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Ich werde dich immer lieben

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Krimi / P16 / Het
Dr. Anja Licht Franz Hubert OC (Own Character)
26.06.2021
19.09.2021
44
29.309
3
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05.07.2021 698
 
Die Sonne schien in ihr Gesicht, mit einem Lachen im Gesicht wurde sie wieder wach. Vorsichtig rüttelte jemand an ihrem Arm. Das wird bestimmt Hubsi sein, mit einem Kaffee! Freudig schlug sie ihre Augen auf. Erschrocken blickte sie in das Gesicht ihres Vaters. Da wurde ihr klar, nicht das war ein Traum gewesen, sondern das in der Nacht war ein Traum. „Wie geht es dir?“, sorgte sich ihr Vater und gab ihr einen Tee. „Ich wurde in der Nacht wach und ich lag neben Franz in unserem Schlafzimmer. Ich hatte eine Grippe, zumindest träumte ich es. Ich vermisse ihn so, obwohl er erst seit gestern weg ist. Wie soll ich das denn aushalten, wenn er für lange Zeit oder sogar für immer weg ist?“, erzählte sie und ließ den Kopf dabei hängen. Ihr Vater streichelte über ihren Arm. „Du tust mir so unendlich Leid und ich wünschte, ich könnte dir eine Antwort auf deine Frage geben. Aber komm, wir frühstücken jetzt erstmal in Ruhe.“  „Tut mir leid Papa, aber ich muss ins Krankenhaus, die Obduktion beenden und nach Franz schauen.“, enttäuschte sie ihn. „Aber wenigstens eine Kleinigkeit kannst du doch essen. Denk an deinen Kreislauf. Zieh dich an und ich bereite alles vor.“, forderte er sie auf. Geschlagen gab sie dann doch nach. Schnell zog sie sich an und aß das Brot von ihrem Vater. Nun musste sie aber wirklich los. „Tschüss, ich melde mich bei dir.“, verabschiedete sie sich und gab Herbert einen Kuss auf die Stirn.
Im Krankenhaus lief sie sofort zu Hubsi. Es hatte sich nichts, absolut gar nichts verändert. Traurig saß sie auf einem Stuhl neben seinem Bett und hielt seine Hand. „Ich bin im Moment wieder bei meinem Vater, weil ich es zuhause ohne dich nicht aushalte. Ich vermisse dich einfach zu sehr. Das klingt bescheuert, weil du erst seit gestern im Koma liegst, aber ich kann es einfach nicht. Schieb es ruhig auf meine Hysterie. Bitte, bitte wach doch wieder auf! Franz... wir werden schließlich Eltern.“, flehte sie ihn an und vergoss ein paar Tränen. „Es tut mir leid, aber ich muss jetzt los, eure Leiche von gestern obduzieren. Ich komme nochmal vorbei.“ Schweren Herzens erhob sie sich von ihrem Stuhl. Sie drückte ihrem Mann noch einen Kuss auf die Stirn, bevor sie den Raum verließ.
Es fiel ihr total schwer, die Obduktion zu Ende zu führen. Normalerweise hatte sie keine Probleme damit, doch heute spielte alles verrückt. Irgendwie bekam sie es trotzdem hin, diese zu beenden. „Hansi, du kannst vorbei kommen. Ich hab die Obduktion jetzt fertiggestellt.“, telefonierte sie. Kurze Zeit später kam Hansi, mit dem Girwidz! „Herr Girwidz, was machen Sie denn hier?“, wollte die Pathologin wissen. „Da Hubert ja ausfällt übernehme ich natürlich seinen Posten, als Vertretung. Als Revierleiter muss man schließlich helfen, wo man kann.“, beantwortete der Polizeirat die Frage. Dabei setzte der Polizeirat sein typisches, egoistisches, arrogantes Lachen auf. So schnell wurde ihr Franz also ausgewechselt, wie ein paar Socken wurde er ausgetauscht. In Anja stieg Wut hoch. „Also, das Opfer wurde erschlagen mit einem stumpfen Gegenstand aus Eichenholz. Ist wahrscheinlich nur ein großer Ast gewesen. Sonst keine Auffälligkeiten.“, erklärte sie, um sich von ihrer Wut abzulenken: „Wenn sonst keine Fragen mehr sind, würde ich jetzt gerne meine Mittagspause machen. Servus.“ Damit verschwand sie aus der Tür. In ihr drin herrschte ein reinstes Chaos. Eigentlich wollte sie sich nur noch in die hinterste Ecke ihres Zimmers verkriechen und weinen. Allerdings würde ihr das nichts nützen. Außerdem musste sie stark sein. Wenn Hubert nicht mehr aufwacht, würde sie ein Kind alleine großziehen müssen. Ihre Entscheidungen gingen nicht mehr sie alleine etwas an, sondern betraf auch ein kleines Wesen unter ihrem Herzen. Mit einem Lachen streichelte sie über ihren noch nicht vorhandenen Babybauch. Die Frage, ob sie das Kind behalten möchte oder nicht, kam für sie erst gar nicht in Frage. Hoffentlich würde Hubert bald wieder aufwachen, er muss einfach sein Kind erleben. Anja war auf den Weg in die Gynäkologie, um einen Termin für die erste Untersuchung machen zu lassen. Zufällig hatte sie noch einen Termin am frühen Abend bekommen. Anja war so aufgeregt darauf, dass sie den ganzen Tag an nichts anderes mehr denken konnte.
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