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Für immer dein

von JollyCash
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Harry Potter Luna Lovegood Minerva McGonagall Nymphadora Tonks OC (Own Character)
29.06.2021
28.11.2021
59
126.185
2
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25.11.2021 2.344
 
Als ich meiner Großmutter von Dracos und meiner Entscheidung, unsere Hochzeit auf den 31.Oktober zu legen, erzählte, füllten sich ihre Augen mit Tränen. <<Ohh, das ist wunderbar! Da kann ich ja direkt mit der Planung beginnen.>> rief sie, holte ihren Ordner wieder hervor, der gar nicht so weit weg gelegen hatte, wie ich es gedacht hatte. Argwöhnisch beobachtete ich meine Großmutter dabei wie sie mit glänzenden Augen darin zu blättern begann und dabei irgendwie wesentlich mehr Begeisterung an den Tag legte als Draco und ich. <<Muss das so sein?>> fragte mich Draco, der mir laut gähnend hinunter ins Wohnzimmer gefolgt war. Ich zuckte mit den Schultern und erwiderte salopp: <<Das weiß ich ebenso wenig wie Du. Immerhin… ist das auch meine erste Hochzeit.>> Unbeholfen rieb er sich den Hinterkopf und erwiderte mit schiefem Grinsen, dass er wohl noch etwas müde wäre. Und das, war wirklich unübersehbar: unter seinen sturmgrauen Augen hatten sich dunkle Schatten festgekrallt, die von seiner Schlaflosigkeit in den letzten Tagen zeugten. Ich schenkte ihm einen mitleidigen Blick und versprach ihm, dass es nicht lange dauern und er an diesem Wochenende noch genügend Schlaf bekommen würde, um Montag fit zu sein. Ich konnte ihm ansehen, dass er davon nicht allzu überzeugt war und mir fiel es zunehmend auch schwerer, dieses Versprechen einzuhalten, wenn ich verhindern wollte, dass meine Großmutter unsere Hochzeit ganz nach IHREN Vorstellungen plante. Während ich mit ihr darüber diskutierte, ob wir Lilien oder Fuchsien als Dekoration verwenden sollten, warf ich lächelnd einen Blick zu Draco, der halb über seiner Gästeliste eingeschlafen war. Leise schlich mich zu ihm hinüber und hielt ihm zwei Beispielblüten vor die Nase. <<Sag doch auch mal was dazu! Nehmen wir weiße Lilien oder weiße Fuchsien?>> Er sah erst mich, dann die Blüten verständnislos an. Da er offensichtlich nicht wusste, wovon ich redete, erklärte ich ihm: <<Eine Fuchsie steht für Sanftheit, Zärtlichkeit, Freundschaft, Rücksicht und Zuneigung. Die Lilie dagegen symbolisiert Reinheit, Liebe und Fruchtbarkeit und… ah wir nehmen definitiv die Lilien!>> Draco lächelte mich müde an, erwiderte: <<Was immer Du willst, Darling.>> und ich konnte ihm schier ansehen, dass er froh war um eine Entscheidung herum gekommen zu sein. Er war heute wirklich nicht ganz auf der Höhe und so ließ ich ihn mit den restlichen Dekofragen in Ruhe, denn solche Kleinigkeiten konnten wir auch noch wann anders klären.  
