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♱ Gloria Regali ♱

Kurzbeschreibung
GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / Het
Maki Zenin Megumi Fushiguro Nobara Kugisaki OC (Own Character) Satoru Gojo
24.06.2021
13.03.2022
14
58.728
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24.06.2021 2.678
 
Saint Smile



Der frische Duft von Aloe Vera und Limette den er am ganzen Körper trug, raubte ihr ganz klar den Verstand als sie zum Bett taumelten. »…Dieses Mal lasse ich dich nicht gehen…«, murmelte er und legte seine langen Arme um sie, zog sie enger an seinen Körper. Gott, wie sie ihn vermisst hatte. Sie stöhnte gedämpft auf als seine Hand spielend über ihren Rippenbogen hinunter zur Taille glitt und auf ihrer sensiblen Haut eine wundervolle Spur des Prickelns hinterließ. »Mhm…«, wisperte sie wohlig seufzend während sie die warme Haut seiner Halsbeuge zärtlich mit den Lippen liebkoste - etwas, das ihn tief raunen ließ. Sie beide schmunzelten verspielt - denn sie wussten genau was sie taten. Immerhin war das hier nicht das erste Mal, dass sie sich so nah waren. Nein, er war ihre Jugendliebe und der einzige Mann der sie je ohne Erlaubnis anfassen durfte. Er war das Verbot gewesen welches sie so oft gebrochen hatte und der Grund warum sie Tokio am Ende verlassen musste. Es war ihre Strafe gewesen. Die Strafe dafür, dass sie den Regeln des Clans nicht entsprochen hatte und sich stattdessen verliebte. In einen Jungen den Regeln und Etikette scheißegal waren. In diesen Mann, der nun vor ihr stand und sie voller Verlangen über den Rand seiner schwarzen Brille musterte, sie nicht mehr loslassen würde. Nie wieder – dass hatte er gesagt. Als er sie schließlich noch enger an sich drückte, lächelte sie vergnügt, spürte dass er mehr mit sich zu kämpfen hatte als er ihr mit seinem neckenden Grinsen und den spitzbübischen Funkeln eines aufsässigen Kindes in den Augen weißmachen wollte. Er war erregt. Sehr sogar. »Fuck.«, knurrte er dunkel. Offenbar war sie für ihn immer noch eine Herausforderung, und das ließ ihr 17 Jähriges Ich von damals jubelnd vom Stuhl aufspringen - Ja, verdammt! Denn nach all der Zeit wollte er sie immer noch - und sie wollte ihn. Immer. Jetzt. Weil sie ihn liebte. Weil sie diesen wahnwitzigen, kindlichen, überdermaßen arroganten und alles in den Schatten seines Selbst stellenden Querkopf liebte.
Ein leichtes Gefühl umgab sie, als sie diesen Gedanken einige Sekunden festhielt und ein Stück zu ihm hochblickte – hinauf, in diese wunderschönen eisblauen Augen in denen sie sich so gerne verlor.


»…Ich liebe dich...«



Ein Knall. Dumpf und Grob. Das Splittern von Gestein. Blut das durch die Luft spritzte. Mit einem stechenden Schmerz in der Schulter, der ihre Nervenbahnen heillos auf schrillen ließ, schlug sie die Augen auf. Die Schreie die daraufhin ihrer Kehle entwichen, zerschnitten die Stille wie ein Blitz den Gewitterhimmel und hallten mit einem kalten Echo durch die Dunkelheit. Der widerliche Geruch von maroden Moos, Abwasser, Ammoniak und feuchten Kalksteinen brannte sich augenblicklich in ihre Nase und ließ sie abermals so stark keuchen und husten, dass sie Blut auf den Boden spuckte, ihre Bronchien wimmernd zusammenziehend. Immer wieder, solange bis sie zu schwach war um sich weiter zu bewegen. »Du…Bastard.«, entkam es ihr trotzdem mit klangloser Stimme ehe sie versuchte den Blick gerade aus zu halten. Dorthin wo sie auch die Präsenz eines Sonderfluches fühlte. Dabei bemerkte sie auch erst jetzt die rostüberzogene Eisenstange, die in ihrer rechten Schulter steckte, welche er ihr eben durch den Körper, direkt in die Steinwand hinter ihr gebohrt hatte. Monster. Unter anderen Umständen hätte sie wohlmöglich rumgescherzt und mit diesem Bastard bereits den Boden gewischt, ihn ausradiert, aber es war ihr noch immer unmöglich sich zu bewegen, dafür wurde schon gesorgt, wenn sie so zu ihren festgebundenen Armen und Beinen sah.  Und bei den ganzen Verletzungen die sich bereits über ihren Körper zogen, war es eigentlich ein Wunder, dass sie überhaupt noch atmete, geschweige denn einen klaren Gedanken fassen konnte. Aber so schnell würde dieses Vieh sein Spielzeug wohl nicht sterben lassen. Dennoch zuckte ein schwaches Lächeln über ihre eingerissenen Mundwinkel. »Er wird mich…finden…«.

