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Narben auf der Seele

von Knubu
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Martin Fuchs Michael Weber Muri Demir Peter Rothmayer Stephan Sindera Tom Mayer
26.06.2021
15.09.2021
19
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15.09.2021 2.811
 
Sonja überlegte kurz, nachdem sie das Gespräch mit Martin beendet hatte. Wie sollte sie sich diesem Stephan gegenüber verhalten? Martin hatte ihr schonmal ein bisschen von ihm erzählt, da er auch ein guter Freund von ihm war. Sie hatte sich nicht viel gemerkt, da es sie eigentlich überhaupt nicht interessierte, aber eins wusste sie noch. Stephan war nach Martins Aussage ein sehr mitfühlender Mensch. Also würde sie das für sich nutzen und ihm die arme belästigte Frau vorspielen, die immer noch Angst hatte. Schließlich war sie noch nicht fertig mit Peter. Und um so mehr Leute gegen ihn waren, um so leichter würde sie es haben, ihn hinter Gitter zu bringen. Schließlich musste sie sich ja etwas Neues überlegen, da der ursprünliche Plan nicht funktioniert hatte. Es wäre so einfach gewesen, sie hätte alle Spuren und Beweise mit einmal zusammen gehabt. Jetzt würde es wesentlich schwieriger werden, aber einen vagen Plan hatte sie schon.

Stephan saß zusammen mit Ben in seinem Auto und sie fuhren zu Sonja. Ben hatte vor der Wache auf Stephan, der noch allein mit Martin reden wollte, gewartet, da sie eigentlich den Tag gemeinsam verbringen wollten. Doch nun würden sie erstmal eine Weile bei Martins neuer Freundin verbringen, auch wenn Ben noch nicht wusste warum. Aber Stephan berichtete ihm alles auf dem Weg zu Martins Haus. Ben hörte erstmal stumm zu, aber im Gegensatz zu Stephan, war er nicht davon überzeugt, dass die Geschichte so stimmen konnte. "Stephan, meinst du nicht, dass du etwas vorschnell gegen Peter urteilst? Du kennst diese Frau doch noch nicht einmal. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Peter so etwas macht." Stephan sah einen Moment zu Ben, bevor er sich wieder auf die Straße konzentrierte "Warum sollte die Frau sich so etwas ausdenken? Was hätte sie denn davon? Nein, man weiß doch nie, was in einem Menschen wirklich vorgeht, auch nicht wenn er ein Kollege ist." Ben verstand nicht, wie Stephan so überzeugt sein konnte. Dass man vielleicht misstrauisch wurde, ja das war vielleicht normal. Aber gleich jemanden, den man nicht kannte, so zu vertrauen war einfach zu vorschnell.

Als Stephan vor Martins Haus parkte, hielt Ben ihn noch kurz zurück "Stephan, lass uns wenigstens versuchen, ein bisschen mehr aus ihr heraus zu bekommen. Ich glaube einfach nicht, dass jemand wie Peter so mit Frauen umgeht, geschweige denn seinen besten Freund so hintergeht." Stephan ärgerte sich über Ben "Was heißt jemand wie Peter? Er ist doch kein Heiliger oder so! Schließlich ist er auch nur ein Mann und ich könnte mich nicht erinnern, dass er mal mit einer Frau zusammen war, seit er bei uns ist. Vielleicht war er einfach scharf auf diese Sonja und konnte nicht widerstehen. Jedenfalls werde ich es der Frau nicht noch schwerer machen, indem ich ihr das Gefühl gebe, ihr nicht zu glauben." Ben wurde langsam auch sauer "Du weißt doch überhaupt nichts von Peters Privatleben und selbst wenn er lange mit keiner Frau zusammen war, heißt es ja nicht, dass er bei jeder Gelegenheit versucht Frauen ins Bett zu kriegen. Bei dir hört es sich ja so an, als ob alle Männer nur schwanzgesteuert sind."  