<<Hast du deine Liste schon fertig? Dann würde ich schon mal anfangen die Einladungen zu schreiben.>> fragte ich meinen Liebsten nachdem ich gut zwei Stunden sowohl an meiner Liste, als auch der Speisenauswahl gesessen hatte. Mit einem schnellen Blick auf das vor ihm liegende Pergament griff ich an ihm vorbei nach dem Stapel Briefpapier, das meine Großmutter aus einer ihrer Schubladen hervorgezaubert hatte. Auf meine Bitte hin, hatte sie mir auch einen Federkiel und ein Tintenfass gegeben, was Draco mit einem verschmitzten: <<Du weißt aber schon, dass Du Dir nicht die Mühe machen und jede einzelne Karte per Hand schreiben musst?>> quittierte. <<Ja, na klar, weiß ich das.>> erwiderte ich und zwinkerte ihm zu. <<Aber… ich finde das hat einfach etwas persönlicheres, weißt du?!>> Er nickte lächelnd und reichte mir dann seine Liste, auf der zu meiner Freude auch die Namen seiner Eltern standen. Während ich sorgfältig jede einzelne Einladung mit Feder und Tinte schrieb und zum Trocknen beiseitelegte, schob meine Großmutter mit ihrem Zauberstab kleine Kärtchen mit den Namen der Hochzeitsgäste auf dem Tisch umher und versuchte verzweifelt sowohl Dracos Eltern als auch meine Mutter irgendwo unterzubringen, wo sie keinen Schaden anrichten konnten. Ich wusste nicht was mich dazu gebracht hatte, den Namen meiner Mutter auf die Gästeliste zu setzen. Tief in mir hoffte ich wohl noch immer, dass sie sich eines Tages für mich und mein Leben auf einer mütterlichen Ebene interessieren würde. In Gedanken versunken, beobachtete ich Draco, der ebenso abwesend wirkte. Dann fiel mein Blick auf seine geballte Faust, aus der eine Feder hervorlugte. Ich sprang auf, ging zu ihm hinüber und sammelte, mit einem Schlenker meines Zauberstabes, die Reste des zerbrochenen Federkiels ein. <<Was ist mir dir?>> fragte ich ihn besorgt und ließ mich bereitwillig auf seinen Schoss ziehen. <<Ich habe nur gerade darüber nachgedacht, wo wir beide künftig wohnen und mich dazu entschieden, dass es keines der Malfoy-Anwesen sein sollte. Sofern Dir das recht ist, meine Liebste.>> erwiderte er und lächelte mich zärtlich an.
Als der Beo meiner Großmutter endlich mit der letzten Einladung aus dem Fenster flog, atmete ich erleichtert auf und sagte: <<So, das war die letzte.>> Draco erhob sich von dem Küchenstuhl, auf dem er bis eben gesessen hatte und setzte sich auf die Armlehne meines Sessels. <<Ehrlich gesagt, hatte ich mir unser letztes Wochenende vor dem Ausbildungsbeginn auch etwas entspannter vorgestellt.>> Dabei ließ er seine Hand wie beiläufig meinen Rücken hinauf und hinunter wandern. Mit einem verschwörerischen Zwinkern antwortete ich: <<Wenn es nach mir ginge, kann die restliche Hochzeitsplanung auch erstmal etwas warten. Immerhin müssen wir uns ja nicht um die Location kümmern.>> Dann kam mir eine Idee und ich bedeutete ihm mir ins obere Stockwerk zu folgen. Als wir unser derzeitiges Schlafzimmer erreichten, sagte ich ihm, dass ich ihm noch gar nicht alle meine Geschenke gezeigt hätte und fing an in dem großen Kleiderschrank zu wühlen. Ginny hatte mir, als alle anderen beschäftigt waren, ein ganz besonderes Geschenk überreicht, das sie in einem Muggelladen entdeckt hatte. <<Für mich hab ich auch so eins gekauft. Blaise war… nun ja, sagen wir er war sprachlos.>> hatte sie gekichert und dabei anzüglich mit den roten Brauen gewackelt. Draco hatte sich auf dem Bett niedergelassen und ich spürte seinen neugierigen Blick auf mir ruhen. <<Ah, hier ist es ja.>> murmelte ich, knautschte Ginnys Geschenk so zusammen, dass Draco nicht erkennen konnte, um was es sich dabei handelte und ging hinüber ins Badezimmer. Zum Glück hatte ich meinen Zauberstab noch in der Tasche gehabt, sonst wäre es mir wohl unmöglich gewesen das Negligee aus Seilen und Spitze anzulegen. Unsicher betrachtete ich mich selbst im Spiegel und musste zugeben, dass ich mich in diesem Hauch von Nichts tatsächlich sexy fühlte. Trotzdem wollte ich nicht riskieren, dass meine Großmutter mich darin sah, deshalb warf ich mir kurzerhand einen Bademantel über und ging zurück zu Draco. Er beugte sich etwas vor und zog mich zu sich. Erst als ich nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt stand, begann er langsam, beinahe seelenruhig, den Gürtel meines Bademantels zu lösen. Als dieser endlich zu Boden fiel, wurden seine sturmgrauen Augen auf einen Schlag eine Spur dunkler und ich konnte sehen, wie sich sein Atem beschleunigte. <<DAS nenn ich mal ein ganz besonderes Geschenk.>> knurrte er und fragte mich dann, von wem ich es erhalten hätte. Die Mischung aus Verlangen und Eifersucht in seiner Stimme imponierte mir. <<Ginny.>> erwiderte ich schlicht und grinste, als ich mich etwas vorbeugte, um ihn zu küssen. Er packte mich an der Hüfte und zog mich auf seinen Schoss, der bereits eine beachtliche Beule präsentierte. Seine Lippen, die meine nackte Haut erkundeten, brachten mich beinah um den Verstand und als er sich komplett entkleidete, war es endgültig um mich geschehen. Voller Leidenschaft sprang ich ihm erneut auf den Schoss und sorgte dafür, dass er von der sitzenden in die liegende Position fiel. Stöhnend presste ich mich an ihn und jauchzte vor Glück als sich mein Höschen durch die Reibung beiseite schob und er in mich eindrang. Gemeinsam fanden wir im Rhythmus der Liebe unseren Höhepunkt.


