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Ich werde dich immer lieben

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Krimi / P16 / Het
Dr. Anja Licht Franz Hubert OC (Own Character)
26.06.2021
19.09.2021
44
29.309
2
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26.06.2021 835
 
Heute war der erste Hochzeitstag von Hubsi und Anja. Früh am morgen stand er auf und schlich sich ins Bad. Dort zog er sich an. Ausnahmsweise nicht die Polizeiuniform, sondern eine Jeans und ein Hemd. Er konnte es noch gar nicht glauben, ein Jahr lang war er schon mit dieser wundervollen Frau verheiratet. Der 25. Mai des letzen Jahres war der schönste Tag in seinem Leben. Es war sehr schön warm gewesen, wie es auch heute sein würde. Wieder auf Zehenspitzen schlich er sich aus dem Bad hinaus, die Treppe hinunter, ums Eck und in die Küche hinein. Zur Feier des Tages wollte er ihr ein Picknick vorbereiten. Dies wollte er dann an der wunderschönen, einsamen, geheimnisvollen Stelle am Starnberger See machen, wo sie auch ihr erstes richtiges Date hatten. Für ihr überraschtes Gesicht stand er gerne auch mal um fünf Uhr morgens auf.
Ganz leise holte er die Küchenutensilien heraus. Anja sollte bloß ausschlafen. Zwei Stunden lang schnippelte er Sandwiches in Herzen, backte kleine Küchlein, schnitt Obst in einen Obstsalat und Gemüse zu kleinen Snacks. Sorgfältig verstaute er das Essen in einen Picknickkorb. Dazu packte er zwei Flaschen Wasser für den Durst und eine Flasche Sekt, mit zwei Gläsern, zum anstoßen ein. Wieder ging er leise aus der Küche in den Flur und dann zur Haustür hinaus. Den Korb und die Decke verstaute er im Kofferraum. Am Vortag hatte er bereits Badesachen und Badetücher hineingelegt. Nun fuhr er los zum See. Die Stelle war nicht wirklich bekannt. Schließlich musste man sich erst durch viel Natur kämpfen oder mit einem Boot zu der Stelle fahren. Franz musste leider den Weg durch die teilweise dichten Büsche nehmen. Doch es lohnte sich immer wieder. Die Stelle hatte etwas magisches, etwas beruhigendes. Eine kleine Fläche Wiese, die direkt am Wasser grenzte. Ringsherum unberührte Natur, die einen herrlichen, angenehmen Schatten auf die Wiese warf. Zuerst breitete er die Picknickdecke aus und stellte den Korb darauf. Für die gemütliche Atmosphäre kamen Kissen zum Einsatz. Außerdem legte er die Badesachen ebenfalls auf die Decke. Die Badetücher waren beide in einem tiefen rot. Dazu lag er ihren türkis-weiß gepunkteten Bikini und seine dunkelblaue Badeshorts. Zufrieden bestaunte er sein Werk. Jetzt musste er nur noch Anja hier hin entführen. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es acht Uhr morgens war. Hastig sprintete er zurück. „Hoffentlich ist sie noch nicht wach!“, hoffte er innerlich. Schnell fuhr er zurück zu ihrem Haus. Erleichtert stellte er fest, dass es noch still war. Wenn Anja aufgewacht wäre und sie ihn nicht finden konnte, hätte sie sofort mit allen möglichen Leuten telefoniert. Um sich hundertprozentig zu versichern, schaute er nochmal in dem gemeinsamen Schlafzimmer nach. Wie vermutet lag sie da noch, tief und fest am schlafen. Mit einem verliebten schmunzeln beobachtete er seine Frau. Seine Erinnerungen vom letzten Jahr kamen wieder hoch.
>Rückblick< Er stand nervös im schwarzen Anzug vor dem Traualtar. Am ganzen Körper war er am schwitzen. „Hansi? Rieche in nach Schweiß oder sieht man irgendwelche Schweißflecken?“, fragte er bei seinem Trauzeugen nach. Mit scharfen Blick ging Hansi, der ebenfalls vorne stand, um ihn herum. Er schniefte mit seiner Nase, etwas zu dramatisch, während des Rundgangs. „Nein, keine Schweißflecken und kein übler Geruch.“ Erleichtert atmete der Bräutigam auf. Immer mehr Leute kamen in die Kirche hinein. Vor lauter Aufregung bekam er gar nicht mit, wer sich wo hinsetzte. Nervös spielte er mit seinen Fingern herum. Plötzlich ertönte die Musik, welche natürlich der Hochzeitsmarsch war. Dieser wurde auf der Orgel gespielt. Das konnte nur eins bedeuten. Anja war angekommen! Gespannt schaute er auf den Eingang. Eine Silhouette trat vor. Dies war ihr Vater Herbert. Ein paar Sekunden später war ihre Silhouette zu erkennen. Ihr Kleid war in einer Prinzessinnen Form. Am Oberkörper eng und ab der Taille weit nach unten fallend. Je näher sie kam, desto deutlicher wurde ihre Person. Ihre Haare waren zu einem hübschen, hohen Dutt zusammen gesteckt. Hubert mag es immer, wenn sie einen Dutt trägt. Vor ihrem Gesicht war noch ihr Schleier. Allerdings konnte man als Verzierung der Haare einen Haarreif in Silber erkennen. Ihr Make-up war eher unauffällig. An den Ohren hingen kleine, zarte, silberne Ringe. Der Hals war mit einer silbernen Kette, die als Anhänger ein Herz trug, geschmückt. Das weiße, bodenlange Kleid war Kurzärmlig und am Oberkörper mit vielen kleinen, glitzernden, silbernen Steinen verziert. Auch der Rock schimmerte leicht silbern im Licht. Der einzige Gedanke, den er fassen konnte war: „Wow!“. Mit zittrigen Knien lief er auf sie zu, um sie von ihrem Vater übergeben zu bekommen. Als dieser ihm die Hand seiner Tochter reichte, flüsterte er ihm zu: „Wenn du ihr weh tust, dann bekommst du es mit mir zu tun.“ Ein kleines Schmunzeln kam dabei über seine Lippen. Anja war für ihn die ganze Welt, sein ein und alles. Deshalb Franz hatte sowieso nicht vor, ihr weh zu tun. Dafür liebte er sie einfach zu sehr. Nachdem er ihr den Schleier umgedreht hatte fing die Zeremonie an. >Rückblick Ende<
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