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To my dear friend

GeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18 / MaleSlash
29.06.2021
24.07.2021
26
63.060
6
Alle Kapitel
32 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
22.07.2021 3.008
 
Erneut eine Triggerwarnung. In diesem Kapitel kommen Themen wie Gewalt, selbstverletzendes Verhalten und sexualisierte Gewalt vor.
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„Hey.“, meinte nun auch Nael. Taavi löste sich dann von ihm und lehnte sich gegen die Wand des Flurs. „Ich bin sehr froh hier zu sein. Wir haben zwei Zimmer. Ich wusste nicht, ob wir.. naja, ob ihr.. ob ihr alleine schlafen wollt, oder nicht. Kommt, ich zeig euch mal das Zimmer hier. Das andere ist ziemlich genau gleich.“, meinte Taavi.

Er stieß sich von der Wand ab und lief den Flur des Zimmers runter. Am Ende öffnete sich der Flur, gab einen Einblick in ein großes Zimmer frei. Der Holzboden wirkte teuer. Das Zimmer war nur über indirektes Licht beleuchtet. Die großen Fenster waren von leichten, weißen Vorhängen verhangen, es lies sich trotzdem erahnen, dass die Aussicht gut sein musste. Linker Hand stand ein großes Kingsize Bett, ganz in schwarz. Die Einrichtung war minimalistisch gehalten, durch das dunkle Holz und einige goldene Akzente edel. Außer dem Bett waren in dem großen Zimmer noch ein Kleiderschrank, ein Schreibtisch mit Stuhl und ein Spiegel, der genau gegenüber des Bettes angebracht war. Ob das wohl Absicht war?

„Echt schön.“, hörte Zac Nael hinter sich sagen. Zac nickte stumm. Er hatte noch nie ein so schönes Zimmer gesehen. „Kommt, ich zeig euch noch das Bad.“, meinte Taavi. Er trat durch eine Tür am rechten Ende des Raums. Das Bad war so riesig, dass es Zac die Sprache verschlug. Die große Eckbadewanne war eher ein Jacuzzi, die Regendusche war bodentief und bot sicherlich fünf Menschen Platz. Die Toilette war durch eine Wand etwas von dem Raum abgetrennt und die Waschbecken aus Schiefer waren natürlich mit Gold verziert. „Wow.“, meinte Zac nur, wirklich sprachlos.

Er hörte, wie Taavi hinter ihm leicht kicherte. Sie zogen sich nach diesem Rundgang wieder in das Zimmer zurück. Zac setzte sich auf einen Sessel in der Ecke, Nael auf den Schreibtischstuhl, nur Taavi blieb stehen. „Ich denk es wäre am Besten, wenn wir erst einmal reden. Besser gesagt ich dir, Zac, Erklärungen gebe, die ich dir schuldig bin.“, meinte Taavi und lief etwas unruhig auf und ab.


Er atmete einmal tief ein und aus und begann dann zu erzählen: „Wie ich Nael schon im Brief geschrieben habe, hat mein Erzeuger meine Mutter vergewaltigt. Daraufhin bin ich entstanden. Sie hat es zu spät gemerkt, konnte nicht mehr abtreiben, auch wenn sie das gewollt hätte. Sie hat mich trotzdem irgendwie geliebt, aber auch verabscheut. Ich denk mein Aussehen hat sie einfach immer an ihn erinnert. Haydens und meine Haarfarbe haben wir von meiner Mutter, aber meine kantigen Gesichtszüge, meine Größe, meine Stimme, schon als kleines Kind hat sie mir immer wieder gesagt, ich sei wie er. Ich denk das war wegen ihrem Trauma. Sie konnte manchmal gar nicht wirklich zwischen mir und ihm unterscheiden. Dann hat sie Haydens Vater kennen gelernt. Ich mochte ihn wirklich, er war wie ein Vater für mich. Und Hayden wurde geboren. Ich war ein so glücklicher Bruder. Hab immer gesagt, ich sei sein großer Bruder, auch wenn er eigentlich nur mein Halbbruder ist. Aber sie haben ihm im glauben aufgezogen, dass er mein Bruder ist. Und dann, ich war gerade 7 Jahre als, Hayden 2, da hatten sie diesen Autounfall. Sie sind beide gestorben. Hayden hat das noch gar nicht richtig verstanden, hat mich einfach immer wieder gefragt, wo sie sind. Und auf einmal musste ich für ihn Erwachsen sein. Und dann kam dieser Brief. Sie hatte ihn kurz nach meiner Geburt mit ihrem Testament verfasst. Sie hat mir darin zwar nicht geschrieben, wie er heißt oder wer er ist, aber genau, welches Monster er ist. Und immer wieder, dass ich sei wie er, dass ich auch so sein würde. Dass sie beten würde, dass ich nicht so werde. Dass sie froh sei, sie müsse mich nicht mehr aufwachsen sehen. Ich… ich weiß seither noch immer nicht, ob dieser Unfall ein Unfall ist, oder ob sie…“, Taavi stoppte in seiner Erzählung etwas, seufzte auf und fuhr dann fort:

