß zu bewegen.

Dafür nutzte er die Möglichkeit und betrachtete Marco einfach, der so wundervoll entspannt aussah.

Er war einfach ein verdammt schöner Mann. Die männlichen Gesichtszüge, die ausdrucksstarken Augenbrauen…

„Wenn du nicht aufpasst sabberst du noch“, flüsterte ihm plötzlich Jojo ins Ohr.

„Oh - sorry“, murmelte Maxi und drehte sich zu seinem Bruder.

„Macht nichts“, wisperte Jojo.

„Doch – das ist nicht richtig“, antwortete Maxi kaum hörbar.

„Und wieso nicht?“

„Ich kann hier doch nicht… mit Marco… wenn du danebenliegst.“

Jojo zuckte mit den Schultern. „Ich habe da nichts mehr zu melden“, sagte er leise. „Aber deshalb musst du nicht aufhören mit ihm zu... füßeln oder was auch immer du da anstellst.“

Jetzt wurde Maxi tatsächlich ein wenig rot. „Ist trotzdem gemein, wenn ich hier…“

Jojo seufzte. „Ich werde mich doch eh dran gewöhnen müssen... Egal ob mit dir oder mit jemand anderem, Marco wird ja nicht ewig Single bleiben.“

„Ja, aber gleich heute…? Aber ich will es dir nicht ausreden“, grinste Maxi schief.

„Wäre aber doch auch doof, wenn sich heute eine Möglichkeit ergibt und du sie nicht nutzt. Ich... ich muss ja nicht Händchen halten...“

„Das ist lieb von dir“, lächelte Maxi ihn dankbar an.

Jojo erwiderte das Lächeln und drückte kurz Maxis Hand.

Dann drehte er sich um zu Benni.

Auch Maxi drehte sich wieder um. Marco lag noch immer mit geschlossenen Augen da.

Durch das Gespräch mit Jojo fühlte er sich ein wenig mutiger und schob sich ein wenig dichter an ihn.

„Mhm?“ machte Marco als Jojos Bein gegen seins strich.

Maxi lächelte kaum merklich, sagte aber nichts dazu.

Nach einem Moment öffnete Marco träge ein Auge und blinzelte ihn an.

Dabei sah Maxi ihn weiter an.

„Alles ok?“ fragte Marco leise.

„Hm? Klar ist alles okay“, antwortete Maxi.

„Gut“, lächelte Marco. „Weißt du wie lange wir unterwegs sind, bevor es zum Schnorcheln geht?“

„Nee, müsste Benni wissen, der hat es ja gebucht.“

„Benni?“ rief Marco.

„Hm, was?“, fragte Benni träge.

„Wann sind wir da?“ fragte Marco grinsend.

„Hm – es hieß, eine Stunde Fahrt. Also noch so zehn Minuten.“

„Ok, dann kann ich mich ja langsam entdösen“, grinste Marco und begann sich zu strecken.

Schade, schoss es Maxi durch den Kopf, es war so schön gewesen, so dicht neben ihm zu liegen. Es war nicht gesagt, dass er heute wieder die Chance kriegen würde.

Allerdings hatte er ja jetzt quasi die Erlaubnis von Jojo und konnte darüber nachdenken, wie er weiter vorgehen wollte.

Er würde aber erst nach dem Schnorcheln weitermachen, beschloss er, und sich nicht ablenken lassen.

Auch Jojo und Benni hatten sich inzwischen aufgesetzt und sahen sich erstmal die Umgebung an, in der das Schiff inzwischen gelandet war.

Um sie herum waren einige Inseln in größerer Entfernung, und auf eine nähere steuerten sie gerade zu.

„Hübsch hier“, bemerkte Marco.

„Ja, ist es wirklich.“ Inzwischen fuhr ihr Schiff um eine Felsnase herum zu einer kleinen Bucht, hier hielten sie an, und der Skipper ankerte.

„Ich glaub, Segeln lernen wäre auch richtig cool“, meinte Marco während er Yanis beobachtete.

Maxi nickte. „Wir haben ja auch die Möglichkeit dazu.“

„Auf der Weser?“

„Schon mal was von der Nordsee gehört?“

„Ähm... oh ja. Wo du es sagst, von der Pfütze habe ich gerüchteweise gehört“, lachte Marco.

„Wenn man nicht zu schwer ist, kann man auf der Pfütze auch Schifffahren.“

„Super, dann machen wir das doch“, beschloss Marco.

Maxi nickte sofort, etwas überrascht von dem Vorschlag. „Wird bestimmt toll.“

„Denke ich auch“, sagte Marco.

Inzwischen hatte der Skipper eine Leiter vom Heck ins Wasser angebracht und stellte nun eine Kiste auf, in der sich Schnorchel, Taucherbrillen und auch Flossen befanden.

Die vier Männer standen auf und sammelten sich um die Kiste.

Der Skipper verteilte die Ausrüstung und wies sie schnell ein, dann kletterten sie nach unten ins Wasser. Es war herrlich, angenehm kühl auf der sonnenerhitzten Haut, und erst einmal schwammen sie nur ein Stück auf die Felsnase zu.

