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Zweikampf um die Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Werder Bremen
01.07.2021
21.10.2021
24
62.723
10
Alle Kapitel
32 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.09.2021 3.023
 
Es war nicht Jojo, der neben ihm im Bett lag und leise schnarchte, das fiel Maxi sofort auf.

Jojo hätte er sofort erkannt, schließlich teilten sie sich andauernd ein Zimmer.

Manchmal auch das Bett. Maxi sah zur Seite - und in Marcos Gesicht. Schlagartig fiel ihm alles wieder ein. Jojo war im Krankenhaus und er bei Marco eingepennt.

Sofort fing es in seinem Bauch heftig an zu kribbeln, weil er Marco so nahe war. Aber sobald er an Jojo dachte, schob sich die Sorge um seinen kleinen Bruder nach vorn und er bekam ein schlechtes Gewissen.

Wie konnte er seinen Unfall so ausnutzen?

Vorsichtig rutschte Maxi ein Stück von Marco weg. Zum Glück war nichts Schlimmes passiert, aber trotzdem fühlte er sich mies deswegen.

Viele hätten die Situation gnadenlos ausgenutzt, aber so war er nicht. Er liebte seinen Bruder!

Wenn Marco sich für Jojo entscheiden würde, dann würde Maxi sich für die beiden freuen! Natürlich würde es weh tun, aber damit würde er klarkommen.

Deswegen durfte er seinen Bruder nicht so hintergehen.

„Hey ist alles ok?“ wisperte plötzlich Marco.

„Morgen“, nuschelte Maxi müde.

„Morgen“, flüsterte Marco.

„Wie spät ist es?“

„Noch nicht mal 7.“

„Wir sollten trotzdem aufstehen.“

Marco seufzte zwar, nickte dann aber.

„Ich geh mal rüber.“

„Maxi, ist alles ok?“ fragte Marco erneut.

„Ja, klar - ich möchte nur so schnell wie möglich zu Jojo.“

„Jojo wird es gut gehen. Der schläft bestimmt noch tief und fest.“

„Ja, oder er ist wach und wartet auf uns. Und die Schwester spricht nur griechisch.“

„Dann ruf an, dann bist du beruhigt.“

„Und wenn er noch nicht wach ist, weck ich ihn nachher.“

Marco seufzte tief. „Dann schick ihm eine WhatsApp“, schlug er vor.

„Na gut“. nickte Maxi, tastete nach seinem Handy und tippte los. [Guten Morgen Kleiner, bist du schon wach?]

Es dauerte nicht lange und Jojo antwortete. [Bin ich. Aber warum bist du wach? Ist doch noch früh!]

[Wollte doch früh zu dir kommen. Wie geht es dir und deinem Kopf?]

Wenig später klingelte es. Jojo hatte offenbar keine Lust zum tippen.

„Hey, Kleiner“, grüßte Maxi ihn.

„Hey Großer“, antwortete Jojo. „Also, warum bist du schon wach?“

„Habe mir Sorgen um dich gemacht. Und... Marco schnarcht.“

„Marco... schnarcht?“

„Wir haben zusammen ferngesehen, und dann bin ich eingepennt.“

„Gut, dass du nicht allein warst“, sagte Jojo leise. „Ich wollte dir gestern echt nicht so einen Schreck einjagen.“

„Ich weiß - war halt ein Unfall. Könnt ihr beide nichts zu“, sah Maxi zu Marco neben sich.

„Weiß ich. War trotzdem blöd.“

„Finde ich gar nicht.“

„Weißt du schon, wann ihr herkommt?“ fragte Jojo.

„Wir wollen noch schnell frühstücken, dann fahren wir los.“

„Ok, aber hetzt nicht. Ich muss ja eh noch auf den Doc warten, bis ich hier entlassen werde.“

„Aber dann will ich da sein. Du musst nicht auf uns warten.“

„Danke Maxi. Auch das du gestern noch mit Mama geredet hast.“

„Klar - für sowas sind große Brüder da.“

„Du bist der Beste.“

„Ich versuch es zumindest.“

„Also, dann geht ihr beiden mal frühstücken, ok?“

„Machen wir. Und dann kommen wir zu dir.“

„Ok. Ich freu mich“, sagte Jojo.

