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Zweikampf um die Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Werder Bremen
01.07.2021
21.10.2021
24
62.723
10
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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12.09.2021 2.647
 
In diesem Moment kam Maxi zurück und hielt Jojo das Handy entgegen. „Sie will jetzt selbst nochmal mit dir sprechen“, sagte er.

„Dann gib mal her“, streckte Jojo die Hand auf.

Maxi gab ihm sein Handy.

„Hallo Mama“, grüßte Jojo und setzte sich auf der Liege auf.

„Hallo mein Schatz. Wie geht es dir?“

„Gut. Maxi und Marco haben mich vorhin abgeholt, und jetzt liegen wir am Strand und genießen wir die Sonne.“

„Und der Arzt hat dafür grünes Licht gegeben? Du hast dich nicht selbst entlassen?“

„Nein, der hat mich weggeschickt. Ab morgen darf ich wieder schwimmen und schnorcheln.“

Seine Mutter seufzte hörbar. „Aber bitte seid vorsichtig. Versprich mir das.“

„Das versprech ich dir. Ich will doch zu Saisonanfang fit sein.“

„Ja, darauf vertraue ich auch. Also gut... dann macht euch noch einen schönen Urlaub.“

„Danke, das werden wir. Grüß Papa von uns, ja?“

„Mache ich. Meldet euch bald mal wieder.“

„Machen wir.“ Jojo verabschiedete sich und legte dann auf.

„Mama hätte es am liebsten, wenn wir unser Hotelzimmer nicht mehr verlassen würden“, grinste Maxi seinen Bruder an.

„Ja, das fürchte ich auch. Aber auch dann kann ich aus dem Bett fallen...“

„Das könnte natürlich passieren. Deshalb schläfst du ab sofort auf dem Boden.“

„Da kriege ich... ähm... blaue Flecken.“

„Ihr beiden spinnt“, bemerkte Marco.

„Das wissen wir, aber danke, dass du uns dran erinnert hast.“

„Bin euch immer gern dabei behilflich.“

Jojo grinste. „Das glaub ich dir gerne.“

„Also... Jojo, ich hoffe du verzeihst mir, aber wärs ok, wenn ich ne Runde schwimmen gehe?“ fragte Marco.

„Nein, kein Problem. Ich guck euch ein bisschen dabei zu.“

„Danke“, sagte Maxi und lächelte seinen Bruder an. „Und nach dem schwimmen gucken wir mal, was das Mittagessen so sagt.“

„Wenn ich meinen Magen so frage, ist das eine gute Idee.“

„Ok, dann beeilen wir uns“, sagte Marco und stand auf.

Jojo nickte und sah den beiden nach, wie sie den Strand entlang zum Wasser liefen.

Ein bisschen neidisch war er ja schon. Nicht nur, weil Maxi da jetzt zusammen mit Marco im Wasser war, sondern weil er überhaupt im Wasser war.

Morgen würde er das auch wieder können, aber jetzt war er einfach neidisch. Und auch eifersüchtig, weil Maxi dort mit Marco planschen konnte.

Jojo seufzte tief, als er seinen an seinen ungeschickten Flirtversuch dachte.

Es war lächerlich gewesen, was er da versucht hatte!

Wie konnte man sich nur so blamieren!

Wenigstens hatte Marco ihn nicht ausgelacht.

Aber weitergebracht hatte ihn das auch nicht. Weil er dann ja auch noch unbedingt das Thema hatte wechseln müssen um übers Wetter zu reden.

Wie dämlich kann man nur sein - da hatte er Marco ein Kompliment gemacht und dann den Schwanz eingezogen.

„Morgen“, wisperte er. „Morgen mach ich das besser. Und dann zieh ich nicht den Schwanz ein.“

Mit diesem Vorhaben schloss er die Augen und genoss die Wärme der Sonne. Er musste Marco und Maxi von hier aus nicht beobachten.

„Aufwachen Brüderchen“, weckte ihn Maxi etwas später.

„Oh“, machte Jojo und sah auf.

„Du bist eingeschlafen“, grinste Maxi.

„Ja, habe ich auch gemerkt.“

„Hunger?“

„Ja, ziemlich. Wollen wir los zum Mittag?“

„Wir warten nur auf dich“, sagte Marco.