Den Sonntag hatten wir überwiegend im Bett verbracht, ausnahmsweise sogar mehr schlafend als wach. Und so waren wir am Montagmorgen beide ausgeruht und voller Elan, als wir in die Winkelgasse apparierten und uns dort voneinander verabschiedeten. Wir würden uns zur Mittagspause wiedersehen, sofern nichts dazwischen käme. Ich war unheimlich nervös als ich die Magische Menagerie betrat und war heilfroh, dass ich daran gedacht hatte den Niffler mitzunehmen. Meine Großmutter hätte den kleinen Kerl zwar am liebsten behalten, aber ich hatte es Amelia immerhin versprochen, mich gut um ihn zu kümmern UND ihn am Montag wieder zurückzubringen. <<Hallo? Amelia?>> rief ich unsicher durch den Laden, der zu meinem Erstaunen noch dunkel war, obwohl die Tür offen gewesen war. Ein Scharren, dann ein dumpfer Knall und etwas kleines schuppiges schlängelte sich nah an meinem rechten Fuß vorbei. <<Accio Chupacabra!>> schrillte Amelias Stimme durch die Dunkelheit und das schuppige Wesen flog fauchend an mir vorbei, irgendwo hinter die Ladentheke. Schnell zückte ich meinen Zauberstab und rief: <<Lumos.>> woraufhin zu meiner Überraschung nicht nur an dessen Ende, sondern auch in den Laternen im Laden ein Licht aufging. Jetzt, wo ich endlich etwas sehen konnte, lief ich zielstrebig dorthin, wo ich Amelia vermutete und fand sie tatsächlich in einem der hinteren Räume. Sie stand vor einem Regal und redete, so wie es aussah, mit dem schuppigen Wesen, das fauchend in einem der Käfige saß. <<Entschuldige bitte, falls ich dich erschreckt habe. Dieser kleine Mistkerl hier ist mir entwischt und hat mich zu allem Übel auch noch gebissen.>> Sie verzog das Gesicht und zeigte mir zwei kleine Einstichwunden an ihrem Handgelenk. In meinem Kopf zwickte etwas und ich sah sie mit großen Augen an. <<Ist.. ist der Biss eines Chupacabras nicht hochgradig giftig?>> Sie grinste schief, dann nickte sie und seufzte. <<Ich bin so ein Tollpatsch. Eigentlich haben wir für die Arbeit mit den giftigen Tierwesen Drachenlederhandschuhe. Aber ich… ich hab vergessen, wo ich sie hingelegt habe.>> Sie lachte unbeholfen und ich sah mich suchend in dem kleinen Raum um. Neben den Käfigen, in denen verschiedene Echsenwesen saßen und über denen kleine Wolken schwebten, die für eine niedrigere Temperatur sorgten, gab es nur noch ein einziges Regal. Ich ging darauf zu, griff in das unterste Fach und zog ein Paar Handschuhe heraus. <<Meinst du die hier?>> fragte ich und drehte mich zu meiner neuen Chefin um, die zu meinem Schreck plötzlich sehr blass geworden war und sich nur noch schwer auf den Beinen halten konnte. Schnell beschwor ich einen Stuhl für sie herauf und fing etwas von dem Schnee auf, den die kleinen Wolken unermüdlich rieseln ließen. In meiner Hand schmolz der Schnee schnell und ich benetzte Amelias Wunde mit dem Wasser. So, wie ich es gelernt hatte, begann ich leise zu summen und versuchte mich nicht davon ablenken zu lassen, dass Amelia überrascht die Augen aufgerissen hatte und von mir zu ihrer Wunde und wieder zurück starrte. Nachdem sich die Wunde bis auf den letzten Millimeter verschlossen hatte. <<Wie… wie hast Du…?