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Der Weg in dein Herz

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
21.06.2021
17.04.2022
65
102.485
2
Alle Kapitel
62 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.09.2021 1.523
 
Nach einer kurzen und unruhigen Nacht weckte er die Kinder. Beide waren ebenfalls noch sehr müde. Eizan machte gerade Riley fertig als Leonie zu ihm kam. „Wann kommt Nené uns abholen? Holt sie uns nach der Kita ab? Sie ist doch jetzt wieder gesund oder?" Wollte Leonie wissen. Wie sollte er ihr am besten beibringen das Nené sie wahrscheinlich nicht mehr so schnell sehen wird? „Liebling ich weiß es gar nicht. Ich glaube Nené ist für ihre Arbeit ein paar Tage weg. Sie wollte mir Bescheid sagen wenn sie wieder zuhause ist. Mach dir keine Sorgen." Sagte er ihr vorerst. Leonie die noch immer sehr eingeschüchtert ist, sagte nichts mehr dazu. Sie beobachtete allerdings Eizan ganz genau. Merkte natürlich das er verändert ist. Denn auch mit Riley beschäftigte er sich nicht so richtig. Wirkte sehr abwesend. Aber Leonie traute sich nicht weiter nachzufragen. Dann brachte er Riley und Leonie in ihre jeweiligen Kitas. Fuhr zur Arbeit. Er würde wohl länger brauchen heute und daher würde die Kinderfrau die Kinder abholen. Denn Eizan wollte unbedingt zu Nené. Musste einfach wissen was denn genau los war. Was an denn Gerüchten wirklich dran ist. Er fuhr auch relativ spät ins Gefängnis da er einfach zuviel nachholen musste. Mit seiner eigentlich geplanten Auszeit für die Kinder war er ziemlich baden gegangen. Die hielt leider nicht sehr lange an. Endlich war er im Gefängnis angekommen. „Guten Tag ich möchte unbedingt zu Nené Kinokuni. Es ist sehr dringend." Sagte Eizan und war schon dabei seine Gegenstände aus denn Taschen zu nehmen die er im Gefängnis nicht mitnehmen durfte. „Moment mal. Wollen Sie zu ihrer Frau? Sind Sie denn überhaupt hier angemeldet? Sonst kommen Sie hier nicht rein." Eizan wurde wütend. Was erlaubte sich dieser Knilch? Ihn abzuweisen. Einen Eizan verwehrt Mann besser nicht denn Zutritt zu einem Restaurant, Club oder schon gar nicht einem Gefängnis. „Jetzt hör mir mal zu du kleines kind. Du scheinst neu zu sein. Möchtest natürlich alles richtig machen. Darum verzeihe ich dir das dieses eine mal und auch wirklich nur einmal. Weißt du denn überhaupt wer ich bin?" Ängstlich schüttelte er denn Kopf. Eizan war fassungslos. „Mein Name ist Etsuya Eizan. Mein Vater ist Yuya Eizan. Der Chef vom obersten Gerichtshof." „Es tut mir sehr leid Mister Eizan. Ich kenne ihn nicht und auch für Sie herrschen die Grundlagen des Besuchsrechts. Also sind Sie angekündigt?" Eizan fiel vom glauben ab. Dieser kleine Scheisser wollte doch ihm tatsächlich denn Zutritt verweigern. „In Ordnung. Sie wollen also Respekt? Bitte. Denn haben Sie jetzt. Sich mir in denn weg zu stellen erfordert schon sehr viel mut. Aber jetzt sollten wir dieses Theater besser schnell beenden bevor es peinlich wird." „Peinlich wird es nur für Sie Mister Eizan. Nein, ohne Anmeldung kein Zutritt." Jetzt wurde Eizan langsam richtig wütend. „Du wirst mich jetzt sofort hier reinlassen oder ich werde augenblicklich deinen Chef anrufen kleiner Wichtigtuer. Er grinste aber nur. „In Ordnung. Du bist also so richtig auf Ärger aus oder?" Fragte Eizan ihn. „Das können Sie sehr gerne machen Mister Eizan. Ich halte mich bloß an meine Arbeitsanweisung und habe nichts falsch gemacht. Ich habe mir nichts vorzuwerfen." Erwiederte er und stemmte seine Arme entschlossen in seine Hüfte. Eizan war fassungslos. Atmete tief durch. „Gut. Du bekommst deinen Willen. Wo muss ich mich anmelden?" Er hatte richtig Respekt vor diesem Mitarbeiter bekommen. „Das hätten wir auch alles schneller haben können. Sie brauchen einfach nur dieses Formular ausfüllen." Jetzt könnte Eizan ihn am liebsten denn Hals umdrehen. „Dafür machen Sie so einen Aufstand?" Fragte er ihn schließlich. „Nicht ich Mister Eizan. Sie wollten doch einfach hier herein. Sie hätten doch bloß gleich fragen müssen." Eizan sagte jetzt besser gar nichts mehr. Er füllte ihm das Formular aus und hoffte das es jetzt endlich kein Theater mehr geben würde und er endlich zu Nené durfte. Der Mitarbeiter packte seine Wertgegenstände in eine Box und Eizan durfte endlich nach einer gründlichen Untersuchung hinein gehen. Er ging in einen hübschen kleinen Aufenthaltsraum. Für ein Gefängnis war es wirklich sehr geschmackvoll eingerichtet. Wahrscheinlich weil es ein Frauen Gefängnis ist. Die Damen hatten trotzdem ein Händchen für geschmackvolle Details. So gefährlich sie auch waren. Innerlich blieben sie alle doch Frauen. Eizan musste lächeln. Sich die herzensgute Nené im Gefängnis Outfit vorzustellen