„Ich hab ihm nichts gesagt. Wie hätte ich ihm das als siebenjähriger einem zweijährigen auch erzählen sollen. Immer wieder hab ich mir den Brief nachts durchgelesen, auch im Heim, als wir dann dich und Mara kennen gelernt haben. Als Kind war mir ganz klar, wenn ich euch ein guter großer Bruder sein würde, dann würde ich ganz sicher nicht so werden. Und das hab ich versucht. Ich hab versucht euch alle drei groß zu ziehen. Das war gar nicht so einfach. Mit 13 oder 14 Jahren wurden meine inneren Vorwürfe immer schlimmer. Ich hab angefangen heimlich zu trinken, manchmal Drogen zu nehmen, Nachts aus dem Heim abzuhauen. Und angefangen mit den Tattoos. Sie waren für mich eine Art Selbstschutz, so konnte niemand in mein Inneres schauen und die Leute würden sich von mir fernhalten. Ich hab immer versucht es vor euch zu verstecken. Und ihr drei wart da ja erst so 8 Jahre. Ihr habt es da noch nicht verstanden. Bis ich 18 oder 19 war, lief das immer so. Ich hab mit irgendwelchen Typen geschlafen, meist nur eine Nacht. Immer weil ich mir einredete, wenn ich jemand näher an mich ran lasse, werde ich ihnen weh tun. Und dann wurdest so so 14 oder 15 Jahre Zac. Und ich hab mich immer mehr in dich verliebt. Hatte Schmetterlinge im Bauch und konnte das ganz bald nicht mehr verstecken. Weißt du noch, wie wir gekuschelt haben? Stundenlang geredet, Videospiele gespielt. Es ging mir so gut damals. Ich hab nicht mehr getrunken, nicht mehr geraucht, nicht mit anderen Typen geschlafen. Ich wollte, dass du noch Älter wirst, dann hatte ich es dir sagen wollen. Hab mir vorgestellt, wie wir glücklich werden. Und dann wurdest du wirklich älter und ich hab gemerkt wie du mich anschaust. Wie du dich verliebst. Und dann hab ich Angst bekommen. Angst, was ich dir antun könnte, was für ein Monster ich werden könnte. Ich hab da gerade meinen Job angefangen, was alles schlimmer gemacht hat. Ich hab gemerkt, dass ich wirklich den Abzug ziehen könnte, dass ich wirklich Menschen töten könnte. Immer wieder hab ich mir versucht einzureden, dass ich es nur bei Fremden könnte, bei Straftätern aber meine innere Stimme hat immer mehr gesagt, dass ich ein Monster bin, dass ich dir weh tun würde. Dass ich mich von dir fernhalten muss. Und das hab ich getan. Ich hab dich immer mehr alleine gelassen, bin öfter weg, hab versucht dich zu vergessen. Und natürlich hab ich gesehen, wie traurig dich das machte, aber ich hab mir immer gesagt es ist besser so, sonst würde das Monster in mir, dir weh tun. Und dann hab ich raus bekommen, dass du wegziehst. Ich war am Boden zerstört. Ja ich hatte dich auf Distanz halten wollen, aber gleichzeitig immer wieder merken wollen, dass du noch da bist. Und dann hast du mich so angeschaut. Gar nicht mehr voller Liebe. Und da ist was in mir gebrochen. Hab an dem Abend wieder getrunken, was genommen. Du erinnerst dich sicher noch daran. Und da hast mich einfach wieder aufgefangen, warst einfach wieder da. Und ich hab mir geschworen, dass ich dir endlich zeige, wie ich für dich fühle. Ich hab dir Berry da gelassen, hab mich endlich mal dafür bedankt.


