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Ich werde dich immer lieben

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Krimi / P16 / Het
Dr. Anja Licht Franz Hubert OC (Own Character)
26.06.2021
19.09.2021
44
29.309
3
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01.08.2021 616
 
Entsetzte Blicke trafen ihn. Meinte er das gerade wirklich ernst? Wollte er Hubsi ersetzen? Der Girwidz hatte sich eindeutig eine andere Reaktion gewünscht. Sofort fing er an, sich zu rechtfertigen: „Da… äh, der Kollege Hubert immer noch ausfällt und weiterhin wahrscheinlich ausfallen wird, bekommen wir einen neuen Kollegen. Polizeiobermeister Michael Gerster hat einen hervorragenden Lebenslauf und ist ein absoluter Vorzeige Polizist.“ Die anderen verspürten eine unglaubliche Wut auf den Girwidz, vor allem Anja. „Sie können den Hubsi doch nicht einfach ersetzen.“, widersprach Sonja dem Polizeirat. „Da bin ich ganz Ihrer Meinung, schließlich ist der Hubsi nicht tot, nur im Koma. Dafür kann er doch auch nichts.“, schloss Hansi sich Sonja an. Der Girwidz lachte auf: „Wir brauchen dringend Verstärkung. Die Verbrechen steigen, unsere Mitmenschen wollen sich in Sicherheit wissen. Das können wir alleine nicht. Vor allem, Sie haben immer noch nicht denjenigen geschnappt, der Hubert ins Koma geschubst hat.“ „Wie, den habt ihr nicht? Hansi, du hast mir doch gesagt, dass du ihn ins Gefängnis gebracht hast.“, meldete sich Anja nun entsetzt zu Wort. Hansi schaute sie etwas beschämt an: „Ich… dass war gelogen. Tut mir leid. Aber ich habe es nur gut gemeint. Schließlich war Hubsi im Koma und als ich auch noch mitbekommen habe, dass du schwanger warst, wollte ich dir dadurch nicht noch mehr Sorgen machen.“ „Aber, das hättest du nicht tun dürfen. Ich habe ein Recht darauf zu erfahren, was passiert ist. Als Ehefrau, als Kollegin und als Freundin.“, schrie sie ihn nun an. Reimund lachte wieder auf. Nun wendete Anja sich an ihn. Ihre Blicke beinhalteten nichts anderes als Wut. Allerdings auf so einer Art und Weise, wie er es noch nie bei jemandem erlebt hatte. Wenn man ihr ein Messer oder eine andere Waffe in die Hand gedrückt hätte, hätte es höchstwahrscheinlich Tote gegeben. „Sie Herr Girwidz brauchen erst gar nichts zu sagen. SIE ersetzen den Hubsi einfach, obwohl er NUR IM KOMA LIEGT!“, giftete sie ihn in einer sehr hohen Lautstärke an. Fluchtartig verließ sie den Raum und dann das Revier. Sie wollte nur noch weg, weg von allem. Irgendwo hin flüchten, wo sie wieder ein normales Leben führen kann. Ob das eine Flucht vor sich selber oder von ihrem jetzigen Umfeld werden sollte, wusste sie nicht. Doch sie musste weg! Sie hielt es nicht mehr aus. Diese ständige Ungewissheit, schafft er es, schafft er es nicht? In ihrem Auto vergrub sie ihr Gesicht verzweifelt in ihren Händen. Dabei wurde ihre Hose von einigen Tränen nass. In den letzten drei Jahren hatte sie ihre Gefühle gut verstecken können, schon alleine wegen Ella. Nun kam alles hoch. Ihr Entschluss stand fest, sie würde gehen. Anja rappelte sich auf, verwischte ihre Tränen und fuhr los ins Krankenhaus. Immer wieder wollte sie weitere Tränen vergießen, aber sie hielt sie sich zurück. Im Krankenhaus angekommen, ging sie sofort in den Kindergarten. Es war einer der wenigen Tage, wo sie ihre Tochter auch Nachmittags dort hatte, da ihr Vater einen sehr wichtigen Termin in München hatte. „Hallo mein kleiner Engel.“, begrüßte sie Ella, während sie sich hinkniete und ihre Arme ausstreckte. Das kleine Mädchen kam auf sie zugelaufen. Dabei flogen ihre goldblonden Haare umher. Es war ein goldiger Anblick. Nach einer Umarmung schaute sie dem Mädchen in die Augen. „Wir werden jetzt all deine Sachen packen und den Papa besuchen. Verabschiede dich von allen, aber mach es vernünftig.“, sprach sie. Anja suchte Ellas Sachen also zusammen, während ihre Tochter sich verabschiedete. Ella hatte keine Ahnung, dass dies ein Abschied für eine sehr lange Zeit, womöglich für immer, sein sollte. In einer gewissen Art zerriss es Anja das Herz. Die Pathologin nahm ihre Tochter an die Hand und ging mit ihr zu ihrem Ehemann.
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