Ein dunkles Lachen kam aus den Schatten hervor gekrochen. Bösartig und derb schlich es sich an, umhüllte sie mit einer widerwertigen Präsenz die über ihre Haut glitt.  »Das ist der Plan, meine liebe Seiren.«

Ihr Herz setzte aus, als sie in das Gesicht ihres Gegenübers blickte. Das durfte nicht wahr sein...

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...Vor ungefähr sechs Monaten...



Zenin Maki - Schülerin aus dem 2. Jahr
- Tokio am Morgen


Genervt steckte Maki das Handy in die Tasche und betrachtete sich kurz im Spiegel. Die Haare saßen, die Brille rahmte das Gesicht wie üblich ein und die schwarze Schuluniform war faltenlos – nicht dass es sie interessieren würde, aber es machte einfach einen besseren Eindruck auf die Menschen, wenn man sich in der Öffentlichkeit ordentlich kleidete. Und wenn sie schon dabei war, sollte sie ohnehin unlängst auf den Weg in die Schule sein, aber was machte sie stattdessen? Ach ja. Sie durfte jetzt zum Hauptbahnhof von Shinjuku fahren. Ob sie dazu Lust hatte? Eher weniger. Aber eine wirkliche Wahl blieb ihr in diesem Punkt nicht. Immerhin war es ihr Sensei der nach zwei Jahren wieder zurückkam. Eine Tatsache die Maki insgeheim sogar sehr freute, auch wenn sie dies nie zugeben oder zeigen würde. Was sie aber daran störte war der Fakt, dass er sie um 04.00 Uhr morgens per Sturmklingeln aus dem Bett geschellt hatte und sie dann noch mehr als erheitert bat,  gegen 07.00 Uhr am Bahnhof zu sein. Auf die Frage warum nicht einer der Fahrer der Schule sie abholt, war nur ein belustigendes kichern am anderen Ende zu hören, was die Zenin-Erbin auch zu jeder anderen Zeit mehr als nur verärgert hätte. Folglich war ihr aber auch bewusst, dass nicht nur sie nichts über die Rückkehr wusste, sondern auch Yaga-Sensei über nichts informiert war, welcher sie vor wenigen Tagen sogar noch auf dieses Thema angesprochen hatte. Aber eigentlich sollte Maki sich gar nicht darüber wundern, schließlich war ihr Sensei nie die Sorte von Mensch gewesen die sich im Voraus ankündigte oder Bescheid sagte. Oder sich mal meldete. Oder ihr antwortet… oder… oder- »Argh!«, entkam ihr ein düsteres Knurren, dass einem Donnerrumoren gleichkam bevor sie sich ihre sieben Sachen schnappte und dann auch schon aus der Wohnung stürmte. Sie hatte ihren Sensei noch nicht einmal gesehen und schon raubte er ihr vollständig die Nerven. Eine Glanzleistung. Und das auf ganzer Linie. Aber zumindest war das Wetter auf ihrer Seite. Blauer klarer Himmel, eine kühle Sommerbrise, das Zirpen der Zikaden und die aufgehenden Sonne am Horizont. Ja, wenigstens der Tag würde gut werden.



