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Der Weg in dein Herz

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
21.06.2021
17.04.2022
65
102.485
2
Alle Kapitel
62 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
09.09.2021 1.494
 
Eizan war nervlich jetzt völlig am Ende. Er fühlte sich gerade von der ganzen Welt verarscht. Sein Vater, zu dem er immer stolz aufgesehen hatte. Der immer für ihn da war und Eizan in allem unterstützt hatte was er getan hatte. Er betrog eiskalt seine geliebte warmherzige Mutter. Eizan fand das einfach nur barbarisch. Niemals hätte er Evelyn betrogen. Es war gegen seine Erziehung und stolz. Etsuya wäre niemals so feige eine Frau zu betrügen. Eher würde er sie dann verlassen. Eizan wäre zwar ziemlich traurig darüber, aber er hätte es besser gefunden wenn Yuya seine Mutter verlassen hätte statt zu betrügen. Dann hätte Larissa wenigstens anfangen können sich ein eigenes Leben aufzubauen und vielleicht jemanden finden der sie wirklich liebt. Jetzt lebte sie in einer Scheinehe völlig ahnungslos. Eizan hatte ab jetzt jeden Respekt vor Yuya verloren. Er wurde schon wieder sehr wütend. Dann dachte er an seine Kinder die jetzt auf ihn warteten. Wie sollte er das mit Nené nur denn beiden erklären? Langsam fuhr er vom Gelände. Aber er war nicht nach draußen gegangen ohne dem Sicherheitsbeamten seine Karte zu geben. So einen mutigen und loyalen Mitarbeiter musste er einfach selber haben. Vielleicht sogar als Leibwächter der Kinder. Egal was er verlangte. Er würde ihm bezahlen was er wollte. Geld war nicht so wichtig wie das Leben seiner kleinen Kinder. Besonders um Leonies wohl war er sehr besorgt. Er war selten einer Meinung mit ihr und seinen Ansichten. Trotzdem war es tatsächlich so das er sie wirklich liebt. Leonie war schließlich seine Tochter. Alles was ihm von seiner Frau geblieben war und sie sah ihr so unglaublich ähnlich. Noch immer versetzte es ihm einen Stich an Evelyn zu denken. Dann war er schließlich zuhause angekommen. Jetzt waren nur seine Kinder noch wichtig. Er durfte einfach nicht mehr so oft an Nené denken. Aber sie ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Er machte sich ziemlich große Sorgen um sie. Das Leben im Gefängnis war garantiert nicht so einfach. Eigentlich hatte er sich damit nie so richtig auseinandergesetzt. Eizan war schließlich auf der anderen Seite. Aber jetzt wollte er sich nur noch um die Kinder kümmern. Als er das Haus betrat war es verdächtig still. Waren sie unterwegs? Hallo. Rief er. „Hier sind wir Mister Eizan." Antwortete ihm die Kinderfrau. Alle 3 waren im Wohnzimmer. Leonie schaute sich einen Kinderfilm an, während Riley begeistert mit seinen Autos spielte. Es konnte alles so schön sein. „Sie können dann Feierabend machen. Vielen Dank für ihre wieder sehr gute Arbeit." Bedankte sich Eizan wie immer bei ihr. Das war ihm sehr wichtig. Als er sie noch zur Tür begleitet hatte um die Alarmanlage anzuschalten setzte er sich zu Leonie. Beobachtete sie eine Weile. Er konnte eigentlich sehr stolz auf seine Tochter sein. Sie war ein wundervolles braves Mädchen. „Stimmt etwas nicht Papa?" Fragte sie schließlich. Eizan nahm sie in seine Arme. Leonie kuschelte sich an ihn. „Leonie, wir müssen uns mal dringend unterhalten. Es ist etwas sehr wichtiges." Leonie sah ihn erstaunt an. Ihr Papa hatte noch nie mit ihr über etwas sehr wichtiges gesprochen. Leonie war jetzt sehr stolz. Sie fühlte sich jetzt irgendwie erwachsen. Denn ihr Papa wollte mit ihr reden und nicht mit Riley. „Was ist denn passiert?" Fragte sie ihn. „Es geht um Nené und warum sie euch gerade nicht besuchen kommen kann." „Sie ist doch auf einer Fortbildung oder? Wann ist sie denn eigentlich wieder zurück?" „Genau darum geht es leider. Du weißt ja das Menschen sehr oft Fehler machen. Ich auch. Genau wie alle anderen. Auch Nené war dieses Mal sehr böse." Leonie war kurz davor in tränen auszubrechen. „Was hat Nené denn Böses getan?" Leonie konnte sich einfach nicht vorstellen das Nené jemals etwas schlimmes machen würde. Sie war immer so lieb. „Weißt du was Drogen sind?" Leonie nickte und ahnte bereits schlimmes. „Leider ist es so das Nené welche genommen hat und dadurch einen sehr schlimmen Unfall gebaut hat. Sie ist jetzt sehr krank. Aber weil Nené etwas Böses gemacht hatte, musste sie leider in ein Gefängnis und eingesperrt werden um darüber nachzudenken das es falsch ist Drogen zu nehmen." Leonie sah Eizan erst total erschrocken an. Dann konnte sie es allerdings nicht mehr aufhalten. Jetzt war auch noch Nené weg. Auch sie hatte Leonie alleine gelassen. Für Leonie war das alles jetzt sehr schlimm. Die Tränen liefen