„Oh“, machte Jojo und erhob sich. Maxi und Marco waren schon abgetrocknet, und Marco zog sich gerade ein Shirt über.

„Immer langsam Jojo“, sagte Maxi.

„Sag das mal meinem Bauch!“

„Ich sag es deinem Kreislauf“, sagte Maxi. „Nicht das du uns hier gleich wieder zusammenklappst.“

„Ich bin doch nicht wegen dem Kreislauf zusammengeklappt“, protestierte Jojo sofort.

„Kommt, ihr könnt beim Essen weiter streiten“, sagte Marco und schob die beiden sanft vorwärts.

„Wir würden doch nie streiten“, widersprachen beide unisono.

„Nein ich weiß. Und der Himmel ist heute rosarot und grüne Elefanten surfen auf dem Meer“, schnaubte Marco.

„Die sind immer besonders schön anzusehen, aber auch extrem selten“, meinte Jojo.

„Sicher, dass mit deinem Kopf alles in Ordnung ist?“ fragte Maxi grinsend.

„Ja, selbstverständlich. Seit wann hast du drei Augen?“

Maxi verdrehte die Augen und schob Jojo zu einem Tisch im Schatten. „Du hast nen Krankenbonus. Das heißt, ich hole dir dein Essen. Also sei schön artig und bleib hier sitzen, ja?“

„Danke, das ist lieb von dir“, lächelte Jojo ihn an.

„Ich bin der Beste, ich weiß. Marco kommst du mit?“ fragte er.

„Klar - Jojo, rühr dich nicht.“

„Habe ich nicht vor. ich sitze hier faul rum, entspanne, während ihr das Essen besorgt“, lachte Jojo.

„Dann ist gut“, meinte Marco und ging mit Maxi zusammen zum Buffet. Es dauerte etwas, ehe sie dann kehrten die beiden zurück, mit drei Tellern, auf die sie unterschiedliche Speisen aufgefüllt hatten. „Du darfst aussuchen, hat Marco beschlossen“, knurrte Maxi.

Jojo strahlte Marco an und nahm sich dann einen der Teller. „Vielen Dank.“

Die anderen beiden setzten sich und wünschten sich guten Appetit, dann begannen sie hungrig zu essen.

„Kommt Benni eigentlich heute noch vorbei oder sehen wir uns erst morgen?“ fragte Maxi irgendwann und sah Marco an.

„Er wollte noch rüberkommen, irgendwann heute Nachmittag.“

„Dann warten wir auf ihn oder machen wir uns kleine Wanderung ohne ihn?“ fragte Jojo.

„Ich ruf ihn an, ob er mitkommen will. Nachher nach dem Essen.“

Jojo nickte und konzentrierte sich wieder aufs Essen.

Es war sehr lecker, das griechisch Essen war wirklich gut.

„Nachtisch?“ fragte Marco, als ihre Teller leer waren.

„Das wäre echt lieb.“

Erneut machten sich Maxi und Marco auf den Weg und kamen mit Eis zurück zum Tisch.

Ich glaub, ich sollte mir öfter den Kopf anstoßen, wenn ich dann so verwöhnt werde.“

„Das lässt du bitte“, sagte Maxi.

„Verwöhnt ihr mich dann trotzdem weiter?“

„Nein“, sagte Marco und Maxi fast zeitgleich.

Sofort sah Jojo sie schmollend an.

„Da hilft auch der Welpenblick nichts“, lachte Marco.

„Das ist voll fies“, murrte Jojo.

„Iss dein Eis und hör auf zu schmollen“, meinte Maxi.

„Hm, na gut“, knurrte Jojo, dann naschte er vom Eis.

Nachdem sie ihr Eis genossen hatte, rief Maxi bei Benni an um zu Fragen, ob er mit spazieren gehen wollte.

„Okay, wir warten auf dich, draußen vor dem Hotel“, versprach er am Ende des Gesprächs und legte dann auf.

„Benni kommt also mit“, vermutete Marco.

„Ja, genau - ist so in einer halben Stunde hier.“

„Dann können wir uns ja noch umziehen. Feste Schuhe und so. Und ich hol meine Kamera“, sagte Marco.