„Und wer traut sich als erstes?“ fragte Benni.

„Du hast das schon mal gemacht“, meinte Jojo, „also du.“

„Das ist doch aber langweilig.“

„Dann ich“, beschloss Maxi kurzerhand, setzt die Brille auf, nahm das Ende des Schnorchels in den Mund und taucht ab.

Es war am Anfang extrem ungewohnt mit dem Schnorchel im Mund zu atmen, aber nach ein paar Minuten hatte er sich daran gewöhnt.

Dann konnte er auf die Unterwasserwelt achten, die sich um ihn herum auftat. Fische, kleinere Schwärme, größere Fische, die alleine schwammen, gestreift und gepunktet, es war unglaublich!

Nach und nach trauten sich auch die anderen und bald schnorchelten sie alle durch das warme Wasser.

Es war toll die Fische zu sehen, und Maxi entdeckte irgendwann sogar eine Seegurke neben einem Stein.

Maxi schwamm zu Jojo und zog ihn mit sich um ihm die Seegurke zu zeigen und danach schwammen sie eine ganze Weile zusammen.

Sie entdeckten eine Menge toller Fische und anderer Meeresbewohner, und auch die Steine und Felsformationen sahen toll aus.

Als sie schließlich zurück zum Schiff kamen, waren sie total erschöpft.

Yanis empfing sie mit einem breiten Lächeln. „Dann ruht euch mal ein bisschen auf, wir fahren weiter zum Mittagessen.“

„Gute Idee“, sagte Marco. „Schwimmen macht echt hungrig.“

Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher, während Yanis sie auf die gegenüber gelegene Insel fuhr. Am Rande des Strandes hier standen einige Verkaufsstände, an denen sie Gegrilltes, Salat und Getränke kaufen konnten.

Die vier schlugen ordentlich zu und ließen sich die gegrillten Köstlichkeiten schmecken.

„Verdauungsspaziergang?“, schlug Benni nach dem Essen vor und deutete den Strand entlang.

„Super Idee“, nickte Marco.

Benni griff nach Jojos Hand und zog ihn die ersten Meter mit sich, ehe er die Hand wieder losließ. Dann schlenderten die beiden zusammen los, immer mit den Füßen im warmen Wasser.

„Es ist echt gut, dass Benni da ist“, sagte Maxi.

„Ja, er ist wirklich ein guter Freund. Würde mich freuen, wenn er nach Bremen kommen würde.“

Maxi nickte. „Obwohl er ja schon Konkurrenz für dich wäre.“

„Schon, aber wir brauchen schon Verstärkung in der Verteidigung.“

„Das ist richtig. Zu viele Gegentore in der letzten Saison. Aber ob Werder sich Benni leisten kann? Monaco wird ihn bestimmt nicht verschenken.“

„Verleihen wäre ja auch schon schön. Da wird aber noch ziemlich verhandelt werden müssen. Aber immerhin bist du jetzt nicht mehr verliehen.“

Marco lächelte. „Darüber bin ich auch heilfroh. Dieser Schwebezustand ist kein gutes Gefühl.“

„Ich bin froh, dass ich das bisher nicht erleben musste.“

„Wirst du vermutlich auch nie. Dafür bist du zu gut.“

„Du bist auch gut, Marco.“

Marco lächelte ihn an. „Ich bemüh mich.“

„Das ist mehr als Bemühen“, meinte Maxi – und das meinte er ganz ehrlich. „Für Bemühen wird man nicht von Werder verpflichtet.“

„Wenn du so weitermachst, werde ich noch ganz rot.“

„Würde dir bestimmt gut stehen“, grinste Maxi – und biss sich innerlich auf die Lippen.

„Meinst du? Ich finde immer, dass ich dann ziemlich albern aussehe. Und jung. Als wäre ich 10 oder so.“

„Ich habs ja noch nicht gesehen“, meinte Maxi.

„Ich kann das nicht auf Kommando!“ lachte Marco.

„Na gut – dann muss ich abwarten.“

„Mir schwant Schlimmes. Du wirst doch jetzt auf Biegen und Brechen versuchen mich zum Erröten zu bringen.“

„Nee – ich lass mir die perfekte Methode einfallen, dann muss ich es nur einmal machen.“

Marco lachte auf. „ich bin schon sehr gespannt.“

„Ich auch“, grinste Maxi. Inzwischen waren sie am Ende des Strandes angekommen und kehrten wieder zurück. Sie wollten langsam auch wieder an Bord.

„Was steht jetzt eigentlich noch auf dem Programm? Schnorcheln wir nochmal?“ fragte Marco.

„Ja, und wir fahren noch zu einer einsamen Bucht, die soll richtig toll sein“, erzählte Maxi, was Benni ihm mitgeteilt hatte.

„Einsame Bucht. Klingt ja wild romantisch.“

„Ja, irgendwie schon“, stimmte Maxi vor. Er würde die romantische Stelle zu gerne nutzen!

Und vielleicht bekam er ja die Chance dazu.
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