Ben versuchte sich wieder runter zu fahren, er wollte sich doch nicht mit Stephan streiten "Stephan, ich habe gesehen, wie Peter mit aufgeschnittenen Pulsadern in seinem eigenen Blut lag. Jemand der sich selbst für andere opfert, der kann kein schlechter Mensch sein! Ich finde, er hat es zumindest verdient, dass du auch in Betracht ziehst, dass nicht er sondern Sonja lügt, oder?" Auch Stephan wollte sich eigentlich nicht mit Ben streiten und versuchte ihm etwas entgegen zu kommen. "Na gut, wir gehen da jetzt rein und schauen uns die Frau an. Aber bitte halt dich zurück! Ich habe Martin versprochen, nach ihr zu sehen und ihr ein bisschen Gesellschaft zu leisten, nicht sie zu verhören oder so." Ben nickte nur, aber er würde die Frau ganz genau beobachten und vielleicht doch unauffällig ein oder zwei Fragen stellen. Als Sonja ihnen die Tür öffnete, staunten die Männer nicht schlecht. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass sie so viel jünger als Martin war. Und Stephan fand sie sehr attraktiv, er konnte Martin gut verstehen. "Hallo, du musst Stephan sein. Aber Martin hat nichts davon gesagt, dass noch ein Freund kommt." Sonja war nicht wirklich erfreut, dass Stephan nicht alleine war, aber sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen.

Stephan grinste "Ja, das wusste er auch nicht. Das ist Ben, wir waren eigentlich verabredet und da habe ich ihn kurzerhand mitgebracht. Ich hoffe, dass ist okay für dich?" Sonja lächelte freundlich "Natürlich, warum sollte es das denn nicht sein. Kommt rein, ich koch uns erstmal einen Kaffee." Sie saßen zusammen auf der Terrasse, aber die Unterhaltung kam eher schleppend in Gange und Ben hatte außer der Begrüßung bis jetzt gar nichts weiter gesagt. Er beobachtete Sonja, was diese natürlich bemerkte und es verunsicherte sie ziemlich. Stephan versuchte das unangenehme Schweigen zu verdrängen und fragte, wie sie und Martin sich kennengelernt hatten. Sonja erzählte die Geschichte, aber irgendwann wurden ihr die Blicke von Ben zu viel, sie hatte das Gefühl, dass er in ihr tiefstes Inneres sehen konnte, so durchdringend waren diese blauen Augen. Ihr Lächeln war verschwunden "Also gut, mir ist klar, dass ihr misstrauisch seid, weil es um einen Kollegen von euch geht." Dabei sah sie Ben an "Aber ich kann es nicht ändern, auch wenn es mir für Martin leid tut. Ich weiß doch, dass die beiden eigentlich beste Freunde sind. Und es tut mir weh, dass Martin jetzt so verletzt ist! Aber nur weil Peter ein Polizist ist bedeutet das nicht, dass er ein anständiger Mensch ist."

Ben kochte innerlich und setzte schon an, etwas zu erwidern, aber Stephan warf ihm einen bösen Blick zu und kam ihm zuvor "Keiner macht dir einen Vorwurf, die Situation ist halt für uns alle nicht leicht. Keiner von uns hätte so etwas von Peter gedacht. Es tut mir Leid, was er..." Jetzt konnte Ben sich nicht mehr zurückhalten "Rede bitte nicht für mich oder alle anderen mit! Ich denke immer noch nicht so von Peter! Und ich höre mir das auch nicht weiter mit an hier." Ben stand auf und wollte gehen. Stephan lief ihm hinterher und hielt ihn an der Tür auf "Ben, wie kannst du dich so ihr gegenüber verhalten? Das war..." "Das war was? Das ist meine Meinung dazu und ich traue ihr nicht über den Weg! Allein schon diese Rettergeschichte, wie sie zufällig stolpert wenn Martin in der Nähe ist... Das stinkt doch alles zum Himmel! Wenn du das nicht siehst, kann ich auch nichts dafür. Ich gehe jetzt!" Stephan verstand nicht, wie Ben so über Sonja denken konnte und er war auch enttäuscht von seinem Freund "Dann ist es wohl wirklich besser wenn du gehst. Musst du wohl ein Taxi rufen, wir sind ja schließlich mit meinem Wagen da. Und das geplante Essen nachher lassen wir wohl auch lieber." Ben sah Stephan tief in die Augen, aber dessen Blick hatte nichts mehr von dem sonst so liebevollen Funkeln ihm gegnüber. Also drehte er sich um und ging wortlos. Er war froh, dass Stephan nicht sehen konnte, das er nur mit Mühe seine Tränen zurückhalten konnte. Es fühlte sich an, als ob es das Ende von etwas war, was noch nicht einmal richtig begonnen hatte.

