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Der Weg in dein Herz

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
21.06.2021
16.09.2021
47
76.051
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21.06.2021 1.545
 
Es war ein trostloser November Tag. Mittlerweile war es dunkel und es regnete sehr leicht. Aber all das war für Etsuya Eizan in diesem Moment nicht mehr wichtig. Seine geliebte Frau Evelyn war nur ein paar Stunden nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Leonie leider an einem Herzfehler der während der Geburt für Herz Rhythmus Störungen gesorgt hatte verstorben. Die beiden waren über 10 Jahre sehr glücklich miteinander gewesen. Bis die Schwangerschaft das Glück von Etsuya und Evelyn vervollständigen sollte. Leider kam dann alles ganz anders. 1 Woche war Seiddem jetzt vergangen. Eizan kniete am Grab seiner Frau. Leonie lag im Kinderwagen. Dick eingepackt und schlief ganz friedlich. Eizan war noch gar nicht dazu gekommen sich richtig um sein Mädchen zu kümmern. Er hatte sogar irgendwie einen leichten Hass gegen sie. Wäre Leonie nicht gewesen, würde seine Frau womöglich noch leben. Damit hatte sich Eizans Schwester hauptsächlich um das Baby gekümmert. Aber das musste endlich aufhören. Es war alles wahnsinnig schrecklich. Aber ihr Bruder musste sich um seine Tochter kümmern und ihr nicht mehr die Schuld am Tod seiner Frau geben. Sie war doch nur ein winziges Baby. Wusste noch gar nicht was eigentlich los war. Auch sie hatte ihre Mutter verloren. Das wichtigste im Leben eines Kindes. Die Liebe und Geborgenheit einer Mutter. Langsam ging sie auf ihren Bruder zu. Legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Etsuya, bitte. Die kleine muss ins Bett. Sie kann nicht bei diesem Wetter hier draußen bleiben. Bitte geh mit Leonie nach Hause. Du kannst ja morgen wieder kommen und ich hole die kleine vorher bei dir ab. Ist das in Ordnung für dich? Aber hier ist im November kein geeigneter Platz für ein Baby. Auch wenn ich deine Trauer ziemlich gut nachvollziehen kann. Es ist wahnsinnig schlimm. Aber deine Tochter lebt. Du hast auch ihr gegenüber eine Verantwortung. Du musst jetzt für sie da sein. Leonie hat doch nur noch dich Etsuya. Bitte gesteh dir das endlich ein. Sie hat Evelyn verloren. Daran solltest du auch denken. Nicht nur du hast einen geliebten Menschen verloren, sondern auch sie. Leonie wird niemals ihre Mutter kennenlernen." Eizan sah seine Schwester Karina böse an. „Wenn Evelyn nicht mit ihr schwanger geworden wäre, dann würde sie jetzt vielleicht noch leben Karina. Ohne Leonie hätte ich bestimmt meine geliebte Evelyn nicht verloren." „Etsuya du bist traurig und verletzt. Das kannst du doch nicht ernst meinen. Sie ist doch nur ein Baby. Hör auf solche schlimmen Dinge über sie zu sagen." Sagte Karina und begann zu weinen. Sie wollte Etsuya so gerne helfen. Nur wie? Von alleine würde er da nicht mehr rauskommen. Am Ende landete Leonie noch in einer Pflege Familie. Das konnte sie nicht zulassen. Sie würde alles dafür tun um Eizan endlich zu zeigen wie wichtig Leonie für ihn war. Karina hatte auch schon eine Idee wie sie das schaffen würde. Ihr Bruder brauchte dringend professionelle Hilfe. Und wie durch Zufall kannte sie jemanden der ihm und Leonie garantiert helfen konnte. Ihre Freundin Nené Kinokuni. Sie war nämlich eine sehr gute Familien Therapeutin. Eizan starrte nur völlig gedankenverloren in denn Himmel. „Das beste wäre, ihr kommt erstmal mit mir mit. Hier draußen ist es nämlich langsam sehr ungemütlich." Sagte sie und schob denn Kinderwagen mit dem schlafenden Baby zu ihrem Auto. Wiederwillig folgte Etsuya seiner Schwester. Er sprach während der fahrt kein einziges Wort oder sah seine Tochter auch nur an. Leonie schlief friedlich in ihrer Baby Schale. Immer wieder sah Karina durch denn Rückspiegel nach ihrer Nichte. In ihrer Wohnung angekommen, kümmerte sie sich erstmal um das Baby und legte es in ihr reisebettchen was Karina noch von ihrer Nachbarin bekommen hat. So wie auch viele andere Dinge. Denn sie hatte Kinder die aus dem Alter mittlerweile raus waren. Sie schenkte es Karina sehr gerne für Leonie. Dann setzte sie sich zu ihrem Bruder der noch immer sehr verstört auf ihrem Sofa saß. Sie hoffte so sehr das Nene ihm einen Ausweg liefern konnte. Bei allen Verständnis für seine Situation, so konnte es für Etsuya und Leonie nicht weiter gehen. Es war jetzt eine Woche her und ihr Bruder musste endlich Verantwortung Leonie gegenüber zeigen. Sie schauten noch ein wenig Fernsehen bis beide schließlich ins Bett gingen. Eizan konnte eh nicht schlafen. Es waren höchstens 2 Stunden als am nächsten morgen Karina in sein Zimmer kam um ihn Leonie zu übergeben, da sie dringend zur Arbeit musste und Nené