„Ich hol bisschen von unseren Vorräten, Getränke und so“, überlegte Maxi.

„Und ich... zieh mir einfach nur feste Schuhe an“, grinste Jojo schief.

„Ja, und denk an den Helm“, lachte Maxi.

Jojo streckte seinem Bruder kurzerhand die Zunge raus und stand auf.

Sie gingen zusammen zu ihren Hotelzimmern und packten die Taschen. Als Jojo aus dem Zimmer trat, stand Marco schon da - von Maxi war wieder einmal keine Spur.

„Oh man, wir sollten deinem Bruder ne neue Uhr schenken“, meinte Marco.

„Dann müssen wir sie aber fernsteuern können.“

„Und jedes Mal geht ne Sirene los, wenn er zu spät ist?“

„Ich dachte eher, dass sie zehn Minuten vorgeht, aber die Sirene gefällt mir auch.“

„Beides?“ schlug Marco vor.

„Perfekt, die Uhr brauchen wir“, lachte Jojo. Dabei lehnte er sich möglichst unauffällig an Marco an.

Genau in diesem Moment kam Maxi aus dem Zimmer.

Mist, es war so schön gewesen Marco so nahe zu sein. So nahe, wie Maxi ihm letzte Nacht gewesen war.

„Habt ihr alles?“ fragte Maxi.

„Ja, klar. Du auch? Hattest ja genug zeit“, konnte Jojo sich eine kleine Spitze nicht verkneifen.

„Ich habe noch die Gummibärchen für dich gesucht“, sagte Maxi.

Shit, so konnte Jojo ihn nicht mehr necken. „Danke“, sagte er leise.

Maxi lächelte ihn an und schob sich dann, ganz unauffällig zwischen Marco und Jojo. „Dann lasst uns mal nach unten gehen.“

Den Platz würde Jojo sich wiederholen, beschloss er auf dem Weg zu Benni, der schon auf sie wartete.

„Na Jojo, was macht der Kopf?“ fragte Benni.

„Alles wieder gut“, erklärte Jojo,

„Schön“, lächelte Benni. „Und wohin gehen wir jetzt eigentlich?“

„Ich habe hier ne Karte. Einen kleinen Spaziergang durch einen Olivenhain, dann an der Küste entlang, oben auf den Felsen, und dann einen Bogen zurück zum Hotel. Sechs Kilometer mit Einkehrmöglichkeit nach vier Kilometern. Ist das den Herren genehm?“, fragte Marco nach.

„Das klingt sehr gut“, sagte Maxi. „Genau das richtige für einen schönen Nachmittag.“

„Das habe ich auch gedacht, Also los, wir müssen hier lang“, deutete Marco die Straße entlang.

Die vier machten sich auf den Weg.

Es war wirklich ein schöner Weg. Im Olivenhain duftete es nach Oliven, die überall an den Bäumen wuchsen. Etwas weiter kamen sie zum Meer, allerdings ging der Weg zehn oder zwanzig Meter oberhalb des Wassers entlang.

Immer wieder blieben sie stehen und machten Fotos.

An einer besonders schönen Stelle, unter Bäumen und mit Blick aufs Meer, machten sie eine gemütliche Pause.

Außer den Gummibärchen hatte Maxi noch ein paar Äpfel und Kekse eingepackt, die sie nun zusammen aßen.

Dazu tranken sie das Wasser, das Marco mitgebracht hatte.

„Also, morgen das mit dem Boot klappt“, sagte Benni. „Ihr müsstet so gegen 9 Uhr bei mir im Hotel sein.“

„Das schaffen wir“, meinte Jojo. „Ich freu mich schon total darauf.“

„Tun wir alle“, sagte Marco.

„Ist auch ein echt schönes Schiffchen. Mit Skipper.“

„Und wie lange geht die Tour?“

„Ich habe bis sechs gebucht - das ist das, was die meisten wohl buchen.“

„Oh wow, da haben wir ja echt richtig viel Zeit!“

„Ja, zum Sonnen, Gucken, Schwimmen und Schnorcheln.“

„Und Mittagessen?“ fragte Maxi. „Weißt du, wo wir da anlegen?“

„An einem Strand, an dem wohl so ein Grillstand ist. Mit Souvlaki und so.“

„Sehr gut, genau das richtige, wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind.“

„Das hat die Frau von dem Buchungsbüro auch gesagt.“

“Wie sieht es aus, wollen wir langsam weitergehen?“ fragte Marco.

