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Cake, love, science and much more

KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Gen Asagiri Senku Ishigami
23.06.2021
27.07.2021
4
5.277
7
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.06.2021 1.571
 
Ohayo! Hiermit präsentiere ich euch stolz das erste Kapitel meiner neuen Dr. Stone FF! Oh man, ich liebe diesen Anime/Manga wirklich über alles.... Es werden in etwa drei oder vier Kapitel werden, also eher kürzer. Aber dafür sehr schmackhaft ;)
Ich wünsche euch viel Spaß und ich hoffe, es ist glaubwürdig und nachvollziehbar geworden. Ansonsten freue ich mich sehr über Kritik und Verbesserungsvorschläge, aber natürlich auch über Lob! Und jetzt, lasst euch dieses Kapitel im wahrsten Sinne des Wortes schmecken! Itadakimas!

Allerliebste Grüße,
eure Luana



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Chapter 1: Kuchen in der Steinzeit.....unmöglich, oder?




Gen Asagiri war sauer. Und zwar so richtig. Vor etwa zwei Monaten war er sich über seine Gefühle gegenüber Senku bewusst geworden, und hatte beschlossen, diesen für sich zu gewinnen. Er war damals auch gleich zur Tat geschritten, hatte den Wissenschaftler umworben, ihm versteckte Botschaften zu kommen lassen, ihm deutlich gemacht, dass er Interesse an ihm hatte. Nun, das Problem dabei war nicht, dass Senku nicht dasselbe fühlte. Naja, nicht einmal das wusste er.

Das wahre Problem war, dass Senku nicht antwortete! Egal wie offensichtlich verschossen er in den Ishigami war, entweder war Senku zu blöd dafür (wovon er definitiv nicht ausging), oder er hatte absolut gar kein Interesse, oder er war zu beschäftigt um zu antworten, oder es war ihm schlicht und einfach egal. Trotzdem versuchte Asagiri weiterhin, alles positiv zu sehen und gab nicht auf. Irgendwann würde er dem Grün-Weißhaarigen schon noch eine Reaktion entlocken! Aber wie stellte er das am besten an? Er überlegte und überlegte und hatte schließlich, nach laaaaaaaaaangem überlegen die perfekte Idee gefunden. Böse grinsend rieb Gen sich die Hände. Sein Plan war perfekt, Senku würde ihm komplett verfallen und für immer gehören! Er lachte auf und kam sich dabei vor wie ein Superschurke, der gerade einen superbösen Plan ausheckte. Nun, in gewisser Weise war er das auch, denn in einer Serie wäre er ganz sicher nicht der süße, naive Hauptprotagonist. Wahrscheinlich irgendein verräterisches Etwas. Aber so war er nun mal. Muhahahahahaha!

* Timeskip *

Ein paar Tage später, voller schrecklicher Versuche und Verzweiflung war sein Werk endlich, endlich fertig. Asagiri sah zwar wie der letzte Penner aus, aber dennoch war er sehr stolz auf das Ergebnis und hoffte, es würde Senku ebenfalls gefallen UND vor allem: schmecken! Ja, ihr werdet es nicht glauben, aber unser lieber Gen verbrachte tatsächlich die letzten Tage mit dem Versuch, Kuchen zu backen! Es war wirklich nicht leicht gewesen, schließlich musste er sich die Zutaten selber beschaffen.

Am leichtesten war da das Mehl gewesen, weil er durch die Ramen-Herstellung mittlerweile wusste, wo sie die Borstenhirse lagerten und es war kein Problem für ihn, diese zu dem feinen Pulver zu mahlen. Auch Eier zu suchen war leicht gewesen, doch die Milch war ein Problem. Natürlich hätte er auch einen veganen Kuchen machen können, aber damit kannte er sich nicht so sehr aus und er wollte schließlich nichts riskieren.