Und dann kam dieser eine Einsatz. Ich.. Ich hatte den Auftrag einen Typen umzulegen, der wohl in der Mafia ziemlich groß ist. Ein paar Agenten hatten ihn verfolgt, über Wochen, ich bin ihnen hinterher gereist, hab gewartet auf den richtigen Moment. Und als der Moment da war, hab ich ihn zum ersten Mal gesehen. Und mich erinnert. Ich hatte vor einigen Jahren mal mit ihm geschlafen. Meine Hände haben gezittert, aber ich hab’s gemacht. Ich hab abgedrückt. Ich hab einen Menschen ermordet, den ich kannte. Einen Menschen, der mir mal so nah gewesen war. Das war kurz vor der Nacht, in der ich mit dir geschlafen hab. Ich war am Boden, völlig außer mir. Ich wusste, dass da wirklich ein Monster in mir ist. Ein Monster, dass dir weh tun könnte. Aber ich konnte dich nicht los lassen. Das hätte mir das Herz zerrissen. Und ich hab gedacht, vielleicht ist es besser, wenn ich es einmal mit dir tue und dir dann das Herz breche. Dass es dir und mir weh tun würde, aber dass du mich dann eh nicht mehr wollen würdest. Dass es besser wäre, bevor ich dir auch weh tuen würde. Die Nacht, ich hab alles ausgeblendet, und es war so wunderschön. Es war perfekt und am Morgen bin ich dann gegangen. Das kennst du ja. Ich, Zac. Es tut mir so leid. Ich hätte viel früher über alles mit dir reden sollen. Ich dachte immer, dass ich dich damit nicht belasten kann. Dass du mich dann auch als Monster siehst. Dass ich allein sein werde. Aber ich war allein, weil ich mich von dir abgeschottet hab. Weil ich dich nicht einbezogen hab. Ich weiß, dass alles rechtfertigt mein Verhalten nicht, aber vielleicht kannst du es verstehen.


Ich.. ich hab mein Job gekündigt. Ich hab mit der Therapeutin heraus gefunden, dass ich das nicht mehr kann. Dass es mir nicht gut tut, sondern meine psychische Gesundheit dadurch immer schlimmer wird. Dass ich mich deswegen immer mehr hasse. Mal schauen was ich jetzt tu, ich weiß es nicht. Und ich arbeite auch mit ihr daran, dass ich diese Überzeugung, ich sei ein Monster, die meine Mutter und dieser Brief gepflanzt haben, verschwindet. Dass ich lerne, mich selbst zu lieben. Ich weiß jetzt, dass ich mein Verhalten beeinflussen kann, dass ich entscheide wer ich bin, nicht meine Herkunft. Ich.. es tut mir so leid..“, Tränen liefen über Taavis Gesicht. Er wirkte so zerstört, so gebrochen. So wie er vor vielen Jahren manchmal vor Zac stand. Nicht distanziert und kühl. In Zacs Hals hatte sich ein großer Klumpen gebildet, er weinte stumm, stand auf und lief zu Taavi. Er schlang seine Arme um den großen, bebenden Körper und umarmte ihn. „Es tut mir so leid, Ta. Ich hab.. Ich hab das alles nie bemerkt. Ich hätte dich damit nie alleine gelassen. Ich weiß, dass du kein Monster bist. Dass du mir und Nael, Mara oder Hayden nie weh tun würdest. Und ich bin sehr froh, dass du mir das erzählt hast. Ich will so gerne für dich da sein. Will dir helfen. Ich bin sehr stolz, dass den Job gekündigt hast und zur Therapie gehst. Ich werde dich bei allem unterstützen, was da noch kommt, ja?“, flüsterte Zac leise und strich Taavi sanft über den Rücken.