„Ja, wir haben ja auch noch ein ganzes Stück vor uns“, nickte Jojo.

„Wir können ja gucken, ob wir auf dem Rückweg noch irgendwo was Leckeres trinken“, meinte Maxi.

„Da soll eine nette Taverne nachher kommen“, versprach Marco. Die beiden waren die letzten Kilometer zusammengegangen, was Jojo ziemlich eifersüchtig beobachtet hatte.

„Alles klar bei dir?“ fragte Benni, der neben ihm ging.

„Hm…“, knurrte Jojo unzufrieden.

„Tut dein Kopf weh?“

„Nee, gar nicht, der ist wieder völlig okay.“

„Was ist dann los?“ fragte Benni.

Jojo überlegte, ob er darüber reden sollte, aber sie hatten ja nie ausgemacht, dass es geheim bleiben sollte. „Maxi… und Marco.“

„Was ist mit den beiden?“

„Ich… ich mag Marco auch… ziemlich… sehr“, gestand Jojo.

„Ihr seid beide in Marco verknallt?“ fragte Benni erstaunt.

Jojo nickte leicht. „Schon scheiße, wenn man den selben Geschmack hat. Aber sag das Marco nicht, ja?“

„Ach der weiß von nichts? Und ihr beiden... was macht ihr jetzt?“

„Wir beide versuchen es und gucken, für wen er sich entscheidet. Und gerade hat Maxi wohl die besseren Karten.“

„Wow“, sagte Benni. „Das... ich find es aber gut, dass du und Maxi so offen darüber redest. Aber ne schwierige Situation.“

„Was sollen wir sonst machen? Uns um ihn prügeln?“

„Keine Ahnung. In so einer Situation war ich noch nicht.“

“Für uns ist es auch das erste Mal.“

Benni nickte leicht. „Kann ich mir vorstellen. Ich... drück euch die Daumen, dass ihr ne gute Lösung findet und ihr alle drei glücklich werdet.“

„Das hoffen wir auch – auch wenn ich noch nicht weiß, wie das klappen kann.“

„Naja, ihr solltet vielleicht erstmal rausfinden, ob Marco überhaupt auf einen von euch steht. Sonst wird es schwierig.“

„Genau das ist ja das Ziel. Marco weiß nichts von unserem… Wettbewerb. Vielleicht will er was mit einem von uns anfangen, vielleicht nicht. Das soll seine Entscheidung sein.“

„Und wie wollt ihr das anstellen?“

„Siehst du das nicht? Maxi ist gerade im Vorteil…“

„Ich sehe nur, dass die beiden sich unterhalten. Wie richtiges flirten wirkt das aber nicht auf mich.“

„Meinst du?“, fragte Jojo hoffnungsvoll.

Benni zuckte mit den Schultern. „Nein, aber ich bin da auch kein Profi drin. Aber keine Ahnung, ob Marco schon geschnallt, dass ihr was von ihm wollt.“

„Vielleicht sollten wir es ihm mal sagen. Also nur, dass wir beide… interessiert sind.“

„Würde ich vorschlagen.“

„Aber nicht zusammen. Er soll ja nicht wissen, wie das bei uns abläuft – dass er sich zwischen uns entscheiden soll.“

„Müsst ihr wissen. Vielleicht könnt ihr das ja auch irgendwie rausfinden, ob einer von euch Chancen habt. So in nem netten Gespräche über Männer“, grinste Benni.

„Wer weiß, was die beiden da vorne gerade besprechen“, murmelte Jojo.

Benni lachte leise. „Ach Jojo, du bekommst deine Chance schon noch.“

„Hm, hoffentlich…“

„Mal gucken, vielleicht kann ich mir ja nach unserer nächsten Pause mal den Maxi schnappen. Dann kannst du mit Marco reden.“

Jojo lächelte ihn an. „Danke, das ist echt lieb von dir.“

„Kein Problem. Ich helfe doch gern wo ich kann.“

Wieder konnte Jojo nur dankbar lächeln. Es war gut, einen Eingeweihten zu haben.