Also überlegte er lange, er dachte sogar einen Moment lang darüber nach im Frühling eine trächtige Hirschkuh zu überfallen aber er hatte erstens keine Ahnung wie er die Milch aus ihr rausbekam und zweitens ob diese überhaupt schmecken würde. Leider gab es in Japan keine wilden Kühe und Ziegen....das ließ er lieber bleiben..... Doch dann fiel ihm Sojamilch ein, Soja wuchs ja schließlich in Japan und die Herstellung war eigentlich ziemlich einfach und so hatte er innerhalb eines Tages erfolgreich Sojamilch her- und kaltgestellt. Als Süßungsmittel hatte er schlicht und einfach Honig gewählt (wobei er unglücklicherweise zweimal gestochen wurde, aber das war es ihm alle mal wert).

Das schwierigste war dann noch die Butter-Herstellung, kurz hatte er überlegt, ob er vielleicht stattdessen Öl machen sollte, aber Butter erschien ihm dann doch leichter und mit viel Patzerei und Geduld hatte er nach einem Tag auch Soja-Butter hergestellt. Zum Schluss braucht jeder Kuchen natürlich noch Backpulver, beziehungsweise Natron und da dieses in Chromes Sammlung reichlich vorhanden war, bediente er sich da ein bisschen.

Schlussendlich hatte er alle Grundzutaten nach etwa drei Tagen beisammen. Zur Ergänzung suchte er noch ein paar essbare Nüsse, er fand unter anderem japanische Walnüsse und Herznüsse (wie passend!) und hackte diese grob. Ein paar Beeren kamen ebenfalls hinzu und langsam fing er an, sogar Spaß bei der Arbeit zu haben.

An einem heißen Nachmittag suchte er sich alle seine Zutaten zusammen und schlich unbemerkt von dem großen Lager weg. Nahe des Flusses baute er sein Lager auf, bestehen aus einem kleinen Holztisch, einer Glasschüssel, die er mitgehen hatte lassen und zwei Löffeln, plus einem Korb, in dem sich seine Zutaten befanden. Er krempelte seine Ärmel hoch und machte sich an die Arbeit.

Er musste alles nach Gefühl machen, aber das wurde schon. Sicherheitshalber hatte er von allen Zutaten etwas mehr genommen, falls der erste Versuch missglücken sollte. Er schlug 3 Eier in die Schüssel, fügte in etwa 400g Mehl nach Gefühl dazu, sowie ein bisschen Honig. Dann die gehackten Nüsse und vermischte alles miteinander. Eine Prise Salz, sowie das Natron und wieder rühren. Dann flüssige Butter, die er vorher geschmolzen hatte und Milch, bis er das Gefühl hatte, dass es passte. Er kostete ein wenig und verzog das Gesicht.

„Viel zu wenig süß“, murmelte er vor sich hin und fügte ordentlich Honig hinzu, bis er nach einiger Zeit zufrieden mit dem Geschmack war. Nicht zu viel und auch nicht zu wenig, dachte er zufrieden und schleckte einen Teigrest von seiner Fingerspitze. Dann verrührte er es noch ordentlich, fügte hier und da noch mehr Nüsse hinzu oder ein bisschen mehr Mehl oder Milch, je nachdem wie es ihm gefiel. Ganz zum Schluss mischte er noch ein paar Beeren hinein, die, wie er dachte, eine neue, wilde Art der damaligen Erdbeeren waren, doch sie schmeckten sehr lecker. Ein bisschen geriebener Apfel und ein paar Spritzer der japanischen Zitrusfrucht Yuzu, noch einmal ordentlich vermischen und fertig war der Teig seines ersten Kuchen in der Stone World!

Er füllte den klebrigen Teig in eine Kuchenform, die er vorher mit ein wenig Butter eingefettet und die der alte Kaseki auf seine Bitten hin gemacht hatte, dann packte er das Gefäß ein und räumte alles auf. Die restlichen Zutaten hob er sich auf, vielleicht konnte er sie irgendwann nochmal gebrauchen. Dann schlich er vorsichtig zum Lager zurück, versteckte den Korb mit dem fast fertigen Kuchen unter einem Busch und schlenderte gemütlich in eines der Häuser, wo ein paar der Dorfkinder plus Kohaku und Chrome herumsaßen und an irgendetwas arbeiteten.