>> stammelte meine Lehrmeisterin ungläubig und fuhr sich vorsichtig über die Stelle, wo der Chupachabra sie gebissen hatte. Dann sprang sie behände auf, rannte aus dem Raum und kam kurz darauf mit einem dicken alten Buch zurück. Gezielt fuhr sie mit ihren Fingern über die vergilbten Seiten und schlug dann schwungvoll ein, scheinbar ganz bestimmtes, Kapitel auf. Sie las eifrig den Text, der sich über zwei ganze Seiten erstreckte und sah mich schließlich mit leuchtenden Augen an. <<Du bist eine Meerjungfrau.>> stellte sie fest und sah mich an, als hätte sie gerade die Entdeckung des Jahrhunderts gemacht. Um ihr den Wind aus den Segeln zu nehmen, schüttelte ich hastig den Kopf und erklärte ihr, dass ich lediglich zu einem Viertel Meerjungfrau sei und auch nur die innige Verbindung zum Wasser und die damit verbundene Heilkraft vererbt bekommen hatte. <<Also hast du keinen Fischschwanz?>> fragte sie und sah dabei beinahe etwas enttäuscht aus, fing sich aber recht schnell wieder und ließ das Buch, mit einem Fingerschnippen, wieder verschwinden. <<Dann wollen wir mal anfangen. Schließlich bist Du ja hier um etwas von mir zu lernen, und nicht umgekehrt. Obwohl ich definitiv noch mehr über diese Meerjungfrauen-Sache wissen will!>> Sie lachte verlegen und bedeutete mir ihr zu dem Regal mit den Schuppentieren zu folgen. <<Wie Dir ja sicher schon aufgefallen ist, befinden sich in diesem Raum alle Wesen, die eine niedrige Körpertemperatur haben. Da sie deshalb auch keine Wärme oder Hitze vertragen, kühle ich den Raum mit diesen Wolken. Vielleicht fällt Dir aber langfristig noch etwas ein, wie wir das optimieren können.>> erklärte sie mir und führte mich dann in einen weiteren Raum, der im Gegensatz zu dem vorherigen, nahezu überhitzt war. Amelia grinste, als ich mir etwas Schweiß von der Stirn wischte und versuchte durch die dunstige Luft etwas zu erkennen. <<Hier bewahre ich alles auf, was normalerweise in der Wüste oder den Tropen leben würde. Die jeweiligen Regale sind zusätzlich noch mit einem speziellen Zauber ausgestattet, der die Luft in den Käfigen entweder besonders feucht oder besonders trocken hält.>> Während sie sprach, hatte ich Pergament und Feder zur Hand genommen und mir eine Liste aller Tierwesen gemacht, die kalte oder warme Temperaturen bevorzugten. Amelia erzählte mir außerdem etwas über die speziellen Eigenschaften der jeweiligen Wesen und, ob und warum sie bei Zauberern so beliebt waren. <<Wusstest Du zum Beispiel, dass das Gift aus dem Stachel eines Billywig auf dem magischen Schwarzmarkt zu horrenden Preisen gehandelt wird? Oder, dass das Fell eines Demiguise dazu genutzt werden kann, unsichtbarmachende Kleidung herzustellen?>> fragte sie mich und ich verneinte, wurde dann aber stutzig und fragte: <<So wie einen Tarnumhang?!>> Sie nickte und musterte mich neugierig als sie antwortete: <<Ja, zum Beispiel. Hast Du damit etwa schon Erfahrung machen können?>> Kurz überlegte ich, ob ich ihr von Harrys Tarnumhang erzählen sollte, denn immerhin war es in Hogwarts ja ein wohlgehütetes Geheimnis gewesen.
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