Und Benni hatte recht. Sie mussten direkter vorgehen, sonst würden sie noch ewig um Marco rumeiern und nicht ans Ziel kommen.

Das würde er nachher mal offensiver versuchen.

Es dauerte noch etwa 15 Minuten, dann kamen sie bei der kleinen Taverne an, wo sie Pause machen wollte, bevor es auf den Weg zurückging.

Die Taverne lag toll unter großen, alten Bäumen. Sie bestellten leckere Saftschorlen und entspannten sich erst einmal im Schatten.

„Guck mal, die verkaufen hier auch Olivenöl aus dem Hain, durch den wir gelaufen sind“, sagte Benni. „Ich glaub, das nehme ich doch mal meiner Mutter mit. Hm Maxi, wäre das nicht auch was für eure Eltern?“

„Oh ja, das ist ein schönes Mitbringsel, das machen wir auch“, beschloss Maxi.

Benni zwinkerte Jojo kurz zu, dann stand er mit Maxi zusammen auf und ging in Richtung der Regal, auf denen verschiedene regionale Spezialitäten zum Kauf angeboten wurden.

Sofort rutschte Jojo näher an Marco heran. “Ist echt schön hier – hast du dich gut beraten lassen“, versuchte er das Gespräch zu beginnen.

Marco nickte. „Die im Hotel sind aber auch wirklich nett und sehr hilfsbereit. Vermutlich werden sie täglich von dummen Touristen gefragt, was man hier so machen kann.“

„Ist aber auch schöner Leuten zu helfen, die nicht nur am Strand sitzen, sondern auch was sehen wollen. Und Leuten, die freundlich sind und interessiert… und gutaussehend.“ Puh, jetzt war der Bogen geschlagen.

Nicht sehr elegant, aber immerhin. Marco lachte auf. „Meinst du?“

„Ja, meine ich“, bestätigte Jojo mit fester Stimme. Himmel, war er nervös.

„Na Jojo, dann müssten wir ja eigentlich dich das nächste Mal vorschicken. Schließlich bis du bisher der Einzige von uns, der schon ne Telefonnummer abgestaubt hat.“

„Hm, aber die wichtigste Nummer hatte ich doch schon vorher.“

„Ach ja?“ fragte Marco. „Welche denn?“

„Deine“, lächelte Jojo ihn an.

„Oh!“, machte Marco völlig überrascht.

„Ähm…?“, machte Jojo irritiert.

„Du... findest meine Nummer also am wichtigsten?“ fragte Marco vorsichtig nach.

„Naja, Maxis wohl auch, aber ja… deine ist schon eine der wichtigsten.“

„Und wieso?“

„Weil… ähm… ich dich sehr gern habe.“ Puh, jetzt war es raus.

Ehe Marco antworten konnte, kamen aber auch schon Benni und Maxi zurück und stellten ihre Einkäufe den Tisch.

Mist, warum waren die so schnell wieder hier und lenkten ab?

„Die haben echt schöne Sachen“, sagte Maxi. „Mama und Papa werden sich bestimmt freuen.“

„Oh, ja, das ist eine tolle Auswahl.“ Sie hatten Oliven, Öl, auch eine kleine Flasche Ouzo und andere Spezialitäten besorgt.

„Ich glaub, ich geh auch mal gucken“, sagte Marco und stand schnell auf.

Mist – sollte Jojo jetzt hinterhergehen? Oder nicht?

Vielleicht sollte er ihm erstmal ein bisschen Zeit geben. Außerdem war das hier wohl kaum der beste Ort um darüber zu reden. Auf dem Weg zurück zum Hotel würde sich da bestimmt was Besseres ergeben.

Er bewunderte also weiter die Sachen, die die beiden gekauft hatten, bis Marco schließlich ebenfalls mit einer Tasche bepackt zurückkehrte.

„Das war doch sehr erfolgreich“, lächelte Maxi. „Wie siehst aus, seid ihr bereit für den Rückweg?“

„Sind wir“, nickte Jojo und stellte sich gleich schon mal neben Marco.

Benni unterdrückte sichtbar ein Grinsen und schob sich neben Maxi.
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