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Familie Lucas: Teil III / John

von kira 21
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Catherine "Kitty" Bennet Lady Lucas Lydia Bennet Maria Lucas Mr. Bennet Mrs. Bennet
29.06.2021
04.11.2021
37
38.217
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05.10.2021 992
 
Neben Lady Bertram und Lady Lucas mit Miss Lucas hatten sich auch Mrs. Bertram, Mrs. Yates und Mrs. Lucas zum Tee in Lady Bertrams Salon eingefunden.

„Wie sehen Ihre Pläne für Weihnachten aus, Mama?“, richtete Mrs. Yates das Wort an ihre Mutter und diese antwortete. „Nun Kind, ich habe mich auch mit Lady Yates verständigt. Am dreiundzwanzigsten Dezember dinieren wir wie im letzten Jahr bei Ihnen, soweit ich weiß sind die Lucas an diesem Abend Gäste der Countess Bathurst.“

Lady Lucas nickte und so fuhr Lady Bertram fort, „am vierundzwanzigsten Dezember laden wir zu uns zum Dinner ein. Alle unsere Verwandten und Freunde haben zugesagt und am fünfundzwanzigsten Dezember hat Lady Lucas uns alle eingeladen.“

„Henrietta und Louisa bestehen darauf den Weihnachtstag bei uns zu verbringen.“, bemerkte Lady Lucas und wandte sich dann ihrer ältesten Tochter zu. „Was sagt die Hebamme, Liebes?“

„Sie rechnet im Mai mit der Niederkunft und meint es spricht nichts dagegen, dass Mr. Bertram und ich im Februar nach Mansfield Park reisen. … Wir erwarten euch alle dann zur Taufe, Mama.“

„Natürlich, Kind.“

In diesem Moment erschienen Sir Thomas Bertram und Mr. Bertram im Salon, „wir haben Briefe von Susan.“

„Wirklich, Sir Thomas. … Was schreibt sie?“

„Ihr Schiff steckte wochenlang in einer Flaute und so erreichten sie New Plymouth erst nach sechs Monaten. In all der Zeit schrieb sie wöchentlich einen Brief, die sie alle gemeinsam abschickte und nun erhielten wir einen ganzen Stapel Briefe.“

„Mary meine Liebe, weine bitte nicht. Es geht ihnen gut.“, Lady Bertram umarmte ihre Nichte während sich die Besucherinnen verabschiedeten.

Zu Hause angekommen teilte der Butler Mrs. Lucas mit Richter Lucas sei vor fünf Minuten eingetroffen, Katherine eilte in den Salon. „Guten Abend, John.“

„Guten Abend, Liebes.“, John stand auf und zog Kitty in seine Arme. „Hast du in Erfahrung gebracht welche Pläne Mama und Lady Bertram für Weihnachten haben?“

„Ja!“, John setzte sich und zog Katherine auf seinen Schoss, dabei lauschte er dem Bericht seiner Gattin.

„Die Bertram haben endlich Post von ihrer Nichte Susan. Du weist sie heiratete im letzten Jahr einen jungen Offizier und wenige Tage später schifften sie sich nach Neuseeland ein. … Ich glaube auch deine Mutter behagte der Gedanke nicht wie lange eine solche Reise bei schlechtem Wetter dauern kann. Ich bin sicher sie dachte an deinen jüngsten Bruder William, der ja seit diesem Jahr die Royal Naval Academy (85) besucht.“

„Richtig, aber es war Williams eigener Wunsch.“

Katherine boxte ihren Gatten, „Männer! Es macht es für deine Mutter deshalb nicht leichter. Wird William für das Weihnachtsfest nach London kommen?“

„Ich denke schon, zu mindestens plant George ihn abzuholen.“

„John, Maria und ich trafen uns etwas früher bei Lady Bertram denn Maria hat von Penelope erfahren, dass eure Mutter allen ihren verheirateten Kindern und deren Ehegatten entgegen der Absprache ein Geschenk machen will.“

