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Infinitum Novum  - Aus dem Notizbuch des K. Antari

von Myska
GeschichteMystery, Fantasy / P16 / Gen
Vampire
20.06.2021
16.10.2021
92
120.339
3
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14.10.2021 669
 
Ich habe heute etwas getan, was mir zum Einen sehr gefallen hat, zum Anderen mir aber auch Angst macht. Es begann damit, dass ich kurz vor Morgengrauen zurück in unsere Wohnung kehrte und sie bereits im Wohnzimmer dabei war zu heizen.
Delta würde noch schlafen, hatte sie mir gesagt und mich angelächelt, Wir hätten also noch Zeit für uns. Ich hatte ihr das Lächeln erwidert und sie geküsst, wobei ich tatsächlich sogar noch den Tee geschmeckt hatte, den sie wohl vorher erst getrunken hatte. Dann hatte sie mich gefragt, ob ich bereit wäre mir ihr den nächsten Schritt zu wagen.
Gewartet auf eine Antwort hatte sie nicht, sondern war in ihr Schlafzimmer gegangen. Ich war ihr gefolgt und mir kamen Zweifel dazu, was sie vor hatte, weil ich wusste, was sie meinte. Natürlich konnte ich es ihr nicht verdenken und irgendwie wollte ich das ja auch, aber ich war mir einfach auch unsicher damit. Das letzte Mal, wo ich so etwas versucht hatte, war mit meinem damaligen Freund gewesen und es war damit geendet, dass ich sein Blut wollte.
Ich sah ihr dabei zu, wie sie sich entkleidete, machte aber keine Anstalten das auch zu tun. Als ihr das auch auffiel, fragte sie mich was los sei und ich erklärte ihr meine Bedenken, woraufhin sie nur lachte. Ob ich etwa schon vergessen hätte, was sie sei, gab sie zurück und ich hob skeptisch eine Augenbraue, Außerdem sei es auch nicht so schlimm, wenn ich ein wenig Blut von ihre trinken würde, so lange ich sie damit nicht umbringen würde.
Ich traute ihren Worten nicht, weil ich mir so etwas schon einmal eingebildet hatte, daher blieb ich immer noch bei der Tür stehen. Ob dies ihr Ernst sei, gab ich ihr zurück, erwartete aber nicht, dass ihre Antwort echt wäre. In diesem Punkt vertraute ich mir selbst nämlich nicht.
Sie nickte und kam nun nackt zu mir, um mich zu küssen, ehe sie damit begann mich auszuziehen. Ich ergriff ihre Hände und erzählte ihr, dass ich mir nicht sicher sei, dass ich mir ihre Erlaubnis nicht nur eingebildet hätte und ich es deshalb nicht tun würde. Und auch das wir deshalb besser nicht mit einander schlafen sollten. Dann ließ ich sie los und sie schien auch kurz zu überlegen, bevor sie doch den Kopf schüttelte und sich erneut daran machte mich auszuziehen.
Ich sei ihr Freund, erwiderte sie mir, Und ein Vampir. Sie wisse also, worauf sie sich bei mir einlassen würde. Außerdem sei ich auch nicht der erste meiner Art mit dem sie schlafen würde. Dessen war ich mir auch bewusst, allerdings war die Sache damals auch nicht so freiwillig von ihr aus gewesen, zumindest ging ich davon aus. Aber ich wollte mich nicht mit Deltas Erzeuger vergleichen. Ich war nicht wie der.
Ich seufzte also und nickte. Wir könnten es zumindest versuchen, murmelte ich leise und sie lächelte, ehe sie sich von mir abwandte und zum Bett ging, während ich mich weiter entkleidete.
Danach haben wir wirklich mit einander geschlafen und ich hatte auch ein paar Mal das Bedürfnis nach ihrem Blut, doch ich widerstand sehr erfolgreich dem Drang sie zu beißen. Ich war gewissermaßen stolz auf mich, dass ich das geschafft hatte, war mir aber auch gleichzeitig bewusst, dass ich dies vermutlich nicht immer hinbekommen werde. Irgendwann wird sie dabei meine Fänge zu spüren bekommen und ich hoffe sehr, dass sie mich aufhalten wird, bevor ich ihr dabei ernsthaft Schaden zufüge, sollte ich mich nicht selbst stoppen können.
Ich habe es zwar genossen mit ihr zu schlafen, aber der Gedanke daran, dass ich sie dabei versehentlich töten könnte, macht mir Angst. Sie sagt zwar, dass sie mich aufhalten würde, bevor ich das täte, aber das ist mir zu unsicher und ich neige dazu, nie wieder mit ihr zu schlafen. Ich will sie einfach nicht verlieren und auch nicht, dass sie mich meidet, weil ich doch von ihr trank, so wie Christopher damals. Ich denke, ich werde noch einmal mit ihr darüber reden, wenn sie zurückkommt nachher.
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