„Dann halt die Ohren steif, ja?“

„Mach ich“, sagte Jojo und legte dann auf.

Maxi lächelte leicht, als er Marco ansah. „Es geht ihm gut“

„Habe ich dir doch gesagt“, lächelte Marco.

„Es war aber gut es direkt zu hören.“

Marco nickte. „Kann ich verstehen. Dann lass uns mal duschen und dann frühstücken. Dann können wir auch bald los zu Jojo.“

„Ich warte auf dem Flur auf dich“, versprach Maxi und stand auf

„Du meinst, ich warte auf dich“, grinste Marco breit.

„Das werden wir ja sehen!“

„Dann bis gleich“, lachte Marco.

Maxi nickte und verschwand aus dem Zimmer.

Das Gespräch mit Jojo hatte gutgetan. Es schien seinem Bruder wirklich besser zu gehen.

Sicher konnten sie ihn heute wieder mitnehmen. Und dann würden sie einen gemütlichen Tag am Strand verbringen.

Vielleicht würden sie auch einen Film gucken oder ein bisschen Karten spielen.

Er machte sich fertig und packte einige seiner Sachen für Jojo ein – Sonnenbrille, Kappie, um ihn schon auf dem Heimweg vor der Sonne zu schützen. Schließlich hatte er alles zusammen und trat auf den Flur.

Erstaunlicherweise war er vor Marco fertig.

Er lehnte sich also an die Wand und schaffte es gerade gelangweilt auszusehen, als sich Marcos Tür öffnete.

„Kommst du auch mal?“ fragte er Marco grinsend.

Marco schnaubte nur, dann lachte er leise. „Bin froh, dass wir nicht gewettet haben.“

„Schade eigentlich“, grinste Maxi. „Aber lass uns dann mal zum Frühstück gehen, damit wir schnell zu Jojo können.“

„Schon klar“, grinste Marco, und gemeinsam gingen sie die Treppe runter zum Frühstückstisch. Sie hetzten nicht, waren aber dennoch einigermaßen schnell fertig.

Danach nahmen sie sich wieder ein Taxi zum Krankenhaus.

Maxi lief die Treppe hoch und zu Jojo Zimmer, klopfte nur kurz und riss dann die Tür auf.

Jojo saß in seinem Bett und war grade am Frühstücken.

„Guten Morgen“, grüßte Maxi ihn.

„Morgen“, sagte Jojo mit vollem Mund.

„Geht dir wirklich besser“, bemerkte Maxi erleichtert.

Jojo nickte und strahlte dann Marco an. „Bist ja auch mitgekommen.“

„Kann deinen Bruder ja nicht total kopflos durch die Gegend rennen lassen.“

„Habt ihr wenigstens was gegessen?“

„Ich habe drauf bestanden“, grinste Marco.

„War der Arzt schon da?“ fragte Maxi und setzte sich auf die Bettkante.

„Nee, nur ne Schwester. Die meinte aber, wenn’s mir so gut geht, kommen gleich die Papiere.“

„Sehr schön“, sagte Maxi. „Ich habe dir auch noch ein paar Sachen mitgebracht. Sonnenbrille und so.“

„Sonnenbrille?“, fragte Jojo nach.

„Ja, damit dir die Sonne nicht so in den Augen brennt“, erklärte Maxi. „Ist doch unangenehm, wenn man Kopfschmerzen hat.“

„Das ist echt lieb von dir“, lächelte Jojo.

„Dafür sind große Brüder ja da“, sagte Maxi.

„Es ist echt gut, einen großen Bruder zu haben“, erklärte Jojo dankbar.

„Und hast du dir überlegt, was wir heute machen wollen?“ fragte Marco. „Nur faul am Strand liegen wird ja auch langweilig.“

„Nichts zu anstrengend - wie wäre es mit einem Spaziergang... einer kleinen Wanderung. Gibt hier schöne Olivenwälder“. schlug Jojo vor.