fiel ihm ehrlich gesagt etwas schwer. Dann dachte er allerdings wieder an denn Grund warum sie hier war. Drogen und Ihr rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr. Nené hätte jemanden umbringen können. Eizan schluckte. Ein mulmiges Gefühl machte sich in ihm breit. Dann endlich kam Nené in denn Raum. Sie waren hier zum Glück unter sich. Das wäre bei ihrem Gespräch sehr zum Vorteil. Nené lächelte ihn an. Eizan schmerzte der Anblick sie in Handschellen zu sehen. „Nené wie geht's dir denn?" Fragte er besorgt und sprang regelrecht auf. Wollte sie einfach nur umarmen. „Hey keine Berührungen hier." Sagte der Wärter. Schnell setzte sich Etsuya wieder hin. Er wollte nicht schon wieder Stress haben. „Ich möchte einfach nur schnell wieder hier raus Etsuya. Bitte hilf mir. Wie geht es denn Kindern?" Wollte Nené dringend wissen. „Mach dir keine Sorgen Nené. Es geht Leonie und Riley sehr gut. Was mich dazu bringt das du mir jetzt bitte sofort erzählst was los ist und warum du überhaupt verdächtigt wirst Drogen genommen zu haben. Du musst mit mir reden wenn ich dir helfen soll. Und lüg mich jetzt besser auf gar keinen Fall an. Ansonsten wirst du Riley nie wieder sehen." Nené sah ihn erschrocken an. „Aber Etsuya das kannst du doch nicht wirklich ernst meinen. Er ist mein Sohn. Riley braucht mich. Wie stellst du dir das eigentlich vor du eingebildeter Schnösel? Ich werde um Riley kämpfen bis zum Tod." Eizan sah plötzlich total traurig aus. „Entschuldige Etsuya. So war das natürlich nicht gemeint. Ich wollte dich nicht nochmal daran erinnern." „Nené, ich weiß ja das ich immer sehr kühl rüberkomme. Auch denn Kindern gegenüber. Fakt ist aber das ich diesen Anblick von dir gerade einfach nicht ertrage. Ich bin der Meinung das du nicht hierher gehörst. Natürlich werde ich dir helfen aus dieser Hölle zu kommen. Aber bitte sag mir die ganze Wahrheit." Flehte er sie an. Hoffte das es tatsächlich eine Erklärung dafür gab. Eizan wollte einfach nicht daran glauben das Nené wirklich Drogen nahm. Er hatte das bei ihr auch nie erlebt oder Indizien dafür gefunden. Nené sah ihn jetzt ernst an. Überlegte wohl was sie jetzt tun sollte. „Es hat mit deinem Vater zu tun." „Wie bitte? Warum ziehst du jetzt Yuya da mit rein?" Fragte er ziemlich erbost. „Ich wollte es dir eigentlich nicht sagen. Dein Vater hat eine geliebte. Ich habe es mitbekommen und habe ihn zur Rede gestellt. Er hat mir gedroht meine Praxis schließen zu lassen wenn ich Larissa etwas erzählen würde. Zum Glück weiß er ja nichts von Riley. Jedenfalls stand er dann plötzlich vor meiner Tür mit denn Polizisten. Schon ein merkwürdiger Zufall oder? Es tut mir so leid das du es so erfahren musstest Etsuya." Sagte Nené denn jetzt ziemlich blassen Eizan. „Yuya betrügt meine Mutter?" „Ich weiß das hat sie nicht verdient." Beruhigte ihn Nené. Aber er fiel aus allen Wolken. Seine geliebte Mutter. Verarscht von ihrem eigenen Mann. „Warum wirft er dir dann Drogen Besitz vor? Wenn das nicht stimmt bist du doch spätestens morgen wieder draußen." Jetzt sah Nené ihn etwas ängstlich an. „Etsuya es gibt da etwas das ich dir sagen muss. Es stimmt teilweise. Das hat er wohl rausbekommen." „Was? Du nimmst doch Drogen? Du verträgst doch nicht einmal Alkohol." „Nein Etsuya. Nicht mehr. Damals im Studium war ich sehr gestresst. Du kennst das ja selber. Ich weiß das ist keine Entschuldigung. Aber ich bin dann an falsche Freunde geraten. Ich war so jung und dumm. Anders kann ich es jetzt im Nachhinein nicht sagen. Dieses Mädchen meinte sie könnte mir helfen mit dem ganzen Stress besser umzugehen. Sie hat mir dann diese Pillen gegeben. Es hat tatsächlich funktioniert. Danach konnte ich nicht mehr aufhören und wollte immer mehr. Wurde süchtig." „Du hast völlig zugedröhnt dein Studium gemacht? Das ist abartig Nené." Sagte Eizan und sah sie jetzt angewidert an. Nené schämte sich in diesem Moment mehr als je zuvor. „Ja so war es. Allerdings kam alles raus und ich habe das Studium wiederholt. Habe also alle Prüfungen mit denen ich bestanden habe bei vollem Bewusstsein geschrieben und bestanden. Ich weiß das es nicht richtig war. Seiddem habe ich nichts mehr angerührt. Versprochen. Schon gar nicht als ich denn Wunsch hatte schwanger zu werden. Niemals hätte ich da Drogen genommen. Ich bin völlig clean. Das schwöre ich dir. Bitte glaub mir Etsuya." Für Etsuya war das alles jetzt zuviel. Erst seine betrogene Mutter und dann eine Nené, die Mutter seines Sohnes, die Drogen genommen hat. Eizan sah Nené nur noch entsetzt an. Dann sagte er gar nichts mehr und rannte regelrecht aus dem Gefängnis zu seinem Auto. Musste erstmal sitzen bleiben und begann zu weinen.
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