Auch Nael stand jetzt auf, sichtlich traurig, kuschelte auch er sich in die Umarmung. „Ich kann das Gefühl, diese inneren Dämonen voll verstehen, Taavi. Aber wir schaffen das. Und du bist wirklich deswegen kein schlechter Mensch, oder Monster. Alleine, dass du das hier so offen erzählst, ist ein großer Schritt.“, flüsterte Nael. Er setzte dann noch hinzu: „Darf ich dich noch etwas fragen?“ Taavi nickte stumm. Nael fuhr sanft über Taavis freie Unterarme und einige Stellen an seinem Hals. „Diese Tattoos. Sie verstecken auch etwas, oder? Sie verstecken die Narben, die Narben aus deiner Jugend oder?“, fragte er und schaute Taavi an. Dieser nickte leicht und flüsterte mit bebender Stimme: „Ich hab mich immer viel zu tief verletzt. Es waren Narben da. An den Armen, an den Beinen und dem Hals. Ich wollte sie nicht sehen, wollte sie anderen nicht zeigen. Und mit den Tattoos konnte ich sie so gut überdecken.“ Zac strich sanft über seinen Arm. Diese leichten Unebenheiten, diese Narben, noch nie waren sie ihm aufgefallen. Durch die dunklen Tattoos sah man sie kaum, aber ja, sie waren wirklich da. Überzogen beide Arme, und große Stellen des Hals. Es waren so viele. Zeugen, von so großer Verzweiflung und so unendlich viel Leid.

Sie kuschelten noch einige Zeit so, bevor Taavi erneut das Wort ergriff. „Ähm. Naja, ich denke wir sollten noch über das hier, das mit uns reden.“, meinte er. Er war nun wieder deutlich selbstsicherer. Er setzte sich aufs Bett und schaute die Beiden an. Zac blieb unsicher stehen und auch Nael wusste nicht so recht was er sagen sollte. „Ich.. Ganz ehrlich, wir müssen darüber reden. Ich will keine Eifersuchtsdramen, kein Gezicke und auch kein Entscheiden. Ich will euch Beide, auch wenn sich das komisch anhört, weil ich dich Nael, nur durch die Briefe kenne.“, meinte Taavi ziemlich direkt. Ja, so kannte Zac Taavi. Direkt, immer am Nachdenken, damit es allen gut geht.


„Ich bin damit voll einverstanden. Ich denke es ist wichtig, dass wir ganz ehrlich miteinander reden. Offen sind, damit sich keiner ausgeschlossen fühlt und es eben nicht zur Eifersucht kommt. Und wenn es dazu kommt, auch darüber offen sprechen.“, meinte Zac nun. Er hatte sich schon etwas Gedanken gemacht, darüber, wie das nun funktionieren soll. „Da stimme ich euch zu. Ich mein, wie nennen wir das hier denn jetzt überhaupt?“, fragte Nael. Taavi lächelte etwas schief und blickte ihn an: „Wenn es nach mir geht, dass sind wir in einer Beziehung. Zu dritt halt. Ist mir doch egal, was andere denken. Ich will eine Beziehung mit euch, monogam. Nur wir drei.“ Er schaute Zac und Nael fragend an.

Zacs Herz schlug sofort schneller. Eine Beziehung mit Nael und Taavi? Oh unbedingt. Deswegen nickte er begeistert. Und auch Nael nickte nun deutlich. „Dann sollten wir einige Regeln festlegen. Damit das hier gut geht.“, begann Nael und fuhr dann fort: „Mir ist wichtig, dass wir absolut ehrlich zu einander sind. Wir sprechen über unsere Gefühle, über Eifersucht wenn wir sie empfinden, über Glück, egal was. Ihr fühlt irgendwas, ihr sagt es.“ Zac nickte heftig, meinte dann: „Ich will, dass wir unter uns immer ganz offen sagen, wenn zwei von uns Zeit alleine verbringen. Bedeutet auch, dass wir Taavi von unserem Alltag schreiben, wenn er gerade nicht hier ist. Ich will nicht, dass sich jemand benachteiligt fühlt.“  Taavi und Nael stimmten ihm zu, aber dann ergriff Taavi das Wort: „Ich kann es verstehen, wenn ihr alleine Sex habt, wenn ich nicht da bin. Das ist ok.“ Aber Nael unterbrach ihn sofort: „Nein, das find ich nicht ok. Ich will, dass wir dich immer irgendwie mit einbeziehen, auch wenn du gerade nicht körperlich dabei sein kannst. Wir müssen das einfach ausprobieren, aber es gibt Videochats, es gibt Telefone oder SMS. Egal wie, ich will nicht, dass zwei von uns alleine Sex haben. Das gibt ganz sicher Stress, gerade wenn Zac und ich so viel mehr Zeit miteinander haben, da du nicht hier wohnst. Wir probieren das einfach aus, aber niemals haben zwei von uns Sex, ohne dass der Dritte das weiß oder irgendwie beteiligt ist.“ Zac dachte darüber auch schon länger nach. Das würde sicherlich ziemlich schwer werden, aber sie mussten es unbedingt probieren. Sie mussten schauen, wie sie alle einbeziehen konnten. Das war wirklich wichtig. „Ok. Das ist für mich auch schön. Wichtig wäre noch zu überlegen, wie wir das nach Außen kommunizieren. Also unsere Beziehung und so. Was wir zu Freunden sagen.“, meinte Taavi.