„Geht das mit deinem Kopf?“ fragte Maxi.

„Ja, ganz sicher. Ich soll bisschen vorsichtig sein mit Erschütterungen und so, aber alles andere ist okay. Auch das Schnorcheln geht ab morgen wieder klar.“

„Dann sag ich nachher Benni bescheid“, sagte Marco. „vielleicht kann er gleich für morgen ein Boot klarmachen.“

„Oh ja, das wäre schön“, lächelte Jojo ihn an.

„Ok, wenn der Doc das alles so absegnet“, sagte Maxi. „Ich musste Mama hoch und heilig versprechen, dass ich gut auf dich aufpasse. Wie auf ein rohes Ei hat sie gesagt.“

„Seit gestern dann ein Rührei?“, grinste Marco hinter ihm.

„Boah, der war selbst für deine Verhältnisse echt schlecht“, lachte Jojo.

Marco zwinkerte ihm zu.

Jojo warf einen Blick auf sein Handy. „Also so langsam dürfen sie dann mal mit den Papieren kommen.“

„Die haben hier doch bestimmt so viel zu tun wie in Deutschland...“

„Ja, aber je eher sie kommen, desto eher sind sie mich los und haben keine Arbeit mehr mit mir.“

„Und können dein Bett für das nächste Volleyballopfer fertig machen“, überlegte Marco.

„Genau“, grinste Jojo.

In diesem Moment öffnete sich schwungvoll die Tür, und drei Personen in weiß betraten das Zimmer.

Maxi stand sofort auf und sah den Arzt an.

„Sie scheinen ja in guten Händen zu sein“, bemerkte der Arzt und sprach dann auf Griechisch mit seinen Begleitern. Er untersuchte Jojo, kritzelte etwas auf einen Zettel und reichte ihn Jojo.

„Dann kann ich gehen?“ fragte Jojo.

„Ja, es ist alles wieder in Ordnung mit Ihnen. Genießen Sie ihren weiteren Urlaub - und passen Sie beim Volleyball auf.“

„Keine Angst, wir passen alle auf“, sagte Maxi.

„Gut, dann können Sie jetzt gehen.“

„Danke“, sagte Jojo.

Er stand auf, seine Sachen hatte er schon gepackt, und angezogen war er ebenfalls schon. Er verabschiedete sich, dann verließ er das Krankenhaus, Marco und Maxi folgten ihm.

„Da vorn können wir uns ein Taxi zum Hotel nehmen. und da fragen wir einfach mal, wie das mit nem Olivenwäldchen oder so ist“, schlug Marco vor.

Jojo setzte die Sonnenbrille seines Bruders auf, die Sonne brannte wirklich ziemlich, und er folgte den beiden zum Taxistand.

Zum Glück waren mehrere Wagen da, so dass sie nicht warten mussten.

Sie ließen sich erst einmal ins Hotel fahren. Während Maxi seinen Bruder nach oben begleitete, ließ sich Marco an der Rezeption beraten.

„Und es geht dir wirklich gut? Keine Kopfschmerzen oder so?“ fragte Maxi besorgt.

„Ist wirklich alles wieder in Ordnung. War ja nur eine leichte Gehirnerschütterung.“

„Habe mir trotzdem Sorgen gemacht. Als du da so im Sand gelegen hast... das war nicht schön Kleiner.“

„Das war auch ziemlich doof. Tut mir leid, dass du dir Sorgen machen musstest. Aber das musst du nicht mehr.“

„Ich versuch es, aber ich fürchte das musst du noch ein bisschen ertragen...“

„Nach der Gehirnerschütterung werde ich auch das überstehen.“

„Ok. Dann lass uns mal runtergehen und gucken, was Marco so in Erfahrung gebracht hat“, sagte Maxi lächelnd.