Fluchgeist - Irgendwo im Untergrund in Tokio


Ein kaltes Echo, gefährlich laut. Ganz nah. Das bittere Geräusch von Tropfen die auf den nassen Boden fielen. Immer wieder, immer mehr, der dumpfe Klang, der bleierne Geruch der in die feuchtwarme Luft stieg. Es hallte in der Dunkelheit und würde ihn verraten. Ihn ausliefern. Das Blut. Sein Blut. Weil es nicht stoppen würde. Die Verletzung würde nicht heilen. Dieses Mal nicht. Nein, dieses Mal war etwas anders. Sein Feind war anders. Sie war anders. Diese Frau. Das Weib, welches ihn den Arm einfach abgeschlagen und in tausend Teile zerfetzt hatte – ruhig lächelnd, weil sie ihn finden würde. Weil sie ihn für das was er den Kindern angetan hatte töten würde. Nicht schnell, das hatte sie ihm gesagt. Aber sehr, sehr langsam, damit er jeden einzelnen Moment wo sie ihm etwas brechen, etwas hinausreißen oder verstümmeln würde,  bei vollstem Bewusstsein miterleben würde – sie dabei ansehen würde. Natürlich hatte er sich zuerst über sie lustig gemacht als sie einfach aus den Schatten der hohen Gebäude getreten war und die schwarze Brille etwas tiefer auf den Nasenrücken geschoben hatte - sah sie in seinen Augen eher wie eine zerbrechliche Porzellanpuppe mit langen mondgebleichten Haaren aus, die er vielmehr als Beleidigung der Jujuzisten empfunden hatte als einen ernstzunehmenden „Gegner“. Allein die Art wie sie ihm gegenübergetreten war, ohne Waffen ohne den leisesten Funken von Fluchkraft, hatte ihn in schallerndes Gelächter ausbrechen lassen. Aber nie im Leben hätte er damit gerechnet, dass sie am Ende ein Jujuzist auf einem derartigen Niveau war. Einem Niveau, welches ihn zum ersten Mal ängstigte und um sein Leben laufen ließ. Er, der ein Sonderfluch war. Immerhin war er sonst derjenige der diese Art von Schrecken verbreitete, sich daran ergötzte Leben zu rauben, Körperteile zu zertrümmern und Menschen zu fressen. Er kannte keine Angst, nein, er lebte für die Angst. Er war die Angst. Aber heute, jetzt in diesem Augenblick wo er in den entlegensten Winkeln der Kanalisation flüchtete und dieses bitterkalte Gefühl seinen gesamten Körper zum Zittern brachte, sich der Angstschweiß in seinen Nacken bildete, verspürte er wahrhaftige Furcht. Furcht die ihn die klammen maroden Treppenstufen hinunter jagte. Stufe für Stufe, Absatz für Absatz, den Blick apathisch geradeaus in die Dunkelheit gerichtet, damit er sich nicht noch einmal umdrehen würde. Nicht nach hinten über die Schulter blickte. Nein, seine mit Schnitten überzogenen Beine trugen ihn unter Schmerzen weiter nach unten, vorbei an den flackernden Lichtern, vorbei an rostigen Geländern und umherstreifenden Ratten. Immer weiter bis er das Rauschen von Wasser in der Ferne hören konnte.  Endlich! - ein Lichtblick schien sich aufzutun. Er sah den Tunnel. Die hellen Lampen. Den Kanal. Seine angespannten Gesichtszüge wurden weicher während er die letzten Stufen hinunter sprang.  Erleichterung umschlang ihn wie ein lieber Freund von hinten. Er würde hier rauskommen und überleben. Nur noch ein weiteres Stück und er könnte verschwinden. Nur noch wenige Meter und er –

»Hab dich.«

Ein leises Lachen, zauberhaft und doch eisig. Ein Speer aus der Finsternis, leuchtend hell, hinabschnellend. Das Metall was in den Stein schlug, Risse die sich in den Boden fraßen. Augen die unschön aufgerissen wurden und beinahe vollkommen hinaustraten. Das Brechen der Knochen, die ihn aufjaulen ließ. Haut die unsauber zerfetzt wurde. Blut das an die Wände spritzte und alles in endlose Röte tauchte. Die unheilvolle Erkenntnis der Niederlage. Sie hatte nur gespielt. Mit Ihm. Die ganze Zeit. Und jetzt hatte sie ihn. Hatte ihn soweit kommen lassen, den Duft der Freiheit kosten lassen, nur um ihn kurz vorher zu vernichten. Wer war hier wohl das Monster?