„George und ich hatten so unsere Vermutungen.“

„Ich erzählte Maria wie sehr Lady Lucas das Meissen-Service bewundert, welches uns Countess of Shrewsbury zur Hochzeit schenkte wenn auch nicht das Drachenmotiv. Vielleicht könnten wir …“

„Grandioser Einfall, Liebes. Ich werde mit George und Charles sprechen und du mit Maria und Penelope. … Nun da Mama uns um elf Uhr erwartete werde ich für neun Uhr ein Frühstück in dein Schlafzimmer bestellen.“

~~~

Dann kam der Weihnachtsmorgen. Es klopfte leise Sara trat ins Zimmer und hinter hier erschienen vier Hausmädchen, die alle Tablettes mit Kaffee, Eiern, Schinken, Toast, Marmelade, Honig, Kuchen und andere Süßigkeiten trugen und auf dem Tisch abstellten. Sara goss Kaffee in zwei Tassen und reichte diese ihrer Herrschaft, knickste und verließ mit den übrigen Mädchen das Zimmer.

John legte eine kleine schmale Schatulle auf das Lacken, welche Katherine sogleich öffnete. Es kamen drei kleine tropfenförmig geschliffene und in Gold gefasste Rubine zum Vorschein. „Oh John!“ Wie schön, ich danke dir.“

„Ich habe auch etwas für dich.“; Katherine zog die Schublade an ihrem Nachttisch auf und nahm eine Schachtel heraus, die sie zu John herüber schon. Ihr Gatte öffnete diese und blickte auf zwei Krawatten-Nadeln herunter und zu jeder gab es passende Manschetten, es gab eine Diamant- und eine Rubin-Nadel.

„Ich danke dir, Liebes.“, John küsste Katherine verlangend und dachte bei sich, dass zu mindestens ein Satz als Geschenk zu seinem Geburtstag gedacht gewesen war.

Mr. und Mrs. John Lucas widmeten sich ihrem Frühstück, ließen sich ankleiden und fuhren zum Haus von Sir William und Lady Lucas herüber.

In der Halle kam ihnen Louisa aufgeregt entgegen, „endlich da seid ihr ja. Mama sagt wir dürfen erst in den Salon wenn alle anwesend sind.“

John lachte, „komm Miss Ungeduld lass uns die Anderen begrüßen.“

„Dass, sagte Maria auch schon.“, schmollte die jüngste Miss Lucas.

Lady Lucas bat ihre Familie und Freunde in den Salon, „auf diesem Tisch hier liegen die Geschenke für unsere beiden Jüngsten. Auf diesem die Geschenke für William und Charles, hier befinden sich sie Geschenke für Sir George und Lady Emily sowie für Mr. und Mrs. Lucas und auf dem vierten Tisch dann die Geschenke für Penelope, Maria und Mr. Bertram. Auf dem letzten Tisch liegen jeweils eine Kleinigkeit für Sir Thomas, Lady Bertram und Sie, Sir William.“

„Mama, wir waren uns doch einige, dass Sie Ihren verheiraten Kinder keine Geschenke mehr machen.“, tadelte Sir George Lucas schmunzelt.

„Nur gut, dass wir Sie kennen, nicht wahr George; Maria, Lady Emily, Katherine, Mr. Bertram, ....“, bemerkte John Lucas und ging zur Salontür öffnete diese damit zwei Diener einen Tisch herein tragen konnten, welcher vor Lady Lucas abgestellt wurde.

„Kinder, ihr sollt doch nicht!“, Tränen standen Lady Lucas in den Augen und ihre Kinder umarmten sie.

„Ich finde wir brechen dieses Mal mit der Tradition und Mama öffnet als erstes ihre Geschenke.“, ließ sich Maria Bertram vernehmen und knuffte ihre jüngste Schwester als diese protestieren wollte.

Nach dem alle Geschenke ausgepackt waren, natürlich wurden die drei Jüngsten William, Henrietta und Louisa überreich beschenkt, setzte sich Maria an das Pianoforte und spielte einige Weihnachtslieder.



-(85; Royal Naval Academy: https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Naval_Academy)-
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