„Meine Mum will ich es ganz ehrlich sagen. Sie will dich dann ganz sicher auch noch kennen lernen, Taavi. Aber ich hab keine Angst, dass sie da schlecht drauf reagiert. Und Mara und Hayden, da kannst du ganz offen sein Taavi. Die verstehen das schon irgendwie. Gerade mit Hayden musst du ja vielleicht wegen der ganzen Vater Sache eh noch einmal sprechen.“, erklärte Zac. Ta nickte sofort: „Ich wollte euch mit Mara und Hayden besuchen. Dann können wir es ihnen erklären und ich Hayden das mit seinem Vater. Ich würde euch gerne dabei haben.“ Zac verstand das voll. Das würde ein sehr schweres Gespräch werden und Zac würde ihn dabei gerne unterstützen. „Also mein Dad weiß nicht einmal, dass ich einen Freund hab. Wenn ich ihm zwei vorstelle, fliegt er glaub ich tot um. Aber der ist eh nicht oft hier, der wird von mir und euch gar nichts mitkriegen. Bleiben noch Luke, Peter und Sam. Die sind eh schon völlig durcheinander, seit sie wissen, dass du uns besuchst. Ich würde es ihnen gerne bald sagen. Sie sind wie meine Brüder, ich will, dass sie mich verstehen.“, Naels Stimme war etwas unsicher, wie immer, wenn er von seinem Vater sprach. „Ich.. Naja ich hab jetzt ja keine Arbeit mehr. Und Zac Montag Abend frei. Wir könnten sie Montag Abend besuchen gehen und du es ihnen ganz in deinem Tempo sagen. Dann fahr ich eben erst am Dienstag zurück.“, schlug Taavi vor. Zac hielt sich aus dieser Diskussion eher raus. Nael musste entscheiden, wie er das handhaben wollte. Doch dieser schien erst zu überlegen und nickte dann: „Wir machen es so. Ich sag, dass wir alle drei Montag Abend zum Film schauen vorbei kommen. Sie können dich erst richtig kennen lernen, denn von dem einen Eindruck im Patroklos und Zacs gebrochenem Herzen als er bei uns ankam, ist ihr Eindruck von dir nicht so gut. Und an dem Abend sag ich es ihnen dann ganz in Ruhe.. Wenn sie ein besseres Bild von dir haben. Ich ruf sie gleich an, damit sie sich Montags nichts vornehmen.“, meinte Nael, zog sein Handy aus der Hosentasche, wählte und stellte auf Lautsprecher, so dass sie mithören konnten.

„Hey, was gibt’s?“, meldete sich Tom nach einigem Tuten. „Hey, ähm.. Sind die Anderen bei dir? Kannst du auf Lautsprecher stellen, damit sie mithören?“, fragte Nael. Tom bejahte die Frage und kurze Zeit später, auch, dass die anderen jetzt mithörten. „Ok. Dann mach ich s jetzt ganz ehrlich. Zac, Taavi und ich kommen am Montag Abend vorbei. Zum Film schauen. Wir wollen, dass ihr Taavi kennen lernt.“ Es herrschte kurz Stille am anderen Ende, dann war Peters Stimme zu hören: „Gerne. Wir freuen uns. Wie viel Uhr?“ Nael schien kurz zu überlegen, bevor er sagte: „18 Uhr? Wir können Pizza mitbringen.“ Tom stimmte zu, dann legte Nael auf. „Dann wäre das auch geklärt. Weitere Regeln vorab?“, fragte Taavi in die Runde. Nael schüttelte den Kopf und auch Zac fiel nichts mehr ein. Er hatte das Gefühl Taavi nach all dem erst jetzt richtig zu kennen und verstehen zu können.
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