~*~

Am nächsten Tag musste Peter nach seinen zwei freien Tagen nun auch wieder arbeiten. Und er war in der Spätschicht, so wie Martin auch. Klaus konnte und wollte den ganzen Plan nicht so kurzfristig über den Haufen werfen. Das einzige, was er zugelassen hatte, war dass Michael mit Heidi die Schichten tauschen durfte. Klaus wollte, dass Michael darauf achtete, dass die Situation im Rahmen blieb. Deshalb war Michael auch sein Stellvertreter in der Spätschicht, damit er durchgreifen konnte, wenn es nötig wurde. Michael hatte auch die Einteilung für diese Schicht in Absprache mit Klaus vorgenommen. Martin und Robin sollten die Anzeigenaufnahme übernehmen, Jonas war am Funk und Nadja am Tresen. Peter und Daniel waren gemeinsam als Streifenteam eingeteilt, genau wie Matthias und Tom. Tom hatte vom Amtsarzt unter der Auflage eine Therapie zu beginnen die Diensttauglichkeit ausgesprochen bekommen. Tom konnte glaubhaft machen, dass er sein Problem erkannt hatte und sich auch helfen lassen wollte. Allerdings musste er sich nach zwei Wochen mit einer Beurteilung von Klaus wieder beim Amtsarzt melden, um das ganze nochmal zu überprüfen.

Als Peter zur Schicht kam, war ihm ganz flau im Magen. Ihm war klar, dass sich die ganze Sache inzwischen sicher bei allen herumgesprochen hatte. Und irgendwie hatte er auch Angst vor den Reaktionen. In der Umkleide traf er noch auf Muri und Marc, die gerade ihre Frühschicht beendet hatten. Beide versicherten ihm, dass sie kein Wort von Martin und Sonja glaubten und hinter ihm standen. Das stärkte ihm zwar den Rücken, aber er hatte sich schon darauf eingestellt, dass nicht alle Kollegen so denken würden. Diese Vermutung stellte sich auch schon als Gewissheit dar, als Matthias in die Umkleide kam und auf seine Begrüßung nicht reagierte, sondern ihm nur einen abfälligen Blick zuwarf. Peter überlegte noch irgendwas zu Matthias zu sagen, aber dessen Blick sagte alles und Peter wollte keine Diskussion mit dem Kollegen anfangen. Also ging er wortlos nach oben und traf auf der Treppe Stephan, der seine Schicht beendete und ihn nichtmal ansah, einfach an ihm vorbei lief. Stephan also auch, dachte Peter enttäuscht bei sich. Langsam wurde ihm bewusst, dass eine schwere Zeit auf ihn zukommen würde, wenn Sonja bei ihrer Geschichte blieb.