anrufen wollte. Und das gleich als erstes. Kaum im Büro angekommen, wählte sie die Nummer ihrer Freundin. „Guten Morgen, Nené Kinokuni. Wie kann ich Ihnen denn helfen?" Karina musste lächeln. Das hörte sich ziemlich albern an wenn Mann Nené besser kannte. Sie war nämlich alles andere als förmlich. Ein richtiger kleiner Rebell. „Hey Nené, hast du eventuell kurz eine Minute für deine beste Freundin?" Fragte Karina vergnügt. „Hey Karina alte Hütte. Was geht ab? Aber natürlich habe ich Zeit. Soviel du brauchst sogar. Was bedrückt dich denn?" Fragte Nené ohne zu wissen wie ernst die Lage wirklich war. Karina musste schlucken. Auch sie nahm die Sache noch immer sehr mit. Dann erzählte sie Nené die ganze Geschichte ihres Bruders. Augenblicklich war Nené still. Das scherzen war ihr sofort vergangen. „Das ist ja schrecklich. Es tut mir leid Karina." Sagte sie. „Es geht schon. Aber mein Hauptproblem ist nunmal mein Bruder. Ich mache mir Sorgen um seine Tochter und möchte nicht das er sie womöglich noch verliert. Meinst du das du ihnen helfen kannst?" Nené überlegte. Ging alle Möglichkeiten durch. Sehr gerne wollte sie ihm und seiner kleinen armen Tochter helfen. „Na klar doch. Mach dir keine Sorgen. Schick ihn am besten heute noch her. Ich kümmer mich drum. Könnte das Baby wenigstens heute noch bei dir bleiben? Ich möchte mich zumindest im erstgespräch gerne ganz in Ruhe mit deinem Bruder unterhalten und ihn erstmal kennen lernen. Ich habe nichts gegen Babys. Aber er wäre ganz bestimmt nur abgelenkt." „Klar, kein Problem. Ich kümmere mich sehr gerne um Leonie während er bei dir ist." War Karina für die Sache bereit auf Leonie aufzupassen. „In Ordnung. Dann sei bitte so lieb und schick ihn gegen 15 Uhr zu mir." „Klar, ich kümmere mich darum." Versprach Karina ihr und musste es jetzt irgendwie hinbekommen ihren Bruder dazu zu bewegen dorthin zu gehen. „Etsuya, ich habe eine Lösung für unser Problem." Fing sie an als beide beim Frühstück saßen. „Welches Problem denn Karina?" Fragte Eizan und sah sie böse an. Für ihn war alles bestens. Er hatte doch kein Problem. „Du weißt wovon ich rede. Deine Tochter und das du dich langsam um sie kümmern musst. Ich habe für nachher einen Termin für dich vereinbart, bei meiner Freundin Nené. Sie ist echt toll und versteht richtig was von ihrem Job. Sie wird euch bestimmt helfen können." Sagte sie und gab Eizan ihre Karte. „Eine Psycho Tante? Ich bin nicht verrückt Karina." Sagte er empört. „Das habe ich ja auch niemals gesagt. Meine Freundin ist eine ziemlich angesehene Familien Therapeutin. Sie soll dir dabei helfen Leonie zu akzeptieren. Ich möchte nämlich nicht das du sie verlierst." Erwiederte seine Schwester traurig. „Ich brauche sowas nicht." Schrie er sie an. „Doch Etsuya. Die Sache ist ernst. Bitte geh wenigstens einmal hin ok? Dann können wir gerne nochmal darüber reden. Aber erst wenn du zumindest heute da warst. Lass mich vor meiner Freundin nicht blöd da stehen. Bitte." Flehte Karina ihren Bruder an. „Na gut, einmal um dir zu zeigen das es der größte Schwachsinn ist, wann ist der Termin?" „Um 15 Uhr. Sei pünktlich." Sagte Karina und ging. Etsuya dachte viel darüber nach. Brauchte er sowas wirklich? Sah seine Tochter an, die er das erste mal richtig beachtet hatte. Leonie grinste ihn an, freute sich das er sie ansah. Er brachte es noch immer nicht übers Herz sie richtig in denn arm zu nehmen. Hatte seine Schwester doch recht? So machte er sich im Haushalt nützlich bis Karina zurück war und ihn los schickte. In der Praxis angekommen hatte er ein sehr mulmiges Gefühl. Er wurde in einem Raum gebracht, der sehr stilvoll eingerichtet war. Es gefiel ihm. Wie wohl diese Frau war? Da sie eine Freundin seiner Schwester war, konnte sie hoffentlich nur nett sein. Dann betrat Nené Kinokuni denn Raum. Eizan hatte sie sich tatsächlich anders vorgestellt. Sie war unscheinbar, trug wie er eine Brille und sah eher aus wie eine Klosterschülerin als eine Therapeutin. Seid wann war denn Karina mit solchen Spießern befreundet? Dachte er. „Guten Tag. Mister Eizan? Karina hat mir bereits schon viel von Ihnen erzählt. Es ist gut das Sie denn schritt hierher gemacht haben." Begrüßte sie ihn. „Keine falsche Hoffnung Miss Kinokuni. Ich werde auch gleich viele Schritte wieder sehr weit weg gehen und nie wieder kommen. Ich brauche keine Hilfe." Eizan saß stur wie ein Esel auf seinen Platz. Nicht bereit mit ihr zu reden. Nené seufzte. Das würde ein Haufen Arbeit bedeuten. Denn Nené wusste das er so schnell nicht reden würde. Jetzt musste sie geschickt vorgehen um ihn dazu zu bringen mit ihr zu reden und überhaupt wieder zu kommen. Und was das anging, war Nené wirklich sehr gut in ihrem Job.
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