„Moment noch... du hast bei Marco gepennt? Ist da... was?!“

„Nein. Ich wollte gestern Abend nur noch nicht gleich schlafen und Marco hat vorgeschlagen einen Film zu gucken. Dabei bin ich dann eingeschlafen“, sagte Maxi. „Ich hätte die Situation nie ausgenutzt Jojo.“

„Hatte ich nicht erwartet, aber manchmal kann man nichts dagegen tun.“

„Weiß ich. Aber es ist nichts passiert.“

„Gut“. nickte Jojo. „Dann... machen wir weiter...?“

Maxi nickte. „Wir haben ja eigentlich noch gar nicht so richtig angefangen.“

Jojo nickte. „Du kannst gern so langsam weitermachen.“

„Garantiert nicht“, grinste Maxi.

„Dann runter mit uns - und dann sehen wir weiter.“

Maxi nickte und die beiden gingen nach unten, wo Marco entspannt in einem Sessel saß und in einer Broschüre blätterte.

„Und? Gibt es was, was wir uns angucken können?“

„Hier, das ist alles hier in der Nähe und zu Fuß erreichbar“, sagte Marco und gab den beiden die Broschüre.

„Das sieht ja wirklich schön aus. Wollen wir das dann heute Nachmittag machen?“

„Ja, sieht gut aus. Und jetzt legen wir uns erstmal ein bisschen an den Strand.“

„Das ist gut. Hast du Benni angerufen?“, fragte Maxi auf dem Weg zum Strand nach.

„Habe ich“, sagte Marco. „Er meldet sich, ob das mit dem Boot geklappt hat.“

„Okay. Wenn er mag, kann er ja auch noch zum Strand kommen.“

„Schreib ich ihm“, sagte Marco.

„Danke, das ist lieb von dir“, lächelte Jojo ihn an. „Wollen wir uns da drüben hinlegen?“ Er deutete auf einen Platz mit drei Liegen und steuerte direkt auf die mittlere der dreien zu. Den Platz würde er seinem Bruder nicht noch einmal überlassen.

Schnell machten es sich die drei auf den Ligen gemütlich.

„Ich habe Sonnenmlich da“, grinste Maxi, als sie einen Moment in der Sonne gelegen hatten.

Marco lachte auf. „Na dann mach mal.“

Er legte sich gemütlich auf den Bauch und schloss die Augen. Maxi ging um die Liegen herum um Marco zärtlich einzucremen.

„Dein Bruder macht das echt gut“, murmelte Marco und sah zu Jojo. „Hast du auch so begabte Hände?“

„Das musst du schon beurteilen“, lächelte Jojo ihn an.

Marco erwiderte das Lächeln. „Dann musst du wohl das nächste Mal ran.“

„Auf jeden Fall“, war Jojo überzeugt.

„So, Jojo jetzt bist du dran“, sagte Maxi zu seinem Bruder.

„Dann mach mal“, rollte sich auch Jojo auf den Bauch und sah zu Marco.

„Wenn dir das heute Nachmittag noch zu anstrengend ist, können wir auch was Anderes machen“, sagte Marco. „Wir können auch nen Film gucken oder so.“

„Ich fühle mich fit, wirklich. Aber wenn’s nicht geht, dann sag ich euch schon bescheid.“

„Gut. Keine Heldentaten Jojo. Das hat gestern ordentlich gerumst, da ist es keine Schande, wenn du heute kürzertrittst.“

„Mach ich doch schon“, meinte Jojo.

„So Rücken ist fertig“, sagte Maxi.

„Soll ich deinen auch eincremen?“, fragte Jojo nah - das wollte er Marco keinesfalls überlassen.

„Du bleibst liegen“, sagte Marco allerdings. „Ich übernehme Maxis Rücken.“

„Ich soll mich bewegen“, murrte Jojo.

„Ja, heute Nachmittag wirst du dich noch genug bewegen“, sagte Marco und stand auf.

Jojo seufzte leise. Warum hatte Marco nicht auch ihn schon eingecremt?

Maxi warf Jojo ein Grinsen zu und legte sich dann auf den Bauch, damit Marco ihn eincremen konnte.