Bevor er in den Gruppenraum zur Dienstbesprechung ging, wollte Peter sich noch einen Kaffee holen. Doch als er in die Teeküche kam, saß Martin dort. Einen Moment blieb Peter wie angewurzelt stehen und ihre Blicke trafen sich. Martin wirkte emotionslos und als Peter "Hallo" sagte, sah er zu Robin, der sich gerade auch einen Kaffee nehmen wollte. Robin sah kurz zu Peter und sagte dann zu Martin "Die Luft ist hier auf einmal so schlecht!" Demonstrativ ging er zum Fenster und öffnete es, bevor er sich seinen Kaffee einschenkte. Peter biss sich auf die Lippe, er versuchte diese abwertende Geste zu ignorieren. Schnell nahm er sich seine Tasse aus dem Schrank, doch nachdem Robin sich Kaffee genommen hatte, behielt er die Glaskanne in der Hand. Dort wären noch mindestens zwei Tassen übrig gewesen. Aber Robin grinste ihn nur an und kippte den restlichen Kaffee einfach in die Spüle "Ich glaube, den trinkt sowieso keiner mehr." Martin fing auch an zu grinsen, was Peter natürlich auch bemerkte. Er sah einmal zwischen den beiden Männern hin und her, spürte wie ihm innerlich die Hitze aufstieg. Er hätte gerne etwas Passendes zu den beiden gesagt, aber seine Kehle war wie zugeschnürt. Dann stellte er seine Tasse einfach auf der Spüle ab und verließ schnell die Küche. Er wollte einffach aus dieser Situation fliehen.

Peter hatte auf einmal wieder dieses beklemmende Gefühl, welches er immer in seiner alten Wache hatte, wenn seine damaligen Peiniger in der Nähe waren. Nur dieses Mal schaffte er es, sich dadurch nicht gleich wieder einschüchtern zu lassen, denn anders als damals, hatte er jetzt die Unterstützung von vielen anderen Kollegen. Als er sich an den Tisch in dem Gruppenraum neben Jonas setzte, lächelte dieser ihn an "Hey, Kopf hoch, die Wahrheit kommt immer raus!" Peter musste auch lächeln, da Jonas ihn regelrecht anstrahlte, als ob er ihm alles an Zuversicht geben wollte, was er hatte. "Das hoffe ich, Jonas!" Nadja kam in den Raum und setzte sich ohne zu zögern neben Peters andere Seite, dabei sah sie demonstrativ zu Matthias, der mit ihr den Raum betrat und sie böse ansah. Matthias hatte kurz zuvor versucht mit ihr über Peter und was er angeblich getan hatte herzuziehen. Aber Nadja hatte ihn sofort ausgebremst und ihm unmissverständlich klargemacht, dass sie nicht glaubte, was Martins Freundin über Peter erzählte. Peter sah nur die Blicke zwischen den beiden und hoffte, dass es nicht noch richtig Ärger zwischen Kollegen wegen ihm geben würde.

Als Tom nun auch dazu kam, war Peter unsicher ob er sich freuen sollte, weil Tom wieder so viel besser aussah oder ob er noch sauer auf seinen Freund sein sollte. Michael hatte ihm inzwischen erzählt, was nach dem Beinahunfall passiert war und was Tom Michael und Muri gestanden hatte. Eigentlich war Peter schon nicht mehr wütend auf Tom, als er dies alles von Michael erfuhr. Auch dass Tom den beiden seine Angst gestanden hatte, dass Peter ihm nicht verzeihen könnte, hatte ihn gerührt. Doch was, wenn auch Tom auf Martins Seite war und gar nicht mehr daran interessiert war, dass er ihm verzeihen würde? Seine Angst war zum Glück unbegründet, denn Tom war sich sofort sicher, dass Peter die Wahrheit gesagt hatte, als Muri ihm alles erzählte. Aber auch er hatte noch Angst, ob Peter überhaupt auf seine Unterstützung Wert legen würde. Unsicher sahen sich die beiden an, aber keiner sagte etwas. Tom setzte sich neben Jonas, um zu zeigen, auf wessen Seite er war. Aber er wollte unbedingt so schnell wie möglich mit Peter reden und sich entschuldigen.