»Aber weißt du was?«

Er zuckte panisch. Ein kühler Windhauch umschlich ihn lieblich wie ein Schmetterling und die bleiche Hand, die ihn vor wenigen Minuten noch den Arm abgetrennt hatte, manifestierte sich aus dem Nichts und glitt federleicht über seine Gesichtszüge. Die langen Haare wie Silber über den Schultern fallend und das strahlend weiße Kleid nicht einmal beschmutzt, ein Lächeln so sanft wie die Morgensonne, Augen so schneidend wie Stahl mit einem Blick kälter als Eis.

»Der Spaß geht jetzt erst los.«



Yaga Masamichi - Rektor der Tokio Jujutsu High School - gegen Mittag  


Gelangweilt saßen die Schüler aus dem ersten und zweiten Schuljahr auf ihren Stühlen und hörten dem Rektor Yaga Masamichi bei seiner Ansprache nur vereinzelt zu. Die Einzelheiten des bevorstehenden „Austausches“ mit der Kyoto Schule schien so gut wie niemanden zu interessieren, weshalb sich die Aufmerksamkeitspanne der Anwesenden auf ein fassliches Minimum reduziert hatte. Itadori Yuji, das Gefäß von Sukuna hatte den Kopf träge auf den Tisch abgelegt und fragte sich wahrscheinlich warum Haie nicht rückwärts schwimmen konnten, während Kugisaki Nobara indessen dem nicht anwesend sein von Zenin Maki nachtrauerte, die sich am Morgen bereits für einige Stunden abgemeldet hatte. Lediglich Fushiguro Megumi saß ruhig an seinen Platz und tat zumindest so als würde er dem Gesagten folgen, wohingegen Panda und Toge Inumaki ganz ungeniert ein Kartenspiel herausgeholt hatten. Aber was sollte man von den Schülern auch erwarten, wenn selbst der eigene Lehrer in der Ecke saß und sichtlich vergnügt auf seinen Handy rumtippte, den Bildschirm interessiert drehte – oder wahlweise auch mal nach links oder rechts wischte. Yaga seufzte tief ehe er sich auf den Rand des Tisches setzte und seinen ehemaligen Schüler musterte. Satoru war wirklich kein Musterbeispiel eines Lehrers -  zumindest nicht was den üblichen Unterricht in der Schule anging. Denn da wirkte er selbst noch wie ein aufsässiger Student, der an allem mehr Interesse zeigte als an dem Unterricht – sei es auch nur das Kippeln mit dem Stuhl, was er zu allem Überfluss gerade auch noch tat. Was hatte er nur falsch bei diesem Bengel gemacht? Eine Frage die er sich in den letzten Jahren so oft gefragt hatte. Aber konnte er es jetzt noch ändern? – Nein. Also musste er mit dem Arbeiten was er bekommen hatte – und das war ein von sich zutiefst selbstüberzeugte, vorlauter, verspielter Jujuzist, der mehr Selbstbewusstsein besaß als ihm wahrscheinlich gut tat.
Seine Augen glitten nachdenklich nach draußen wo sich die Sonne bereits am höchsten Punkt des Zenits wiegte und den wolkenlosen Himmel noch ein Stück blauer erscheinen ließ. Wahrscheinlich waren die Temperaturen unlängst über die 30 Grad gestiegen, sodass nicht einmal die kühle Brise, die gerade durch die dichten Baumkronen zog für eine Abkühlung sorgen könnte. Ja, nicht einmal die Vögel hörte man bei diesem Wetter zwitschern. Vielleicht sollte er es für heute dabei belassen und die Schüler entlassen. Dann könnte auch er endlich Feierabend machen. Ein schöner Gedanke wie er fand, ein wirklich schöner Gedanke, dem er auch gerne nachgegeben hätte, wenn in diesem Moment nicht die Tür laut scheppernd aufgeschlagen wurde.