Viel zu langsam und zärtlich trug Marco die Creme auf Maxis Rücken auf, zumindest Jojo Meinung nach.

„So und wo ich nun auch grade stehe - habt ihr beiden Durst?“ fragte Marco als er schließlich fertig war. „Ich würde freiwillig was für uns holen.“

„Das wäre echt lieb von dir“, lächelte Jojo ihn an.

„Was möchtest du denn?“

„Irgendwas mit Geschmack, aber nicht zu süß.“

„Ok. Für dich auch Maxi?“

„Ja, bring mal was Leckeres mit.“

„Ok, dann bis gleich“, sagte Marco.

Maxi und Jojo sahen ihm beide nach.

Fast zeitgleich seufzten die beiden.

„Er ist einfach toll“, murmelte Jojo.

„Ist er. Sonst würden wir wohl auch nicht beide auf ihn stehen“, sagte Maxi.

„Ja, schon wahr. Einer von uns könnte sich einen Idioten aussuchen, aber wenn ich ihn auch toll finde...“

Maxi lachte. „Bleibt nur die Frage, ob er einen von uns auch toll findet.“

„Das müssen wir rausfinden.“

„Hast du ne Idee? Also außer wieder mit dem Kopf durch die Wand zu wollen?“

„Das war vielleicht bisschen plump, aber immerhin ein Annäherungsversuch. Wobei wir beide bei unseren Versuchen eingepennt sind“, grinste Jojo ihn an.

„Oh ja, wir sind vielleicht Helden“, lachte Maxi.

„Vielleicht steht Marco ja auf Schnarchnasen?“

„Wie sexy“, grinste Maxi.

„Ich beneide dich“, gab Jojo zu.

„Wieso?“

„Hast bei Marco geschlafen. Auch, wenn du nicht viel davon hattest…“

„Ganz ehrlich, wenn du dafür nicht hättest im Krankenhaus sein müssen, hätte ich darauf verzichtet.“

„Das ist lieb von dir“, lächelte Jojo. „Und… ach, da kommt er ja schon wieder.“

„Ich habe hier dreimal selbstgemachten Eistee“, verkündete Marco.

„Danke“, strahlte Jojo ihn an.

„Benni hat übrigens geantwortet“, erzählte Marco und setze sich auf seine Liege. „Das mit dem Boot morgen geht klar.“

„Schön“, freute sich Jojo, „das wird ein toller Ausflug.“

„Ja bestimmt. Vor allem wenn du auf deinen Kopf aufpasst“, grinste Maxi schief.

„Das wer ich, versprochen. Im Wasser sind ja auch weniger Unfallquellen. Und nein, ich werde nicht mit Helm schnorcheln!“

„Warum nicht?“ fragte Maxi grinsend.

„Weil… weil… Okay, ich mach es nur, wenn du es auch machst.“

„Nö, mein Kopf ist ja in Ordnung. Außerdem ist das echt unsexy.“

„Meiner ist auch okay. Also tauchen wir ohne Helm.“

„Schade, ich hätte sonst versucht was schönes Grün-weißes für euch zu finden“, lachte Marco.

„Danke, aber nein danke“, knurrte Jojo, grinste dann aber.

„Ihr sähet bestimmt beide toll damit aus“, meinte Marco.

„Du auch“, meinte Jojo.

„Na, ich bin nicht so der Helmtyp.“

„Glaub ich nicht – dir würde doch alles stehen“, lächelte Jojo ihn an.

„Ha, da gibt es Fotos, die das Gegenteil beweisen“, grinste Marco.

„Die will ich sehen“, forderte Jojo sofort.

„Zeig ich dir, aber später“, versprach Marco.

Jojo grinste ihn an. „Dann bin ich mal gespannt.“

„Dir ist schon klar, dass ich dann auch ein paar Schnappschüsse von dir sehen will, oder?“

„Ich werde dir welche raussuchen“, versprach Jojo. Es war toll, sich so mit Marco zu unterhalten, ihm näher zu kommen.