wie ein Wasserfall. Eizan umarmte seine Tochter und versuchte sie wenigstens etwas zu beruhigen. Auch Riley sah jetzt das Leonie sehr traurig ist. Er kam auf sie zu. Stellte sich vor sie und schaute seine Schwester mit traurigen großen Augen an. Eizan hob ihn hoch und setzte ihn neben Leonie. Dann umarmte auch Riley seine Schwester. Davon war das Mädchen total gerührt und sie weinte erst recht. Er hielt ihr sein lieblings Auto hin. „Danke Riley. Das ist wirklich sehr lieb von dir." Lächelte sie jetzt wieder. „Ich werde dann mal euer Abendessen machen Kinder. Es wird langsam Zeit fürs Bett." Sagte Eizan und das Abendbrot verlief wieder sehr still. Leonie und Eizan dachten an Nené und vermissten sie sehr. Zuerst ging Riley ins Bett. Leonie durfte noch etwas wach bleiben. Sie war total durcheinander. „Darf ich bei dir bleiben Papa? Ich möchte nicht alleine schlafen." Jetzt war Eizan doch am grübeln ob es richtig war Leonie die Wahrheit über Nené zu erzählen. Es nahm das kleine Mädchen doch sehr mit. Eizan hatte ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber. „Ja aber natürlich kleines. Ich sollte auch endlich mal früher ins Bett gehen." Antwortete Eizan ihr und war irgendwie froh das seine Tochter bei ihm bleiben wollte. Denn auch wenn Eizan es nie zugeben würde, es ging ihm wie ihr. Er wollte nicht alleine schlafen. Leonie hatte sich in seine Arme gekuschelt. Sanft Streichelte er ihr durch das Haar. Das schien sie zu beruhigen. Denn kurz darauf hörte er ihren regelmäßigen Atem und ein leises schnarchen. Eizan musste lächeln. Er war froh das wenigstens sein kleines Mädchen eingeschlafen war. Er selbst würde wohl nicht schlafen können. Die Sorge um Nené ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Aber eigentlich hätte ihm ja gar nichts besseres passieren können. Denn dadurch das Nené quasi aus dem Verkehr gezogen wurde hätte er endlich seinen Jungen für immer bei sich. Nené würde ihn mit seinem Einfluss nie wieder sehen. Aber irgendwie machte ihn das auch traurig. Sie war seine Mutter. Wenn er daran dachte Larissa nie gehabt zu haben wurde ihm sein Herz ganz schwer. Eizan hing sehr an seiner Mutter. Sie war immer der perfekte Gegenpol zu Yuya. Er war streng und brachte ihm gehorsam bei. Larissa war die liebende Mutter die ihn umsorgte und verwöhnte. So wie bei Nené und ihm. Wieder dachte er nur an Nené. Sie kuschelte mit denn Kindern, sorgte für ihr wohl. Er hingegen steckte seine Tochter in ein Elite Gymnasium und wollte denn kleinen Riley der noch kaum laufen konnte zum Geschäftsführer ausbilden. Er behandelte die Geschwister nicht wie Kinder. Für ihn waren es schon fertige erwachsene. Denen er sein Leben aufzwingen wollte. Wenn Nené nicht mit ganzer Kraft ihrer Liebe dagegen ankämpfen würde. Denn Kindern Geborgenheit und Zuneigung schenkte die sie noch so dringend brauchen. Mit diesen Gedanken schlief er dann doch irgendwann ein. So vergingen die Wochen. Eizan besuchte Nené nicht. Auch wenn er pausenlos an sie denken musste. Er schaffte es einfach nicht sie zu sehen. Riley und Leonie vermissten sie ebenfalls. Riley zog sich immer mehr zurück. Sass nur traurig in seinem Zimmer. Fragte jeden Tag nach ihr. Eizan tat das so wahnsinnig weh. Auch Nené litt wahnsinnig unter denn Zuständen im Gefängnis. Alle hänselten sie weil sie etwas kleiner und sehr ruhig war. So war Nené ein sehr leichtes Opfer für die anderen Frauen. Sie ließ es über sich ergehen weil sie an ihr Baby dachte. Nené wollte nicht unnötig riskieren das dem Kind etwas passieren könnte. Das winzige Wesen hatte schon so schlimmes überstanden. Es ging Nené allerdings von Tag zu Tag schlechter. Ihr war schlecht und sie vertrug das Essen nicht. Ihr Körper spielte gerade völlig verrückt. So quälte sich Nené von Tag zu Tag. Sie musste ja auch hier arbeiten gehen. Was die ganze Sache nicht gerade leichter macht. Abends lag sie dann endlich in ihrem Bett. Ihre zellennachbarin machte ziemlich viel Krach. Aber Nené hatte zuviel Angst um etwas zu sagen. Allerdings bekam sie plötzlich ziemliche bauchkrämpfe. Sie schrie plötzlich auf vor Schmerz. Netterweise holte ihre Zellen Nachbarin zumindest da die Wärter. Sie wurde auch gleich ins Krankenzimmer gebracht. Dort sagte Nené dann auch endlich das sie schwanger ist. Die Ärztin sah sie verzweifelt an. „Bitte rufen Sie sofort Etsuya Eizan an. Er muss alles erfahren und entscheiden. Er ist der Vater." Sagte Nené noch ganz zart und wurde ohnmächtig. Die Schwester ging sofort zum nächsten Telefon um Eizan zu benachrichtigen. Er musste im schlimmsten Fall entscheiden was mit dem Baby passieren sollte.
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