Nun kamen auch die anderen dazu und als letzter Michael. Michael beobachtete kurz seine Kollegen, konnte die dicke Luft ihm Raum regelrecht spüren. Er ließ sich zwar nichts anmerken, aber innerlich machte er sich Sorgen, ob er das in dieser Schicht wirklich in den Griff bekommen würde. Er hatte nicht damit gerechnet, dass doch so viele Kollegen gegen Peter waren. Er befürchtete, dass er Klaus' Erwartungen nicht erfüllen könnte und die Situation doch aus dem Ruder laufen würde. Er atmete einmal tief durch und räusperte sich dann, um die Aufmerksamkeit der Kollegen zu bekommen. Als erstes berichtete er von Christian und dass er inzwischen wach und auf Normalstation war. Aussagen konnte er noch nicht, aber er würde wieder vollständig gesund werden, das war die Hauptsache. Peter hatte ein schlechtes Gewissen, denn an Christian hatte er heute noch gar nicht gedacht. Zu sehr war er mit sich selbst beschäftigt. Er nahm sich vor, Christian gleich am nächsten Tag vor seiner Schicht zu besuchen. Er war sehr froh, dass es Christian schon wieder besser ging. Das hätte auch ganz anders ausgehen können, dachte er.

Bevor Michael die Einteilung für diese Schicht bekannt gab, ermahnte er alle eindringlich "Ich möchte, dass ihr euch alle zusammenreißt und vernünftig euren Dienst verrichtet. Ihr alle wisst, was ich meine, und mir ist eure persönliche Einstellung zu dem Thema egal. Haben wir uns verstanden?" Einige nickten nur und einige brummten zustimmend vor sich hin. Dann teilte er die Kollegen ein, was alle so hinnahmen. Bis auf Daniel, der seinem Unmut Luft machte "Na toll, warum muss ausgerechnet ich mit Peter fahren?" Alle Augen waren nun auf Daniel gerichtet, was diesem ziemlich unangenehm war. Die Worte hatten seinen Mund verlassen, bevor er überhaupt darüber nachgedacht hatte. Als erstes sah er den verletzten Blick von Peter und sein schlechtes Gewissen meldete sich. Ja er hatte Martin geglaubt. Es war aus einem Bauchgefühl heraus, weil er sehen konnte, wie sehr das ganze Martin mitnahm. Aber nun sah er, dass Peter genauso mitgenommen war und er wusste nicht mehr was er denken sollte. Als nächstes sah er den vorwurfsvollen Blick von Tom, der ihn auch direkt ansprach "Was genau hast du daran nicht verstanden, was Michael gerade gesagt hat?" Peter sah erleichtert zu Tom, denn zumindest hatte er jetzt die Gewissheit, dass er ihm glaubte.

Michaels Blick hingegen zeigte, dass er ziemlich sauer war "Danke Tom, aber ich kann für mich selbst sprechen!" Tom sah peinlich berührt zu Michael, aber der war eigentlich nicht sauer auf Tom und richtete sein Wort nun an Daniel "Ich will keine Diskussionen. Du fährst mit Peter und wirst dich im Dienst so verhalten, wie man es von einem Polizeibeamten erwartet. Wenn du dich dazu nicht in der Lage fühlst, kann ich dich auch gerne für eine Woche unbezahlt beurlauben." Daniel machte große Augen, damit hatte er nicht gerechnet. Es war totenstill im Raum, alle wussten nun, dass Michael es wirklich ernst meinte. "Entschuldigung, natürlich werde ich meine Arbeit vernünftig machen. Ich... ähm ich werde natürlich mit Peter fahren." Sagte Daniel nun kleinlaut und sah auf seine Hände. Daniel tat Peter fast schon leid. Er mochte den jüngeren Kollegen, da er so diese typische norddeutsche Art hatte und Peter schon oft zum Lachen gebracht hatte. Er hoffte, dass Daniel ihm vielleicht doch noch glauben würde. Jetzt hieß es also, den Dienst so gut es ging zu überstehen und am besten Martin aus dem Weg zu gehen. Nie hätte er gedacht, dass Martin sich mal gegen ihn wenden würde.

TBC
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