Allerdings würde Marco so vermutlich nie verstehen, dass er auf ihn stand.

Er musste deutlicher werden - den ersten vorsichtigen Hinweis eben hatte er ja offenbar nicht erkannt.

Oder... hatte er ihn nicht erkannt, weil Marco ihn gar nicht erkennen wollte? Weil er einfach nicht auf ihn stand?

Nein, das sollte er zumindest noch nicht in Betracht ziehen.

Bis Marco ihm nicht klipp und klar sagte, dass er keine Gefühle für ihn hatte, würde er es weiter versuchen.

Er hoffte einfach, dass er eine Chance hatte.

In diesem Moment zerriss das Klingeln eines Handys die angenehme Ruhe und Maxi fluchte. „Das ist Mama“, verkündete er.

Jojo seufzte. „Mist, war gerade so gemütlich.“

„Du kannst liegen bleiben, sie ruft ja bei mir an“, brummte Maxi und stand auf während er das Telefonat entgegennahm.

Jojo sah ihn dabei an. Maxi sprach mit ihrer Mutter, dann reichte er das Handy schließlich an Jojo weiter.

Jojo sah kurz zu ihm, wie er mit ihre Mutter sprach, dann drehte er sich wieder zu Marco. Der sah einfach so phantastisch aus, und er lächeltet Jojo jetzt an.

„Wow“, wisperte Jojo.

„Hm - was ist?“

„Du... du hast echt ein schönes Lächeln“, sagte Jojo ein wenig stotternd.

„Oh“, machte Marco, und sein Lächeln wurde noch breiter.

„Das... habe ich eben echt gesagt, oder?“

Das Lächeln wandelte sich in ein Grinsen, das Marco aber ebenfalls sehr gut stand. „Ja, das hast du.“

„Sorry, das wollte ich nicht. Also ich mein, es stimmt, aber... das Wetter ist heute besonders schön, oder?“

„Du musst hier nicht ablenken, Jojo.“

„Nicht?“ fragte Jojo unsicher.

Marco lachte. „Nein, musst du nicht. Obwohl das Wetter für Griechenland ganz schön ist. Kein Dauerregen, keine Kälte, kein grauer Himmel...“

„Und der Geruch nach Meer. ich liebe den Geruch“, sagte Jojo schnell.

„Das ist wirklich schön. Und das Rauschen der Wellen.“

Jojo nickte, erleichtert darüber, dass Marco nicht länger auf seinem ziemlich ungeschickten Kompliment herumritt.

„Und es ist wirklich schön, wenn einem die Sonne auf den Rücken scheint.“

Erneut nickte Jojo. „Ja, herrlich.“

„Wenn du mir nachher die Bilder zeigst - da hast du bestimmt auch welche von Maxi?“

„Ja klar“, sagte Jojo.

„Fieser kleiner Bruder“, lachte Marco.

„Man muss doch ein paar Druckmittel zur Hand haben“, grinste Jojo. „Man weiß nie, für was das mal gut ist.“

Marco lachte leise. „Ich habe ein paar fiese Fotos meiner Schwester. Damit krieg ich sie im Notfall immer.“

„Tja als jüngere Geschwister muss man sich halt zu wehren wissen.“

Marco nickte. „Aber meistens sind sie ja ganz okay.“

„Maxi hat sich ganz schön Sorgen gemacht, hm?“ fragte Jojo leise.

„Ja, hat er“, nickte Marco. „Ich auch. Und Benni auch. Wie du dagelegen hast, das war nicht schön.“

„Das war so blöd... ich wollte euch allen keine Sorge bereiten.“

„Du kannst da genauso wenig oder viel zu wie ich. Und so haben wir mal gesehen, wie griechische Krankenhäuser sind - zumindest für Privatpatienten.“

„Müssen wir aber nicht wiederholen, ok?“

„Nein, bitte nicht. Einmal reicht.“

„Danke jedenfalls, dass du gestern Abend für Maxi da warst.“

„Das bin ich gern gewesen“, lächelte Marco ihn an.
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