„Puhhh, heute ist es wirklich seeeeehr heiß! Da würde einem eine kleine Abkühlung doch wirklich guttun!“, sagte Gen und seufzte sehnsüchtig. Innerlich kicherte er vor sich hin, die Dummköpfe würden sicher darauf reinfallen und schwimmen gehen. Er sah, wie Chromes Ohren zuckten und grinste innerlich. Der erste hatte schon angebissen.

„Abkühlung? Was meinst du damit?“, fragte der Braunhaarige auch schon neugierig nach.
„Es ist soooo heiß, aber der Fluss ist wirklich seeeehr angenehm kühl, ich war vorhin schon drin! Macht doch mal eine Pause und geht schwimmen, es ist wirklich wundervoll!“

Er sah, wie Chromes Augen zu leuchten begannen und wusste sofort, was er als nächstes machen würde.

„Kommt Leute! Gehen wir schwimmen! Eine kleine Pause darf man sich ab und zu schließlich gönnen!“, rief Chrome auch schon begeistert aus und sprang auf. Genau in diesem Moment betrat Senku die kleine Hütte und Asagiri dankte Gott (falls es einen gab) für dieses perfekte Timing. Dieser wurde ebenfalls sofort von dem begeisterten Chrome gepackt und mitgeschleift. Und schon waren alle weg und hinterließen nur eine große Staubwolke.

Gen grinste und freute sich darüber, dass er nun endlich die Bahn frei hatte. Er holte seine unter dem Busch versteckten Sachen, stellte sie ab, holte die Teigform heraus und stellte sie in den Ofen, nachdem er diesen erhitzt hatte. Dann setzte er sich pfeifend hin und vertrieb sich die Zeit mit nachdenken. Über was? Natürlich über Senku und den Kuchen, was den sonst? Außerdem zählte er die Sekunden mit, schließlich wollte er ja nicht, dass der Kuchen anbrannte. Ob Senku sich wohl über den Kuchen freuen würde? Hm, wahrscheinlich eher nicht.....aber er hoffte es trotzdem. Aber generell war Gen sich unsicher. Stand Senku überhaupt auf Männer? Wahrscheinlich nicht. Stand er auf Frauen? Schon eher, aber bei beiden Geschlechtern hatte er nie Interesse gezeigt und sonst eher ablehnend reagiert. Für ihn gab es eben nur Wissenschaft.

Am ehesten von der Interesse her kämen dieser alte Freund von Senku, Taiju, und das Mädchen, Yuzuriha, in Frage, aber die waren offenbar nur aneinander interessiert, so wie die rumgeturtelt hatten, als er noch im Tsukasa Imperium war. Sonst gab es nur noch Ruri und Chrome, die aber auch eher aneinander interessiert waren, auch wenn Ruri und Senku ja praktisch verheiratet waren....wenn auch nur, weil Chrome ohnmächtig geworden ist. Und sonst blieb nur noch Kohaku übrig... Kohaku war wahrlich eine hübsche Frau und er würde es wirklich verstehen, wenn sie und Senku irgendwann zusammenkommen würden..... gefallen würde es ihm natürlich nicht, er war ja schließlich in den Ishigami verliebt und wollte ihn ganz für sich alleine haben.

Er seufzte leise und stand auf, um nach dem Kuchen zu sehen. Noch ein bisschen zu früh, dachte er sich und setzte sich wieder ins Gras. Da fiel ihm etwas auf. Was wäre wenn..... Senku auf gar kein Geschlecht stand? Also asexuell, bzw. aromantisch wäre? Theoretisch könnte es sein..... das wäre natürlich blöd. Ich werde ihn auf jeden Fall für mich gewinnen, dachte Gen, koste es, was es wolle!
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