»Maki-san?!«

Ohne auf die hochgeschreckten Gesichter ihrer Klassenkameraden zu achten, schritt genau diese mit einer sichtlich gereizten Laune und geballten Händen geradewegs mit festen Schritt auf Yaga zu und packte ihn am Kragen, die Wutader an der Schlefe unheimlich pochend. »Wo. Ist. Sie?« Der Rektor verstand rein gar nichts und wirkte im Angesicht der ziemlich angepissten Maki mehr als hilflos, weshalb er erst einmal zu Gojo schielte, der aber nur sichtlich vergnügt die Hände hob. Er wusste anscheinend auch nichts oder wusste es und sagte nichts. Bei Satoru war ja alles möglich. Nichts desto trotz musste er Maki erst einmal runterbekommen und fragte sie nach wem sie denn genau suche. Unter normalen Umständen hätte er jeden anderen sofort in die Schranken gewiesen - schließlich war er der Rektor und solch ein Verhalten war einfach inakzeptabel. Aber wenn er ehrlich war schüchterte Maki mit ihrer Art nicht nur Flüche und ihre Kameraden ein. Sie war furchteinflößend.

Fluchend ließ Maki den Kragen los. »Ich rede von ihr. Meinem Sensei! Von Kaizen Seiren! Sie müsste ihnen doch mittlerweile eine Nachricht geschickt haben. Sie war nicht am Bahnhof«

Stille. Niemand sagte etwas. Zu sehr waren alle Anwesenden von diesem Auftritt überrollt worden als das sie auch nur einen Ton heraus brachten. Es war eine Stille die der grünhaarigen Jujuzistin überhaupt nicht zu passen schien, denn sie bewegte sich nicht ein Stück von Yaga weg - weil sie genau wusste, dass er nahezu der Einzige war, bei dem sich Seiren überhaupt melden würde. Aber zu seinem eigenen Bedauern, das hat sie nicht. Demnach kamen nur zwei weitere Menschen in Frage, die vielleicht etwas wissen konnten. Doch wenn er genauer drüber nachdachte, eigentlich nur einer, allerdings war Nanami zurzeit außerhalb von Tokio unterwegs.

Ein dumpfes Geräusch ließ die Schüler schließlich jäh mit den Köpfen zur Seite hochfahren.  »Oh. Entschuldigt. Da bin ich wohl abgerutscht.«, lachte Gojo nonchalant wie er war und kratzte sich beschwingt grinsend am Hinterkopf während Maki ihn in diesem Moment wohl am liebsten hätte töten wollen, so zumindest aber von Yaga abließ. Immerhin musste irgendjemand ja diese aufgeladene Spannung wieder richten, auch wenn ihm der Blick des Rektors nicht entging – wissend, dass Gojo ebenfalls genau wusste um wen es sich bei Makis Sensei handelte. Und so gern er das verneinen würde, so löste allein der Umstand, dass es sich dabei um Seiren handelte, ein längst vergessenes Gefühl in ihm aus. Etwas von dem er dachte vor Jahren hinter sich gelassen zu haben. Er blickte auf sein Handy und grinste verschmitzt, wenngleich sich auch etwas Enttäuschtes in seinen Augen wiederfand. Natürlich hatte sie ihm nicht geschrieben. Warum auch? Allein das er daran gedacht hatte, machte diese Absurdität des Gedankens perfekt.

»Sie ist in der Nähe.« Mei Mei stand mit verschränkten Armen in der Tür und wirkte wie immer mehr als entspannt.
»Woher -«, trat Maki einen Schritt auf sie zu, doch verharrte an Ort und Stelle als Mei Mei ihr Handy hervor zückte und grinste. »Sie hat mir vor ein paar Minuten geschrieben. Ein Sonderfluch hat sie aufgehalten. Und ich soll ausrichten, dass die werten Anwesenden doch ihre Handys nicht immer auf Flugmodus stellen sollen, wenn sie in der Schule sind.«
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