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Ivan is without Fedyor just a sad song

Kurzbeschreibung
SongficRomance / P12 / MaleSlash
22.06.2021
22.06.2021
1
876
4
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2 Reviews
Dieses Kapitel
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22.06.2021 876
 
Zwei Wochen nach der ersten Staffel:

Ivan war müde. Damit bezog er sich nicht nur auf seine körperliche Müdigkeit, die ihm seit einiger Zeit in den Knochen steckte, da er in letzter Zeit nicht wirklich gut schlafen konnte. Größtenteils bezog er sich allerdings auf seine geistige Müdigkeit, die wiederrum nicht so leicht zu beheben war, indem er sich einige Stunden aufs Ohr legte. Den genau das hatte er nach einem langen Arbeitstag unter General Kirigan im kleinen Palast vor.

Es kam ihm immer noch, wie ein kleines Wunder vor, dass er mehr oder weniger unbeschadet aus der Schattenflur rausgekommen war, nachdem ihm dieser nervige Scharfschütze über Bord geschossen hatten.  Irgendwie hatte er sich dann zum kleinen Palast durchgeschlagen, um wenigstens etwas Klarheit um die Situation der Grischa zu kriegen. Er war immer noch an der Seite des Generals, da er nun mal keinen anderen Weg sah, wie sie dauerhaft sicher sein konnten. Besonders ein bestimmter Entherzer kam ihm dabei in den Sinn, der…

Nein! Er wusste, wenn er außerhalb ihres Zimmers zu viele Gedanken an Fedyor richtete, würde sehr schnell seine sonst eher stoische Maske brechen und das konnte er momentan wirklich nicht gebrauchen. Ja, er hatte Fedyor nicht mehr gesehen seit er auf seine Mission aufgebrochen war, um Nina zu finden. Allerdings wusste er das sein Ehemann niemals mit den Methoden des Generals einverstanden wäre und daher überraschten ihn die Gerüchte auch nicht besonders, dass er und Zoya wohl einige Grischa Gruppen um sich scharrten. Allerdings gab es mindestens genau so viele Gerüchte, darüber wo die Sonnenkriegerin überall gesehen worden soll, was für den General natürlich oberste Priorität hatte.

Ivan war das nur ganz Recht, denn er wollte auf keinen Fall gezwungen sein sich zwischen Ravka und seinem Herzen zu entscheiden. Allein die Vorstellung Fedyor zu verletzen oder sogar zu töten reichte, um ihm den Magen umzudrehen. Zum Glück erblickte er endlich seine Zimmertür und konnte aufhören den Sturm in seinem inneren vor der ganzen Welt zu verstecken. Das war aber auch momentan der einzige Vorteil, den er in diesem Raum hatte, da natürlich noch überall Fedyors Sachen rumlagen (er hielt nun einmal nicht besonders viel von Ordnung), aber es vor allem so viele Erinnerung an ihn gab, dass Ivan vor Sorge um ihn fast verrückt wurde.

<Stopp Ivan! Wenn du so weiter machst, dann wirst du morgen definitiv mehr Ähnlichkeit mit einem Zombie als mit einem Entherzer haben, also leg dich zumindest ein paar Stunden schlafen.>
Also folgte er seinen eigenem Vorschlag und lag nach einer kurzen Katzenwäsche und einem Kleiderwechsel in einem Bett, was ihm mal wieder viel zu groß vorkam. Aber wie sehr er sich auch hin und her wälzte, von dem erholsamen Schlaf war weit und breit keine Spur. Dafür vermisste Ivan einfach die wärme von Fedyors Körper zu sehr, oder die Art wie er ihn immer dazu brachte sich ihm gegenüber zu öffnen und seine Ängste zu offenbaren. Wie das Bett (und meistens auch sie selbst) am nächsten Morgen ein heilloses Durcheinander war und er trotzdem die Zeit anhalten wollte, um niemals von diesem Anblick getrennt zu werden.
Jetzt fühlte sich die Rechte Hand des schwarzen General einfach nur leer und zerbrochen. Als ob sein Herz, seine Seele und vielleicht sogar sein ganzes Selbst unvollständig wäre, weil die andere Hälfte einfach fehlt. Er musste in jedes Mal an die zerrissenen Segel ihrer Skiffs nach einem Volkraangriff denken, denn er fühlte sich in diesen stillen Momenten genauso zerrissen und entstellt. Was würde er nicht gerade dafür geben, seinen Ehemann in den Arm zu nehmen, seinen Duft einzuatmen, ihn zu küssen, oder einfach nur seine Hand zu halten.

Allerdings war das wahrscheinlich nur noch eine Silhouette der Vergangenheit, da er sich nicht sicher war, wie ihr nächstes treffen verlaufen würde. Sie hätten auf alle Fälle einiges zu klären und Ivan wusste nicht, wie der andere Entherzer reagieren würde, wenn sie sich wiedersehen. Würde er sauer auf ihn sein und auch enttäuscht? Würde er ihn vielleicht sogar hassen und nie wieder etwas mit ihm zu tun haben wolle?  All diese Fragen fingen an wieder und immer wieder in Ivans Kopf rumzuspucken und er begriff, dass er mal wieder nicht würde gut schlafen können.

With you I fall
It’s like I’m leaving all my past in sillouettes upon the wall
With you I’m a beautiful mess
It’s like we’re standing hand in hand
With all our fears upon the edge

So stop time right here in the moonlight
‘Cause I don’t ever wanna close my eyes

Without you I feel broke
Like I’m half of a whole
Without you, I’ve got no hand to hold
Without you I feelt torn
Like a sail in the storm
Without you, I’m just a sad song


Was Ivan zurzeit aber nicht wissen konnte ist, dass irgendwo in Ravka in einem halbwegs sicherem Versteck ein weiterer Entherzer wach lag und sich nichts sehnlicher wünschte als wieder mit seiner anderen Hälfte vereint zu sein.


Hallöchen,
also das war wie schon angekündigt meine Songfiction zu den beiden. Ich hoffe das die beiden in der Serie ihr Happy End kriegen, aber das steht ja noch in den Sternen. Ich freue mich auf eure Reviews und Verbesserungsvorschläge.
Eure Lakritzvampir
 
 
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